Jan 022018
 

Im letzten Teil meiner Südamerika-Serie stelle ich Euch Rio de Janeiro vor. Wir besuchen die „must-have“ Sightseeing-Spots und gehen auf Geocache-Suche – beides lässt sich super verbinden, da sowohl an der Copacabana als auch auf dem Zuckerhut oder dem Corcovado Geocaches vorhanden sind.

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Kommt mit auf die virtuelle Reise durch Rio de Janeiro …

 

 

Auf den Zuckerhut

Von unserem Hotel zur Talstation der Zuckerhut-Seilbahn sind es noch keine zwei Kilometer, dennoch benötigt unser Reisebus eine knappe halbe Stunde bis dorthin.

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Hinter der Seilbahnstation ragt eine große Felswand auf. Als ich genauer hinschaue, entdecke ich einige Kletterer im Fels. Klettern inmitten einer Millionenstadt in echtem Fels – das ist schon was Besonderes!

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Es ist früh am Morgen – die Touristenschlangen sind zur Zeit noch erträglich. Unsere Reiseführerin kauft die Tickets und wir stellen uns an.

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Er geht dann überraschend schnell – sobald eine Kabine gut gefüllt mit Touristen ist, fährt sie auch schon los.

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Die Fahrt geht recht schnell. Wenige Minuten später stehen saarzwerg und ich auf dem „Morro da Urca“, dem Granithügel vor dem Zuckerhut, wo sich die Mittelstation der Seilbahn befindet. Von hier können wir sogar die Christus-Statue auf dem Corcovado erkennen.

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Neben dem Seilbahngebäude wurde eine alte Gondel der Seilbahn aufgestellt. Unsere Reiseführerin erzählt uns, dass hier oben ein James-Bond-Film gedreht wurde: „Moonraker – Streng geheim“.

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Auf dem Morro da Urca befindet sich auch ein kleiner Heliport, wo Rundflüge angeboten werden. Je nach Flugzeit kosten diese zwischen 92€ und 466€.

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Aber dafür haben wir weder Zeit noch Geld. Wir spazieren über einen Steg durch einen kleinen Wald. An den Bäumen wachsen hier Orchideen.

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Über den Baumpfad gelangen wir zum anderen Seilbahngebäude, wo die Gondeln auf den Zuckerhut abfahren.

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Auch diese Fahrt dauert nur wenige Minuten.

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Dann kommen wir an – wir stehen auf dem Zuckerhut und genießen die Aussicht. Wow – besser geht es nicht mehr: tolles warmes Wetter und eine beeindruckende Aussicht von hier oben auf Rio de Janeiro.

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Unsere Reiseleiterin erklärt uns den Panoramablick von der Sonnenterasse: Alles Wasser, welches im Norden und Westen liegt, ist kein Meer, sondern eine riesige Bucht, deren einziger Eingang von zwei Festungen unterhalb des Zuckerhutes kontrolliert werden kann.

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Dann gibt sie uns doch tatsächlich ganze 30 Minuten Freizeit, um uns hier auf eigene Faust umzuschauen und die beiden Seilbahnen bis ganz nach unten zu nehmen. Das führt fast zu einem Aufstand unter unserer Reisegruppe. Nach zähen Verhandlungen können wir unseren Aufenthalt auf 45 Minuten ausdehnen. An dieser Stelle habe ich mich doch sehr über unseren Reiseveranstalter geärgert – schließlich sind wir im Urlaub und nicht auf der Flucht!

Da ich auf meinem GPS zu diesem Zeitpunkt keinen Geocache habe, fahren saarzwerg und ich wieder hinunter zur Mittelstation. Auch auf dem Weg nach unten müssen wir zunächst Schlangestehen bis wir in die Gondel kommen. Daher sind auch 45 Minuten Freizeit hier oben viel zu wenig.

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An der Mittelstation angekommen, teilen wir uns auf. Ich kümmere mich um den Earthcache „Pão de Açúcar„, wo es um die Geologie dieses Granithügels geht. Die Antworten auf die Fragen finde ich leicht. Dann mach ich noch schnell das Beweis-Selfie und gehe hinüber zu saarzwerg.

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Sie ist gerade auf der Suche nach dem Tradi „Baía da Guanabara“ – gemeinsam und dank der guten Beschreibung werden wir fündig.

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Respekt! Hier hat der Owner ein wirklich gutes Versteck gewählt, welches auch die Touristenmassen hier an der Mittelstation überstehen dürfte!

 

Altstadt und Kathedrale

In der Reisebeschreibung wurde heute großmundig angekündigt:

Bodenhaftung gibt’s wieder beim Gang durchs alte Zentrum von Rio.

Leider werden wir mit dem Reisebus durch die Altstadt gefahren. Unser lokaler Guide erklärt uns, was wir aus dem Busfenster sehen können. An schöne Bilder von der Altstadt von Rio ist auch nicht zu denken. Hier kann ich echt nicht mehr nachvollziehen, warum wir nicht mal anhalten und zu Fuß die Altstadt erkunden dürfen.

Der einzige Stopp bei dieser Stadtrundfahrt ist an der neuen Kathedrale von Rio de Janeiro, die als riesige Beton-Pyramide gebaut wurde.

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Der Glockenturm besteht ebenfalls aus einem Betongerippe und steht etwas abseits der Pyramide.

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Für mich sehr überraschend – trotz der schlichten Betonhülle hat es der Architekt geschafft dem Innenraum durch die Glasfenster sehr prunkvoll erscheinen zu lassen.

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Beton, buntes Glas, ein Holzkreuz – alles passt gut zusammen. Ich mache viele Fotos …

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Mir gefällt die Kathedrale!

 

Auf den Corcovado

Das nächste Highlight auf unserem Programm ist der Corcovado mit seiner berühmten Christus-Statue. Auch hier versuchen wir früh am Morgen unser Glück, in der Hoffnung, dass noch nicht so viele Touristen oben auf dem Hügel sind. Unser Reisebus fährt uns an die Talstation der Zahnradbahn.

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Auf dem Dach des Bahnhofes wird ein alter ehemaliger Wagen dieser Bahnstrecke ausgestellt.

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Falls Ihr bei der Bergfahrt die Aussicht genießen wollt, so solltet Ihr Euch in Fahrtrichtung rechts hinsetzen. Von dort habt Ihr im oberen Teil der Strecke eine schöne Aussicht auf die Bucht. Nach einiger Zeit hält unser Wagen an – er muss auf den Gegenverkehr warten.

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Die Fahrt dauert eine gute halbe Stunde. Dann erreichen wir den Bahnhof am Gipfel des Corcovado. Von dort führt zuerst ein Fahrstuhl und dann eine Rolltreppe zur Aussichtsplattform mit der Christus-Figur.

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Auch hier bewundern wir die gigantische Aussicht. Unser lokaler Guide erklärt uns, was wir in den einzelnen Richtungen sehen können. Dann haben wir wieder Freizeit. Eine halbe Stunde ist hier oben absolut ausreichend, da es nur die Aussichtsplattform und den Weg zum Bahnhof gibt.

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Wir kämpfen uns auf der Aussichtsplattform durch die inzwischen schon sehr vielen Touristen nach vorne. Wow – wieder ein grandioser Ausblick. Der Zuckerhut ist heute morgen gut zu erkennen.

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Ich drehe mich um, um die riesige Christus-Figur komplett fotografieren zu können. Einen Moment, in dem man die Figur ohne Touristen fotografieren könnte, gibt es selbst am frühen Morgen nicht!

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Dafür besteht hier oben aber die Möglichkeit zwei Earthcaches zu loggen. Für den „Corcovado“ müssen wir Fragen zum Gneiss-Gestein beantworten. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen auch ein Beweis-Sefie vor der Christus-Statue zu machen.

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Der Earthcache „Baía de Guanabara“ beschäftigt sich mit der großen Bucht unterhalb der Aussichtsplattform. Auch hier können wir die Antworten auf die Fragen gut finden.

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Beide Caches waren gut in einer Viertelstunde zu erledigen. Danach genießen wir noch etwas die Aussicht und machen uns dann auf den Weg zum Bahnhof. Dieses Mal nehmen wir die Treppen.

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Am Bahnhof müssen wir auf den nächsten Zug warten. Es dauert nochmal eine gute Viertelstunde, bis wir einsteigen können.

 

Strandfeeling an der Copacabana

Am frühen Nachmittag fährt unser Reisebus nach Ipanema. Hier hält er an einer großen Schmuckmanufaktur, die als „Museum“ getarnt ist. Wer möchte, kann hier aussteigen und wird kostenlos nach dem Besuch des Museums zum Hotel zurückgefahren. Hier habe ich mich wieder über unseren Reiseveranstalter gewundert. Trotz des sehr hohen Reisepreises wirkt dieses „Angebot“ auf mich wie eine Kaffeefahrt und ist meiner Meinung nach einem „Premium-Reiseveranstalter“ nicht würdig!

Wir nutzen die Gelegenheit zum Aussteigen – jedoch nicht um den Schmuckhersteller zu besuchen – sondern um von hier über den Strand von Ipanema und die Copacabana zu unserem Hotel zurückzuspazieren.

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Zunächst laufen wir an der Strandpromenade von Ipanema entlang. Es ist wieder sehr sonnig. Am Stand ist recht viel los. Es wehen jedoch die roten Fahnen, was bedeutet, dass man nicht schwimmen soll.

Dann fällt mir ein Tradi an der Metro-Station „General Osório“ auf. Da wir eh ein Lokal für unser Mittagessen suchen, verlassen wir den Stand und laufen durch die Straßen bis zur Metro. Leider habe ich das Listing vorher nicht gelesen. Die Dose ist wohl oben bei einem Aussichtspunkt versteckt. Der Fahrstuhl ist außer Betrieb. Und die Treppen führen auch zu einer Favela (Armenviertel). Davor hat uns unsere Reiseleiterin gewarnt. Da ich meine große Kamera gut sichtbar umhängen habe, beschließen wir auf diesen Geocache zu verzichten. Zu Hause stelle ich fest, dass er inzwischen archiviert wurde.

Auf dem Weg zurück zum Strand kommen wir am Restaurant „Felice“ vorbei. Die Sonnenterrasse vor dem Haus spricht uns an. Bei Tripadvisor hat das Restaurant sehr gute Bewertungen. Das probieren wir mal aus und verbringen dort die Mittagspause und ja: Das Essen ist sehr lecker!

Nach der Pause gehen wir zurück zum Strand. Nicht weit vom Restaurant liegt der Earthcache „Arpoador Rock“ auf einem Felsen zwischen den beiden Stränden von Ipanema und der Copacabana.

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Dort angekommen, beantworten wir die Fragen und machen noch schnell ein Beweis-Selfie von uns beiden!

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Dann spazieren wir weiter Richtung Copacabana. Dazu müssen wir die Strandpromenade verlassen, durch einen kleinen Park und ein Wohngebiet gehen. An einer Mauer entdecke ich dieses Gemälde.

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Schön – dass die Brasilianer ihren Rauswurf aus der Fußball-Weltmeisterschaft durch unsere Mannschaft so sportlich nehmen. Wir erreichen den rund vier Kilometer langen Strand von Copacabana.

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Am anderen Ende ist der Zuckerhut zu sehen.

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Am Strand sind vielen Buden, Verkaufsstände und Bars.

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An einer machen wir eine längere Pause. Die Bars unterbieten sich gegenseitig mit ihren Preisen für eine Caipirinha. Irgendwann ist der Preis so niedrig, dass wir einkehren „müssen“.

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Bei einem tollen Strandblick mit Zuckerhut im Hintergrund genießen wir unseren Cocktail! Nach einer guten halben Stunde machen wir uns wieder auf den Weg. An einigen Stellen bewundern wir außergewöhnliche Sandburgen, die von den Künstlern hier aufgebaut wurden, um das ein oder andere Trinkgeld einzustreichen.

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Als ich zu Hause diesen Artikel schreibe, fällt mir auf, dass kurz nach unserem Besuch an der Copacabana hier ein weiterer Earthcache veröffentlicht wurde: „🌊 Areias de Copacabana 👙„.

Dank Cocktail und brennender Sonne wird unser Weg zurück zum Hotel immer anstrengender. saarzwerg probiert mal eine dieser kühlenden Werbetafeln aus: Auf Knopfdruck setzen sie einen kalten Wasser-Sprühnebel frei.

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In der Nähe des Hotels gehen wir mal vor zum Meer.

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saarzwerg möchte zumindest mit den Füßen einmal in den Atlantik.

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Beim Fotografieren vergesse ich, dass da immer mal wieder Wellen kommen. Als meine Füße komplett im Wasser stehen, wird mir wieder bewusst, dass ich noch die Schuhe anhabe …

Nach dem Strandspaziergang geht es zum Flughafen …

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… und ein spannender Urlaub geht mit einem 12-Stundenflug nach Frankfurt schon wieder zu Ende!

 

Meine Hotelempfehlung

In Rio de Janeiro beziehen wir im Ortsteil Leme an der Copacabana unser Hotel. Wir checken im „Windsor Excelsior Copacabana“ (Provisionslink) ein. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, fahren wir in das oberste Stockwerk, wo der Begrüßungscocktail auf uns wartet. Der Blick ist klasse. Da es heute Nachmittag kühl und feucht ist, ist der Strand fast leer.

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In der anderen Richtung kann ich den Corcovado mit der Christusfigur sehen.

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Am nächsten Abend ist der Ausblick auf den Strand schon besser – er ist komplett mit Flutlicht ausgeleuchtet.

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Zum Entspannen ist die Dachterasse super. Der Caipirinha schmeckt auch hier oben recht gut. Wir verbringen so manchen Abend an der Poolbar.

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Dieses Hotel kann ich Euch empfehlen. Es liegt unmittelbar am Strand. Die Zimmer sind geräumig. Morgens gibt es ein riesiges Frühstücksbuffet mit kalten und warmen Speisen.

Direkt gegenüber vom Hoteleingang ist ein kleiner Italiener „La Trattoria„, der sich für das Abendessen anbietet. Auch den haben wir probiert – super lecker!

In unserem Reiseprogramm enthalten ist auch der Besuch einer Churrascaria, eines Steakhauses der besonderen Art. Es gibt ein Vorspeisen- und Beilagenbuffet, von dem Ihr Euch aber nicht zu viel nehmen solltet. Dann kommt alle paar Minuten ein Kellner mit einem Stück Huhn, Fisch oder Fleisch auf einem Spieß vorbei, von dem er Euch abschneidet, wenn Ihr mögt. Das geht so lange, bis Ihr nichts mehr essen möchtet. Und die Fleischqualität und der Geschmack sind hervorragend. Wir waren im „Churrascaria Palace„, nur zwei Straßen vom Hotel, entfernt zu Gast.

 

Mein Fazit

Geärgert habe ich mich über unseren Reiseveranstalter „Studiosus“. Seinem Ruf als Premium-Veranstalter ist er meiner Meinung nach während unseres Besuchs in Rio de Janeiro nicht gerecht geworden. Oft habe ich mich gehetzt gefühlt. Auf dem Zuckerhut war viel zu wenig Zeit. Der Stadtrundgang war eine Rundfahrt, auf der man nicht viel sehen konnte. Der Gipfel war dann die Rückfahrt zum Flughafen, auf der nicht mehr die Sehenswürdigkeiten rechts und links der Straße erklärt wurden, sondern aufdringliche Werbung für weitere Studiosus-Reisen gemacht wurde.

In Rio de Janeiro habe ich mich ein wenig durch die Warnungen unserer Reiseleiter einschüchtern lassen. Wir haben viel über Diebstahl und Raub gehört. Während unserer Freizeit an der Copacabana und in Ipanema haben wir uns fast immer sicher gefühlt. Nur bei dem Treppenaufgang zur Favela habe ich mich von den Warnungen abschrecken lassen.

Trotz alledem hat mir Rio de Janeiro sehr gut gefallen. Leider gibt es in Laufreichweite nicht viele Geocaches. An den meisten Touristen-Attraktionen besteht jedoch die Möglichkeit eine Dose oder zumindest einen Earthcache zu loggen.

Wir hatten extremes Glück mit dem Wetter. Bis auf den Anreisetag hatten wir immer Sonnenschein und so konnten wir unsere Ausflüge genießen. Rio sollte man einmal gesehen haben!

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Wie hat Euch diese virtuelle Reise durch Rio de Janeiro gefallen? Möchtet Ihr mehr Bilder von dieser Tour sehen? Dann werft doch mal einen Blick in das zugehörige Webalbum.

Seid Ihr selbst schon mal dort gewesen? Was habt Ihr dabei erlebt? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

Alle Touren unserer großen Südamerika-Reise findet Ihr unter „Geocaching in Südamerika – Touren-Übersicht„.

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