Sightseeing & Geocaching – Die Altstadt von Straßburg

Heute möchte ich Euch von einer kleinen Tagestour in die historische Altstadt von Straßburg berichten, die saarzwerg und ich im Juli unternommen haben.

Straßburg hat viel zu bieten: eine historische Altstadt mit schönen Fachwerkhäusern, hohe Türme, eine riesige Kathedrale, tolles Essen und viele Labcaches – also genau der richtige Ort, um Geocaching mit Sightseeing zu verbinden. Kommt mit auf die virtuelle Tour durch Straßburg!

 

 

Die Anreise mit dem Zug

saarzwerg und ich beginnen unsere Reise nach Straßburg an einem Samstagmorgen am örtlichen Bahnhof und fahren mit unserem 9-Euro-Ticket zum Hauptbahnhof Saarbrücken. Dort kaufen wir uns ein Saar-Elsass-Ticket Weekend, was am Wochenende für maximal fünf Personen nur 29 € kostet.

In Saarbrücken steigen wir in den französischen Regionalexpress, der uns in einer Stunde und 43 Minuten nach Straßburg bringt.

Pünktlich um 11:37 Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof in Straßburg, der in fußläufiger Entfernung zur Altstadt, die sich auf einer Insel in der Ill befindet, liegt.

Leider hatte ich vorher keine Zeit diese Tour bezüglich der Geocaches vorzubereiten, was sich aber nicht als Problem herausstellt: Straßburg bietet sich mit seinen vielen Labcaches, von denen wir nur die gemacht haben, an denen wir zufällig vorbei kamen, geradezu zum Spontancachen an. Am Ende des Tages werden wir 18 Labcaches aus fünf verschiedenen Labadventures, drei Traditionals, einen Bonuscaches eines Labadventures und einen Virtual geloggt haben. Weiter unten in der interaktiven Karte habe ich Euch alle Caches, die wir besucht haben, eingezeichnet.

 

Auf direktem Weg zur Kathedrale

Wir verlassen den Bahnhof und folgen der breiten und verkehrsberuhigten Straße in Richtung des Flusses Ill, der die historische Altstadt von Straßburg umfließt. Nachdem wir die Brücke überquert haben, stehen wir schon am Rande der Altstadt.

Auf dem Weg zur Kathedrale kommen wir am Place Gutenberg vorbei, auf dem ein großes Karussel aufgebaut wurde.

Sobald wir in die nächste Gasse eingebogen sind, sehen wir zum ersten Mal die riesige Kathedrale, die wir am Nachmittag besichtigen wollen.

Auch wenn ich auf dem Bild versucht habe, die vielen Touristen nicht zu zeigen, an diesem sonnigen Samstag ist in Straßburg wirklich die Hölle los und der Bereich um die Kathedrale ist recht verstopft.

 

Rund um die Kathedrale

Wir öffnen unsere Apps für Geo- und Labcaching und schauen, was sich in der Nähe befindet: In Straßburg gibt es einige Labadventures, von denen die meisten zum Glück keine Reihenfolge haben. So können wir spontan zwischen den Adventures wechseln und dort, wo wir gerade vorbei kommen, die Frage beantworten und den Labcache loggen.

Wir schlendern zum Fluss hinunter und schauen den Touristen zu, wie sie sich ein Ticket für die Bootsfahrt auf der Ill kaufen.

Anschließend folgen wir ein wenig dem Fluss. Von der Brücke habe ich einen schönen Blick über die Ill.

Wir loggen einen weiteren Labcache aus der Serie Strasbourg Adventure und sind verwundert, dass wir, um die Bonuskoordinaten zu bekommen, gar nicht die komplette Serie spielen müssen. Das ist doch mal ein toller Service für Touristen!

Danach schlendern wir am Schloss Rohan vorbei und biegen auf den Platz zwischen Schloss und Kathedrale ein.

Wenn man unmittelbar davor steht, ist die Kathedrale wirklich riesig. Leider habe ich kein passendes Objektiv dabei, um sie komplett zu fotografieren.

Mitten auf dem Platz fällt mir dieses Denkmal für die Steinmetze, die die Kathedrale erbaut haben, ins Auge. Die Wasserspeier-Figur darauf wurde schon toll aus dem Stein gemeißelt!

Natürlich lassen auch wir uns es nicht nehmen ein Selfie von uns vor der Kathedrale zu machen.

In einer Ecke des Platzes suchen und loggen wir den Tradi BOBINES84 EN 67, den wir gut und schnell finden können.

 

Unsere Mittagspause im Secret de Table

Langsam bekommen wir Hunger. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch planen am Abend in ein gemütliches regionales Restaurant einzukehren, suchen wir uns für mittags nur etwas Kleines. Bei den Empfehlungen verschiedener Reiseblogs ist mir immer wieder das “Secret de Table” genannt worden. Wir statten ihm einen Besuch ab.

Wir bestellen uns drinnen ein leckeres Tartine-Menü: Tartine ist ein besonders belegtes Brot, was wir schon bei unserem Besuch in Avignon kennengelernt haben. Anschließend gehen wir mit unseren Tabletts nach draußen und setzen uns gemütlich an einen Tisch vor dem Bistro.

 

Unser Bummel durch La Petite France

Gut gestärkt brechen wir auf zum wahrscheinlich meist fotografierten Viertel in Straßburg, “La Petite France”, dem ehemaligen Gerberviertel der Stadt, das für seine hübschen Fachwerkhäuser, die idyllisch am Kanal liegen, berühmt geworden ist.

Wir schlendern gemütlich am Kanal der Ill entlang in Richtung der Barrage Vauban.

Hier hat sich Straßburg besonders hübsch gemacht: Überall wurden Blumen angebracht.

Wir laufen durch die kleinen kopfsteingepflasterten Gassen und überqueren ein paar Mal einen kleinen Seitenkanal der Ill, bis wir nach einiger Zeit das erste Mal einen der großen Türme sehen, die Teil der ehemaligen Stadtbefestigung von Straßburg sind.

Wir kommen näher zu der Barrage Vauban, einem Staudamm, der die Ill sperrt. Damit konnte früher der Zugang zur Stadt über den Fluss kontrolliert werden. Er wurde von dem berühmten Festungsbaumeister Vauban entworfen.

Doch bevor wir zu Staudamm gehen, schauen wir noch schnell beim Tradi Vue sur les “Ponts Couverts” à Strasbourg vorbei, den wir schnell loggen können. Anschließend gehen wir an der Ill entlang …

… bis zum Eingang des Staudamms, der gleichzeitig als Fußgängerbrücke dient.

 

Der Aussichtspunkt auf der Barrage Vauban

Die Barrage Vauban ist kostenlos und öffentlich zugänglich. Wir gehen in das langgezogene Gebäude hinein.

Gleich zu Beginn befindet sich auf der rechten Seite eine Treppe, die hinauf zur Aussichtsplattform führt. Daneben ist auch ein Fahrstuhl, den man sich jedoch von der Aufsicht freischalten lassen muss.

Wir gehen nach oben. Bitte beachtet, dass die Aussichtsplattform Öffnungszeiten hat. Als wir oben ankommen, bin ich begeistert von der tollen Aussicht auf die Befestigungsanlagen von Straßburg.

Ich mache ein Foto nach dem anderen. Ich glaube, die Wehrtürme an der Ill gehören neben “La Petite France” zu den bekanntesten Fotomotiven in Straßburg.

Hier stehen vier mächtige Wehrtürme in Reihe und bewachen den Zugang nach Straßburg.

Nachdem wir uns ausgiebig umgeschaut und fotografiert haben, steigen wir die Treppe auf der anderen Seite der Aussichtsplattform wieder hinunter.

 

Durch La Petite France zur Kathedrale

Anschließend schlendern wir auf einem anderen Weg durch das ehemalige Gerberviertel. Dabei kommen wir den mächtigen Wehrtürmen ganz nahe.

Dort biegen wir in einen kleinen Park ab und folgen dem kleinen Kanal.

Gerade, als wir uns dort etwas umschauen, kommt ein Touristenboot und so wird die Drehbrücke für Fußgänger gesperrt und die Brücke für das Boot geöffnet.

Nachdem das Boot die Brücke passiert hat, schlendern wir weiter zur Schleuse, die wir dort als Brücke nutzen können.

Kurze Zeit später biegen wir links ab und erreichen wieder die Kathedrale.

Nachdem wir die Fragen der vielen Labcaches, die sich rund um die Kathedrale drehen, beantwortet haben, stellen wir uns in die kurze Warteschlange, um hinein gehen zu können.

 

In der Kathedrale

Die Kathedrale von Straßburg ist riesig und vermittelt durch die enorme Höhe des Hauptschiffes den Besuchern einen Eindruck, wie klein sie doch sind. Ich finde es bemerkenswert zu sehen, was Menschen ab 1176 hier mit ihren damaligen einfachen Werkzeugen schaffen konnten.

Wir gehen durch das Hauptschiff und biegen anschließend kurz vor dem Altar nach rechts ab. Dort befindet sich die Astronomische Uhr, die 1574 vollendet wurde und danach bis 1789 gelaufen ist.

Gerade als wir dort ankommen, setzt sich die Uhr in Bewegung.

Weitere Informationen zur Uhr und wann sie sich in Gang setzt, findet Ihr auf der Seite von Elsass-Tourismus.

 

Auf der Kathedrale

Anschließend verlassen wir die Kathedrale wieder und gehen zur Seite, wo sich die Kasse für den Turmaufstieg befindet. Unsere Wartezeit in der Schlange ist recht kurz und nachdem wir pro Person 8€ bezahlt haben, dürfen wir uns auf den Weg über unzählige Stufen nach oben machen. Während des Aufstiegs kommen wir immer mal wieder an einer Stelle vorbei, wo wir hinunter auf Straßburg blicken können.

Oben angekommen, schauen wir uns zunächst etwas um. Danach nehmen wir den Virtual Ascension de la cathédrale – Virtual Reward 2.0 in Angriff. Da das digitale Gästebuch gerade kaputt ist, entschließen wir uns für das erlaubte Alternativlog mittels Selfie.

Bevor wir wieder hinuntersteigen, schauen wir noch schnell zum Schloss, das erst von oben in seiner vollen Größe zu sehen ist.

Danach steigen wir wieder die vielen Treppenstufen nach unten, die runter natürlich viel leichter und schneller gehen als nach oben!

 

Kurze Pause an der Ill

Da es Zeit für eine kleine Pause wird, laufen wir zunächst ein kleines Stück an der Ill vorbei, um dem Trubel rund um das Münster zu entfliehen. Anschließend kehren wir in ein kleines Bistro ein, welches ein paar Tische und Bänke raus in die Sonne gestellt hat.

Wir stellen fest: Auch in Frankreich schmeckt der Aperol Spritz lecker!

 

Im großen Bogen zurück zum Bahnhof

Nach der kleinen “Trinkpause” schlendern wir weiter an der Ill entlang Dabei wollen wir noch ein paar Caches einsammeln.

Da ich im Reiseführer gelesen habe, dass sich ein Besuch der Kirche Saint-Paul lohnt, folgen wir der Ill bis dahin.

Drinnen müssen wir leider feststellen, dass dort gerade eine Messe stattfindet, weshalb wir uns nicht umschauen können. Dazu haben wir länger dorthin benötigt als wir geplant haben, was dazu führt, dass wir nicht mehr genug Zeit für ein gemütliches Abendessen in einem schönen Restaurant haben. So bleibt uns nur die Einkehr in einen Supermarkt, wo wir uns zwei Salate kaufen. Danach wird es schon Zeit zurück zum Bahnhof zu laufen.

Dort angekommen, reicht die Zeit noch, um das LabAdventure La gare de Strasbourg (pour voyageurs en manque) komplett zu spielen und den Tradi Deux minutes d’arrêt zu loggen. Kurz vor 20 Uhr steigen wir in den Zug und fahren zurück ins Saarland. Damit geht ein schöner Tag in Straßburg zu Ende.

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching- und Sightseeing-Tour durch die historische Altstadt von Straßburg sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch der historischen Altstadt von Straßburg gefallen? Seid Ihr selbst schon bei dieser tollen Stadt unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für Staßburg? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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