Provence – Sightseeing & Geocaching in Orange

Nach 750 Kilometern Fahrt aus dem Saarland treffen wir am späten Nachmittag in Orange ein. Nachdem wir unser Auto auf dem hoteleigenen Parkplatz abgestellt haben, beginnt unser Provence-Urlaub.

Die eineinhalb Tage in Orange sind sehr kurzweilig – wir schauen uns die malerische Altstadt und die römischen Bauwerke an und lassen uns von einem LabAdventure und zwei Stadtmultis durch Orange führen. Kommt mit auf die virtuelle Reise …

 

 

Durch die Altstadt von Orange

Nach unserer Ankunft und dem Einchecken im Hotel unternehmen wir einen ersten Stadtbummel in die Altstadt. Unmittelbar vor unserem Hotel befindet sich das städtische Theater, an dem auch der Stadtmulti Orange, ville romaine beginnt.

Nachdem wir die Frage beantwortet haben, laufen wir einmal um das Theater herum.

Auf dem Gehsteig neben dem Theater fällt mit diese Plakette auf dem Boden auf, die an die römische Vergangenheit von Orange erinnert.

Bei den Römern hieß Orange Arausio und wurde wahrscheinlich vor oder während der Herrschaft von Kaiser Augustus, also kurz von Christi Geburt, gegründet. Wir biegen hinter dem Theater links in die Straße ein und stehen nur wenige Minuten später vor dem sehr gut erhaltenen römischen Theater.

Auf dem Weg zum Eingang kommen wir an dem Tradi Orange : Le Théatre Antique vorbei, den wir schnell finden und loggen können.

Da es inzwischen schon früher Abend ist, wollen wir das römische Theater morgen in Ruhe besichtigen. Daher biegen wir nach links in die malerische Altstadt von Orange ab.

Die schmale Gasse führt uns zu einem kleinen Platz, auf dem eine große Platane steht.

An den Seiten der Gassen befinden sich kleine Geschäfte. Diese Fassade einer Drogerie gefällt mir besonders gut!

Wir schlendern tiefer in die Altstadt hinein und kommen zu diesem Gourmetladen.

Wir schauen uns darin um und kommen mit dem deutschstämmigen Inhaber ins Gespräch. Er empfiehlt uns eine Gebäckspezialität, die hier zu Ostern angeboten wird, zu probieren. Sie wurde mit Orangen verfeinert und trägt den Namen “Brassadeaux” – hmmm, die ist echt lecker!

Nur ein paar Schritte weiter erreichen wir den Eingang der Kathedrale, die schon in den Jahren 1083 bis 1126 gebaut wurde. Wir schauen uns darin um.

In einem großen Bogen laufen wir nun wieder zum römischen Theater zurück. Unterwegs kommen wir am Rathaus vorbei, welches einen großen Uhrenturm trägt. Dieses Gebäude ist augenscheinlich neuer – es wurde “erst” 1671 gebaut.

Langsam beginnt unser Magen zu grummeln und wir schauen uns nach einem schönen Restaurant um. Wir werden bei “La Grotte d’Auguste” fündig und ich stelle Euch dieses Restaurant weiter unten in den Empfehlungen näher vor.

 

Orange am Abend

Nach dem Abendessen bummeln wir durch das nächtlich beleuchtete Orange zu unserem Hotel zurück. Das römische Theater ist besonders schön illuminiert.

Ich mache ein paar Fotos …

… und danach geht unser erster Urlaubstag auch schon zu Ende.

 

Die römische Vergangenheit von Orange

Nach einem guten und sehr reichhaltigen Frühstück am Buffet unseres Hotels brechen wir gut gestärkt zu unserem Stadtrundgang auf. Orange hat ein LabAdventure, welches die wichtigsten Sightseeing-Spots der Stadt vorstellt. Leider ist die Reihenfolge fest vorgegeben, was ich für touristische Labadventures total daneben finde. Da sich die erste Station am Stadtgründungsbogen von Orange befindet, ist der unser erstes Ziel. Schon von Weitem ist er gut zu erkennen.

Wir laufen einmal um den Bogen und beantworten die Fragen des Labcaches. Ebenfalls dort beginnt noch ein weiterer Stadtmulti, der Visite d’Orange, den wir bei der Gelegenheit gleich mit erledigen wollen. Nun wird es aufwenig, da wir zwei Multis und ein Labadventure parallel in zwei verschiedenen Apps spielen. Hier würde ich mir echt wünschen, dass Groundspeak endlich mal die LabAdventures vernünftig in die Geocaching-API und damit in die gängigen Geocaching-Apps integriert.

Nachdem wir uns die Bogen angeschaut haben und ich unzählige Bilder davon gemacht habe, laufen wir wieder zurück zum römischen Theater, welches wir nun als   ächstes besichtigen wollen.

In der Nähe des kleinen Bogens befindet sich der Eingang. Wir bezahlen den Eintritt und bekommen einen Audioguide, der uns in deutscher Sprache durch das Theater führt.

Das römische Theater von Orange gehört zu den am besten erhaltenen antiken Theatern weltweit. Manche behaupten sogar, es sei DAS am besten erhaltene überhaupt. In Orange ist die Rückwand fast komplett erhalten.

Auf die Statue von Kaiser Augustus, die im oberen Teil der Mitte steht, ist man besonders stolz. Vom Audioguide erfahre ich, dass der größte Teil solcher Statuen in Rom gefertigt wurde und dann zu den Aufstellpunkten geliefert wurden. Dabei ist der Kopf austauschbar, was ganz praktisch war, wenn ein neuer Kaiser an die Macht kam. Die Römer waren da echt clever!

Leider sind während unseres Besuches einige Teile des Theaters gespert, da sie gerade restauriert werden. Dennoch können wir durch einige Gänge gehen und bekommen einen Eindruck vermittelt, wie groß und monumental die römischen Bauwerke waren.

Nach gut einer Stunde im Theater verlassen wir es wieder.

 

Über die Colline Saint-Eutrope

Hinter dem römischen Theater befindet sich die Colline Saint-Eutrope, ein Hügel mit einer großen Parkanlage und tollen Aussichtspunkten. Der Zugang befindet sich recht unscheinbar links neben dem römischen Theater.

Wir schlendern durch eine enge Gasse und halten uns immer rechts. Nach wenigen Minuten kommt rechts eine steile Treppe, der wir nach oben folgen.

Danach halten wir uns weiter rechts und folgen einem kleinen Fußpfad in Serpentinen nach oben. Kurz bevor wir oben ankommen, suchen wir noch schnell den Tradi La colline : vue sur le théatre antique, den wir erst nach etwas Suchen finden können.

Nachdem wir oben wieder auf den Hauptweg stoßen, schlendern wir nach rechts zum Aussichtspunkt. Dort wacht die Jungfrau Maria über die Stadt.

Davor befindet sich ein Aussichtspunkt, mit …

… einem tollen Blick in das römische Theater und natürlich …

… über die malerische Altstadt.

Danach setzen wir unsere kleine Wanderung durch den Park in Richtung Süden fort. Es dauert nicht lange und wir erreichen den nächsten Aussichtspunkt.

Hier schauen wir nach Osten und können in der Ferne die markante Silhouette des Mont Ventoux sehen.

Eine Informationstafel weist auf die vielen kleinen Orte hin, die bekannt für Ihre Weine geworden sind. Wir laufen weiter und kommen nach wenigen Minuten zu einem weiteren Aussichtspunkt.

Auch hier haben wir eine tolle Sicht nach Osten zum Mont Ventoux und den vorgelagerten kleinen Hügeln.

Etwas weiter erreichen wir das Ende dieses weitläufigen Parks, wo wir noch schnell den Bonus : Arausio von unserem LabAdventure einsammeln wollen. Leider finden wir nur noch einen leeren Haken – die Dose ist wohl abhanden gekommen. Der freundliche Owner erlaubt uns einen Fotolog.

 

Das besondere Ende des Stadtmultis

Mit der kleinen Wanderung über die Colline Saint-Eutrope haben wir nun alles zusammen, was wir für die Lösung des Multis Orange, ville romaine brauchen. Wie im Listing geschrieben, befindet sich das Final gute 1,4 Kilomter südlich der Altstadt. Da wir genügend Zeit haben, wollen wir dorthin wandern. Auf dem Weg können wir noch den Tradi Saint Louis loggen. Danach folgt ein Abstieg vom Hügel in eine karge Sandgrube, die wir in der Mittagshitze durchwandern müssen.

An den Finalkoordinaten angekommen, stehen wir vor einen Tunneleingang. Das ist ja mal genau nach meinem Geschmack. Aus dem Hint erfahre ich, dass wir die Dose “drinnen” finden werden.

Der Tunnel hat eine Länge von etwa 300 Metern und ich kann überwiegend aufrecht stehen. Mit unseren Handylampen gehen wir hinein und können die Dose gut finden.

Das ist ja mal eine schöne Überraschung für einen Stadtmulti, die ich so gar nicht erwartet hätte. Der Tunnel wurde für einen Wasserkanal angelegt, der aber mittlerweile ausgetrocknet ist. Am Tunnelausgang loggen wir noch schnell den Tradi Tunnel sous la colline.

Für den Rückweg zurück zur Altstadt suchen wir uns einen schönen Wanderweg, der wieder über den Hügel verläuft. Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in der Altstadt, wo wir noch das Final des anderen Stadtmultis besuchen und uns dort ins Logbuch eintragen.

Nach einer gemütlichen Pause in einem Café und einem weiteren Bummel durch die Altstadt lassen wir den Abend im Restaurant “Gourmandises De L’Arausio” ausklingen.

 

Unsere Hotel- und Restaurant-Empfehlung für Orange

Für unsere beiden Übernachtungen haben wir uns das Hôtel Le Glacier (Provisionslink) gebucht, welches über einen kostenpflichtigen Privatparkplatz verfügt und unmittelbar am Rand der Altstadt liegt. Von dort können alle interessanten Ziele in Orange gut zu Fuß erreicht werden. Die Zimmer sind geräumig und das Bad sehr modern. Das Frühstück ist sehr reichhaltig und wurde bei uns in Buffetform angeboten. Für Frankreich recht unüblich gab es sogar Rührei mit Speck.

Für unser erstes Abendessen in Orange suchten wir uns das Restaurant “La Grotte d‘Auguste” aus, dessen Eingang sich in der mächtigen Felswand rechts vom römischen Theater befindet.

Der “Speisesaal” wurde in einer riesigen Felsgrotte eingerichtet.

Wir haben uns dort für das günstige Drei-Gänge-Menü entschieden und haben dabei eine kleine Flasche Wein (0,5l) bestellt. Wir waren mit dem Essen und dem Wein sehr zufrieden und würden bei einem weiteren Besuch in Orange jederzeit wieder dort einkehren.

Für unser zweites Abendessen haben wir uns einen Tisch im Restaurant “Gourmandises de l‘Aurausio” reserviert, weleches sich ebenfalls in der Nähe vom römischen Theater befindet. Auch dort wurde ein günstiges Drei-Gänge-Menü und ein Pichet (0,5l des eigenen Hausweins) angeboten.

Als Hauptspeise habe ich mir ein Cordon-Bleu bestellt, welches mit Chorizo und Käse gefüllt war. Das war ebenfalls sehr lecker.

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Tour durch Orange sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches und die Labcaches, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen. Bitte beachtet, dass alle Links zu Unterkünften und Hotels Provisionslinks sind.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unseren Besuch in der Provence. Unsere komplette Reiseroute findet Ihr im Überblicksbeitrag “8 Tage Autorundreise durch die Provence“, wo Ihr auch die Links zu den weiteren Detailberichten, die ich bereits zu ausgewählten Zielen unserer Reise geschrieben habe, findet.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch in Orange gefallen? Seid Ihr selbst schon in der Provence unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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