Aug 202012
 

Am letzten Wochenende war es soweit – das Megaevent “Geomusics 2012”  fand nahe der saarländischen Grenze statt. Es wurde von Rheinfranke organisiert und vom THW-Ortsverein Zweibrücken tatkräftig unterstützt.

Das Eventwochenende begann Freitagnachmittag mit einem kleinen Event, dem Zweibrücker Cacher Fest. Man traf dort viele Bekannte und konnte sich über Geocaching-Erlebnisse austauschen. Das Essen wurde vom THW zubereitet und für die Flüssignahrung stand ein Getränkebus mit Softdrinks, Bier und Cocktails bereit.


Ab 22:00 Uhr wurde in den Fahrzeughallen des THWs der Film “Geschichten hinter vergessenen Mauern” von Enno Seifried gezeigt. Am Anfang saß ich hinten und hatte so meine Probleme den Ton zu verstehen. Nachdem ich meinen Sitzplatz nach weiter vorne verlegt hatte, konnte ich gut folgen. Dennoch hatte ich mir was Anderes unter dem Film vorgestellt – weniger Geschichten und mehr Bilder von “schönen” Lost-Places…


Danach drehte ich noch eine Runde über den Parkplatz, um noch ein paar Trackingcodes einzusammeln und fuhr dann nach Hause – schließlich wollte ich für den T5-Workshop am folgenden Tag fit sein.


Das Megaevent selbst begann für mich mit Arbeit. Um 12:00 Uhr trafen sich die Helfer des T5-Workshops um die Abseilstellen vorzubereiten. Hierzu hatte sich das THW um die Genehmigung bemüht, ein altes Abbruchhaus zum Abseilen nutzen zu dürfen.


Ich bekam den ersten Schock – die Sicherungsbalken in den Fenstern waren noch nicht eingebaut – es gab wohl Mißverständnisse in den internen Absprachen…

Aber auf den THW Ortsverband Zweibrücken war Verlass. Die Gruppe rückte mit dem großen Material-LKW an und eine Stunde später (aber immer noch rechtzeitig) zum T5-Workshop hatten die THW-Mitarbeiter die Balken in die Fenster hineingeschraubt.


Auch wir waren in dieser Zeit nicht untätig und bauten uns einen Empfangsbereich mit Sonnenschutz.


Danach wurden die fünf Abseilstrecken für die Teilnehmer des T5-Workshops eingerichtet. Die Idee war, dass jeder Teilnehmer, bevor er das Abseilen aus dem Fenster genießen konnte, zunächst mit der Steigklemme am Seil nach oben musste.

Unten wurde jeder individuell eingewiesen und bekam die Technik erklärt.


Die andere Hälfte der T5-Workshop-Crew wartetet oben in den Fenstern, um den Teilnehmer zu empfangen und ihm durch das Fenster in den sicheren Innenraum zu helfen.


Dort baute der Teilnehmer dann alles auf Abseilen um. Nun kam der Schritt über die Kante. Für einige Workshop-Teilnehmer war es das erste Mal. Nach mehr oder weniger langem Zureden und Mutmachen ist aber jeder Teilnehmer über sich hinaus gewachsen und hat abgeseilt.

Für uns Helfer im vierten Stock war es einfach: im Schatten sitzen, die Aussicht genießen und auf die Teilnehmer im Aufstieg warten. Ich ziehe vor jedem meinen Hut, der sich bei diesen Temperaturen zu mir hochgequält hatte!

Gegen Ende des Workshops wurde es dann allmählich ruhiger und so konne ich mir auchfür einen netten Plausch in luftiger Höhe Zeit nehmen…


Nachdem wir dann alles abgebaut hatten, gingen wir zum Mega-Event. Zunächst wollte ich was Essen und einen Radler genießen…

Nachdem das erledigt war, schaute ich mich auf dem Gelände mal ein wenig um. Nach 18:00 Uhr war leider kein Geocachingstand mehr da? Gerne hätte ich noch etwas in den Geocaching-Auslagen gestöbert.

Dafür hatte jemand bei uns in der Gruppe ein Lock-Picking-Set dabei und so wurde Schloßknacken geübt.


Dann wurde der Eventcache gepublished:  THW Unlösbar vol II. An den Koordinaten, die vor dem Event-Gelände liegen, bildete sich sofort eine Menschentraube.


Das THW hatte sich hier was Besonderes einfallen lassen – Betonklotz mit ca. 1,8 Tonnen Gewicht und darin eine Dose. Das Problem – wie kann ich den Betonklotz soweit anheben, dass ich die Dose darunter herausbekomme…?

Die FTF-Mannschaft kämpfte sich hier mit Seilen ab und schließlich gelang es, einen kleinen Keil unter den Block zu bekommen. Danach konnte mit einem  langen Hebel Zentimeter um Zentimeter der Block solange immer weiter angehoben werden, bis schließlich ein Holzbalken zum Abstützen darunter gepaßt hat. Nun konnte man darunter greifen und die Dose bergen.



Danach kam noch die Vorstellung der Teilnehmer am Kreativworkshop. Sie wurden mit speziellen Getränkedosen belohnt: einem Geocaching-Power-Getränk.


Den Abschluss des Abends bildeten die Bands, die zum Teil selbst aus Geocachern bestehen.



Wie immer gibts mehr Fotos in meinem Webalbum.

Mein persönliches Fazit

Für das erste Mega-Event in unserer Region war ich angenehm überrascht von dem, was hier auf die Beine gestellt wurde! Hier ein dickes Lob an Rheinfranke und alle Helfer vom THW.

Für die Version 2.0 würde ich mir jedoch noch Folgendes wünschen:

  • Mehr Aussteller bzw. längere Ausstellung von Geocaching-Artikeln auf dem Gelände, so dass man auch noch am Event-Abend stöbern kann.
  • Eine ausgewogenere Musik-Auswahl – bis auf die letzte Band war das nicht wirklich meine Musik.
  • Ein schneller(er) Ablauf bei der Essensausgabe.
  • Ein Getränkeverkauf in Eigenregie, der dann etwas Günstiger wäre.
  • Eintrittsgeld nur für die Musikveranstaltung – die Ausstellung und das gemütliche Beisammensein sollten kostenlos sein.

Was ist euer Fazit der Geomusics 2012? Über Kommentare mit Eurer Einschätzung würde ich mich sehr freuen!

Facebooktwittergoogle_pluspinterest

  3 Antworten zu “Geomusics 2012 – Die Nachlese”

  1.  

    Lasst mich ein, zwei Worte zu den Preisen verlieren: Dass man für drei Tage Event 7 € im Vorverkauf und 10 € an der Tageskasse ausgibt, ist mehr als nur günstig. Sicher ist es so, dass sich die wenigsten Menschen vorstellen können, was für ein Aufwand und welche Kosten hinter solch einer Veranstaltung stehen.

    Ich finde jedenfalls, dass ein genereller Obolus gerechtfertigt ist; warum sollte der Veranstalter denn alle Kosten aus der Privatschatulle tragen? Und warum sollten nur die Bands Eintritt kosten? Der Aufwand entsteht aus allem rund ums Event, nicht nur aus der Musikanlage.

    Und noch eine Anmerkung zu den Getränkepreisen: Ich fand die Preise angemessen, gerade auch für die alkoholfreien Cocktails. Was mir nicht gefiel, waren die Plastikbecher, die es zum Weizenbier gab – das muss nicht sein.

    Mein Fazit: Wem es zu teuer war, der soll eben nicht mehr auf Events kommen. Schließlich kann niemand verlangen, alles kostenlos nachgeworfen zu bekommen.

  2.  

    Nun, wer das Listing zum MEGA gelesen hat wusste was man erwarten kann und was nicht. Fertig.

    Mit dem Eintrittspreis wurde wohl am meisten die Musik finanziert und das war das Grundthema, das stand im Listing.

    Mir persönlich haben die Getränkepreise überhaupt nicht gepasst. Vorallem am Samstag spät abends, da wurde nur noch Flaschenbier ausgegeben zu extremen Preisen. Das war echt überzogen, auch die Preise für Softdrinks.

  3.  

    Schade, dass ich nicht beim T5-WS dabei sein konnte. Jetzt kann ich mir aber den What's the Frequency-Andrang erklären :-) Ich war nicht lange genug da und habe zu wenig mitbekommen, um mir ein richtiges Urteil zu erlauben. In meinen Augen wurde das zu kurzfristig angegangen und umgesetzt. Dann kam auch noch die ungeplante Verlegung der Location dazu. Es hat einfach an Vorbereitungszeit gefehlt. Bei einer Neuauflage könnte man so etwas auf eine breitere Organisatorenbasis stellen, so lastete das alles auf zu wenigen Schultern. Ich fand das, was ich gesehen und gehört habe, gelungen, gerade weil es auf den letzten Drücker dann doch noch verwirklicht wurde. Das nötigt mir allergrößten Respekt ab. Und dass es nicht so mega(voll) war, wie ich befürchtete, hat zum guten Eindruck beigetragen.

 Antworten

(notwendig)

(notwendig)

Translate »