Geocaching während Corona in den Bundesländern

Aktuell haben wir bundesweit (fast) einheitliche Regelungen, die die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen sollen. Nun habe ich mich gefragt, was das für Geocaching bedeutet und wie die Reviewer in den einzelnen Bundesländern die jeweiligen Landesverordnungen umsetzen.

Dazu habe ich mir mal angeschaut, was in den einzelnen Bundesländern in den letzten vier Wochen veröffentlicht wurde.

 

 

Auf der Webseite der Reviewer

Mitte des Jahres hat sich meine Frage ganz einfach mit einem Aufruf der Webseite der deutschen Reviewer beantworten lassen. Ich konnte unter Statement zum Ende des “Publish-Stopps” in Deutschland einfach die Tabelle anschauen und sah sofort, wie die Veröffentlichungssituation in den einzelnen Bundesländern ist.

Leider habe ich keine aktuelle Version dieser Tabelle auf deren Webseite mehr gefunden, was ich schade finde.

 

Wo bekomme ich die Daten her?

Leider ist die Frage, was in den letzten vier Wochen in den Bundesländern veröffentlicht wurde, gar nicht so einfach zu beantworten, zumindest nicht in einer Weise, wo ich die entsprechenden Zahlen einfach in eine Tabellenkalkulation übernehmen kann.

Alle mache ich mich händig an die Arbeit und nutze die die Suche und eine Pocketquery auf geocaching.com, um mir einen Überblick zu verschaffen. In der Suche setze ich dazu einen Regionalfilter auf das jeweilige Bundesland und suche alle aktiven Geocaches. Diese sortiere ich anschließend nach dem Versteck-Datum und notiere mir die letzte Veröffentlichung in einer Tabelle. Danach erstelle ich mir eine Pocket-Query und nutze deren Vorschaufunktion, um mir anzuschauen, was an Tradis, Multis, Earthcaches und Events in den letzten vier Wochen (=”im letzten Monat”) veröffentlicht wurde.

 

Meine Übersicht über die Bundesländer

Im Folgenden seht Ihr die Tabelle, die ich mir erstellt habe. Da ich alle Daten von Hand übertragen habe, kann ich nicht ausschließen, dass mir dabei der ein oder andere Fehler unterlaufen ist. Sollte Euch da etwas auffallen, so würde ich mich über einen Hinweis freuen.

Bitte beachtet, dass die Einfärbung in rot (=Publish-Stopp) und grün (Publish möglich) meine eigenen Interpretation der Daten ist. Ich nehme an, dass die Veröffentlichung von Geocaches und Earthcaches nach den gleichen Regeln des jeweiligen Bundeslandes gehandhabt wird.

Da das Versteckdatum von Events dem Datum entspricht, an dem das Event stattfinden soll, tauchen in der Tabelle einige Events auf. Diese liegen jedoch in der Zukunft oder müssen noch verschoben oder deaktiviert werden.

Die Daten habe ich gestern (13.01.2021) am frühen Abend ermittelt.

 

Die Webseite der deutschen Reviewer

Die aktuellsten Informationen der Reviewer zur Eurem Bundesland findet Ihr auf deren Regionalseiten. Dort gibt es für jedes Bundesland eine mehr oder weniger übersichtliche eigene Seite. Auf der Saarland-Seite kann ich derzeit lesen, dass Geocaches weiterhin uneingeschränkt veröffentlicht werden.

 

Mein Fazit

Soweit ich erkennen kann, wird derzeit in keinem unserer Bundesländer ein Event veröffentlicht, was ich persönlich als sehr sinnvoll erachte. Leider hat es das HQ bis heute versäumt (oder nicht gewollt) ein virtuelles Event als Typ neu zu erschaffen, bei dem sich Geocacher über eine Videokonferenz austauschen können und sich dabei in ein digitales Logbuch eintragen.

In diesen sieben Bundesländern gibt es derzeit zusätzlich zur Event-Sperre  einen “harten” Veröffentlichungsstopp von Geocaches:

  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Türingen

Damit ist in der kompletten östlichen Hälfte von Deutschland ein Publish-Stopp bis mindestens zum 31.01.2021 vorhanden. Hier frage ich  mich natürlich, warum es kein einheitliches Vorgehen aller Reviewer in Deutschland geben kann? Gut, Geocaching ist ja immer noch (oder zum Glück) nur ein Hobby. Aber wäre nicht auch hier ein einheitliches Vorgehen sinnvoll?

Grundsätzlich sollen in der aktuellen Situation die persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Von daher stellen meiner Meinung nach neu veröffentlichte Geocaches ein gewisses zusätzliches Risiko da, weil sich die FTF-Jäger  unmittelbar nach der Veröffentlichung auf den Weg machen werden und sich möglicherweise vor Ort treffen. Ist das wirklich notwendig?

Mecklenburg-Vorpommern zeigt – trotz einem im Vergleich zu den anderen Bundesländern geringeren Inzidenzwert – dass ein Veröffentlichungsstopp durchführbar ist. Für mein Bundesland, das Saarland, würde ich mir einen solchen Stopp ebenfalls wünschen, zumal wir in zwei Landkreisen schon rund um die 200er Inzidenzschwelle liegen und landesweit einen höheren Inzidenzwert haben als die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, in denen aktuell ein Veröffentlichungsstopp besteht.

Es gibt doch noch genug “alte” und schon veröffentlichte Geocaches draußen, brauchen wir da in der aktuell schwierigen Situation noch neue?

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Wie denkt Ihr über die Publish-Stopps der Reviewer? Geht Ihr selbst zur Zeit noch auf FTF-Jagd? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

3 Kommentare:

  1. Ich halte den Publish-Stopp für absolut sinnfrei, schon alleine wenn man sieht, was auf der Welt schon alles rausgekommen ist in den letzten Monaten und vor allem auch wegen der uneinheitlichen Vorgehensweise in Deutschland.

    Und wenn es um Kontaktvermeidung geht, dann hätte man z. b. auch die Publishmails einfach weglassen können.

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