Wandermulti: Keep on rockin’ – Maimont

Am letzten Wochenende wanderten saarzwerg und ich erneut einen Multi der Owner Klawitters im Pfälzerwald, bei dem wir den geschichtsträchtigen Gipfel des Maimont erklommen und die beeindruckende Burgruine Blumenstein besucht haben.

Neben diesem tollen Multi liegen noch drei Tradis und ein weiterer Multi auf der Strecke. Mit Umwegen können sogar noch zwei weitere Multis gesucht werden. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung durch den Pfälzerwald …

 

 

Der Multi Keep on rockin’ – Maimont

Inzwischen sind wir fast alle längeren Wandermultis der Owner Klawitters im Pfälzerwald gewandert. Aber einer hat uns bisher noch gefehlt: der Keep on rockin‘ – Maimont. Er ist im Listing mit 8,5 Kilometern angegeben. Der Multi besteht aus drei Ablesestationen und einem Final. Ein passender Wanderparkplatz ist unter den Wegpunkten zu finden. Als wir dort am Sonntag recht spät für unsere Verhältnisse ankommen, ist der Parkplatz fast noch leer. Dort finden wir eine kleine Informationstafel, die uns eine gute Übersicht über das Wandergebiet vermittelt.

Da die Tour recht kurz ist, schaute ich bei der Vorbereitung dieser Tour, was wir noch „mitnehmen“ könnten. Daher habe ich gleich zu Beginn noch einen Aussichtspunkt auf dem Schanzberg eingebaut. Bei unserer Tour waren wir mit einer großzügigen Mittagspause, den Geocaches, Fotografieren und einer ausgiebigen Besichtigung der Burgruine Blumenstein ziemlich genau viereinhalb Stunden unterwegs. Am Ende hatte ich 10,1 Kilometer und 380 Höhenmeter auf meinem GPS. Die Geocaches auf der Strecke konnten wir alle gut finden. In der interaktiven Karte weiter unten findet Ihr den genauen Verlauf unserer Wanderung und könnt dort auch den zugehörigen Track herunterladen.

 

Aufstieg auf den Schanzberg

Vom Parkplatz laufen wir über eine kleine Brücke in den Wald hinein und biegen dann nach links in einen breiten Waldweg ein. Dem folgen wir bis zur übernächsten Abzweigung, wo wir rechts einbiegen und den Aufstieg auf den Schanzberg beginnen. Dieser Teil unserer Wanderung ist nicht markiert. Wir wandern nach unserem vorbereiteten GPS-Track. Daher schaue ich auch regelmäßig auf mein GPS-Gerät. Nach einiger Zeit biegen wir links in einen kleinen und leicht zu übersehenden Pfad ein. Nun geht es recht steil nach oben und wir gewinnen schnell an Höhe.

Nach etwa zwanzig Minuten erreichen wir den Grat. In wenigen Hundert Metern Entfernung ist ein Aussichtspunkt eingezeichnet. Den wollen wir uns anschauen, auch wenn wir wissen, dass wir anschließend den selben Weg wieder zurücklaufen müssen.

Also folgen wir dem Pfad über die Felsen, bis es nicht mehr weiter geht. Naja, die Aussicht ist dort eher bescheiden. An einer Stelle können wir über die Hügel des Pfälzerwaldes schauen. Aber ob sich der Umweg lohnt, dass müsst Ihr selbst entscheiden.

Anschließend drehen wir um und laufen wieder über die Felsen bis zur letzten Abzweigung zurück.

Wir folgen nun dem Pfad, der recht schnell in einen breiten Forstweg übergeht, immer weiter über den Bergrücken. Dieser Teil des Weges ist ohne größere Steigungen und ideal um sich etwas von dem ersten Aufstieg zu erholen.

 

Aufstieg auf den Maimont

Nach einem knappen Kilometer kommen wir zu einer großen Kreuzung. Vor uns sehen wir einen steilen Hang, der schon zum Maimont gehört. Zunächst umgehen wir diesen auf der rechten Seite auf einem breiten Forstweg.

Wir folgen dem Forstweg leicht absteigend über einen knappen Kilometer, bis wir eine große Kreuzung sehen können. Noch vor dieser Kreuzung zweigt links ein kleiner Bergpfad ab, der mit „Friedenskreuz“ beschildert ist. Hier beginnt der mitunter recht steile Aufstieg auf den Maimont.

In kleinen und engen Serpentinen kämpft sich der Pfad den Hang hinauf. Leider ist das Wetter inzwischen recht schwül geworden und ich merke, wie mir der Schweiß aus den Poren rinnt. Mitten im Aufstieg fällt mir an der Seite eine eigenwillige Konstruktion auf.

Aus den Schildern, die auf einen militärischen Sicherheitsbereich hinweisen, wurde hier ein kleiner Schutz für einen Wasserablauf gebaut. Eine wirklich interessante Verwendung für diese Schilder! Wir folgen weiter den Serpentinen bis wir den Bergrücken erreicht haben. Für den Aufstieg benötigen wir zwanzig Minuten. Danach wird der Wanderpfad recht eben und läuft an ein paar schönen Felsformationen vorbei.

Da es inzwischen schon Mittag ist, suchen wir uns eine schöne Stelle zwischen den Felsen für unsere Mittagspause. Bei etwas Rotwein und ein paar belegten Baguettes lassen wir es uns gut gehen.

Gleich gegenüber von unserem Sitzplatz ragt eine Felsnadel in die Höhe.

Nach einer guten halben Stunde Pause packen wir wieder unsere Rucksäcke und wandern weiter. Nach einem kurzen Anstieg wird es wieder flacher und wir laufen weiter über den Bergrücken.

An einer Stelle, wo der Pfad zwischen ein paar Felsbrocken hindurch läuft, hat jemand ein paar Steinmännchen aufgebaut.

Hier oben ist es echt idyllisch. Wir laufen weiter, bis sich der Wald lichtet.

 

Am Friedenskreuz

Wir kommen an einem Baum vorbei, an dem ein Schild an die Schlacht zwischen französischen und deutschen Truppen erinnert.

In der Morgendämmerung am Pfingstmontag, dem 13. Mai 1940, griff die Wehrmacht die französischen Gebirgsjäger auf dem Maimont an. In einem für beide Seiten sehr verlustreichen Kampf gelang es den deutschen Truppen am Ende diesen strategisch bedeutsamen Gipfel einzunehmen. Allen Gefallenen zu Ehren und als Mahnung für künftige Generationen wurde auf einem kleinen Felsvorsprung ein Friedenskreuz aufgestellt.

In der Nähe des Kreuzes befindet sich die erste Ablesestation unseres Multis. Der Aufstieg über die kleine Leiter wird mit einem tollen Ausblick belohnt. In die eine Richtung sind Dörfer zu sehen …

… und in die andere die bewaldeten Hügel des Pfälzerwaldes.

Nachdem wir alle notwendigen Informationen notiert haben, setzen wir unsere Wanderung fort. Am Fuß des Felsens suchen wir noch schnell den Tradi Felsenland Pfalz: Friedenskreuzfels, den wir rasch finden können.

Danach steigen wir über einen schmalen und recht zugewachsenen Pfad etwas ab und folgen dem Wanderpfad recht eben weiter durch die Flanke des Maimonts.

 

Über den Maimont-Gipfel

Nach einiger Zeit beginnt unser Wanderpfad wieder anzusteigen. Wir scheinen uns dem Hauptgipfel zu nähern. In einigen Kurven führt uns der Wanderpfad nach oben auf eine Anhöhe.

Hier befinden wir uns auf der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. An einem großen Felsbrocken wurde eine Gedenktafel aus Marmor für die gefallenen französischen Gebirgsjäger angebracht.

Ein paar Meter weiter kommen wir zur Opferschale, einem behauen Felsbrocken, der wohl aus der Keltenzeit stammt.

Gleich daneben ragt eine kleine Granitsäule (trigonometrischer Punkt) in die Höhe, die den Gipfel des Maimont markiert. Am Baum daneben weist uns ein Schild auf seine Höhe hin: Wir stehen genau auf 513 Meter Höhe über Normal Null.

Auf der französischen Seite des Maimont wandern wir nun wieder über einen kleinen Wanderpfad nach unten.

An der dritten Station unseres Multis mündet dieser Wanderpfad in einen breiten Forstweg. Hier lesen wir die letzte noch fehlende Information ab, setzen uns auf die Bank und rechnen die Finalkoordinaten aus. Dafür benötigen wir mal wieder zwei Versuche, da die erste Berechnung in 5 Kilometern Entfernung liegt. Als wir das Ganze nochmal durchrechnen, kommen zum Glück sinnvolle Koordinaten heraus. Die Box ist im typischen Klawitter-Stil versteckt und lässt sich auch ohne Spoilerbild sehr gut finden!

An dieser Kreuzung könnt Ihr noch einen Abstecher zur Burgruine Wasigenstein machen, um diese zu besichtigen und dabei den Multi Medieval Cache VI – Wasigenstein zu spielen. Da wir erst spät gestartet sind, verzichten wir heute darauf.

 

Burgruine Blumenstein

Wir laufen in Richtung der Burgruine Blumenstein. Unterwegs loggen wir den Tradi #70#TRES TABERNAE, der vom Weg aus gut zu erreichen ist. Wir wandern weiter und nach ein paar Abzweigungen erreichen wir die Burgruine Blumenstein. An der Informationstafel und der Felswand gegenüber befinden sich alle notwendigen Informationen für den Multi Auf dem Rückweg von Burg Blumenstein. Leider müssen wir feststellen, dass sein Final nicht auf unserer geplanten Tour liegt. Es kann aber später mit dem Auto leicht eingesammelt werden.

Es gibt hier noch einen weiteren Multi, den Blumenstein. Es besteht aus drei Ablesestationen, die sich alle in der Burgruine befinden. Auch die Finalbox ist nicht sehr weit weg. Wir laufen um den Felsen herum.

Mittels einer kleinen Brücke überqueren wir einen Graben.

Auf der Rückseite der Burg beginnt die Treppe zur Oberburg. Wir steigen hinauf.

Wow – oben angekommen, bin ich erst mal sprachlos. Statt Räume zu mauern, wurde hier ein Raum mit Fenstern aus dem Felsen herausgeschlagen.

Von außen sieht man auf dem folgenden Bild den Eingang.

Wir stehen auf einem großen Plateau. Hier stand früher das Haupthaus der Oberburg. Leider ist heute nur noch der gemauerte Schildwall zu sehen. An der Seite führt eine weitere Treppe bis ganz nach oben.

Das ist der höchste Punkt der Burgruine Blumenstein. Leider ist es gerade recht voll, als wir dort oben ankommen. Ich habe keinen Platz vernünftige Fotos zu machen. Also bleibt nur dieses Bild vom Brunnenschacht und der Aussicht dahinter.

Wir drehen uns um und steigen wieder hinunter. Unterwegs mache ich schnell noch ein Foto vom Schildwall, der die Rückwand des Haupthauses gebildet hat.

Danach nehmen wir die zweite Treppe ganz nach unten in Angriff und kommen am Seiteneingang der Felskammer vorbei.

Das Final können wir mit dem Spoilerbild recht gut finden. Danach ist es nun nicht mehr weit bis zu unserem Parkplatz. Über einen breiten Forstweg wandern wir zurück zum Auto und sammeln unterwegs den Tradi #71#TRES TABERNAE ein. Damit geht unsere Geocaching-Wanderung zu Ende.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour entlang des Multis „Keep on rockin‘ – Maimont“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei dem Geocache öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert und der Weg zu den Finals aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Vielen Dank für den wie immer schönen und interessanten Bericht, bei dem man in Gedanken mitwandern kann.

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