Dez 232013
 

Mallorca ist ein Eldorado für Geocacher. Wer dem deutschen Winter entgehen will, der kann günstige Flüge auf die Insel bekommen. Gönnt man sich dann noch einen Mietwagen, dann steht dem Geocaching-Vergnügen Nichts mehr im Weg!

Heute möchte ich Euch zwei tolle Wanderungen auf der Halbinsel von Alcudia im Osten Mallorcas vorstellen.

Geocaching auf Mallorca - Blick über die Bucht von Alcudia

Bei der Wanderung auf den Puig des Romani erreicht Ihr einen tollen Aussichtspunkt mit der “nackten Kanone” und bei der Wanderung  zur Cova Tancada habt Ihr Gelegenheit eine große Tropfsteinhöhle auf eigene Faust zu erforschen. Bei beiden Wanderungen werdet Ihr noch mit schönen Geocaches belohnt…

Es ist der 7. April – wir machen uns gegen 9:00 Uhr auf von Ca’n Pastilla Richtung Alcudia. Unterwegs auf der Autobahn traue ich meinen Augen nicht – auf den Bergen in Mallorca liegt Schnee und das im April. Ich bitte saarzwerg kurz rauszufahren, damit ich dieses Bild schießen kann.

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Wir fahren weiter und folgen hinter Alcudia der Beschilderung zur Eremitage La Victoria, einem ehemaligen Kloster, welches zu einem Hotel umgebaut wurde. Dort kann man gut und kostenlos parken.

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Die Wanderung auf den Puig des Romani

Hier beginnt unsere erste Wanderung des Tages. Wir folgen zunächst dem Fahrweg Richtung Puig des Romani. Nach wenigen Minuten erreicht man einen Picknickplatz mit einer schönen Aussicht.

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Am Rand stehen drei restaurierte Kreuze, die “Ses Tres Creus“, wo auch der gleichnamige Geocache versteckt wurde.

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Nachdem wir den Cache geloggt haben, wandern wir weiter – nach kurzer Zeit verlassen wir den Fahrweg und folgen einem kleinen Bergpfad leicht bergauf. Nach einiger Zeit wird der Pfad immer interessanter – er verläuft quer durch die Steilküste. An seiner engsten Stelle treffen wir auf einen gemauerten Durchgang – das ist der Eingang zur einer schon längst verlassenen Einsiedelei “La Victoria”.

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Im “Torhaus” suchen und finden wir noch den Tradi “Ermita de la victoria“. Der Pfad ist mit einer alten Eisenkette zum Festhalten abgesichert. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf die Bucht von Alcudia.

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Nun wird das Gelände wieder flacher und offener. Zwischen hohen Grasbüscheln findet man noch einige alte Steinhütten.

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Nachdem wir hier etwas Zeit mit dem Erforschen dieses Lostplaces verbracht haben, nehmen wir nun den langen und steilen Aufstieg auf den Puig des Romani in Angriff, dem eigentlichem Ziel dieser ersten Wanderung.

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In Serpentinen zieht sich der schmale Bergpfad zwischen Gras, kleinen Kiefernbüschen und Steinbrocken zum Gipfel hinauf. Oben ist eine Plattform gemauert worden. Darauf befinden sich die nackte Kanone und der gleichnamige Tradi.

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Hier machen wir unsere Mittagspause und genießen die Aussicht. Wer wohl diese Kanone hier raufgeschafft hat? Fast eine Stunde später  treten wir wieder den Rückweg zum Auto an. Obwohl wir wieder den gleichen Weg zurück nehmen müssen, bleibt er abwechslungsreich.

Im Steilhang haben wir sogar Glück und könne diese neugierige wilde Ziege beobachten. So geländegängig wie die müsste man sein!

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Wir erreichen wieder unser Auto und müssen nun etwas schauen, wie wir zum Startpunkt unserer zweiten Wanderung an diesem Tag kommen. Wir haben uns eine Tropfsteinhöhle – die Cova Tancada – herausgesucht. Sie befindet sich auf der anderen Seite der Halbinsel und der Parkplatz ist nur über eine Schotterpiste zu erreichen. Unser Mietwagen meistert die Strecke aber mühelos.

Die Wanderung zur Cova Tancada

Wir wandern los – zunächst über einen Fahrweg immer bergauf. Nach einiger Zeit zweigt unser Weg auf einen Pfad ab und erreicht ein kleines Hochplateau. Kurz danach beginnt der Abstieg zum Meer…

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Zunächst geht es in eine kleine Schlucht hinunter, die sich Richtung Meer leicht öffnet. An der Kante wird der Weg dann spannender – naja, das T4,5 der Höhle will schon im Abstieg verdient werden.

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Immer wieder gibt es atemberaubende Blicke hinunter zum Meer. Auf diesem Pfad sollte man trittsicher und schwindelfrei sein. Der Weg ist schon ein Nervenkitzel.

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Kurz vor der Höhle liegt der Tradi “Cova Tancada” versteckt, den wir dank Spoilerfoto schnell finden. Wir erreichen unmittelbar über dem Meeresspiegel den Höhleneingang. Ein Schild weist auf die Verhaltensregeln in der Höhle hin.

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Was nun kommt, hätten wir so nicht erwartet. Ein schmaler Pfad führt durch die komplette Höhle. Wie verbringen etwa eine halbe Stunde darin. Eine Lichtquelle muss man sich hier selbst mitbringen. Die Luft im Inneren ist schwül und warm. Es macht uns großen Spaß die Höhle zu erkunden. Hier ein paar Impressionen von unserer Besichtigung…

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Nun treten wir wieder den Rückweg an. Jetzt kommt der anstrengende Teil – der Weg nach oben. Dort angekommen hat man eine schöne Aussicht auf das Meer. An der schönsten Stelle suchen wir noch den Tradi “Vista Alcanada“. An diesem Aussichtspunkt machen wir eine kurze Rast, bevor wir wieder unser Auto erreichen.

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Uns hat diese Wanderung super gefallen. Wer gerne die Landschaft genießt und dabei gerne etwas weiter zur Dose läuft, dem möchte ich diese beiden Wanderungen ans Herz legen. Wer gerne ein paar mehr Bilder davon sehen möchte, der möge bitte einen Blick in mein Webalbum werfen.

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  3 Antworten zu “Cachingtour: Mallorca – Gipfel- und Höhlentour im Osten”

  1.  

    Wir haben uns gestern eine Reportage angeschaut und versucht herauszufinden, wo denn diese Höhle war. Sind dabei hier gelandet und haben erfahren, dass man den Ausflug gleich mit Geocaching verbinden kann… besser gehts nicht! :) Danke für die Infos!

  2.  

    Danke für den schönen und interessanten Bericht. Hoffentlich komme ich nächstes Jahr mal dazu, Mallorca einen Besuch abzustatten, diesmal zum Cachen!

    Schöne Weihnachten,
    Torsten007

  3.  

    Danke für den tollen Bericht.Klasse Bilder und wie immer sehr interessant !
    Das macht Fernweh ;-)
    Wünsche ein Tolle Fest und entspannende Feiertage sowie einen Guten Rutsch (vor allem Gesundheit für 2014)

    Grüße aus Hessen

    Geokaefer

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