Wandermulti: 4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel

Am letzten Samstag wanderte ich alleine den Geocaching-Klassiker „4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel”, der durch die an den Pfälzerwald angrenzenden Nordvogesen verläuft. Wie der Name schon andeutet, gibt es unterwegs einige Burgruinen, Seen, Felsen und eine Kapelle zu sehen. Unterwegs gibt es eine stattliche Anzahl Tradis zu suchen.

Besonders begeistert hat mich die Burgruine Falkenstein, die mich mit in den Fels gehauenen Kammern, einem bizarren Fels und einer grandiosen Aussicht überrascht hat. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Der Wandermulti “4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel”

Meiner Meinung nach gehört der Wandermulti 4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel zu den Klassikern im Pfälzerwald. Er wurde schon vor über dreizehn Jahren vom KaPsTeam gelegt und ist (mit etwas Intuition) heute immer noch spielbar. Naja, genau genommen liegt die Wanderung nicht im Pfälzerwald, sondern in den angrenzenden Nordvogesen. Startpunkt ist der im Listing angegebene kostenlose Wanderparkplatz am Hanauer Weiher.

Bei diesem Geocache ist nur der erste Startpunkt gegeben. Alle weiteren müssen unterwegs (mit einer Ausnahme) an Ablesestationen berechnet werden. An Station vier wurde ursprünglich eine Plastikbox mit einer Zahl versteckt. Die Box ist jedoch inzwischen abhanden gekommen. Trotzdem ist der Multi auch heute noch gut machbar …

Der Wandermulti verläuft über markierte Wanderwege. Am Startpunkt folgt man dem roten Ring. Kurz vor Station fünf wechselt man auf den blauen Punkt und später auf das blaue Kreuz. Um die Wege einfacher zu finden, sind einige Referenzpunkte im Listing angegeben.

Die Tour ist mit 16 Kilometern und fünf Stunden angegeben. Wegen der vielen Tradis und der Berechnung der jeweiligen Stationen und meiner ausgiebigen Besichtigung der Burgruine Falkenstein bin ich damit jedoch nicht hingekommen.

Ich war knapp sechs Stunden unterwegs und habe dabei etwa 19 Kilometer und 500 Höhenmeter zurückgelegt. Die längeren steilen Anstiege befinden sich alle in der letzten Hälfte der Tour. Ihr solltet also Eure Kräfte einteilen ;-)

 

Vom Hanauer Weiher zur Burgruine Waldeck

Ich erreiche kurz nach 10 Uhr den Wanderparkplatz am Hanauer Weiher, schultere meinen Rucksack und starte mein GPS. Danach folge ich dem kleinen Wanderpfad, der mit dem roten Ring markiert ist.

Bis zu einer kleinen Straße verläuft mein Weg ganz eben. Unterwegs logge ich einen Tradi der TRES-TABERNAE-Serie, den ich dank des Spoilerbildes gut und schnell finden kann. Ich muss ein kurzes Stück der Straße folgen, bis mir die Markierungen zeigen, dass ich nun rechts abbiegen muss. Mein Pfad führt mich über eine Wiese, von wo ich den Turm der Burgruine Waldeck sehen kann.

Auf der Wiese steht ein Kreuz, an dem ich leicht die gesuchte Information für meinen Wandermulti ablesen kann. Damit berechne ich die Koordinaten der zweiten Station. Danach folge ich weiter den Markierungen und laufe durch eine kleine Ansiedlung und weiter zu einer Wegkreuzung, wo der Weg zur Burgruine abzweigt. Leider muss ich feststellen, dass die Burgruine derzeit gesperrt ist. Schade …

Daher verzichte ich auf einen Besuch der Burgruine und setze meine Wanderung fort.

 

Rund um die Erbsenfelsen

Es geht nun leicht den Berg hoch und ich biege rechts in einen breiten Forstweg ein. Ein Schild weist mir den Weg zu den Erbsenfelsen. Unterwegs kann ich noch einen weiteren Tradi der TRES-TABERNAE-Serie loggen. Dann erreiche ich die riesige Felswand der Erbsenfelsen. Leider scheinen auch die zur Zeit gesperrt zu sein, was mich etwas wundert. Im Pfälzerwald dauern die Felssperrungen normalerweise nur bis zum 1. Juli. Keine Ahnung, warum die Felsen hier immer noch gesperrt sind?

Der breite Forstweg läuft einmal um das komplette Felsmasiv. In der Kurve biegt ein kleiner Pfad ab und verläuft unmittelbar hinter den Felsen vorbei. Da hier kein Verbotsschild zu sehen ist, folge ich diesem ein wenig.

Es ist schon beeindruckend zu sehen, was die Natur hier für bizarre Formen geschaffen hat.

An manchen Stellen ist die Felswand recht dünn und trägt darüber ein großes Gewicht. Wie lange das wohl noch gut geht?

Das für mich Beeindruckendste ist jedoch das große Felsentor mitten im Felsmassiv. Leider finde ich keinen Platz mit einer freien Sicht auf das Tor, um ein vernünftiges Foto machen zu können.

Auf den Erbsenfelsen ist noch ein 4.5/4.5 Tradi gelistet. An den Koordinaten angekommen, habe ich keine Idee, wo der sich befinden soll. Da ich nicht klettern will, verzichte ich auf die Suche …

 

Hinunter zum Erbsenweiher

Ich folge weiter über breite Forstwege dem roten Ring. In einer Kurve komme ich zu einem kleinen Aussichtspunkt. Ich klettere auf den Felsen und kann Folgendes sehen.

Naja, da habe ich aber schon bessere Aussichtspunkte gesehen. Auf dem Weg nach unten logge ich einen weiteren Tradi der TRES-TABERNAE-Serie, die dank Spoilerbild alle gut und schnell zu finden sind. Am Ende des Forstwegs überquere ich eine kleine Straße und biege in einen Wanderpfad ein, der mich an einem Weiher vorbeiführt.

An einer Kreuzung piepst mein GPS.

 

Ein kleiner Abstecher zur Kapelle

Hier muss ich kurz die Wanderroute verlassen und einen kleinen Abstecher zu einer Kapelle machen, wo ich wieder eine Information für meinen Wandermulti ablesen kann. Dazu laufe ich 200 Meter durch einen schönen Nadelwald.

Kurze Zeit später erreiche ich die Kapelle. Die Information ist schnell gefunden.

Ich werfe noch schnell einen Blick ins Innere …

… und gehe dann wieder zur Kreuzung zurück. Dabei vergesse ich den Tradi in der Nähe der Kapelle zu suchen. Naja, man muss ja nicht jede Dose loggen, oder?

 

Ein weiterer Abstecher zur Grotte du Erbsenthal

Schon eine Kreuzung weiter verlasse ich erneut die Wanderroute und mache einen Abstecher zur Grotte du Erbsenthal.

Dort angekommen, finde ich ein paar kleine Höhlen, die alle gut ohne Taschenlampe anzuschauen sind.

Auf dem Dach der einen befinden sich die Koordinaten der vierten Station, die ich berechnet habe. Die Stelle passt auch zum Spoilerbild aus dem Listing. Hier soll ich nach einer Plastikbox mit einer Zahl suchen. Leider kann ich sie absolut nicht finden. An dieser Stelle habe ich mit O2 keinen Handyempfang. In den gespeicherten Logs kann ich jedoch lesen, dass die Box wohl schon lange verschwunden ist. Also gehe ich zur Kreuzung zurück und folge weiter dem roten Ring.

An einer Lichtung suche ich mir einen Baumstamm zum Sitzen und mache erstmal meine Mittagspause. Dabei schaue ich mir das Listing nochmal genau an und überlege, wo wohl die nächste Station sein könnte. Nach meiner Einschätzung gibt es nur eine wahrscheinliche Stelle. Ich spiele etwas mit den Koordinaten herum und komme zu dem Schluss, dass die Zahl in der verschwundenen Box wohl ziemlich nahe an der 500 gewesen sein muss. Mit dieser Hypothese setze ich meine Wanderung fort.

 

Hinauf zur Burgruine Rothenbourg

Am Ende des Forstwegs erreiche ich eine Straße und folge ihr nach links. Nur wenige Schritte weiter komme ich zu einem Wanderparkplatz. Hier verlasse ich die mit dem roten Ring markierte Route und folge nun dem blauen Punkt. Ich steige in sehr kleinen und steilen Serpentinen hinauf zur Burgruine Rothenbourg. Auf einem mächtigen Sandsteinfelsen sind noch ein paar Überreste von Mauern zu sehen.

An einer Stelle wurde ein kleiner Raum angebaut.

Ich hoffe dahinter eine Treppe nach oben zu finden, werde jedoch enttäuscht. In der Nähe der von mir berechneten Koordinaten finde ich jedoch die fünfte Station – damit kann ich nun meinen Wandermulti fortsetzen.

 

Weiter zur nächsten Burgruine

Von der Burgruine laufe ich über einen schmalen Pfad hinunter zum Referenzpunkt und folge ab dort dem breiten Forstweg. Zu Beginn ist er eben und am Ende absteigend.

Er mündet in eine geteerte Forststraße, der ich nun nach rechts folge. An einer Kreuzung kurz vor dem Wanderparkplatz finde ich einen kleinen offenen Bunker. Drinnen ist er leider komplett zugemüllt. Vom Aufbau her würde ich auf einen kleinen Unterstand für eine PAK tippen.

Hier biege ich ab, laufe am Wanderparkplatz vorbei und folge dem breiten Forstweg durch einen schönen bemoosten Nadelwald.

Am Ende wird mein Weg schmäler, geht in einen Pfad über und steigt steil an. Nach einigen Höhenmetern und Serpentinen erreiche ich den Eingang zur Burgruine Falkenstein.

 

Die Burgruine Falkenstein

Der Besuch der Burgruine ist kostenlos und soweit ich sehen kann, ist sie rund um die Uhr geöffnet. Ein Warnschild weist mich auf herabfallende Steine und auf Absturzgefahr hin.

Ich durchschreite das erste Tor und betrete die Burg. An vielen Stellen finde ich Informationstafeln, die erklären, was früher einmal an der jeweiligen Stelle war.

Mein Weg läuft einmal um den Felsen herum und bringt mich zur Rückseite der Burg. Dort gibt es ein zweites Tor zum Burghof.

Gleich hinter dem Tor befindet sich die Treppe zur Oberburg, zu der ich nun hinauf steige.

Auf dem Weg nach oben zweigen auf der rechten Seite mehrere Wege ab. Der erste bringt mich in ein großes gemauertes Gebäude, von dem heute nur noch die Mauern stehen.

Ich folge weiter dem Weg nach oben.

Für mich schaut es aus, als ob der Weg nach oben aus dem weichen Sandstein herausgehauen wurde. Eine Felskluft wird mit einer Brücke überwunden.

Auf der Oberburg angekommen, schaue ich mich erst einmal um – Wahnsinn, was für eine grandiose Rundumsicht!

Die Oberburg ist schmal und sehr lang. Ich laufe zum höchsten Punkt am anderen Ende hinüber.

Dort wurde vom Club Vogesien ein Aussichtspunkt eingerichtet, an dem eine Metalltafel zeigt, was ich in der jeweiligen Richtung sehen kann. Nachdem ich mich ausgiebig umgeschaut habe, trete ich den Rückweg nach unten an.

Gleich neben der Burgruine Falkenstein befindet sich noch eine weitere Burgruine: die Burgruine Helfenstein. Als ich dort ankomme, bin ich etwas enttäuscht: Außer einem mächtigen Sandsteinfelsen gibt es dort nicht mehr viel zu sehen.

Ich laufe wieder zurück zum breiten Forstweg und folge den Markierungen.

 

Hinunter zum Lieschbach Weier

Von der Burgruine laufe ich hinunter zum Lieschbach Weiher. Dort logge ich an einer Picknickbank einen Tradi und laufe einmal um den Weiher herum.

Auf der anderen Seite finde ich diesen Steg, von dem aus ich herrlich über den Weiher blicken kann.

Gegenüber vom Steg suche ich den Tradi 4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel (Bonus), der zu meiner Überraschung offen für alle ist, damit also nicht wirklich einen Bonuscache darstellt.

 

Zurück am Hanauer Weier

Danach folge ich weiter der Markierung blaues Kreuz zurück zum Hanauer Weiher. Dabei muss ich die letzte Steigung der Tour überwinden. Nach den Tradis, die etwas vom Weg entfernt liegen, schaue ich nicht mehr. Am Weier angekommen, mache ich noch zwei Fotos: Zum einen den Blick über den Weiher hinüber zur Burgruine Waldeck …

… und zum anderen den Blick über den See hinüber zu den Erbsenfelsen. Wenn Ihr genau hinschaut, so könnt Ihr auf der linken Seite der Felswand das riesige Felstor sehen.

Von dieser Stelle sind es nur noch wenige Schritte bis zum Parkplatz.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf  meiner Geocaching-Tour entlang des Multis „4 Ruins, 3 Lakes, 2 Rocks and 1 Chapel” sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert und der Weg zum Final aus dem Track entfernt.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald oder in den angrenzenden Nordvogesen unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Vielen Dank für den schönen Bericht, die vielen Fotos und die virtuelle Mitnahme auf diese sehr schöne Wanderung.

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