Provence – Sightseeing & Geocaching in Avignon

Den Nachmittag des vierten und den kompletten fünften Tag unserer Provence-Rundreise verbringen wir in Avignon. Wir besichtigen den Papstpalast, besuchen die berühmte Pont d’Avignon, steigen auf den Rocher des Doms hinauf, besuchen die alte Mühlen und die große Markthalle.

Dabei spielen wir zwei Lab Adventures und loggen ein paar interessante Geocaches. Bei Wein und gutem Essen lassen wir es uns in Avignon gut gehen. Kommt mit auf die virtuelle Reise …

 

 

Ein erster kleiner Stadtbummel am späten Nachmittag

Nachdem wir unser Auto auf dem Hotelparkplatz abgestellt und und unsere Zimmer bezogen haben, machen wir uns auf, ein e Runde durch Avignon zu drehen. Unser gebuchtes Hotel liegt sehr zentral in der historischen Altstadt. Wir folgen der Hauptgeschäftsstraße in Richtung des Papstpalastes.


Am Place de l’Horloge, dem “Uhrenplatz”, geht die breite Straße in eine Fußgängerzone über. Auf dem Platz steht ein großes historisch anmutendes Karrusell und auf der rechten Seite viele Tische von den angrenzenden Restaurants.

Wir folgen der Fußgängerzone vorbei an der ehemaligen “Banque de France” zum Platz vor dem Papstpalast. Dort muss ich leider feststellen, dass ein Teil des Palastes gerade renoviert wird und in Planen eingehüllt ist.

Der rechte Teil des Palastes ist jedoch unverhüllt und schaut sehr beeindruckend aus.

Wir nutzen die Gelegenheit die Frage für den Virtual Le Palais des Papes – Virtual Reward 2.0 zu beantworten, was uns nicht schwer fällt. Da wir langsam Hunger bekommen, schauen wir uns nach einem geeigneten Restaurant in den engen Gassen der Altstadt um.

Unser Reiseführer empfiehlt uns das Ginette et Marcel, welches ich Euch weiter unten in der Restaurantempfehlung näher vorstellen werde.

 

Avignon am Abend

Gut gestärkt gehen wir nicht direkt zu unserem Hotel zurück, sondern laufen noch etwas durch das beleuchtete Avignon. Die kleinen Gassen in der Alstadt leeren sich zunehmend.

Besonders schön finde ich die farbig beleuchteten Fenster und Schaufenster.

Natürlich will ich mir auch den beleuchteten Papstpalast nicht entgehen lassen. Dort wollen wir morgen früh an einer vorgebuchten Führung teilnehmen.

Wir gehen zum oberen Ende des Palastes und schauen zurück auf den großen Platz, der sich inzwischen auch schon fast vollständig geleert hat.

Danach folgen wir der Beschilderung zur Pont d’Avignon, die eigentlich richtig Pont Saint-Bénézet heißt. Unten an der Rhône angekommen, ist die Brücke in den ukrainischen Nationalfarben angestrahlt, was ich als ein schönes Zeichen der Solidarität empfinde.

Mit diesen Eindrücken lassen wir den Tag ausklingen und gehen zurück zu unserem Hotel.

 

Les Halles – die großen Markthallen

Am nächsten Morgen laufen wir zunächst zu den “Les Halles”, einer großen Markthalle mitten in der Altstadt.

Drinnen ist schon recht viel los: Hier werden allerlei Dinge, wie Fisch, Fleisch, Gemüse, Käse und Wein angeboten.

Die Dinge aus dem Meer finde ich besonders fotogen!

Nachdem wir uns alles angeschaut haben, verlassen wir die Markthalle wieder und laufen weiter zum Papstpalast.

 

Besichtigung des Papstpalastes

Da wir noch etwas Zeit bis zu unserem gebuchten Termin haben, laufen wir noch schnell zur Kathedrale Notre Dame des Doms hoch.

Danach ist es dann endlich soweit und wir gehen zum Papstpalat, wo am Eingang unsere Taschen kontrolliert werden. Anschließend zeigen wir unsere Tickets und bekommen ein sogenanntes Histopad übergeben, welches uns in deutscher Sprache in unserem eigenen Tempo durch den Palast führen wird. Im ersten Innenhof schaut es wie eine Baustelle aus und wir gehen schnell weiter bis zum zweiten, der schon etwas aufgeräumter ausschaut.

Dort biegen wir rechts in eines der vielen Palastgebäude ab. Das Histopad ist eine feine Sache – es erkennt, wo wir uns gerade aufhalten und erzählt uns die wissenswerte Dinge. Für weitere Informationen kann ich sowas ähnliches wie einen QR-Code scannen. Das Beste am Histopad ist jedoch der AR-Modus, der mir mittels Kamera und einer darübergelegten Grafik anzeigt, wie der jeweilige Raum zur Zeit der Päpste hier ausgesehen haben soll.

In unserem Ticket ist auch der Zugang zu den Gärten des Palastes enthalten. Wir gehen nach einer weiteren Ticketkontrolle durch sie hindurch.

Anschließend gelangen wir in den großen Saal, wo auch das Konklave abgehalten wurde.

Gegen Ende des Rundganges kommen wir in einen Raum, in dem Steinfiguren einiger Päpste aufgestellt worden sind.

Den Abschluss unseres Rundgang bildet die große Empfangshalle, durch die die Gäste damals eingelassen wurden.

Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten dieser Art verlassen wir den Palast durch den Andenkenladen, in dem natürlich auch der Papstwein, der Châteauneuf-du-Pape,  in allen Preislagen verkauft wird.

 

Über die Pont d’Avignon (Pont Saint-Bénézet)

Als Nächstes laufen wir wieder hinunter zur Pont Saint-Bénézet, die seit dem Bau im Jahr 1355 die komplette Rhône überbrückt hat. Heute gibt es nur noch vier Bögen und die Brücke endet in der Mitte des Flusses. Auch diese Attraktion ist in unserem vorgebuchten Ticket enthalten. Am Eingang erhalten wir ein smartphoneähnliches Gerät, welches uns nach Eingabe einer Nummer alles Wissenswerte in deutscher Sprache erzählt. So erfahren wir, das die Brücke nach einer Änderung der Strömung immer mehr kaputtgegangen war und es ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr möglich war sie zu erhalten.

Die Brücke war von Anfang an schlecht geplant, da sie zu schmal für Fuhrwerke oder größere Lasten war. Die auf einen Brückenpfeiler gebaute Kapelle schränkte die nutzbare Breite noch weiter ein.

Die Doppelkapelle, die aus zwei Stockwerken besteht, ist heute auch nur noch eine Ruine. Mehrfach wurde die Brücke in der Folgezeit durch Kriege und Hochwasser beschädigt.

So konnten bald die hohen Instandhaltungskosten nicht mehr finanziert werden und die Brücke wurde um das Jahr 1660 aufgegeben. Hochwasser und Stürme leisten über die Jahrhunderte ganze Arbeit und so ist heute nur noch dieser kleine Teil sichtbar.

Wir verlassen die Brücke wieder und gehen unter den ersten Bogen, wo wir die Frage eines Labcaches beantworten.

 

Vor der Stadtmauer

Die Brücke liegt vor der Stadtmauer, die an dieser Stelle noch sehr gut erhalten ist. Ich suche mir eine schöne Stelle zum Fotografieren.

Danach laufen wir wieder zurück in die Altstadt, wo wir erneut bei Ginette et Marcel zu einem kleinen Mittagsimbiss einkehren.

 

Hinauf auf den Rocher des Doms

Danach gehen wir gut gestärkt auf den Roches des Doms, einen kleinen Felsvorsprung neben dem Papstpalast, auf dem sich ein Park befindet.

Von hier oben haben wir einen schönen Blick auf die Kathedrale Notre Dame.

Auf der einen Seite gibt es tolle Aussichtspunkte, von denen wir einen schönen Blick auf die Rhône und die Überreste der Pont Saint-Bénézet haben.

Wir laufen um einen kleinen Weinberg, um zu einem der noch fehlenden Labcaches zu gelangen.

Danach gehen wir den gleichen Weg wieder zurück in den Park und loggen an einer Treppe den Tradi Le jardin des Doms, der hier einfach und sicher versteckt wurde.

 

Weiter zu den alten Mühlen

Nun fehlt uns nur noch ein Labcache, wozu wir noch etwas durch die Altstadt laufen müssen. Er zeigt uns die Rue de Teinturiers, wo früher die Färber arbeiteten und heute noch ein paar Mühlräder zu sehen sind.

Nach diesem langen “Spaziergang” durch Avignon wollen wir zurück ins Hotel, um uns für den Abend etwas zu erholen.

 

Überraschend gute Stadtcaches

Nach dem Abendessen schauen wir uns noch zwei besondere Tradis an. Bei einem Großstadtgeocache hätte ich solch eine schöne Bastelarbeit nicht erwartet. Nach etwas Suchen loggen wir den Notre-Dame-La-Principale, der sich in einer Hauswand versteckt.

Ein weiterer Tradi des gleichen Owners ist der Les Neuf Papes à Avignon, der uns zu einem unscheinbaren Gemälde der neun Päpste von Avignon führt. Auch diese Dose ist für einen Großstadtcache clever gestaltet.

Mit dieser positiven Geocaching-Erfahrung lassen wir den Tag ausklingen und gehen zurück zu unserem Hotel.

 

Unsere Hotel- und Restaurant-Empfehlung für Avignon

Für unsere Unterkunft in Avignon suchten wir uns ein Hotel mit einem eigenen Parkplatz, welches in fussläufiger Nähe zur Altstadt liegt. Wir wurden fündig beim Hôtel Cloitre Saint Louis Avignon (Provisionslink), welches sich in einem ehemaligen Kloster befindet. Es hat einen traumhaften Innenhof.

Die Zimmer sind modern eingerichtet und geräumig, jedoch war unser Bad recht klein. Im Inneren ist nicht mehr viel von einem spartanischen Kloster zu erkennen.

Anders als in Frankreich üblich wurde uns ein sehr reichhaltiges Frühstückbuffet mit Eiern, Wurst, Käse und diversen Cerealien und Marmeladen angeboten. Dieses Hotel würde ich jederzeit wieder buchen.

Zum Essen sind wir gleich zweimal im L’Epicerie de Ginette (welches in unserem Reiseführer noch als Ginette et Marcel aufgeführt wird) eingekehrt, weil es uns dort so gut gefallen hat. Man isst hier nach wie vor im Bistro-Stil der 1940/50er Jahre belegte Brote (Tartines) nach alter Art bei gutem Wetter gemütlich auf dem großen Platz davor.

Einmal habe ich mir ein Tartine als Burger mit Gänseleber-Topping gegönnt, was echt lecker war.

Das andere Mal haben wir mittags einen Teller Charcuterie gegessen.


Dazu passt natürlich der schöne kühle Rosé-Wein des Hauses.

Für unser letztes Abendessen in Avignon kehren wir im Le Bistrot Des Sales Gosses ein, welches seine Tische auf einem kleinen gemütlichen Platz neben einer Kirche aufgebaut hat. Dort bestellen wir wieder das Menü mit dem Rosé-Wein des Hauses, was in Summe wesentlich günstiger kommt als alles einzeln zu bestellen.

Ich beginne mit einer leckeren Terrine (Fleisch im Brotmantel) mit Rucola und ein paar Gürkchen.

Zur Hauptspeise nehmen sowohl saarzwerg als auch ich die Jakobsmuscheln mit Risotto, die ebenfalls sehr lecker schmecken.

 

Gegen Ende unseres Abendessens kommt noch ein Gitarrenspieler vorbei, der uns mit einer tollen Live-Performance überrascht.

Als er nach seinem Auftritt den Hut herumreicht, kommen wir ins Gespräch: Er ist Amerikaner und tingelt schon seit Jahren durch Frankreich und vorher durch Deutschland und finanziert sich sein Leben durch solche spontanen Auftritte. Damit geht auch unser letzter Tag in Avignon zu Ende …

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Tour durch Avignon sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches und die Labcaches, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen. Bitte beachtet, dass alle Links zu Unterkünften und Hotels Provisionslinks sind.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unseren Besuch in der Provence. Unsere komplette Reiseroute findet Ihr im Überblicksbeitrag “8 Tage Autorundreise durch die Provence“, wo Ihr auch die Links zu den weiteren Detailberichten, die ich bereits zu ausgewählten Zielen unserer Reise geschrieben habe, findet.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch in Avignon gefallen? Seid Ihr selbst schon in der Provence unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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