Neuer ortsunabhängiger Cache (locationless) in 2021

Am Dienstag war im Geocaching-Newsletter zu lesen, dass in diesem Jahr ein zweiter ortsunabhängiger Cache (Locationless-Cache oder Reverse-Cache) zu loggen sein wird.

In diesem Beitrag erkläre ich Euch, was ein sogenannter „Locationless-Cache“ ist und was Ihr tun müsst, um dieses wirklich sehr seltene Cache-Symbol zu erhalten. Schaut doch mal rein …

 

 

Was ist ein locationless Geocache?

Der Locationless-Geocache gehört zu den verwaisten Cachetypen, die von Geocachern derzeit nicht mehr gelegt werden dürfen. Im Prinzip war es kein echter Geocache: Es war mehr eine Aufgabe. Um den Geocache loggen zu dürfen, musste genau das gesucht werden, was im Listing beschrieben war. Das konnte zum Beispiel eine gelbe Telefonzelle oder Löwe (z.B. in einem Wappen oder als Statue) sein. Hatte man „das Ding“ gefunden und damit die Aufgabe erfüllt, so konnte man loggen und musste die Koordinaten seines Fundes ins Log schreiben. Der Locationless-Geocache funktionierte also umgekehrt wie ein „normaler“ Geocache, weshalb er auch oft als Reverse-Cache bezeichnet wird.

Im Jahr 2006 wurden alle bestehenden Locationless-Geocaches vom HQ archiviert und gegen Loggen gesperrt. Wer also wie ich erst nach 2006 zum Geocaching gekommen ist, hatte bisher keine Möglichkeit mehr einen solchen Cachetyp zu finden.

 

Ein Locationless-Cache anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Geocaching

Diese Situation änderte sich erst im letzten Jahr. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Geocaching hat das HQ einen einzigen neuen Locationless-Geocache veröffentlicht. Über diesen Cache habe ich den Blogbeitrag Ein neuer alter Cachetyp kommt für ein Jahr zurück! geschrieben.

Um diesen Geocache loggen zu können, musste man ein Bild von sich selbst entweder mit einem bestimmten Signal oder mit einem speziellen Plakat machen. Beides konnte nur auf einem Megaevent gefunden werden. Ich selbst hatte das Glück Anfang 2020 das Mega in Bonn besuchen zu können und dort die Logaufgabe zu erfüllen.

Wegen der Corona-Pandemie wurde der größte Teil der Megaevents in 2020 abgesagt und so war es kaum noch möglich diesen Locationless-Cache zu loggen. Inzwischen wurde wegen der Pandemie die Verfügbarkeit des Caches um ein Jahr verlängert – sollten also in 2021 wieder Megaevents stattfinden, so könnt Ihr dort einen Locationless-Cache loggen.

 

Der neue Locationless-Cache

Am Dienstag war im Geocaching-Newsletter zu lesen, dass am 6. Februar ein weiterer Locationless-Geocache vom HQ an den Start geht. Die Aufgabe dieses Caches ist, dass Ihr etwas für die Umwelt tut und ein Bild von Eurer Aktion in das Log einstellt. Als Beispiele sind hier genannt, Müll in der Nachbarschaft oder auf Deinem Lieblingswanderweg einzusammeln oder an einem Gemeinschaftsprojekt zur Entfernung invasiver Arten, zum Pflanzen von Bäumen und zur Verbesserung von Parks teilzunehmen.

Ich denke, das ist eine einfache Aufgabe, die Jeder erfüllen kann. Da wir aktuell viel wandern, werde ich mal ein Taschen-CITO mitnehmen und ein Bild von unserer Müllsammelaktion machen.

Der Locationless-Geocache hat den einprägsamen GC-Code GC8NEAT. Wie schon erwähnt, ist dieses Listing noch bis zum 6. Februar 2021 gesperrt. Ihr könnt Euch aber schon jetzt überlegen, ob Ihr den Cache loggen und was Ihr dafür tun wollt! Der Cache wird noch bis zum 31. Dezember 2021 zu loggen sein. Die Details zu diesem Geocache findet Ihr im Listing oder im Geocaching-Blog.

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Wie gefällt Euch dieser Locationless-Cache? Werdet Ihr Euch diesen Cache holen? Was wird Eure Aktion sein, um der Umwelt etwas Gutes zu tun?

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

4 Kommentare:

  1. Heute und gestern loggen viele ihr Vogelhäuschen, ganz vorne dabei nach Anzahl natürlich mal wieder Deutsche. Entweder haben sie die Aufgabe nicht verstanden oder sie meinen das sie wie üblich damit durch kommen. Ist das jetzt so viel verlangt ein wenig sich zu bücken und etwas Müll, und sein es nur der selbst verursachte, aufzuheben und zu entsorgen. Da schämt man sich wieder aus dem selben Land zu kommen.

  2. Und zum ‚geschenkten‘ Icon – ein Bekannter meinte, dass da jetzt viele zerquetschte Bierdosen vor etwas Grün fotografiert werden würden – kommt auch noch ein Souvenir dazu.
    „Besides earning the Locationless Cache icon, you will also receive a special souvenir on your Geocaching profile.“ (Quelle: GC8NEAT – Listing)

  3. Der Anmerkung von Christian kann ich nur zustimmen. Viele Cacher hatten sich Gedanken gemacht, um das ortsunabhängige CITO zu organisieren, und haben einen kräftigen Tritt bekommen.
    Nun hat auf einmal das HQ eine geniale Idee … Honi soit qui mal y pense. 🤷🏻‍♀️

    Und: Ein seltener Cachetyp ist es am Ende des Jahres wohl nicht mehr, wenn dann jeder ohne große Anstrengung einen Log zusammenbasteln und sich somit den Cachetyp „verdienen“ kann.

  4. Eigentlich eine schöne Möglichkeit die das HQ da einräumt. Die Idee zum unabhängigen Cito gab es aber schon zum Jahreswechsel und ein paar deutsche Geocacher hatten bei Facebook zum Locationless Cito aufgerufen. Daraufhin wurde das Cito natürlich vom HQ gesperrt.
    Damit bleibt bei der Idee vom HQ jetzt ein kleiner Fader Beigeschmack.

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