Jul 172014
 

Unsere Reise entlang der Landungsstrände beginnt für saarzwerg und mich in Saint Mère Eglise. Danach besuchen wir die Batterie Azeville und zwei Strandabschnitte von Utah Beach. Nach einer Übernachtung in Carentan ist unser erstes Tagesziel der Pointe du Hoc, wo am D-Day 226 Ranger die 30 Meter hohen Klippen erklettert haben. Anschließend fahren wir weiter zum Omaha Beach, wo wir das WN62, den Soldatenfriedhof Colleville-sur-Mer und zum Abschluß noch das WN60 besuchen.

Westliche Landungsstrände - Blick aus dem Bunker

Natürlich haben wir auch geschaut, welche Geocaches an diesen geschichtsträchtigen Orten versteckt wurden…

Saint Mère Eglise

Unsere Reise durch die historischen Orte, die bei der allierten Landung 1944 in der Normandie eine Rolle gespielt haben, beginnen wir in Saint Mère Eglise, einer kleinen Gemeinde im Hinterland des westlichsten Landungsstrandes Utah Beach. In der Nähe dieses Ortes landeten am D-Day über 14.000 amerikanische Fallschirmjäger.

Westliche Landungsstrände - Saint Mère Eglise

Berühmt wurde die Kirche in Saint Mère Eglise, weil dort zwei Fallschirmjäger während ihrer Landung hängen geblieben sind. Heute erinnert die Puppe am Kirchturm daran.

Westliche Landungsstrände - Der Fallschirmspringer am Turm

Wir nutzen die Gelegenheit zu einem Besuch im Inneren.

Westliche Landungsstrände - In der Kirche

Wir verlassen die Kirche und suchen den Tradi “Airborne“, der sich in umittelbarer Nähe befinden soll. saarzwerg hat den richtigen Riecher und so ist das Logbuch schnell signiert.

Im Ort ist schon viel los – wir sind etwa eine Woche vor den großen Feierlichkeiten zum 70-sten Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie. Der Ort ist geschmückt. Viele Touristen sind unterwegs. Auch die ersten historischen Fahrzeuge, die vermutlich an einer der vielen geplanten Paraden teilnehmen werden, sind schon hier.

Westliche Landungsstrände - Historische Jeeps

Wir schlendern noch etwas durch den Ort und kommen am Denkmal für die amerikanischen Fallschirmjäger vorbei.

Westliche Landungsstrände - Denkmal für die Fallschirmjäger

Nahe der Kirche gibt es auch noch ein großes Museum, das die Landung der Fallschirmjäger als Thema hat. Auf dem Gelände steht ein amerikaischer M4 Sherman Panzer.

Westliche Landungsstrände - Sherman Panzer

Museen, Fahrzeuge und Denkmäler werden wir während unserer Reise durch die Normandie noch viele sehen…

 

Batterie Azeville

Nicht weit von Saint Mère Eglise, auf dem Weg zum Meer, befindet sich die Batterie Azeville, eine ehemalige deutsche Geschützstellung. Im Vorfeld dieser Reise gelang es mir den Multi “Azeville Nano” am Rechner zu lösen. Bei der Batterie finden wir die Dose schnell und tragen uns ein.

Westliche Landungsstrände - Batterie Azeville

Diese Batterie kostet Eintritt. Da wir hier nicht so viel Zeit verbringen möchten, schauen wir uns nur einen Geschützbunker an, bei dem die Tür offen steht. Laut den Tafeln vor Ort lohnt es sich den unterirdischen Teil dieser Batterie anzuschauen : Die vier Geschützbunker vom Typ Regelbau 671 “Schartenstand für Geschütze 120°” sind an ein Gangsystem mit einigen Räumen angeschlossen.

Westliche Landungsstrände - Geschützbunker

 

Westliche Landungsstrände: Utah Beach

Wir setzen unsere Fahrt zum Meer fort und erreichen den Strand. Der erste der westlichen Landungsstrände heißt Utah Beach: Hier haben amerikanische Truppen am Morgen des D-Day das europäische Festland betreten. Als wir ankommen, wird wegen der bevorstehenden 70-Jahr-Feier gerade das Denkmal renoviert.

Westliche Landungsstrände - Denkmal Utah Beach

Neben dem Denkmal ist ein weiterer Sherman-Panzer ausgestellt. Dort suchen wir den Tradi “Le Sherman N°30 “Normandie”“, den wir Dank der guten Beschreibung leicht finden können.

Westliche Landungsstrände - Denkmal Sherman Panzer

Von dort schlendern wir etwas am Strand entlang. Bei der Vorbereitung der Tour sind mir auf Google-Earth Bunker in den Dünen aufgefallen, die ich mir gerne anschauen möchte. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die Stellung (WN10 – Varreville).

Westliche Landungsstrände - Bunker WN10

Einige der Bunker sind mittlerweiler verrutscht und liegen schief in den Dünen oder auf dem Strand, wie zum Beispiel dieser Regelbau 612 “Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume”.

Westliche Landungsstrände - WN10 Bunker für Feldgeschütz

Von Innen haben wir einen tollen Ausblick über den Strand auf das Meer. Uns wundert ein wenig, dass hier kein Geocache versteckt wurde?

Westliche Landungsstrände - WN10 Blick aus dem Bunker

Wir gehen zurück zu unserem Auto und fahren weiter zum Informationszentrum des Utah Beach bei Madeleine. Hier nutzen wir die Gelegenheit den Multi “Utah Beach” zu suchen. Wir können ihn leicht finden und tragen uns ins Logbuch ein.

Westliche Landungsstrände - Utah Beach Schild

An vielen Landungsstränden sieht man eine Markierung wie auf dem Bild unten. Die Säule zeigt Kilometer Null des Vormarsches der Landungstruppen. Landeinwärts gibt’s weitere  Markierungen jeweils mit Kilometerangabe und dem Datum, wann die Alliierten diese Stelle erreicht hatten.

Westliche Landungsstrände - Kilometer 0 der Landung

 

Carentan

Für die Übernachtung habe ich ein Hotel in Carentan gebucht. Wir spazieren durch den Ort, um ein schönes Restaurant für unser Abendessen zu finden. Im Ortskern gibt es noch viele alte Häuser. Die Schaufenster sind schon geschmückt mit Schriftzügen und Grafiken, die an den D-Day erinnern.

Westliche Landungsstrände - Carentan
Nach unserem Abendessen suchen wir noch den Tradi “Les Anges Musiciens“, der sich in einer kleinen Gasse nahe der Kirche befindet. Auch diesen Geocache können wir gut finden.

Westliche Landungsstrände - Gasse in Carentan

Am nächsten Morgen müssen wir in einen Supermarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Hier gibt es sogar Kekse, die an die Landung der Alliierten erinnern.

Westliche Landungsstrände - D-Day-Kekse

 

Pointe du Hoc

Der zweite der westlichen Landungsstrände ist der Omaha Beach. Zwischen ihm und dem Utah Beach liegt auf über 30 Meter hohen Klippen die ehemalige deutsche Geschützstellung Pointe Du Hoc. Von hier aus konnte die Deutsche Wehrmacht die Landungsstrände Utah und Omaha unter Beschuss nehmen.

Westliche Landungsstrände - Point Du Hoc

Mittlerweile ist diese Stellung als Museum und Mahnmal für die amerikanischen Ranger ausgebaut. 226 von ihnen hatten am Morgen des 6. Juni 1944 mit Seilen und Leitern diese Klippen erklommen und sich in die deutsche Stellung hineingekämpft. Der Kampf dauerte fast zwei Tage, bis allierte Entsatztruppen die in der Stellung eingeschlossenen Ranger befreien konnten. Danach waren von den 226 Rangern noch gerade mal 90 kampffähig…

Nach dem Besuch des Informationszentrums beginnen wir unseren Spaziergang durch die Stellung. Der Besuch ist komplett kostenlos. Auf dem Gelände befindet sich der Tradi “Pointe du Hoc“, den wir gut finden können.

Auf einem Regelbau 694 “Schartenstand für Geschütze auf Drehsockel ohne Nebenräume” einer 15,5cm Kanone wurde eine Aussichtsplattform errichtet.

Westliche Landungsstrände - Pointe du Hoc - Geschützbunker

Von dort haben wir einen ersten Blick auf das Denkmal, welches für die Ranger errichtet wurde.

Westliche Landungsstrände - Pointe du Hoc - Denkmal für die Ranger

Vorne an der Spitze der Klippen befindet sich die ehemalige Feuerleitstelle der Batterie, ein Regelbau 636 “Leitstand für Heeresküstenbatterie”. Auf ihr befindet sich das Dankmal für die Ranger, was einen steinernen Dolch darstellt.

Westliche Landungsstrände - Pointe du Hoc - Leitstand

So ziemlich alle Bunker (bis auf die wenigen zerstörten) in dieser Stellung sind zugänglich. Die Mehrzahl ist unverändert – wenn man diese erkunden will, ist eine Taschenlampe von Vorteil. Der Beobachter (Bild oben) unterhalb des Denkmals ist jedoch beleuchtet. Im Inneren wurden einige Steintafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten angebracht.

Wir verbringen gut zwei Stunden am Pointe du Hoc. Leider hat das Wetter nicht gehalten und wir haben zum Teil starken Regen am Morgen. Aber wir können uns ja in den Bunkern unterstellen, wie hier in dem ehemaligen Gruppenunterstand.

Westliche Landungsstrände - Pointe du Hoc - Gruppenunterstand

 

Westliche Landungsstrände: Omaha Beach

Nach dem Besuch am Pointe Du Hoc fahren wir weiter zum Denkmal am Omaha Beach. Hier bin ich etwas enttäuscht – außer dem Denkmal selbst und einem Kunstwerk am Strand daneben gibt es hier nicht viel zu sehen.
Westliche Landungsstrände - Denkmal Omaha Beach
Der Strand ist breit, das Gelände dahinter leicht hügelig. Auf den aufgestellten Informationstafeln können wir uns über die Landung der Amerikaner in diesem Abschnitt informieren.

Westliche Landungsstrände - Kunstwerk am Omaha Beach

 

Widerstandsnest 62 (WN62)

Wir fahren nach einem kurzen Stopp weiter. In der Nähe befindet sich der Virtual “Omaha Beach“. Auf der Suche nach dem richtigen Denkmal fahren wir zunächst zu den Koordinaten des Virtuals am Strand. Auch hier sind amerikanische Truppen am Morgen des D-Days gelandet und müssen den gleichen Blick landeinwärts auf diese Hügel gehabt haben, den wir jetzt haben.

Schaut man etwas Genauer, kann man einige Bunker im Hang entdecken. Hier lag das ehemalige deutsche Widerstandsnest WN62, das den alliierten Truppen bei der Landung erbitterten Widerstand leistete.
Westliche Landungsstrände - WN62
Wir verlassen den Strand und folgen der Straße hinauf zum Parkplatz des amerikanischen Soldatenfriedhofs von Colleville sur Mer. Von dort spazieren wir zurück zum Widerstandsnest. Hier wurde ein Obelisk errichtet, der die Namen aller an dieser Stelle gefallenen amerikanischen Opfer der Landung trägt. Dort finden wir auch die Information, die wir zum Loggen des Virtuals brauchen.

Westliche Landungsstrände - Denkmal für die Infantrie "Big Red One"

Wir laufen etwas den Hang hinunter. So wird die Größe des ehemaligen Widerstandsnestes WN62 sichtbar. Im Hang befinden sich viele Bunker. Den Regelbau 669 “Schartenstand für Feldgeschütze ohne Nebenräume” schaue ich mir etwas genauer an.

Westliche Landungsstrände - Bunker für Feldgeschütz

Von hier aus konnte das Feldgeschütz auf den Strand schießen.

 

Colleville sur Mer

Wir wechseln die Straße und folgen dem Weg zum Informationszentrum des amerikanischen Soldatenfriedhofs Colleville sur Mer. Der Eintritt ist kostenlos – jedoch werden wir, wie am Flughafen, mit einer Sicherheitsschleuse kontrolliert. Die Amerikanern, unter deren Verwaltung der Friedhof steht, haben wohl zur Zeit Angst vor Anschlägen.

Die Ausstellung im Keller dokumentiert eindrucksvoll die einzelnen Phasen der Operation Overlord – von der Planung bis nach dem D-Day.

Um zum Ausgang zu gelangen muss man durch einen schmalen Gang, in dem fortlaufend die Namen aller Opfer der Landung verlesen werden. Am Ende dieses Ganges steht noch dieses “Kunstwerk” hinter Glas zur Mahnung.
Westliche Landungsstrände - Colleville sur Mer - Mahnmal
Wir verlassen das Informationszentrum und gehen zum eigentlichen Friedhof. Leider fängt es nun wieder an zu regnen. Es ist unglaublich, wie viele Kreuze und Davidssterne hier aufgestellt wurden. Es vermittelt uns einen Eindruck der Verluste und des Leides, was hier bei der Landung in Kauf genommen wurde.

Westliche Landungsstrände - Colleville sur Mer - Soldatenfriedhof
Auch im Soldatenfriedhof wird gewerkelt: Vorbereitungen für die Festlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Landung.

Westliche Landungsstrände - Colleville sur Mer - Denkmal

 

Widerstandsnest 60 (WN60)

Wir müssen nicht lange fahren, um zum Widerstandsnest WN60 zu gelangen. Es befindet sich in Sichtweite zu Colleville zur Mer. Das WN60 ist der erste große befestigte Punkt, der während der Landung von amerikanischen Soldaten am Omaha Beach eingenommen wurde.

Hier wollen wir den Multicache “Fox Red” suchen. An der ersten Station haben wir einen tollen Ausblick auf den Strandabschnitt Omaha Beach.

Westliche Landungsstrände - WN60

Von diesem Widerstandsnest ist leider nicht mehr viel übrig. Auf dem Weg zum Final kommen wir an diesem Tobruk vorbei. In der Nähe befindet sich noch ein weiterer. Auch die Reste von einigen feldmäßig verstärkten (Vf) Unterständen sehen wir auf dem Weg.

Westliche Landungsstrände - Tobruk am WN60

Unsere Geocaching- und Sightseeing-Tour durch die Westlichen Landungsstrände hat uns sehr gut gefallen, aber auch nachdenklich gemacht. Wie immer gibt es mehr Bilder von den westlichen Landungsstränden in meinem Webalbum.

Im Startartikel dieser Serie findet Ihr eine Übersicht über alle Touren, die wir in St. Malo, auf den Kanalinseln und in der Normandie gemacht haben…

 

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