Wandermulti: Die Traumschleife Kaltensteinpfad

Am Samstag wanderten saarzwerg und ich den Premiumwanderweg Traumschleife Kaltensteinpfad und suchten unterwegs den gleichnamigen Wandermulti.

Die Wanderung hat eine Länge von ungefähr acht Kilometern. Insgesamt sind 350 Höhenmeter zu überwinden mit teils knackigen Anstiegen. Unterwegs gibt es Einiges zu sehen, was die Wanderung recht kurzweilig macht. Kommt mit auf die reich bebilderte virtuelle Wanderung …

 

 

Die Traumschleife Kaltensteinpfad

Der offizielle Startpunkt der Traumschleife Kaltensteinpfad ist in Lebach im Ortsteil Jabach am Tennis- und Bowlingcenter. Für die Wanderer ist ein eigener Parkplatz ausgewiesen, auf den bestimmt zehn Autos passen, wenn vernünftig geparkt wird.

Neben dem Parkplatz steht eine große Informationstafel, die den Verlauf und das Höhenprofil der Wanderung zeigt.

Die Traumschleife Kaltensteinpfad ist ein Premiumwanderweg, der vom deutschen Wanderinstitut im Jahr 2017 mit 64 Erlebnispunkten ausgezeichnet wurde. Das Wandersiegel ist laut dessen Webseite jedoch im September 2020 abgelaufen. Die Wanderung ist mit 7,8 Kilometer angegeben. Auf der Webseite vom Wegbetreiber finde ich für diesen Wanderweg eine Dauer von 3 Stunden und 309 Höhenmeter, die überwunden werden müssen.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist auch dieser recht gut markiert. An wenigen Abzweigungen fehlen jedoch mittlerweile die Schilder und so musste ich dort auf mein GPS schauen. Unterwegs sind viele Informationstafeln aufgestellt worden, die alle interessanten Stellen näher erklären. Da der Kaltensteinpfad eine Traumschleife ist, sind auch Kilometermarkierungen vorhanden.

Über die komplette Strecke in der empfohlenen Laufrichtung führt der Wandermulti Kaltensteinpfad PremiumWanderweg, in dessen Final Ihr die Koordinaten für den Kaltensteinpfad BONUS findet. Der Wandermulti besteht aus neun einfachen Ablesestationen, die alle eindeutig sind. Zusätzlich zu diesen beiden Dosen liegen noch 4 Tradis, zwei Mysterys und ein Earthcache auf der Route.

Mit Geoaching und zwei Pausen an überdachten Schutzhütten haben saarzwerg und ich für diese Wanderung 4 Stunden benötigt. Am Ende hatte ich 8,5 Kilometer und 340 Höhenmeter auf meinem GPS.

 

Die ersten paar hundert Meter

Kurz vor zehn Uhr starten wir in unsere Wanderung. Die ersten paar Meter folgen wir der Teerstraße, um dann anschließend rechts durch ein großes Holzportal in einen schmalen Wanderpfad abzuzweigen.

Dieser Teil des Wanderwegs ist zur Zeit extrem matschig und steht unter Wasser. Nur mit Mühe finden wir eine „Umgehung“.

Wir laufen an ein paar heruntergekommenen Hallen vorbei und kommen zu einem Campingplatz. Danach wird der Weg breiter und bringt uns zu einer Abzweigung.

An dieser Abzweigung beginnt der eigentliche Wanderweg. Da wir den Wandermulti spielen wollen, folgen wir der empfohlenen Laufrichtung nach rechts. Am Ende werden wir hier von links zurückkommen und uns dann erneut durch den matschigen Pfad quälen müssen.

 

Hinauf zur historischen Pferdetränke

Hinter der Abzweigung beginnt der erste Aufstieg, der meist parallel zu einer Wiese verläuft.

Unterwegs kommen wir an einer Wassertretanlage vorbei, in deren Nähe wir eine Information für unseren Wandermulti von einem Schild ablesen müssen.

Weiter oben sehen wir alte Grenzsteine. Eine Informationstafel erklärt uns, was es mit diesen Steinen auf sich hat.

Allmählich erreichen wir das obere Ende dieser langen Wiese. Damit haben wir den ersten längeren Aufstieg auf dieser Wanderung hinter uns gebracht. Nun geht es recht eben weiter. Von hier oben haben wir einen schönen Ausblick auf die umliegenden Dörfer und Hügel.

Kurze Zeit später erreichen wir einen Brunnen und die historische Pferdetränke. Der Brunnen macht auf mich einen verbunkerten Eindruck. Von der Informationstafel erfahre ich, dass er während des Zweiten Weltkriegs gebaut worden ist.

Ein paar Meter weiter unten finden wir die historische Pferdetränke. Auch sie wurde während des Krieges neu hergerichtet.

In diesem Bereich suchen wir den Tradi Kaltensteinpfad : Historische Pferdetränke, der sich dank dem vorhandenen Spoilerbild recht gut finden lässt.

 

Durch einen idyllischen Wald

Nun geht es recht eben weiter. Tannenwald und Laubwald wechseln sich ab.

Irgendwann biegen wir rechts ab und beginnen einen längeren Abstieg. Ein Schild weist uns auf die Gefahren hin. Schön, dass wir in Deutschland für Alles ein Schild aufstellen müssen!

Nach einem sehr kurzen Abstieg kommen wir zu einem Informationsschild, welches uns über die Auswirkungen der letzten Orkane auf den Wald aufklärt. Dort können wir auch den Tradi Kaltensteinpfad „Zurück zur Natur“ suchen, den wir recht schnell finden können. Dafür solltet Ihr jedoch nicht zu klein sein ;-) Nachdem die Dose gefunden ist, setzen wir unsere Wanderung fort und steigen über eine Treppe in ein – wie ich finde – sehr idyllisches Waldstück ab.

Unser Wanderpfad wird immer schmäler …

… und biegt dann in einen breiten Forstweg ein, um nur wenig später diesen wieder zu verlassen. Links hinunter laufen wir zum Bach, wo für die Wanderer einige Brücken und Stege angelegt wurden.

Für mich ist diese Stelle eine der schönsten auf der kompletten Wanderung.

Wir überqueren die große Brücke und beenden damit den Abstieg durch den idyllischen Wald.

 

Der lange Anstieg auf den Hoxberg

Nun beginnt für uns der lange Anstieg hinauf auf den Hoxberg, bei dem rund 150 Höhenmeter auf 1,1 Kilometer überwunden werden. Dieser knackige Anstieg verläuft fast ausschließlich über einen schmalen Wanderpfad, der fast gerade ohne Serpentinen den Hang hinauf durch Tannenwald verläuft.

Nachdem wir ein gutes Drittel des Anstieges hinter uns gebracht haben, kommen wir zu einem schönen Picknick-Platz mit einer Schutzhütte. Das ist für uns die ideale Stelle, um eine Trinkpause einzulegen. Obwohl es heute nicht mehr ganz so kalt wie bei den vorigen Wanderungen ist, haben wir dennoch unseren warmen Tee dabei.

Nach einer knappen Viertelstunde setzen wir unsere Wanderung fort und folgen dem markierten Wanderpfad bergaufwärts.

Kurz vor dem höchsten Punkt lichtet sich der Wald. Hier sind immer noch die Schäden, die die letzten Orkane angerichtet haben, gut zu sehen. Der verbliebene kümmerliche Rest wurde gefällt.

Hier liegen viele Rindenstücke herum. Alle wurden von Borkenkäfer „verziert“. Sie legen in der Rinde Brutsysteme an und schädigen so die Bäume.

Inzwischen wird in diesem Bereich wieder aufgeforstet und die neuen Pflanzen mit großen Holzgattern geschützt.

Wir sind nun oben angekommen und genießen die Aussicht auf die umliegenden Hügel.

 

Über den Bergrücken

Oben angekommen biegen wir nach links in einen breiten Forstweg ein. Auf diesem wandern wir nun recht eben über den Bergrücken des Hoxberg. Da der Wald hier oben recht offen ist, gibt es einige Stellen, an denen wir weit blicken können.

Kurz vor dem Hoxberggipfel, der mit einem großen Kommunikationsturm versehen ist, biegen wir links in einen schmalen Wanderpfad ab. Über Treppen geht es in Serpentinen nach unten.

Bei der Vorbereitung dieser Wanderung war mir auf der Karte eine Höhle aufgefallen. Sie liegt unmittelbar am Wanderweg. Die Abzweigung ist unmarkiert, aber dennoch gut zu sehen. Wir folgen dem kleinen Trampelpfad zum Eingang.

Leider ist sie im Inneren gleich zu Beginn durch ein riesiges und verrostetes Eisengitter versperrt. Hier dürfen nur die Federmäuse rein.

Wir gehen wieder zum Wanderweg zurück und setzen unsere Wanderung fort. Kurze Zeit später piepst mein GPS. Wir nähern uns dem Tradi Harry Potter und der Stein der Kalten #8, der am Wegrand mehr oder weniger offen daliegt. Nachdem wir geloggt haben, verstecken wir die Dose wieder wie im Hinweis beschrieben.

Kurze Zeit später kommt ein kurzer Abstieg, der mit einem „Handlauf“ gesichert ist.

Am Ende dieses „Abstiegs“ müssen wir diesen Höhenunterschied auf einem Forstweg wieder hinauf laufen. Anschließend lädt uns das weitläufige Picknick-Gelände der Reservisten-Kameradschaft Lebach zu unserer Mittagspause ein. In der windgeschützten Hütte packen wir unsere mitgebrachten Brote und den Tee aus.

Für unser Mittagessen lassen wir uns gute zwanzig Minuten Zeit.

 

Weiter zum Kaltenstein

Hinter dem Freizeitgelände biegen wir links in den Wald ein. Dort befindet sich ein weiterer Einstieg in die Traumschleife Kaltenstein-Pfad. Wenn Ihr dort startet, könnt Ihr jedoch nicht den Multi spielen und die Kilometermarkierungen werden nicht passen.

Kurze Zeit später erreichen wir den Kaltenstein. Die großen Felsen sind mit einem Kreuz markiert.

Dort wurde auch der Earthcache Kultstätte Kaltenstein, bei dem Ihr Fragen zur Enstehung dieser Felsen beantworten müsst, platziert. Um unseren Besuch zu dokumentieren, fertigen wir schnell noch ein Logfoto an.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Tradi Hagrids Hütte (LostPlace), dem wir ebenfalls einen Besuch abstatten. Dazu müssen wir ein kurzes Stück den Hang hinabsteigen, um zu einem alten Wasserbehälter zu gelangen.

Leider ist dieser verschlossen und so kann ich nur durch ein Fenster ein Foto vom Innenraum machen.

Der zugehörige Geocache ist dank des Spoilerfotos schnell gefunden und signiert.

 

Der kurze Abstieg ins Tal

Danach gehen wir zurück zum Wanderweg und folgen weiter den Markierungen. Es dauert nicht lange und wir kommen zu einem Aussichtspunkt mit einer Sinnenbank. Für die Bank ist es heute zu nass – aber die Aussicht ist wirklich gigantisch von dieser Stelle! In der Ferne sehen wir sogar den Schaumberg.

Danach beginnt der Abstieg zurück zum Parkplatz. Zunächst geht es recht steil über gesicherte Serpentinen nach unten.

Auch im Abstieg öffnet sich der Wald an einigen Stellen und es gibt den einen oder anderen schönen Aussichtspunkt.

Im Abstieg können wir unseren Wandermulti auf Anhieb finden. Darin liegen die Koordinaten für den Bonuscache, bei dem wir dann aber schon etwas mehr suchen müssen. Aber auch diesen können wir loggen. Kurz hinter der 7-Kilometer-Markierung schließt sich die Runde und wir treffen auf die Zuwegung, die wir heute morgen schon einmal gelaufen sind.

An der Markierung mach ich zum Abschluss noch schnell ein Selfie …

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Traumschleife Kaltensteinpfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis samt Bonus und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

** ** ** ** **

Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

** ** ** ** **

Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.