Nov 042015
 

Seit September 2015 gibt es in Mörsbach, einem kleinen Ort im Hunsrück, einen neue Touristenattraktion: die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. Pünktlich zur Eröffnung am 3.10. war auch die kleine Geocaching-Runde mit 11 Tradis, einem Multi und einem Bonus fertig.

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Einen Monat nach der Eröffnung haben saarzwerg und ich uns die Geocaches erwandert und die Brücke “getestet” – es hat uns einen Reisens paß gemacht!

Vom Saarland aus dauert die Fahrt nach Mörsdorf knappe zwei Stunden. Wie wir später noch sehen werden, war es ein Glücksfall, dass wir schon gegen 8 Uhr morgens losgefahren sind – so erreichen wir Mörsdorf kurz vor 10 Uhr. Es ist noch recht neblig. Im Dorf ist noch nicht viel los. Vor dem Besucherzentrum steht ein Parkhelfer mit gelber Warnweste. Auf den umliegenden Wiesen sind Parkplätze mit Absperrband markiert. Wir bekommen den letzten kostenlosen Parkplatz am Friedhof.

Vor dem Besucherzentrum können wir uns auf einem großen Plakat über den Bau der Hängeseilbrücke informieren.

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Auf dem Parkplatz gilt es für uns den ersten Tradi “Geierlay-Runde #01 – Parkplatz Besucherzentrum” zu suchen. Dank der sehr genauen Koordinaten und dem ausführlichen Hint ein Kinderspiel.

Bevor wir uns nun auf die Wanderung begeben, nutzen wir im Besucherzentrum noch die sanitären Einrichtungen – hier wurde wirklich an die vielen zu erwartenden Touristen gedacht!

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Der Weg der kompletten Wanderrunde ist recht gut durch die Geocaches zu finden. Unser Weg führt uns zunächst durch Mörsdorf. Überall gibt es neue Parkverbotsschilder. Noch ist nicht viel los. Der Nebel schafft eine verschlafene Atmosphäre. An einem Haus suchen und finden wir den Tradi “Geierlay-Runde #02 – Grundschule/Altes Rathaus“.

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Allmählich werden die Häuser am Wegesrand weniger – wir erreichen den Wald. Die Geocaches liegen im Abstand von 200-500 Metern. Es ist immer noch recht neblig. Ich hoffe, dass das noch besser wird – schließlich will ich ein paar schöne Fotos  von der Brücke machen.

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Die Geocaches sind alle sehr genau eingemessen und mit einem “deutlichen” Hint ausgestattet. So ist das Finden kein Problem und geht recht fix von der Hand.

Ab dem Bergkreuz wird aus dem breiten Forstweg ein schmaler Bergpfad, der über eine Felsschulter steil bergab führt.

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Zum Glück ist es trocken heute. Bei Nässe muss man hier sicher auf seinen Tritt achten.

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Wir erreichen das Mörsdorfer Kreuz. Es liegt exponiert auf einer kleinen Kuppe.

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Von hier haben wir eine tolle Weitsicht auf den umliegenden Herbstwald. Plötzlich ruft saarzwerg “Schau mal hier!” – auf der anderen Seite sehen wir in der Ferne das erste Mal die neue Hängeseilbrücke. Wow – die ist echt hoch und lang!

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Vom Kreuz führt ein kurzer mit einem Ketten-Geländer versehener Steig in die Tiefe.

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Dort können wir noch den Tradi “Mörsdorfer Kreuz” suchen. Dies ist der einzige Geocache auf der kompletten Runde, bei dem wir etwas länger suchen müssen. Das Gelände ist steil und unwegsam. Das GPS springt an der Stelle etwas. Geht man den Steig bis ans Ende der Sicherung, so zweigt dort eine kleine Cacherautobahn ab… nun muss man nur noch wissen, wie ein Wacholderstrauch ausschaut! Zum Glück kennt saarzwerg den und hat auch schnell die Dose in der Hand.

Nun geht es steil in Serpentinen nach unten ins Tal. Wir erreichen den Flusslauf. Der Weg wird nun auch wieder breiter. Kurz hinter dem nächsten Geocache wechseln wir mehrfach die Flussseite über kleine Brücken.

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Wir bleiben nun einige Zeit am Fluß. Der Weg ist mit der stilisierten Hängebrücke auf dem Schild gut markiert.

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Nach einigen Biegungen erreichen wir wieder eine Stelle mit einem schönen Blick auf die Hängeseilbrücke. Wir sind nun schon in der Nähe. Von unten schaut die Brücke recht hoch aus. Es ist heute viel los. Immer mehr Wanderer begegnen uns…

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Kurz hinter dem Fünf-Wege-Platz, der zu einer kleinen Rast einlädt, beginnt die Steigung hoch zur Hängeseilbrücke. Zunächst recht steil – dann eher gemächlich. Langsam kommt die Sonne raus. In dem Sonnenlicht wirkt der bunte Herbstwald noch viel schöner.

Unser Weg gewinnt schnell an Höhe. Wir kommen der Hängeseilbrücke immer näher. Dann stehen wir direkt darunter. Wow – was für ein Riesending!

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Als ich nach oben schaue, wird mir klar, wie schmal diese Brücke ist. Gerade mal 85cm misst der hölzerne Fußweg.

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Die Brücke ist seitlich gut abgespannt, um bei Wind ein Schwingen in Querrichtung zu verhindern. Dazu sind die Stahlseile an großen Betonankern vertäut. Ich finde die Technik faszinierend. Wenn Ihr mehr darüber erfahren möchtet, solltet Ihr einen Blick auf die Webseite der Brücke werfen.

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Ich merke – es geht wieder mit mir durch. Diese Brücke ist ein tolles Fotoobjekt. Ich schieße ein Foto nach dem anderen.

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Bis zum Auflieger der Hängebrücke ist es nun nicht mehr weit: gerade mal noch 200 Meter. Das ist weniger als die Brücke lang ist!

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Natürlich will auch ich dokumentieren, dass ich hier war. Also lasse ich saarzwerg noch schnell ein Foto von mir machen.

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Unterwegs sammeln wir einen weiteren Tradi der Runde ein. Dann müssen wir noch eine Frage des Multis “Hol Dir den Kick” auf dieser Seite der Hängeseilbrücke beantworten. Hier ist auch eine Webcam aufgestellt, die kontinuierlich die Bilder ins Internet überträgt. Schade, dass man keine neuen Webcam-Caches mehr legen darf!

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Nun ist es endlich soweit. Wir betreten die Hängebrücke. Zunächst ist es nichts Besonderes. Lediglich der Kinderwagen vor uns nervt ein wenig, da wir nicht überholen können. Wie gesagt – der hölzerne Gang dieser Brücke hat eine Breite von nur 85cm und da heute viel los ist, gibt es auch jede Menge Gegenverkehr.

Je weiter wir in die Mitte kommen, desto mehr “schwingt” die Brücke. Wohlgemerkt, es ist windstill heute… Ab und zu muss ich nach dem Handlauf greifen, um nicht umzufallen. Das sorgt für ein gewisses Kribbeln im Bauch…

In der Mitte versuche ich noch ein Selfie von mir zu machen…

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Das bekomme ich gerade noch ohne zu verwackeln hin. Dann natürlich auch der obligatorische Blick nach unten: 100 Meter Höhe sind schon was. Die Bäume am Talgrund sind recht klein ;-)

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Langsam gewöhne ich mich an das “Schwingen”. De Betrieb ist gerade weniger geworden und ich kann die Ruhe etwas genießen. Wir haben Glück mit dem Wetter. Die Sonne scheint inzwischen recht intensiv.

Fast 400 Meter ist die Hängebrücke lang. Es dauert seine Zeit, um von einer Seite zu der anderen zu gelangen.

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Wir erreichen den Auflieger an der anderen Seite.

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Auch hier gibt es einen Tradi zu suchen. Danach noch schnell zwei weitere Fragen des Multis beantworten und schon können wir die Finalkoordinaten ausrechnen. Schade – um das Final zu heben, müssen wir nicht noch mal über die Brücke laufen. Wäre doch ein schöner Grund gewesen, nochmal drüber zu gehen.

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Neben dem Auflieger gibt es noch einen kleinen inoffiziellen Aussichtspunkt. Von dort habe ich eine tolle Sicht auf die Brücke. Auch kann man von hier gut die Länge und Höhe erkennen. Das war mit Sicherheit die längste Seilhängebrücke, die ich bisher überschreiten konnte. Trotz der qualitativ hochwertigen Schweizer Ingenieurskunst muss ich zugeben, dass ich doch ein gewisses Kribbeln im Bauch verspürt habe…

Unsere Wanderroute verläuft nun durch den herbstlichen Niederwald, wo noch einige Tradis und der Multi, dessen Finalkoordinaten wir gerade ausgerechnet haben, auf uns warten.

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Für den Multi müssen wir etwas den Hang hinunter steigen. Eine Cacherautobahn führt uns zielsicher zur Dose.

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Schnell erreichen wir wieder Mörsdorf. Inzwischen ist dort die Hölle los: Himmel und Menschen. Auch ein Fernsehteam ist in den Strassen unterwegs. Am Besucherzentrum ist der Parkplatz überfüllt. Scheinbar will Jeder die neue Hängeseilbrücke ausprobieren…

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Vom Parkplatz ist es nur noch ein kleiner Spaziergang zum Bonus-Mystery “Geierlay-Runde #13 – Bonus“, den wir schnell und problemlos finden können. Da ich am Anfang etwas gepennt habe, haben wir vergessen die erste Bonuszahl aufzuschreiben. Auf dieser Runde ist das aber kein Problem, da jede Bonuszahl zweimal vorkommt. Hier haben sich die Owner etwas gedacht!

Die Cachewartung ist bestimmt auch jede Menge Arbeit, da die Dosen zum Teil nicht sehr groß sind und schon im ersten Monat über 100 Geocacher geloggt haben…

*****

Uns hat diese Runde super gefallen!Mehr Bilder von unserem Ausflug findet Ihr in meinem Webalbum.

Seid Ihr hier auch schon unterwegs gewesen? Wie waren Eure Eindrücke? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare…

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  4 Antworten zu “Die längste Hängeseilbrücke Deutschlands”

  1.  

    Guter Bericht.
    Wollte eh da hin. Eigentlich nur wegen der Brücke, aber jetzt werden wir wohl auch die Tradirunde machen.

    Danke dafür

  2.  

    Ein toller Bericht von einer Tour die ich unbedingt auch noch unternehmen muss! Dankeschön dafür… und, by the way… seit wann trägst Du Bart?

    Viele Grüße aus dem Hessenländle, Jörg

  3.  

    Ich hatte es ja nicht ganz so weit und konnte auch nicht so lange warten. Schon am 8. Oktober besuchte ich die Brücke und die schöne Runde. Sehr zu empfehlen!! Hier muss ich nochmal hin, wenn der Ansturm etwas nachgelassen hat.

    Apropos: Den Webcam-Cache kann man auf OC loggen, wenn man mag :-) (Ich hab’s auch zu spät gemerkt).

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