Geocaching & Wandern: Der (Uracher) Wasserfallsteig

Die erste größere Wanderung, die wir in unserem Wanderurlaub auf der Schwäbischen Alb unternommen haben, führte uns nach Bad Urach zum Wasserfallsteig.

In diesem Beitrag zeige ich Euch, was uns an diesem Premiumwanderweg gefallen hat und was wir alles erlebt haben. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung.

 

 

Der Wasserfallsteig

In der Nähe von Bad Urach in einem kleinen Seitental startet der Premiumwanderweg Wasserfallsteig. Laut Deutschem Wanderinstitut, welches den Weg im Jahr 2019 mit 87 Erlebnispunkten ausgezeichnet hat, ist der Wanderweg 9,3 Kilometer lang. Am kostenpflichtigen Wanderparkplatz informiert eine Tafel über den genauen Verlauf und dass dieser Weg im Jahr 2016 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt wurde.

Es gibt unterschiedliche Angaben zur Länge: Laut dem Wegbetreiber hat der Wanderweg eine Länge von 10 Kilometern und es werden dabei 500 Höhenmeter überwunden. Interessanterweise finden sich unterwegs Wegmarkierungen mit 10 km …

… und welche mit 9,3 km, was ja dann schon wieder eine neue Angabe für die Länge des Weges ist.

Letztendlich ist es ja egal: Einigen wir uns darauf, dass der Premiumwanderweg Wasserfallsteig eine Länge zwischen neun und zehn Kilometern hat.

Mit Geocaches unmittelbar auf der Strecke sieht es eher mau aus: Wir können unterwegs nur die zwei Dosen, die ich Euch unten in der interaktiven Karte eingezeichnet habe, finden. Es gibt noch ein paar mehr, die jedoch bei unserer Wanderung entweder deaktiviert waren oder die wir nicht finden konnten. Mit einem kleinen Umweg kann auch noch ein Eartcache besucht werden.

Übrigens, mit Pausen, Geocaching und Fotografieren benötigten wir gute vier Stunden. Auf meinem GPS konnte ich nach unserer Wanderung 11,3 Kilometer und 435 Höhenmeter ablesen.

 

Vom Parkplatz zum Fuß des Wasserfalls

Kurz nach halb zehn Uhr erreichen wir den Wanderparkplatz, bezahlen am Automaten die Parkgebühr und schultern unsere Rucksäcke. Der Beginn des Wasserfallsteigs ist recht flach: Über einen breiten Fahrweg laufen wir in Richtung des Wasserfalls.

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Bach, der vom Wasserfall gespeist wird. Unser Weg verläuft nun parallel zu diesem Bach.

An manchen Stellen hat der Bach schon schöne kleine “Wasserfälle”.

An einer kleinen Kreuzung fällt mir dieses Schild ins Auge: Der Wanderweg ist für hochhackige Schuhe verboten!

Wir wechseln die Seite des Baches und wandern nun ein gutes Stück zwischen dem Bach und einer Viehweide.

Kurz danach steigt der Wanderweg etwas mehr an und wir kommen zum Ende des Tals, wo ich mich noch einmal umdrehe und in Richtung der Burgruine Hohenurach fotografiere.

Anschließend beginnt der Aufstieg entlang des Wasserfalls.

 

Hinauf zum Beginn des Wasserfalls

Von unten ist der Uracher Wasserfall schon gut zu sehen.

Wir gehen über einen kleinen Wanderpfad, der viele Treppenstufen enthält, entlang des Wasserfalls kontinuierlich nach oben. Dabei bekommen wir zwischen den Bäumen immer mal wieder einen schönen Blick auf den Wasserfall.

Wieder öffnet sich der Wald ein wenig. Von dort ist ein Teil des Wasserfalls zu sehen, der unter einem moosigen Felsvorsprung einen breiten “Teppich” aufspannt.

Wir folgen weiter den Treppen nach oben.

Nach einiger Zeit erreichen wir einen kleinen Aussichtspunkt mit einer Bank. Diese Stelle eignet sich, um sich den kompletten Wasserfall anzuschauen.

Laut Wikipedia stürzt der Wasserfall des Brühlbachs, dessen Quelle am Rande der Schwäbischen Alb entspringt, hier 37 Meter frei in die Tiefe, schlägt auf einer Kalktuffstufe auf und fließt weitere 50 Meter über ein steil abfallendes moosbewachsenes Kalktuffpolster ab. Da es schön längere Zeit recht trocken ist, führt der Wasserfall heute leider nicht so viel Wasser.

Nach dem Aussichtspunkt biegt unser Wanderpfad nach rechts ab und verläuft in einer großen Serpentine vorbei an der Felsstufe, über die der Brühlbach in die Tiefe stürzt.

Nach knapp 100 Höhenmetern erreichen wir ein kleines Plateau beim Beginn des Wasserfalls.

 

Über dem Wasserfall

Wir verlassen kurz den Wanderweg und laufen die paar Meter zu der Stelle, an der der Brühlbach über einen Felsen in die Tiefe stürzt.

Obwohl es gerade erst halb elf Uhr ist, haben sich hier oben schon recht viele Besucher eingefunden. Auf dem Plateau gibt es einen Biergarten mit Bänken und Tischen, der bei unserem Besuch jedoch noch nicht geöffnet hat.

Auch die Toiletten sind leider noch verschlossen …

 

Hinauf zur Albhochfläche

Wir gehen zurück zum Wanderweg und folgen den Markierungen über einen kleinen Wanderpfad weiter bergauf.

Einige Zeit später erreichen wir einen kleinen Aussichtspunkt mit Blick auf die große Felswand des Rutschenfelsens.

Wir folgen weiter dem gut ausgeschilderten Premiumwanderweg Wasserfallsteig nach oben.

Erst bewältigen wir ein paar kleine und steile Serpentinen und wandern dann an einer kleinen Felswand vorbei. An deren Ende verlasse ich kurz den Wanderweg und folge einem kleinen Pfad über den Felsen, der mich unter Zuhilfenahme meiner Hände auf einen Felsvorsprung führt, der mir diese tolle Aussicht ins Tal ermöglicht.

Ich gehe wieder zurück zum Wanderweg und folge der Beschilderung weiter nach oben. Dann lichtet sich der Wald …

 

Auf der Albhochfläche

Wir erreichen die Hochfläche und der Wanderweg wird merklich flacher. Der Wald öffnet sich und wir stehen vor einer offenen Wiesenlandschaft. Dort suchen wir den ersten Geocache des Tages: den Tradi Wer oder was rutscht hier?, den wir gut finden können.

Unser Wanderweg verläuft nun in einem großen Bogen um diese Wiesen. An einer Stelle wurde unmittelbar an der Abbruchkante eine Bank aufgestellt, die einen tollen Ausblick auf die umliegenden Hügel ermöglicht. Für eine Pause ist es uns aber noch zu früh!

Ich suche mir eine schöne Stelle im Sonnenblumenfeld, von der aus ich das kleine Fachwerkhäuschen fotografieren kann. Ist doch schön geworden, oder?

Kurze Zeit später kommen wir schon zum nächsten Aussichtspunkt, an dem ein Denkmal an Ernst Camerer erinnert, auf dessen Initiative die Gründung des Schwäbischen Albvereins, einem der ältesten Wandervereine in Deutschland, zurückgeht.

Wir wandern weiter und erreichen etwas später die Abzweigung zum Naturfreundehaus Rohrauer-Hütte, die aber heute geschlossen ist.

Nachdem wir das Naturfreundehaus hinter uns gelassen haben, biegen wir wieder in den Wald ein.

 

Vorbei am Fohlenhof

Über einen breiten Forstweg wandern wir leicht wellig durch den Wald. Nach kurzer Zeit öffnet sich dieser wieder und wir laufen am Waldrand entlang.

In der Ferne ist schon unser nächstes Ziel zu sehen, der Fohlenhof.

In einem großen Bogen wandern wir dorthin. Der Wasserfallsteig führt uns mitten durch den Fohlenhof, der aus vielen Gebäuden besteht.

Wir laufen am langgezogenen Stall vorbei …

… und verlassen den Hof an der anderen Seite.

 

Der Abstieg über den Güterstein-Wasserfall

Wir erreichen den Wald und unser breiter Forstweg geht wieder in einen schmalen Wanderpfad über. Über kleine Serpentinen wandern wir steil nach unten.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Kapelle Güterstein. Da es inzwischen viertel nach zwölf Uhr ist, verbringen wir auf der Bank vor der Kapelle unsere Mittagspause mit belegten Brötchen.

Die Kapelle wurde hier errichtet, um an ein ehemaliges und inzwischen abgetragenes Kloster zu erinnern, welches sich einmal hier befunden hat. In der Kapelle steht auf dem Altar ein schönes Tryptichon.

Nach der Mittagspause setzen wir unsere Wanderung fort und kommen zur ehemaligen pumpenbetriebenen Wasserversorgung, die die älteste der Schwäbischen Alb ist. Ab 1715 wurde der Fohlenhof damit mit Wasser versorgt. Die Anlage lief aber nur vier Jahre, bevor sie wegen einer Beschädigung außer Betrieb genommen wurde.

Anschließend steigen wir in kleinen und engen Serpentinen weiter steil nach unten. Einige Zeit später erreichen wir einen breiten Forstweg, der uns bequem ins Tal bringt.

Unten angekommen verlassen wir den Wald.

 

Über Streuobstwiesen zurück zum Parkplatz

Nachdem wir den Wald verlassen haben, wandern wir über einen schönen Wiesenpfad zwischen Obstbäumen hindurch. Dort kommen wir an einigen Tradis vorbei, wovon die meisten entweder deaktiviert oder für uns nicht zu finden sind. Einzig den DZSWW-Runde #3 Runder Berg können wir finden.

Einige Zeit später biegt unser Pfad rechts ab und wir gehen steil eine Wiese hinunter, auf der sich einige kleine Häuschen befinden.

Kurz vor dem Parkplatz stellen wir fest, dass der Durchgang durch einen Reiterhof wegen Corona gesperrt ist und wir deswegen einer ausgeschilderten Umleitung folgen müssen. Daher kommen wir auch nicht an einem weiteren Tradi vorbei. Gegen zwanzig vor zwei Uhr erreichen wir wieder unser Auto.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Wanderung entlang des Wasserfallsteigs bei Bad Urach sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon auf der Schwäbischen Alb unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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