Wenn du dich nach einem Abenteuer sehnst, das Outdoor-Action, Technikgeschichte und Geocaching-Spannung perfekt kombiniert, wirst du von dieser detaillierten Routenbeschreibung mit vielen Fotos und praktischen Tipps begeistert sein.
Mit der herunterladbaren GPX-Datei und den genauen Wegbeschreibungen kannst du dieses wahre Highlight des Schwarzwalds selbst erleben und dabei nicht nur atemberaubende Naturschauplätze, sondern auch versteckte Schätze und historische Orte entdecken.
Inhaltsverzeichnis
- Der Premiumwanderweg Genießerpfad Viadukt- und Schluchtentour
- Hinunter zur Haslach
- Weiter geht es mit Aussicht kreuz und quer über den Bähnleradweg
- Entlang der Haslach bis zur Mündung
- Ein kurzes Stück entlang der Wutach
- Entlang der Bahnstrecke mit Viadukt
- Über ehemalige Bahntrasse wieder zurück
- Labcaching in Hüfingen
- Interaktive Karte meiner Wanderung
Der Premiumwanderweg Genießerpfad Viadukt- und Schluchtentour
Der Premiumwanderweg „Genießerpfad Viadukt- und Schluchtentour“ verspricht ein Wandererlebnis auf höchstem Niveau, was durch die beeindruckende Bewertung von 91 Erlebnispunkten durch das Deutsche Wanderinstitut offiziell bestätigt wird. Wenn man die Tour am Wanderparkplatz beim Schützenhaus in Kappel startet, kann man am frühen Morgen oft noch die absolute Stille genießen, so wie ich, als ich als erster Gast des Tages mein Auto abstellte.
Die 12,5 Kilometer lange Strecke fordert Wanderer mit rund 323 Höhenmetern im Aufstieg heraus. Dafür sollte eine reine Gehzeit von etwa vier Stunden eingeplant werden. Besonders hervorzuheben ist der hohe Pfadanteil von 42 Prozent. Er lässt das Herz jedes Outdoor-Liebhabers höher schlagen und führt über enge Pfade durch eine wunderbar abwechslungsreiche Landschaft. Unterwegs wechseln sich weite Landschaftsblicke mit tiefen, urwüchsigen Schluchten des Südschwarzwalds ab. Das namensgebende alte Bahnviadukt bildet dabei den architektonischen Höhepunkt.
Der Weg ist hervorragend markiert, sodass ein GPS-Gerät zur Orientierung auf der Wanderstrecke nicht zwingend erforderlich ist.
Unterwegs konnte ich nur einen einzigen Geocache suchen. Wanderer müssen beachten, dass es auf der Strecke weder Kilometermarkierungen noch eine offizielle Stempelstelle für den Wanderpass gibt.
Hinunter zur Haslach
Ich nehme meinen Rucksack und laufe voller Vorfreude am Schützenhaus in Kappel los, wo mein heutiges Abenteuer auf dem Premiumwanderweg Genießerpfad Viadukt- und Schluchtentour beginnt.
Zunächst führt mich mein Weg über schmale Wanderpfade direkt hinein in den dichten, duftenden Nadelwald, der für den Südschwarzwald so charakteristisch ist. Schon bald erreiche ich die geschichtsträchtige Antoniuskapelle, ein kleines religiöses Kleinod, das bereits im 18. Jahrhundert als Ort der Besinnung für die lokale Bevölkerung errichtet wurde.
Ich folge dem Forstweg weiter bis zur Brücke am Bach und lasse mich vom sanften Plätschern leiten, während ich dem Wasserlauf über einen naturnahen Wanderpfad bergab folge.
Vorbei an glitzernden kleinen Wasserfällen, die sich ihren Weg durch das Gestein gebahnt haben, …
… führt mich die Route schließlich steil über Treppen den Hang hinunter in die breite Schlucht.
Unten angekommen, nehme ich mir die Zeit und suche mir den perfekten Platz für ein schönes Foto von diesem idyllischen Bachlauf, der die jahrelange Formkraft des Wassers in dieser Region widerspiegelt.
Da ich nicht nur zum Wandern, sondern auch für mein liebstes Hobby hier bin, halte ich an einer Bank kurz inne und suche gezielt nach einem Traditional Cache Schleifenmühle und Schleifensäge im Haslachtal, um meinen Fundlog zu vervollständigen.
Nach kurzer Suche kann ich mich ins Logbuch eintragen.
Weiter geht es mit Aussicht kreuz und quer über den Bähnleradweg
Nachdem ich die kühle Schlucht hinter mir gelassen habe, fordert mich der Aufstieg über einen steilen Wanderpfad nach oben noch einmal richtig heraus. Belohnt werde ich schließlich am Aussichtspunkt Schleifenfelsen, von wo aus ich einen fantastischen Blick in das breite Tal genieße.
Mein Weg führt mich weiter zur Querung des Bähnleradwegs, einer beliebten Route, die auf der Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Neustadt und Bonndorf verläuft. Diese Strecke wurde ursprünglich zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeweiht, um die abgelegenen Schwarzwaldhöfe an das Verkehrsnetz anzubinden, bevor sie später zu einem Panorama-Radweg umgestaltet wurde. Ich laufe vorbei am ehemaligen Bahnhofsgebäude, das heute als stiller Zeuge der regionalen Bahngeschichte am Wegesrand steht und einen charmanten Kontrast zur wilden Natur bildet.
Ich folge dem Radweg ein Stück weit bis zur nächsten Kreuzung, wobei ich die flache Steigung genieße, die typisch für alte Bahntrassen ist.
Es ist faszinierend zu sehen, wie die historische Infrastruktur heute von Wanderern und Radfahrern gleichermaßen genutzt wird, um die Schönheit dieser Landschaft zu erkunden.
Entlang der Haslach bis zur Mündung
An der nächsten Kreuzung verlasse ich den Bähnleradweg und biege in den Wanderpfad ein, der mich steil nach unten in die Tiefe der Schlucht führt.
Unten angekommen, folge ich dem idyllischen Pfad direkt entlang der Haslach, die sich hier von ihrer wilden Seite zeigt und mit lautem Rauschen über die Steine fegt.
Besonders beeindruckend wird es beim Rechenfelsen, wo sich der Fluss mit gewaltiger Kraft einen Durchbruch durch die harten Felsen geschaffen hat, was ein wirklich toller Fotospot für jeden Naturfotografen ist. Geologisch ist dieser Bereich hochinteressant, da die Haslach hier die harten Gesteinsschichten des Grundgebirges durchbrochen hat, was über Jahrtausende zu dieser markanten Engstelle führte.
Ich wage den kurzen Aufstieg auf den Felsen, um den Blick direkt in den sprudelnden Durchbruch zu genießen, …
… bevor ich meinen Weg über den Wanderpfad durch den bewaldeten Steilhang weiter nach oben fortsetze.
Oben angekommen, erreiche ich eine Kreuzung mit einer einladenden Bank, die perfekt für eine kurze Verschnaufpause ist, ehe ich über einen breiten Weg den Abstieg hinunter zur Haslachmündung antrete.
Dort treffe ich auf zwei Brücken und entscheide mich für die linke Variante, wo mich ein Schild auf eine geografische Besonderheit hinweist: Genau an diesem Punkt fließen die Gutach und die Haslach zusammen und bilden fortan die berühmte Wutach.
Dieser Zusammenfluss markiert den historischen Beginn der Wutachschlucht, die als einer der letzten unberührten Wildflüsse Mitteleuropas gilt und deren Entstehung eng mit der Umleitung der Urdonau vor etwa 20.000 Jahren verknüpft ist.
Ein kurzes Stück entlang der Wutach
Hinter der Brücke halte ich mich rechts und tauche direkt in die wilde Natur ein, während ich dem idyllischen Pfad am Ufer der Wutach folge.
Ich wandere auf schmalen Wegen direkt am Wasser entlang und passiere dabei markante Felsen, die steil aus dem Boden ragen und Zeugen der gewaltigen Erosionskräfte sind, die dieses Tal seit der letzten Eiszeit geschaffen haben. Die Strecke ist herrlich abwechslungsreich, mal führt mich der Pfad ein Stück ansteigend den Hang hinauf, nur um kurz darauf wieder sanft hinunter zum rauschenden Ufer zu führen, wo die Gischt des Wassers für eine angenehme Erfrischung sorgt.
An der nächsten Abzweigung erreiche ich schließlich einen bekannten Orientierungspunkt mit Wegweisern, denn hier treffe ich auf den Genießerpfad Rötenbachschlucht. Dieses Teilstück kenne ich bereits von einer meiner früheren Wanderungen.
Entlang der Bahnstrecke mit Viadukt
Hinter der Brücke steige ich nun etwa 75 Höhenmeter stetig nach oben, bis ich schließlich die markante Bahnlinie der Höllentalbahn erreiche.
An diesem Punkt trennen sich die beiden Genießerpfade wieder voneinander und ich entscheide mich für die linke Abzweigung, um dem breiten Wanderweg zu folgen, der hier fast parallel zur geschichtsträchtigen Bahnstrecke verläuft. Die Höllentalbahn gilt als die steilste Hauptbahn Deutschlands und wurde bereits in den 1880er Jahren unter extremen technischen Herausforderungen erbaut, um den Hochschwarzwald zu erschließen. Während ich so dahinwandere, fallen mir plötzlich diese wunderschönen Blumen ins Auge, die sich ihren Lebensraum direkt auf einem kahlen Felsen erobert haben.
Nach einer kurzen Wanderung erreiche ich die beeindruckende Schwendeholzdobelbrücke, ein massives Steinviadukt, das tief in die Landschaft eingebettet ist. Ich versuche angestrengt, eine gute Perspektive zu finden, doch leider entdecke ich keinen Fotopunkt, an dem ich das Bauwerk ohne störende Bäume vor die Linse bekomme.
Der Wanderweg folgt nun dem Verlauf des Tals und macht einen großen Bogen, doch selbst auf der gegenüberliegenden Seite bietet sich mir kein freierer Blick auf die Brücke.
Nach einiger Zeit mündet der Pfad schließlich in einen asphaltierten Fahrweg, der mich unter den Bahngleisen hindurch wieder nach unten in Richtung der Gutach führt.
Ich überquerte den Fluss, dessen Name im Alemannischen so viel wie gutes Wasser bedeutet und der seit jeher die Energie für die Mühlen und Sägewerke in diesem Schwarzwaldtal geliefert hat.
Über ehemalige Bahntrasse wieder zurück
Ich folge weiter dem asphaltierten Fahrweg bergauf, bis ich kurz hinter der Brücke den befestigten Weg verlasse und auf die ehemalige Bahntrasse hinuntersteige.
Die Schienen gibt es hier längst nicht mehr, da dieser Abschnitt der einstigen Bahnstrecke, die früher die Region erschloss, stillgelegt und für Wanderer zugänglich gemacht wurde.
Ich folge dem Verlauf der alten Trasse, passiere einige Gebäude und eine friedliche Kuhweide, bis ich schließlich den Waldrand erreiche.
Dort biege ich in einen schmalen Wanderpfad ein, der mich steil bergauf durch einen idyllischen Nadelwald führt, der so typisch für die Höhenlagen des Schwarzwaldes ist. Unterwegs halte ich kurz inne, um einen beeindruckenden Pilz zu fotografieren, der mitten aus dem weichen, grünen Moos wächst und ein perfektes Motiv für meinen Blog darstellt.
Ich setze meinen Weg durch den Wald fort und folge dabei stets den zuverlässigen Markierungen des Genießerpfads, die mich sicher durch das dichte Grün leiten.
Der Pfad führt mich schließlich entlang einer weitläufigen Wiese bis zur entscheidenden Abzweigung, die mich nach einigen letzten Schritten wieder zurück zum Schützenhaus in Kappel bringt. 
Damit geht eine tolle Wanderung zu Ende, die mit ihren 12,5 Kilometern und der abwechslungsreichen Mischung aus Technikgeschichte und wilder Natur ein echtes Highlight für jeden Outdoor-Fan ist.
Labcaching in Hüfingen
Nach meiner Wanderung steige ich wieder ins Auto und fahre nach Hüfingen, wo ich direkt an der Hauptstrasse parke, um mir den historischen Kern von zwei 5er LabAdventures zeigen zu lassen.
Hüfingen blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht, als hier ein bedeutendes Militärkastell zum Schutz der Donauübergänge stand. Ich beginne meine Entdeckungstour am Stadtbrunnen und besuche anschließend verschiedene Kirchen, die das Stadtbild prägen und oft auf Fundamenten aus dem Mittelalter stehen.
Besonders beeindruckend ist der Weg durch ein ehemaliges Stadttor, das mit einem recht bunten Durchgang überrascht und an die Zeit erinnert, als Hüfingen als befestigte Stadt der Fürstenberger eine wichtige Rolle in der Region spielte.
Mein Rundgang führt mich weiter zum Mühlenbach, wo die markante Skulptur Das Paar im Wasser im sanft fließenden Wasser steht und einen modernen Kontrast zur historischen Kulisse bildet. Diese Kunstwerke sind typisch für die Stadt, die sich seit den 1990er Jahren verstärkt als Künstlerort positioniert hat.
Zum krönenden Abschluss steige ich erneut ins Auto und fahre zu dem Mystery Cache Angriff der Klonkrieger, dessen Rätsel ich bereits im Vorfeld gelöst habe.
Als ich vor dem Final stehe, muss ich schmunzeln, denn der dortige Roboter erinnert mich total an Star Wars, findet ihr nicht auch?
Interaktive Karte meiner Wanderung
Damit du dir meine Runde genau ansehen kannst, habe ich den Weg hier auf der interaktiven Karte eingetragen. Du kannst genau erkennen, wie ich am Parkplatz des Schützenhauses in Kappel gestartet bin, durch die Schluchten der Haslach und Wutach gelaufen bin und vorbei an einem Viadukt und einer ehemaligen Bahnstrecke wieder zurückgefunden habe. Den Nachmittag verbringe ich in Hüfingen und spiele dort die Adventure Labs im Ort. Ein Klick auf die Marker genügt und du landest direkt beim passenden Listing, wo du dich selbst auf die Schatzsuche machen kannst.
Damit du vor Ort gut navigieren kannst, kannst du dir meine GPX-Datei mit allen Wegpunkten ganz einfach herunterladen. Noch bequemer geht es auf Komoot: Dort habe ich die Tour mit vielen Fotos versehen, die dir einen schönen Vorgeschmack auf das Landschafts-Highlight geben.
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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über meinen siebentägigen Wanderurlaub im Hochschwarzwald. Unter „Geocaching & Wandern: 7 Tage im Hochschwarzwald“ findet ihr den Überblicksartikel mit vielen Tipps und den Links zu weiteren Detailbeiträgen.
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Jetzt bist du gefragt: Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Hochschwarzwald? Hast du schon einmal einen Cache gehoben oder einen geheimen Pfad entdeckt? Ich freue mich riesig auf deine Tipps und Geschichten in den Kommentaren. Vielleicht entsteht daraus ja schon das nächste Abenteuer!









































