Geocaching-Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße

Während unseres Urlaubs im Chiemgau unternehmen wir mit unserem Cachemobil einen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße, die tolle Ausblicke auf die umliegenden Alpenriesen ermöglicht.

Auf der Strecke gibt es viele Geocaches und ein LabAdventure. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe unternehmen wir einen kleinen Spaziergang hinunter zum Gletschersee. Kommt mit auf die virtuelle Reise in Herz der Österreichischen Alpen …

 

 

Die Großglockner Hochalpenstraße

Von unserer Unterkunft in Unterwössen fahren wir knapp zwei Stunden mit dem Auto zur Mautstelle in Ferleiten. Die Großglockner Hochalpenstraße kostet Maut: Für das Tagesticket für unseren PKW bezahlen wir 37,50 €. Die Preise richten sich nach dem Fahrzeug. So ist ein Elektroauto derzeit um 10€ günstiger. Insgesamt fahren wir von der Mautstelle über die Edelweißspitze bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und wieder zurück knapp 80 Kilometer. Mit unserem kleinen Spaziergang und vielen Fotostopps verbringen wir gute sieben Stunden auf der Hochalpenstraße. Auf der Strecke liegen einige Tradis und zwei Earthcaches. Da ich vor unserer Tour vergessen habe, die Geocaches herunterzuladen, beschränken wir uns bei unserem Besuch auf das LabAdventure, welches aus fünf leicht zu erreichenden LabCaches besteht und suchen, als wir zwischendurch mal eine gute Internetverbindung haben, zwei Tradis.

An dieser Hochalpenstraße wurde fünf Jahre gebaut und sie konnte 1935 eröffnet werden. Die Straße ist von Mai bis Anfang November geöffnet. Näheres zu den Öffnungszeiten und den Ticketpreisen findet Ihr auf der Webseite der Großglockner Hochalpenstraße.

 

Hinauf zum Fuscher Törl

Kurz vor elf Uhr passieren wir die Mautstelle in Ferleiten. Sie liegt auf etwa 1200 Metern über dem Meeresspiegel. Die Straße ist gut ausgebaut und das Fahren in dieser tollen Landschaft macht mir heute so richtig Spaß. Nach kurzer Zeit kommen die ersten Kehren, die mit meinem breiten VW Touareg recht gut zu fahren sind. An einem der kleinen Parkplätze an der Strecke ist eine Parkbox frei und so machen wir den ersten Stopp des Tages. Das Wetter ist sonnig und die Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge grandios.

Ich schaue nach links in Richtung des Alpenhauptkamms und sehe, dass die Spitzen der hohen Berge unter Wolken verborgen sind. Scheinbar ziehen von der anderen Seite Wolken auf, die sich wie ein großer Teppich über die Bergspitzen legen.

Wir fahren weiter und nun geht es in vielen Serpentinen ordentlich nach oben. Auf etwa 2200 Meter Höhe halten wir erneut in einer kleinen Parkbucht an und ich schaue zurück: Hier wurde richtig Aufwand getrieben, um diese Straße zu errichten. Es wurden Brücken gebaut …

… und an manchen Stellen die Fahrspur aus dem Felsen heraus gesprengt.

Nach der kleinen Pause fahren wir weiter nach oben, es folgt wieder eine Strecke mit vielen Kehren.

Ich suche mir einen kleinen Parkplatz, von dem aus ich die Serpentinen, die gerade hinter uns liegen, überblicken kann.

Das Fahren hier oben macht mir großen Spaß. In kurzen Abständen gibt es kleine Parkbuchten und größere Parkplätze, an denen wir einen Fotostopp einlegen können. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich.

 

Am Fuscher Törl

Ein paar Minuten später erreichen wir den ersten Pass auf dieser Straße: das Fuscher Törl. Hier stellen wir unser Auto ab und spazieren zunächst hinüber zu dem kleinen Gebäude aus Stein, welches eine Gedenkstätte für die beim Bau der Straße umgekommenen Arbeiter ist. Dort befindet sich auch der erste Labcache, der zum LabAdventure Großglockner Hochalpenstraße gehört. Die Frage können wir schnell und einfach beantworten.

Das kleine Steingebäude hat ein Fenster, durch das wir einen tollen Blick auf die gegenüberliegenden Berge erhaschen können.

Danach wechseln wir die Straßenseite und laufen zum dem kleinen Kiosk hinauf. Dort decken wir uns zunächst mit Brezeln und Landjägern ein, bevor wir eine weitere Treppe zum Aussichtspunkt hinaufsteigen. Von dieser Stelle haben wir diese Mal einen tollen 360° Blick auf die umliegenden Berge.

Eine Informationstafel zeigt uns, was wir wo sehen können.

Vom Parkplatz am Fuscher Törl können wir hinüber zur Edelweißspitze schauen. Gerade scheint dort wenig los zu sein und so beschließen wir, noch einmal umzudrehen und zur Spitze hinaufzufahren …

 

Hinauf auf die Edelweißspitze

Als wir zunächst an dieser Abzweigung vorbeigekommen sind, zeigte die Informationstafel an, dass der Parkplatz oben auf der Edelweißspitze überfüllt sein soll, weshalb wir weiter zum Fuscher Törl gefahren sind. Da nun weniger los zu sein scheint, drehen wir um und versuchen unser Glück. In engen Serpentinen fahren wir nach oben zum höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße auf 2571 Metern. Wir haben Glück: Gerade als wir dort oben ankommen, fährt ein Auto vom Parkplatz und wir parken auf dem jetzt freigewordenen Platz. Danach steigen wir die Treppen zum Aussichtsturm hinauf und beantworten oben die Frage des zweiten Labcaches. Anschließend genießen wir die traumhafte Aussicht.

Den Großglockner können wir leider nicht sehen, da seine Spitze von einer Wolke verdeckt wird. Dank des Informationsschildes können wir jedoch ermitteln, wo er sich befinden müsste ;-)

Neben dem Parkplatz befindet sich eine Berghütte, an der zur Mittagszeit derzeit recht viel los ist. Da wir gerade erst unsere Brezeln gegessen haben, beschließen wir unsere Fahrt wieder fortzusetzen.

 

Weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Wir fahren weiter in Richtung Heiligenblut und biegen, nachdem wir auf der anderen Seite bis fast auf 1900 Metern herunter gefahren sind, in die Seitenstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ab, die wir nach knapp 10 Kilometern erreichen. Wir parken dort kostenlos in einem großen Parkhaus. Für mich ist es schon überraschend zu sehen, was hier alles in den Berg gebaut wurde: ein gigantisches Besucherzentrum mit Parkhaus.

Vor dem Parkhaus beantworten wir die Frage des dritten Labcaches an einer Kunstinstallation. Danach möchten wir uns etwas die Beine vertreten und spazieren den alpinen Steig hinunter zur “Talstation” der historischen Standseilbahn.

Von dort haben wir einen schönen Blick auf den Gletschersee der Pasterze.

Über die letzten Jahrzehnte ist der Gletscher ziemlich zusammengeschmolzen. In der Ferne ist seine Abbruchkante gut zu sehen.

Während des Abstiegs kommen wir der Standseilbahn so nahe, dass ich sie fotografieren kann.

Ihre Kabinen sind mittlerweile in die Jahre gekommen – sie funktioniert aber noch tadellos.

Leider hat sich der Talkessel mittlerweile ziemlich zugezogen, nur ab und an geben die Wolken einen kleinen Blick auf die schneebedeckten Alpenriesen frei.

Da der Abstieg recht steil ist, entscheiden wir uns dafür mit der Standseilbahn wieder nach oben zu fahren. Da wir noch Zeit haben, wollen wir noch einen kleinen Spaziergang über den Panoramaweg vorbei an der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte hinüber zum Kaiser Franz-Josef Haus, einer Berghütte, machen.

Die Beobachtungswarte hat schon eine beeindruckende Position auf einem kleinen Bergvorsprung.

An der Hütte machen wir eine kleine Pause und gönnen uns eine Leberknödelsuppe und etwas Süßes zum Nachtisch. Anschließend spazieren wir mit Blick auf die Pasterze wieder zurück.

Und schon wieder Glück haben wir Glück: Etwas oberhalb von unserem Weg schaut gerade ein Murmeltier aus seiner Höhle heraus.

Danach gehen wir zurück ins Parkhaus und treten die Rückfahrt an.

 

Geocaching auf dem Rückweg

Auf dem Weg zurück zur Mautstelle in Ferleiten wollen wir wenigstens noch ein bis zwei richtige Geocaches suchen. Leider habe ich hier oben Probleme mit meiner O2-Mobilfunkanbindung. Zumindest zwei Dosen bekomme ich heruntergeladen. Die erste befindet sich an einem Parkplatz unterhalb des Kaiser Franz-Josef Hauses.

Dort suchen wir den Tradi Murmelcache, den wir nach einigem Suchen finden können. Obwohl offiziell verboten, parken dort viele Wohnmobile. Denen fällt auf, dass wir etwas suchen und so kommen wir ins Gespräch. Der Platz bietet sich zum Übernachten einfach an, da in der Nähe ein Kiosk und der Blick in Tal atemberaubend ist.

Anschließend fahren wir die Serpentinen hinunter und parken in Kehre 3 an einem Stausee. Dort suchen wir den Tradi Auf Spurensuche, den ich recht schnell finden kann. Von der Dose aus habe ich diesen schönen Blick.

Wir fahren zurück zur Abzweigung und anschließend wieder den Berg hinauf in Richtung der Mautstelle Ferleiten.

 

Am Hochtor

Für unser LabAdventure fehlen uns nur noch zwei Labcaches. Der eine befindet sich am Eingang zum Tunnel am Hochtor.

Davor kann ich gut parken und mache noch schnell am Schild ein kleines Erinnerungsselfie.

Inzwischen ist es windig und kalt geworden. Daher setzen wir schnell unsere Fahrt wieder fort.

 

Am Tauernfenster

Nur wenige Kilometer hinter dem Tunnel befindet sich der Parkplatz Tauernfenster. Dort beantworten wir die Frage des letzten noch fehlenden Labcaches und beenden damit unser LabAdventure erfolgreich. Um den Earthcache, der sich dort befindet, zu lösen, ist es uns zu kalt und windig, da diese Stelle mittlerweile im Schatten liegt.

So mache ich nur ein paar Fotos vom Ausblick …

… und wir setzen unsere Rückfahrt fort!

 

Zurück ins Tal

Es dauert nicht lange und wir erreichen den großen Parkplatz rund um das Fuscher Törl.

Dort halte ich noch einmal an und mache aus dem Fenster heraus ein paar Fotos. Aussteigen möchte ich wegen dem eisigen Wind auf der Schattenseite des Berges nun nicht mehr.

Wir passieren den Pass und kommen wieder auf die Sonnenseite. Dort halte ich noch mehrmals an, um zu fotografieren.

Nun geht es wieder die vielen Serpentinen nach unten.

Dort fallen mir zwei langsame Audis auf, die an den Rädern diverse Anbauteile haben und auf der Rückseite ein großes Schild mit “Vorsicht Bremstest”. Die Hochalpenstraße ist bei den Autobauern sehr beliebt, da hier neue Modelle unter Extrembedingungen getestet werden können.

Um 17:40 Uhr erreichen wir wieder die Mautstelle in Ferleiten und verlassen die Großglockner Hochalpenstraße. Damit neigt sich eine tolle Roadtour mit grandiosen Ausblicken ihrem Ende zu. Vor uns liegen jetzt nur noch knapp zwei Stunden Rückfahrt in den Chiemgau …

 

Die interaktive Karte unseres Roadtrips

Auf der folgenden interaktiven Karte könnt Ihr nochmal den Verlauf unseres Roadtrips über die Großglockner Hochalpenstraße sehen. Die Karte ist interaktiv – mit einem Klick auf die Geocaches bekommt Ihr weitere Informationen und könnt das Listing öffnen. Unseren Parkplatz, den genauen Verlauf der Bergtour und die Geocaches unterwegs habe ich Euch ebenfalls eingezeichnet.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

** ** ** ** ** **

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Tourenwoche im Chiemgau. Den Übersichtsbeitrag mit den Links zu den Detail-Artikeln findet Ihr unter “Eine Woche Geocaching, Bergtouren und Sightseeing im Chiemgau“.

** ** ** ** ** **

Wie hat Euch mein Beitrag über unsere Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße gefallen? Wäre die auch etwas für Euch? Welche Touren könnt Ihr empfehlen, die gut aus dem Chiemgau gemacht werden können? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

2 Kommentare:

  1. Genau diese Tour habe ich gemacht auf dem Weg zum

    12. VILLACHER CITO von kiaw33

    am Samstag, 18.10.2021, 11 Uhr,
    im Nationalpark Dombratsch.

    Über das Cito wurde auch im Rahmen des wöchentlichen GC Newsletter berichtet.

    Der Lab Cache und der Multi in Fusch selbst sind ebenso erfahrbar, wie verkaufbar.

    Den Lab zu den Wasserfällen, der kurz vor der Mautstelle Ferleiten, beginnt, haben wir rechts liegen lassen, und uns auf die Earthcaches und die Tradis konzentriert und an jeder möglichen Parkbucht angehalten, um die Ruhe und das Bergpanorama zu geniessen, während rote Oldtimer Porsche Traktoren den Pass hoch- und runterfahren.

    Was mir aufgefallen ist: Alle, denen wir begegnet sind, hatten gute Laune.

    Einige Caches, und gerade die an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sind in die Jahre gekommen. Wir haben vor Ort versucht, zu reparieren, Logbuch zu erneuern/beizulegen.

    Wartungsstau?

    Der Cache an der Edelweisspitze ist dafür voll in Ordnung: Grösse Tupperbox, fair versteckt, Logbuch trocken, Sachen zum Tauschen drin.

    Der Cache an/in der Raupe am Stausee hat uns gefallen. Der Hint mit der Schraube stimmt nicht mehr so ganz und hier haben wir eine weitere Möglichkeit hinterlassen.

    An dem Earthcache ein paar Meter weiter mit den zu einem Tor aufgerichteten Stelen herrschte eine idyllische Ruhe.
    Bis zwei DEUTSCHE Motorradfahrer meinten, in den Steinkreis einzufahren, und mit den Maschinen zu posen.

    Wir hatten nicht so ein nebelfreies Wetter, aber haben die Fahrt und die Cachesuche genossen u d können das Schwärmen über diese Strecke mehr als verstehen.

  2. Eine schöne Tour. Vielen Dank für die Bilder und den Bericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.