Aug 232012
 

Bist Du schon mal in einem Staudamm unterwegs gewesen?  In Teneriffa hast Du die Möglichkeit dazu!


Teneriffa hat Einiges an Lost-Places zu bieten: ein Staudamm, ein Schwimmbad und ein verlassenes Dorf – alle recht dicht beieinander, laden diese Orte zu einer Tagestour im Südosten der Insel ein. Aber Vorsicht: “Don’t get lost!”

Für den Morgen unseres Lost-Place-Tages an der Südost-Küste von Teneriffa haben wir uns den Cache “The ‘Barranco El Rio’ construction – Tenerife” samt seinem Bonus “Darkness – Oscuridad – Dunkelheit -Bonus Cache” herausgesucht.

Von der Autobahn ist es nicht weit zu den  Parkkoordinaten. Es ist heiß an diesem Morgen und wir laufen bergauf zur ersten Station. Die Dose ist schnell gefunden und so geht es rasch weiter zu der nächsten Station. Hier erblicken wir zum ersten Mal den Staudamm.


Auch diese Station ist schnell gefunden und wir überlegen uns, wie wir zur dritten gelangen! Nochmal ein Stück bergauf zurück und dann über den Damm oder doch den kürzeren Weg quer über die (nun ausgetrocknete) Wasserrutsche und die verfallenen Treppen am anderen Ende hinauf? Wir entschließen uns für das Abenteuer –  und mit etwas Nervenkitzel gelingt es auch. Nun haben wir einen schönen Blick in den ausgetrockneten Stausee…


… und  auf die Rückseite des Dammes.


Auch diese letzte Station vor dem Final können wir schnell finden. Zu den Finalkoordinaten ist nun noch eine leichte Kletterei vonnöten – aber auch das gelingt mir schnell. Kaum ist das Logbuch signiert, geht es weiter zum Bonus in die Eingeweide des Dammes.


Wir müssen ganz nach unten. Über mehrere Treppen steigen wir in die Tiefe. Leider waren auch hier die Vandalen. Die Decke ist total mit Ruß geschwärzt.


Und weiter zur nächsten Treppe…


Leider ist kaum noch was im Damm erhalten. Ganz unten gibt es noch einen Raum mit den Absperrventilen und dem Weg nach draußen in die Schlucht.



Die Dose selbst ist leicht zu finden. Nach einem kurzen Blick in die Schlucht steigen wir wieder die Treppen zum Ausgang hinauf und laufen auf dem selben Weg zu unserem Auto zurück.

Nachdem wir unseren Mietwagen wieder erreicht haben, fahren wir in Richtung des verlassenen Dorfes. An der Autobahnabfahrt meldet sich unser Navi zu Wort – hier liegt in einem Kreisel an einen toll restaurierten Boot noch eine kleine Dose, die wir mitnehmen: TF–Barcos en la autopista/Boote an der Autobahn #1.


Nun ist Zeit für eine Mittagspause – wir fahren in den nächsten Ort am Meer und genießen auf einer Bank unsere mitgebrachten Leckereien, wie iberischen Schinken und Aioli…


In der Ferne kann man schon unser nächstes Ziel erkennen – den Leuchtturm.


Nach dem Mittagessen fahren wir zum Leuchtturm, um auch dort noch eine Dose einzusammeln: LIGHTHOUSE -2- TENERIFE


… und einen ersten Blick auf das verlassene Dorf zu haben. Erst mal aus der Ferne schauen, ob nicht vielleicht gerade heute das Militär am Üben ist?


Wir haben Glück – aus der Ferne ist nichts vom Militär zu sehen und wir fahren zum Eingang. Dort parkt bereits ein weiterer Besucher. Wir betreten das Gelände durch die Einfahrt. Die Schranke ist natürlich verschlossen – doch dazu später noch mehr!


Auf dem Gelände gibt es derzeit zwei Caches – den Tradi “Ghost village – Fantasma pueblo – Geisterdorf “, dessen Dose in der ehemaligen Kirche versteckt ist, und den Mystery “Todo por la Patria! (LPC) “, wo Informationen anhand von Bildern zu suchen sind.


Bei dem Mystery sind sechs Teile der Final-Koordinaten zu suchen… Anfangs tun wir uns schwer, so dass wir zunächst durch das komplette Dorf bis zur Kirche laufen.


 Dabei haben wir immer wieder schöne Blicke auf das Meer.


Wir erreichen die Kirche…


Die Architektur der Kirche finde ich beeindruckend. Es macht Spaß sie zu erkunden. Nach kurzer Zeit finden wir die Dose. Leider ist dort ziemlich viel Müll zu finden.
 

Nun machen wir uns auf, die sechs Teile des Multis zu finden. Manche Bilder sind eindeutig und so finden wir ein Teil nach dem Anderen…


Bis auf den letzten – leider der entscheidene Teil der Ost-Koordinate. Normalerweise würden wir nun eine Suche entlang der fehlenden Koordinate durchführen, zumal es auch ein Spoilerbild gibt. Leider fehlt uns die Möglichkeit dazu, da mittlerweile das Militär angekommen ist. Sie kümmern sich zum Glück nicht um uns, da sie die Schranke nicht aufbekommen. Auch  mit dem schweren Vorschlaghammer können sie das Schloss nicht öffen…


Ich warte schon am Auto – Saarzwerg ist etwas zurück und muss noch an den Militär-LKWs vorbei laufen. Danach bleibt nur noch ein DNF für den Mystery, da unsere Zeit auf Teneriffa zu knapp ist, um nochmal hierher zu kommen…

Für unseren Lost-Place-Tag bleibt dann nur noch ein weiterer Lost-Place zu besichtigen, ein verlassenes Schwimmbad: LOST PISCINA. Es ist auf dem Weg vom verlassenen Dorf zur Autobahn.


Leider sind hier nur ein (leeres) Gebäude und ein paar Wigwams zu besichtigen.



Die benötigten Final-Koordinaten sind schnell gefunden. Dazu steigen wir die Treppen hinauf. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf das Gelände…


… und das Meer, dass nicht weit von hier ist.


Nachdem wir die Final-Box signiert haben, geht es wieder zum Auto zurück und wir treten die Rückfahrt zu unserem Hotel an.

Wie immer gibt es viel mehr Fotos von diesen tollen Lost-Places in meinem Webalbum. Eine Übersicht über alle unsere Teneriffa-Touren findet ihr in diesem Artikel.

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  5 Antworten zu “Cachingtour: Teneriffa – Don’t get lost”

  1.  

    Die ersten beiden Caches kennen wir noch aus 2007; das Schwimmbad muss jünger sein, oder wir haben es damals einfach nicht gemacht. Die Kanaren sind wirklich eine herrliche Region um cachen zu gehen.

  2.  

    hi,
    sehr guter bericht.
    wir waren vor drei tagen im verlassenen dorf.
    gut 70% davon ist vom militär gebaut worden.ist auch deutlich zu erkennen.da markiert mit nummern und datum wann sie gebaut wurden,leider habe ich davon kein bildchen gemacht.

    den staudamm haben wir sein gelassen da es knape 40 grad waren und wir ja urlaub haben und nicht alles gemacht werden muss.
    und die folgenden tage anstengende wanderungen bevorstanden…also nix wie in den privatpool in der FEWO.

    grüße aus teneriffa….

  3.  

    Danke für den spannenden Bericht. Die Caches kennen wir alle.

    Am Rande sei übrigens noch erwähnt, dass hinter dem Staudamm nie Wasser war, zumindest nicht so viel, dass man damit Strom hätte erzeugen können. Die Einheimischen sagen, der Staudamm wäre in den 70er Jahren eine Idee des greisen Franco gewesen und die Arbeiten wären nach dessen Tod eingestellt worden.

    Das Geisterdorf wurde übrigens – inklusive Kirche – eigens für die militärischen Übungen erbaut, was m.E. auch daran erkennbar ist, dass die Häuser alle erkennbar im Rohbau "steckengeblieben" sind…

  4.  

    Hi Bear!

    nach Wikipedia zufolge wurde das "Geisterdorf" als Lepra-Station geplant und mit dem Bau begonnen. Vor der Fertigstellung wurde jedoch Lepra fast ganz auf den Kanarischen Inseln durch neue Medikamente ausgerottet.

    Hier der Link: Wikipedia

    Der Staudamm sollte dabei das Dorf mit Strom versorgen und wurde folglich auch nicht mehr benötigt. (Hab ich irgendwo gelesen, finde aber den Link nicht mehr)

    Weitere Bilder vom Staudamm und der Schlucht (zum Teil auch mit Wasser) gibts hier:
    Forum 1

    VG,
    Joerg

  5.  

    Da werden Erinnerungen wach. Am/Im Staudamm und im Geisterdorf waren wir auch letztes Jahr. Das bleibt einem ewig in Erinnerung.

    Viele Grüße aus Unterfranken

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