Mai 232018
 

saarzwerg und ich verbringen Pfingsten im Harz. Zum Auftakt meiner Miniserie mit Beträgen aus dieser Region berichte ich Euch heute von unserer Wanderung auf den Brocken.

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Wir suchen uns eine leichte Wanderroute mit knapp acht Kilometern Länge und nur knapp 400 Metern Höhenunterschied heraus. Unterwegs sammeln wir noch einige Geocaches ein. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung auf den höchsten Berg Norddeutschlands.

 

 

Startpunkt Oderbrück

Es gibt einige Wanderwege, die auf den Brocken führen. In der Vorbereitung unserer Tour in den Harz ist mir die Wanderung von Oderbrück auf den Brockengipfel aufgefallen. Sie war als einfach und bequem beschrieben. Dank des hohen Startpunktes sind „nur“ noch knapp 400 Höhenmeter zu überwinden. Die Strecke ist gut ausgeschildert und verläuft komplett über breite Forstwege und -straßen.

Gegen zehn Uhr erreichen wir am Pfingstsonntag bei herrlichem Wanderwetter den Parkplatz. Der ist natürlich schon voll.

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Nach gut 15 Minuten Sucherei finde ich eine Möglichkeit unser Auto abzustellen. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an und laufen los.

 

Die ersten paar Schritte

Dort, wo der Wanderweg in den Wald abzweigt, begrüßt uns ein Hinweisschild des Nationalparks: „Willkommen in der sagenumwobenen Bergwildnis“.

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Naja, denke ich mir, „Berg“ ist sicher etwas übertrieben, schließlich hat der Brocken nur eine Höhe von 1141 Metern über dem Meeresspiegel. Unsere Wanderweg verläuft parallel zu einem kleinen Bach.

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Es ist schön schattig und auf diesem Weg sind noch nicht so arg viele Wanderer unterwegs.

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Kurze Zeit später erreichen wir unseren ersten Cache für diesen Tag: den Tradi „Wanderslust„, der an einer Brücke versteckt wurde. Nachdem wir geloggt haben, wandern wir wieder weiter. Es geht kaum merklich den Berg hinauf.

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Unser Weg ist breit und hat ist Parkqualität. Ab und zu lädt uns am Wegesrand eine Bank zum Verweilen ein.

 

Am Dreieckigen Pfahl

Kurze Zeit später erreichen wir den „Dreieckigen Pfahl“, der die Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen markiert. Dieser Grenzstein hat eine lange Geschichte, die Ihr – falls Ihr Euch dafür interessiert – bei Wikipedia nachlesen könnt.

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In unmittelbarer Nähe zu dem Pfahl dürfen wir unseren nächsten Geocache suchen – ebenfalls ein Tradi: „bist Du Specht ? CB#18„. Ein paar Meter weiter gibt es eine Schutzhütte, wo Ihr auch eine Stempelstelle für die Harzer Wandernadel vorfindet und davor einen Tisch mit Bänken, der sich zum Picknick machen eignet.

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Allmählich wird es voller auf dem Wanderweg. Neben der Schutzhütte rastet gerade eine größere Gruppe Mountainbiker als wir dort ankommen. An der Kreuzung biegen wir nach links ab. Nur ein paar hundert Meter weiter suchen wir unseren dritten Cache für diesen Tag: den Tradi „Cache & Run am Torfhaus 2„, den wir gut finden können.

Dann wird es voll auf dem Wanderweg. An der Kreuzung zum Torfhaus biegen sehr viele Wanderer auf unsere Strecke ein. Kein Wunder, heute ist Pfingsten und das tolle Wetter läd einfach zum Wandern ein. Nur hundert Meter Richtung Torfhaus liegt in einer Schutzhütte der Geocache „Der ehemalige DDR Grenzposten “ – wir machen einen kleinen Abstecher und sammeln auch diese Dose ein. Von dem Grenzposten ist leider nichts mehr zu sehen.

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Der Weg verläuft über die ehemalige Grenze zwischen der DDR und der BRD. Auf dem Boden liegen Betonplatten. Ich nehme an, dass hier früher die Grenzsicherung Patrouille gefahren ist. Wir erreichen einen kleinen, aber giftigen Anstieg. Er führt uns hinauf zum Goethebahnhof.

 

Am Gothebahnhof

Nach dem Steilstück machen wir am Goethebahnhof eine kurze Rast. Hier treffen wir auf die Schmalspurbahn, die auf den Brocken hinauf fährt. Gerade als wir dort ankommen, fährt von oben kommend ein Zug in den Bahnhof ein. Die abwärts fahrenden Züge müssen hier auf einem Ausweichgleis anhalten, um die aufwärts fahrenden vorbei zu lassen.

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Eine gute Gelegenheit die alten Dampflokomotiven zu fotografieren …

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Unmittelbar am Bahnhof wurde der Tradi „Am Goethebahnhof ,,Torfhausblick„“ versteckt, den wir trotz der vielen Menschen hier gut und gefahrlos finden und loggen können.

 

Rund um den Brocken

Nun wird der Wanderweg wieder flacher. Nach einer Kurve sehen wir das erste Mal die Brockenkuppe. Von hier scheint es nicht mehr so weit und auch kaum ein Höhenunterschied ist zu erahnen. Dieser Eindruck täuscht aber.

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Unterwegs können wir noch einen Tradi und einen Multi suchen. Der Tradi „Unterm Gleis der Brockenbahn CB#12“ liegt an einem Rohr und ist für uns gut und schnell zu finden. Der Titel führt etwas in die Irre.

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Bei dem Multi können wir nur alle nötigen Informationen für das Final finden. Heben werden wir die Dose aber erst auf den Rückweg können, da die berechneten Koordinaten einen guten Kilometer hinter uns liegen – liest man das Listing, wird dieser Multi dann auch für den Abstieg empfohlen.

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Der Tradi „Wer führt hier was im Schilde? CB#13“ markiert das Ende der flachen Strecke und gleichzeitig den Beginn des Gipfelanstieges.

 

Auf dem Gipfel

Der letzte Kilometer ist eine Teerstraße und überwiegend steil. Heute gleicht dieser Aufstieg einer Völkerwanderung. Die meisten Fahrradfahrer erkennen, dass es heute hier keinen Sinn macht in den Pedalen zu bleiben. Leider gibt es aber ein paar unverbesserliche, die meinen hier noch fahren zu müssen und dabei die Wanderer gefährden.

Hin und wieder passiert uns ein Pferdegespann, welches in seinem Anhänger die Touristen, die nicht laufen wollen, bequem nach oben transportiert.

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Gegen 13:00 Uhr erreichen wir den Bahnhof auf dem Brockenplateau. Auch hier haben wir Glück, es fährt gerade ein Zug ein und ich kann ein paar Fotos schießen.

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Als Erstes suchen wir nach einer Toilette und werden neben der Brockenherberge fündig. Um hineinzugelangen, muss man ein 1-Eurostück passend haben. Trotz der Wucherpreise ist die Toilette keineswegs sauber … daher meine Empfehlung an Euch, falls Ihr diese Wanderung macht, sucht Euch eine passende Stelle im Wald kurz bevor es den Brocken hinauf geht!

Wir suchen uns einen einen schönen Sitzplatz mit Aussicht für unser mitgebrachtes Picknick.

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Nach einer ausgedehnten Mittagspause schauen wir uns einige der Geocaches auf der Brockenkuppe an. Wir beginnen beim Virtual „Wolkenhäuschen “ – das Goethedenkmal ist schnell gefunden …

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… und genauso schnell ist auch das „Beweisfoto“ von unserem Besuch gemacht!

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Als Nächstes kümmern wir uns um den Multi „Norddeutschlands höchstes Gipfel-Hotel / Brocken“ – die Daten zum Berechnen des Finals sind schnell gefunden und da es nicht allzu weit weg ist, ist das Loggen kurze Zeit später auch erledigt.

Bevor wir uns an den Abstieg und Rückweg machen, spazieren wir noch über den Gipfelrundweg. Von hier oben haben wir bei diesem tollen Wetter eine grandiose Aussicht.

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.. und schon wieder kommt ein Zug vorbei…

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Der Rundweg führ uns einmal um die Kuppe.

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Kurz bevor wir wieder den Bahnhof erreichen, kommen wir an dieser Granitformation vorbei.

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Dort befindet sich auch der Earthcache „Der Brocken im Nationalpark Hochharz„, dessen Fragen mittels der Informationstafel vor Ort schnell beantwortet sind. Natürlich machen wir auch hier wieder ein „Beweisfoto“ von uns.

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Noch ein letzter Blick zurück …

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.. und wir machen uns auf den Rückweg!

 

Der lange Abstieg

Leider hat diese Wanderung den gleichen Rückweg wie Hinweg. Abwärts geht das natürlich einfacher und schneller. Auf der Strecke an den Gleisen entlang fährt wieder ein Zug an uns vorbei. Auf der Wanderung kann ich einige Züge samt Dampflokomotove forografieren.

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Auf dem Rückweg kommen wir – mit einem kleinen Umweg – auch am Final des beim Aufstieg berechneten Multis „1000 Meter by Luckykaefer“ vorbei. Trotz des DNFs des Vorloggers wagen wir diesen kleinen Umweg. Nachdem saarzwerg das Listing aufmerksam gelesen hat, ist das Finden dann auch kein Problem mehr.

Gegen 17 Uhr erreichen wir wieder den Parkplatz an der Bundesstraße bei Oderbrück. An der „Cabin“ werden kühle Getränke verkauft und es gibt noch einige freie Stühle für uns.

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Zwei junge Männer singen und spielen Gitarre. Da können wir nicht widerstehen.

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Wir gönnen uns eine Pause bei Radler und Musik.

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Das hat seinen Preis: den ersten ordentlichen Sonnenbrand des Jahres ;-)

 

Die gpx-Datei unserer Wanderung

Auf der folgenden interaktiven Karte könnt Ihr nochmal unsere Wanderung auf den Brocken und zurück sehen. Vielleicht möchtet Ihr sie ja wiederholen? Dann könnt Ihr die zugehörige .gpx-Datei hier herunterladen.

 

Unsere Wanderung hat eine Länge von ca. 18 Kilometern. Der Höhenunterschied zwischen unserem Startpunkt in Oderbrück und dem Brockengipfel beträgt knapp 400 Höhenmeter. Wir haben uns für die Wanderung und die Dosensuche Zeit gelassen: Insgesamt waren wir sechseinhalb Stunden unterwegs.

 

Mein Fazit

Wer gerne wandert und dabei gerne Geocaches sucht, dem möchte ich diese Wanderung empfehlen. Der Harz mit seiner höchsten Erhebung, dem Brocken, ist ein tolles Wanderrevier. Die Wanderung als solche (ohne „Umwege“, die wir eingebaut haben) ist mit ca. 15 Kilometern und knapp 400 Höhenmetern nicht sehr anstrengend. Technische Schwierigkeiten sind überhaupt keine vorhanden. Auf der Tour gibt es eine überschaubare Menge an Geocaches, die allesamt gut zu finden sind. Zum Glück liegt hier noch kein Powertrail, so dass das Gleichgewicht zwischen Geocaching und Wandern noch geblieben ist.

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Wie hat Euch diese virtuelle Wanderung auf den Brocken gefallen? Seid Ihr selbst schon dort oben gewesen? Wenn ja, auf welchem Weg habt Ihr den Brocken erreicht?

Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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