Feb 272012
 

Nach unserer Geo-Bergtour 2010 über den Mindelheimer Klettersteig und 2011 über die Zugspitze steht in 2012 das Ötztal auf dem Programm. Für diese Gletscherwelt ist natürlich eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Daher haben wir uns entschlossen bei unserer Sektion des DAV am Firnkurs als Vorbereitung mitzumachen. Am letzten Wochenende war es dann soweit: tower27 und ich sind aufgebrochen in die Vogesen…


In diesen zwei Tagen hatten wir alle richtig viel Spaß und haben dabei noch viel gelernt…

Untergebracht waren wir in einer sehr schönen und komfortablen Herberge: die Auberge du Schantzwasen.


Diese Unterkunft wird auch die Herberge der Rentiere genannt – warum – na, weil der Hüttenwirt dort ein paar von ihnen hält…



Begonnen haben wir am ersten Tag am Hohneck. Zum Glück lag dort auf über 1300 Meter noch genügend Schnee für uns.


Zu Beginn wurden gleich die Klettergurte und die Steigeisen angelegt.


Erst am Ende dieses Tages sollte ich wieder aus den Steigeisen herauskommen.


Danach wanderten wir etwas zu unserer “Spielwiese” – einem Steilhang unterhalb des Gipfels. Hier lernten wir, wie man richtig mit Steigeisen geht. Um das ganze etwas anspruchsvoller zu gestalten, ließ ein Kollege gleich mal seinen Handschuh den Hang hinunter rutschen, so dass die ganze Gruppe aus Sympathie hinterher gestiefelt ist. Danach folgte ein kraftraubender Aufstieg durch den Steilhang…



Danach ging es dann richtig zur Sache: T-Anker bauen – also einen Sicherungspunkt im Firn einrichten – dazu muss der Pickel so eingegraben werden, dass er eine Seilschaft halten kann:



Natürlich wurde dann auch die Festigkeit überprüft – dazu rutschten wir angeseilt über den Rand einer Schneewächte.


Ich war der erste zum Testen und ja, der Anker hat gehalten. Unten angekommen, war die nächste Herausforderung wieder über den Rand der Wächte nach oben zu kommen. Nicht immer hat das funktioniert, da der Schnee doch recht weich war und so konnten wir auch gleich das Bergen von Personen aus dem Steilhang üben.




Danach stand dann gehen am Fixseil auf dem Ausbildungsplan. Also wieder runter über die Wächte mit dem Prusik am Fixseil gesichert. Leider hat dabei so ziemlich jeder vergessen, den Prusik los zu lassen, so dass der Abstieg stellenweise etwas schneller als gedacht verlief… Und wieder mussten wir den Steilhang hoch…




Nun war der wichtigste Teil der Ausbildung an der Reihe: Spaltenbergung. Dazu wurde der Absturz eines Bergsteigers in einer Dreier-Seilschaft simuliert, wobei die beiden oben verbliebenen den Gestürzten retten mussten.




Nach diesem Ausbildungstag stand noch eine kleine Hütteneinkehr auf dem Programm…


Nach einem tollen Abendessen in der Auberge und einer geruhsamen Nacht ging es am nächsten Tag weiter. Dieses Mal am Tanet – bedeutet – erst mal 200 Höhenmeter Aufstieg mit Steigeisen am Rand der Skipiste bis ins Übungsgebiet… Dieser Frühsport war schweißtreibend für mich!




Im Ausbildungsgebiet wurde dann nochmal die Spaltenbergung solange vertieft, bis sie bei jedem gut geklappt hat.





Zum Ende des Kurses übten wir dann noch das richtige Fallen – einzeln mit und ohne Pickel und dann natürlich auch in der Dreier-Seilschaft.


Diesen Kurs kann ich nur jedem empfehlen, der vor hat sich im Schnee im Hochgebirge zu bewegen. Man lernt viel und es hat uns allen einen Wahnsinns-Spaß bereitet. An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an unsere Ausbilder und vor allem an Günter, der diesen Kurs so toll geleitet hat!


Ein paar wenige Bilder mehr findet ihr wie immer in meinem Webalbum

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  Eine Antwort zu “Firnkurs als Vorbereitung für die Geo-Bergtour 2012”

  1.  

    Hallo, das sind wirklich super schöne Bilder ! Zudem finde ich das Blog hier auch echt gut und ich schaue gerne mal wieder rein, Gruß Peter

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