Entdecke eine der spektakulärsten Premiumwanderungen des Schwarzwaldes, auf der dich steile Felswände, mystische Schluchten und in den Fels gehauene Pfade zu echten Outdoor-Abenteuern führen – das Genießerpfad 3-Schluchten-Tour ist ein Erlebnis, das selbst bei schlechtem Wetter unvergesslich bleibt.
Verbinde danach deine Wanderlust mit der Schatzsuche und löse die Adventure Labs an der Donauquelle in Donaueschingen, um einen perfekten Tag in dieser atemberaubenden Region ausklingen zu lassen!
Inhaltsverzeichnis
- Der Genießerpfad 3-Schluchten-Tour
- Der steile Abstieg in die Schlucht
- Stromaufwärts an der Wutach entlang
- Neben der Gauchach zur Burgmühle
- Weiter zum Eingang der Engeschlucht
- Durch die Engeschlucht zurück in die Zivilisation
- Über Felder und Wiesen zurück zum Parkplatz
- Labcaching in Donaueschingen
- Interaktive Karte meiner Wanderung
Der Genießerpfad 3-Schluchten-Tour
Da für heute leichte Regenschauer sowie kräftige Windböen angekündigt sind, entscheide ich mich ganz bewusst für den Gießerpfad 3-Schluchtentour. Diese Premiumwanderung verspricht mit 90 Erlebnispunkten ein echtes Highlight für jeden Outdoor-Fan zu sein, auch wenn die Bedingungen nicht ganz optimal wirken.
Ich parke mein Auto auf dem Wanderparkplatz an der 3-Schluchten-Halle und starte auf die etwa 10 Kilometer lange Runde, die mit einem Pfadanteil von stolzen 46 % und einer Einstufung als schwer sofort meine Abenteuerlust weckt. Während ich losziehe, merke ich schnell, warum dieser Weg so hoch bewertet wird, denn ich wandere auf größtenteils schmalen Pfaden durch wundervolle Schluchten und vorbei an bizarren Felsformationen, die im wolkenverhangenen Licht fast schon mystisch wirken. Die hochaufstrebenden Felswände bieten mir einen gewissen Schutz vor dem Wind.
Da der Weg wirklich sehr gut markiert ist, kann ich mich voll auf das Wandern konzentrieren, ohne ständig auf die Karte schauen zu müssen. Trotz der angekündigten Gehzeit von 3:20 Stunden zeigt mir mein GPS am Ende eine Gesamtzeit von 4:11 Stunden an, was an den spannenden Wegen, dem Aufstieg durch die Engeschlucht und den rund 250 überwundenen Höhenmetern liegt, die doch ordentlich in die Beine gehen. Erst als ich wieder am Ziel ankomme, gönne ich mir meine wohlverdiente Mittagspause und blicke zufrieden auf eine nasse, aber absolut lohnenswerte Tour zurück, die zeigt, dass Wandern auch bei schlechtem Wetter ein echtes Erlebnis sein kann.
Der steile Abstieg in die Schlucht
Nachdem ich mein Auto an der Halle geparkt habe, starte ich bei leichtem Nieselregen hochmotiviert in meine heutige Wanderung. Schnell bemerke ich, dass mein Schirm wegen der starken Windböen absolut nutzlos ist, also ziehe ich die Kapuze tiefer ins Gesicht und genieße die frische Luft.
Zuerst führt mich die Route ganz entspannt und eben am Waldrand entlang, bevor ich auf einen breiten Forstweg wechsle, der mich tiefer in den dichten Wald hineinführt. Während ich weiter in den Wald hineinwandere, wird der Weg allmählich abfallend und die Umgebung immer wilder.
Schließlich geht der Forstweg in einen schmalen Wanderpfad über, der nun richtig steil nach unten führt und meine volle Konzentration erfordert.
Unten angekommen, erwartet mich eine beeindruckend dichte Vegetation direkt am Ufer, die fast schon urwaldartig wirkt.
Ich folge jetzt dem schmalen Pfad parallel zur Wutach, während das Rauschen des Wassers mein ständiger Begleiter ist.
Stromaufwärts an der Wutach entlang
Ich folge dem schmalen Wanderpfad für etwa 500 Meter, bis ich eine massive Brücke erreiche, an der ich zum ersten Mal so richtig sehe, wie beeindruckend breit die Wutach an dieser Stelle eigentlich ist.
Direkt am gegenüberliegenden Ufer türmt sich eine gewaltige Felswand auf, die mir einen Vorgeschmack auf das gibt, was mich gleich erwartet: Jetzt folgt für mich einer der schönsten Abschnitte der gesamten Wanderung.
Ich überquere die Brücke und laufe über einen direkt in den Fels gehauenen Steig nach links, was das Herz jedes Outdoor-Fans höher schlagen lässt.
Nach kurzer Zeit geht das Ufer erneut in schroffe Felsen über, unter denen sich der Premiumwanderweg nun spektakulär vorbeischlängelt.
Ich muss ehrlich sagen: Wow, ich finde diese Passage absolut beeindruckend und perfekt für ein paar Fotos.
Da bei dem bescheidenen Wetter heute kaum andere Wanderer unterwegs sind, genieße ich die Einsamkeit und muss mir glücklicherweise keine Gedanken machen, wie ich an den engen Stellen einen entgegenkommenden Wanderer sicher passieren lassen kann. Anschließend wird das Ufer allmählich wieder flacher, das Gelände öffnet sich und ich komme auf dem Genießerpfad wieder deutlich schneller voran.
Ich passiere einen letzten markanten Felsen auf meinem Weg entlang der Wutach.
Gleich neben dem Kanadiersteg, einer gedeckten Brücke, mündet die Gauchach in die Wutach.
Neben der Gauchach zur Burgmühle
Der Kanadiersteg ist eine wirklich beeindruckende Brücke, die ursprünglich als gedeckte Holzkonstruktion im Jahr 1976 von kanadischen Pionieren als Übungsprojekt errichtet wurde und seitdem ein markantes Wahrzeichen für alle Wanderer in der Region darstellt.
Ich gehe langsam darüber und genieße das sanfte Federn der Konstruktion unter meinen Füßen, während ich von oben einen fantastischen Blick auf die Stelle genieße, an der die kleine Gauchach in die deutlich breitere Wutach mündet.
Auf der anderen Seite angekommen, bleibe ich kurz stehen und werfe einen letzten Blick zurück zur Brücke, bevor ich dem schmalen Wanderpfad entlang der Gauchach flussaufwärts folge.
Der Pfad lässt sich eigentlich gut gehen, auch wenn der Boden durch die aktuelle Witterung etwas feucht und rutschig ist, was meine volle Aufmerksamkeit erfordert.
Ich wandere gelegentlich an markanten Felsen vorbei, die direkt am Genießerpfad aufragen.
Die Wegeführung ist leicht wellig. An einigen Stellen entfernt sich der Weg vom Ufer. Dieses ist besonders geschützt, weshalb der direkte Zugang mittels Verbotsschildern eingeschränkt ist.
Im folgenden Verlauf des Weges wechsle immer wieder die Seiten, mal rechts des Flusses, dann wieder links.
Nachdem ich so einige Brücken überquert habe, erreiche ich schließlich die Burgmühle, wo im Biergarten derzeit absolut nichts los ist.
Das wundert mich allerdings kaum, denn es ist mit 11:15 Uhr noch recht früh am Tag und das Wetter lädt nicht unbedingt zum langen Verweilen im Freien ein.
Weiter zum Eingang der Engeschlucht
An der Burgmühle angekommen, studiere ich aufmerksam die Infotafel, die ausdrücklich auf die besonderen Schwierigkeiten und die Trittsicherheit in der Engeschlucht hinweist. Direkt an der Mühle ist zwar eine bequemere Alternativstrecke zurück zum Parkplatz ausgeschildert, aber für mich kommt das nicht infrage, denn natürlich möchte ich die Schlucht in ihrer vollen Pracht kennenlernen. Also folge ich weiter der Gauchach stromaufwärts und entdecke schon nach kurzer Zeit einen wunderschönen kleinen Wasserfall, der lautstark in die Tiefe stürzt.
Danach führt mich der Weg durch eine beeindruckende und gut gesicherte Passage, die direkt in die steile Felswand am Ufer gehauen ist und ein weiteres Highlight für jeden Outdoor-Fan darstellt.
Ich überquere anschließend eine weitere Brücke auf die andere Seite des Flusses wo das Ufer wieder breiter und flacher ist.
Jetzt sind es nur noch wenige Schritte, bis ich unmittelbar am Eingang der Engeschlucht stehe und mich auf das nächste Abenteuer in dieser wilden Landschaft freue.
Durch die Engeschlucht zurück in die Zivilisation
Auch am Eingang der Engeschlucht erwartet mich eine weitere Informationstafel mit einer eindringlichen Warnung, die darauf hinweist, dass dieser Abschnitt nur für trittsichere und schwindelfreie Wanderer geeignet ist, da hier echte Absturzgefahr besteht.
Ich lasse mich davon nicht abschrecken und freue mich stattdessen riesig auf die wilde Schlucht, die der Tränkebach hier über die Jahrtausende tief in die Landschaft des Schwarzwaldes gegraben hat.
Im unteren Teil ist zum Glück aktuell kein Bach zu sehen, was die Passage etwas erleichtert, während sich der schmale Wanderpfad immer weiter durch die enger werdende Schlucht schlängelt.
Über eine steile Treppe geht es für mich hinauf, sodass der Pfad nun oberhalb durch den imposanten Steilhang der linken Schluchtwand führt.
Ich steige immer höher über das derzeit ausgetrocknete Bachbett auf und genieße die Perspektive von oben. Der Pfad ist für mich zwar gut zu gehen, erfordert aber dennoch meine volle Konzentration, da der Untergrund stellenweise ziemlich matschig und rutschig ist.
Auf einer abenteuerlich konstruierten Brücke wechsel ich schließlich auf die andere Seite …
… und folge dem Pfad weiter das Tal hinauf.
An der nächsten Brücke passiert mir dann ein klassisches Missgeschick für jeden Geocacher: Ich bin so in die Natur vertieft, dass ich völlig vergesse, nach dem dort versteckten Traditional-Cache „Go get me !„, übrigens der einzige auf der gesamten Wanderung, zu suchen.
Kurz danach öffnet sich die Schlucht jedoch bereits wieder und ich wandere entspannt über einen breiten Forstweg weiter nach oben;
Nach einer letzten Kurve und einem kurzen Steilstück verlasse ich die Schlucht und erreiche eine flache Felder- und Wiesenlandschaft.
Über Felder und Wiesen zurück zum Parkplatz
Oben angekommen, liegen jetzt nur noch entspannte 1,7 Kilometer zurück zum Parkplatz vor mir, was nach der Anstrengung in der Schlucht eine willkommene Abwechslung ist. Ich wandere zunächst über eine frisch gemähte Wiese und komme dabei an einem urigen Heuschober vorbei, der ein tolles Fotomotiv abgibt.
Danach führt mich die Route über einen asphaltierten Weg direkt in Richtung der 3-Schluchten-Halle, die das Ziel meiner heutigen Tour markiert. Kurz vor der Ankunft zeigt mir der Wegweiser jedoch noch einen kleinen Abstecher über einen schmalen Pfad, der idyllisch am Waldrand entlangführt, bevor ich schließlich wieder auf den asphaltierten Weg bis zur Halle wechsle.
Dort angekommen, steuere ich direkt den kleinen Kiosk an und belohne mich mit einem kühlen Radler zum Abschluss dieser tollen Wanderung durch die drei Schluchten.
Labcaching in Donaueschingen
Nach der Wanderung trete ich die Rückfahrt nach Bräunlingen in meine Unterkunft an, wo ich mir erst einmal eine kurze Entspannungspause gönne, um die Beine hochzulegen. Da ich aber noch etwas vom Tag haben möchte, nutze ich den ÖPNV und nehme anschließend den Bus nach Donaueschingen, um dort das Herbstfest zu besuchen. Leider ist das Wetter inzwischen extrem schlecht geworden und der starke Regen macht mir einen Strich durch die Rechnung, weshalb ich auch keine Fotos vom Festgelände mache.
Stattdessen entscheide ich mich für eine gemütliche Einkehr in die Hofkonditorei Hengstler, wo ich mir einen regionalen Federweißen und ein Stück herzhaften Zwiebelkuchen schmecken lasse, was wirklich sehr zu empfehlen ist.
Am späten Nachmittag ziehe ich trotz des Wetters noch einmal los für eine kurze Labcache-Runde durch Donaueschingen, die mich unter anderem direkt an der berühmten Donauquelle vorbeiführt.
Nachdem ich alle fünf Labs erfolgreich beantwortet habe und der Regen wieder deutlich stärker wird, setze ich mich schnell in den Bus und fahre zurück nach Bräunlingen.
Damit geht ein wirklich toller Wandertag mit einer schönen Portion Sightseeing zu Ende und ich lasse die Erlebnisse Revue passieren.
Interaktive Karte meiner Wanderung
Damit du dir meine Runde genau ansehen kannst, habe ich dir den Weg hier auf der interaktiven Karte eingetragen. Du siehst genau, wie ich am Wanderparkplatz der 3-Schluchten-Halle gestartet bin und durch die Schluchten der Wutach, Gauchach und des Tränkebachs wieder zurückgefunden habe. Den Nachmittag verbringe ich in Donaueschingen auf dem Herbstfest und spiele dort die Adventure Labs rund um die Donauquelle. Ein Klick auf die Marker genügt, schon landest du direkt beim passenden Listing und kannst dich selbst auf die Schatzsuche machen.
Damit du vor Ort gut navigieren kannst, kannst du dir meine GPX-Datei mit allen Wegpunkten ganz einfach herunterladen. Noch bequemer geht es auf Komoot: Dort habe ich die Tour mit vielen Fotos versehen, die dir einen schönen Vorgeschmack auf das Landschafts-Highlight geben.
** ** ** ** **
Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über meinen siebentägigen Wanderurlaub im Hochschwarzwald. Unter „Geocaching & Wandern: 7 Tage im Hochschwarzwald“ findet ihr den Überblicksartikel mit vielen Tipps und den Links zu weiteren Detailbeiträgen.
** ** ** ** **
Jetzt bin ich gespannt: Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Hochschwarzwald? Hast du vielleicht selbst schon den ein oder anderen Cache gehoben oder einen geheimen Pfad entdeckt? Ich freue mich riesig auf deine Tipps und Geschichten in den Kommentaren – und vielleicht ergibt sich ja das eine oder andere nächste Abenteuer daraus!








































