Geocaching & Wandern: Die Wadrilltal-Tafeltour im Schnee

Auch an diesem Wochenende wollen saarzwerg und ich wieder eine Wanderung durch den Schnee machen: Wir fahren nach Sitzerath und wandern dort den 12 Kilometer langen Premiumwanderweg Wadrilltal-Tafeltour.

Kommt mit auf die virtuelle Wanderung: Wir wandern durch den Hochwald mit seinen Hügeln und Bächen, besichtigen eine Kapelle und schauen, ob wir unterwegs noch Geocaches finden …

 

 

Die Wadrilltal-Tafeltour

Am Samstagmorgen gegen zwanzig nach neun Uhr erreichen wir den kleinen Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Sitzerath, einem beschaulichen Örtchen bei Nonnweiler. Zu unserer Überraschung ist der Parkplatz schon zur Hälfte gefüllt. Ob das wirklich alles Wanderer sind?

Am Parkplatzrand steht die große Informationstafel, die auf die Wadrilltal Tafeltour hinweist und deren Verlauf zeigt. Das Höhenprofil ist recht moderat: Zu Beginn geht es auf den Felsenberg hinauf und anschließend hinunter in das Tal der Wadrill. Anschließend verläuft der Weg leicht wellig in einem großen Bogen zurück nach Sitzerath.

Die Wadrilltal Tafeltour ist eine Premiumwanderung von 12 Kilometern Länge. Laut Angabe der Webseite der Tourismus Zentrale Saarland werden unterwegs 345 Höhenmeter überwunden und die Dauer der Tour soll 3:24 h sein. Diese Wanderung ist vorbildlich markiert, ich habe nie auf meinem GPS nach dem Weg schauen müssen.

Zusätzlich sind auf der kompletten Strecke Kilometerangaben angebracht – wenn Ihr in der empfohlenen Laufrichtung wandert, wisst Ihr bei jedem dieser Schilder, wie viele Kilometer Ihr schon geschafft habt. Wie alle Tafeltouren ist auch diese mit einer Kochmütze markiert.

saarzwerg und ich haben für die komplette Wanderung mit zwei Pausen knapp fünf Stunden benötigt, was auch dem vielen Schnee unterwegs geschuldet ist. Stellenweise gab es keine Spur und wir sind dort nur langsam vorangekommen. Nach der Wanderung hatte ich 12,2 Kilometer und 380 Höhenmeter auf meinem GPS.

In der Vorbereitung dieser Tour ist mir aufgefallen, dass in der unmittelbaren Nähe dieser Tour nur zwei Tradis gesucht werden können. Diese packe ich auf mein GPS und habe so eine Ahnung, dass das bei dem vielen Schnee sicher nicht einfach werden wird …

 

Hinauf auf den Felsenberg

Kurz vor halb zehn Uhr starten wir unsere Wanderung. Zunächst geht es über eine Straße in Richtung der Felder. Wir kommen an dieser Jagdschule vorbei. Ob die zukünftigen Jäger hier auch etwas über Geocaching lernen?

Schnell werden die Häuser weniger und wir verlassen Sitzerath über eine geräumte Teerstraße bergauf.

Nach einiger Zeit zeigt uns eine Markierung, dass wir hier die Straße verlassen sollen und wir biegen in einen Pfad ein. Wir stehen im Schnee. Eine Spur gibt es nicht. Uns wird klar, dass diese Wanderung zu dieser Jahreszeit wohl nicht sehr oft gemacht wird. Lediglich ein paar wenige Fußspuren im Schnee zeigen uns den richtigen Weg. Wären wir weiter auf der Straße geblieben, so wären wir an einer kleinen Kapelle vorbeigekommen.

Ein paar hundert Meter weiter biegt unser Wanderpfad wieder in die Straße ein, um ein wenig später diese wieder zu verlassen. Wir wandern über eine Wiese bergauf. Da es immer noch keine Spur gibt, kommen wir nur langsam voran. Der Anstieg ist nicht wirklich steil, kostet im Schnee aber doch etwas Kraft.

Allmählich wird unser Wanderweg flacher. Wir laufen durch offenes Gelände. Manchmal gibt es eine Spur und wir kommen besser voran.

Dann hört die Spur plötzlich auf und es gibt nur noch Fußabdrücke. An solchen Stellen sinken wir öfters knöcheltief ein.

Dann erreichen wir einen breiten Forstweg, der sogar geräumt wurde. Ich nehme an, dass dies die Zufahrt zu den Windkraftanlagen ist.

Wir scheinen oben zu sein. Unser Wanderweg hat kaum noch Höhenunterschiede. Wir laufen durch einen schönen Tannenwald.

Im Vergleich zu unserer Wanderung über die Hubertusrunde sehen wir heute aber kaum noch Schnee auf den Tannen. Letzte Woche sah es – wie ich finde – schöner aus.

 

Der Abstieg ins Tal der Wadrill

Nun geht es abwärts. wir folgen einem breiteren Pfad nach unten. Vor uns scheinen heute morgen nur zwei Personen und ein Hund unterwegs zu sein, wie ich die frischen Fußspuren deute.

Dann öffnet sich die Landschaft. Hier wurden auf einer größeren Fläche die Bäume geschlagen und nun wird wieder aufgeforstet. Wir können in die Ferne blicken. Überraschenderweise liegt auf den Bäumen kaum Schnee.

Beim Abstieg entdecke ich am Wegesrand diesen Stein. Normalerweise schauen so Grenzsteine aus. Dieser hier hat jedoch auf einer Seite ein grünes asiatisches Schriftzeichen.

Weiß jemand von Euch, was es damit auf sich hat? Wenn ja, würde ich mich über einen kurzen Kommentar unter diesem Beitrag freuen.

Nach zwei Biegungen erreichen wir das Tal und biegen dort in einen breiten Forstweg ein, der parallel zu einer Straße verläuft. Kurze Zeit später sehe ich auf der anderen Seite auf einem Hügel eine Burg oder Burgruine. Das muss die Grimburg sein.

Wir wandern nun knappe zweieinhalb Kilometer fast eben auf diesem Weg, was ich persönlich etwas eintönig empfinde.

 

Immer am Fluss entlang

Für mich zieht sich dieser Abschnitt etwas. Es gibt nicht wirklich viel zu sehen. Ab und an kommen mal ein paar Felsen.

Wir entscheiden uns für eine Trinkpause. Leider gibt es auf dieser Strecke keine Bänke – wir improvisieren und stellen unsere Thermoskanne auf einen Baumstumpf. Der heiße Tee tut gut.

Nach der Pause wandern wir weiter auf diesem breiten Forstweg. Wir kommen zu der Straße. Laut meinem GPS ist dort der tiefste Punkt der Wanderung.

 

Hinauf nach Wadrill

Bei der Straße überqueren wir diese nicht, sondern folgen weiter dem Forstweg, der nun bergauf verläuft. Allmählich wird er schmaler, kreuzt einen kleinen Bach und geht danach in einen Wanderpfad über. Nun wird es bei Schnee etwas anstrengend: In kleinen Serpentinen schraubt sich der Pfad den steilen Hang hinauf.

Der anstrengendste Teil ist geschafft sobald wir die Bank erreicht haben. Kurze Zeit später mündet unser Weg in einen breiteren Forstweg.

Wir bleiben nun einige Zeit auf diesem Weg. Es geht mal bergauf und dann wieder etwas bergab. Dieser Teil ist gut zu laufen. Jedoch solltet Ihr auf die Schilder achten. Nach einiger Zeit biegen wir links in einen Wanderpfad ein, der parallel zum Gothbach verläuft und diesen einige Hundert Meter später überquert. Der Übergang besteht aus Trittsteinen.

Gleich auf der anderen Seite steht ein Tisch mit zwei Bänken. Da es Zeit für das Mittagessen ist, befreien wir einen Teil der Bänke vom Schnee, packen unser Picknick aus und machen Mittagspause.

Während wir essen, kommen ein paar Wanderinnnen vorbei – es sind die ersten Leute, die wir auf dieser Wanderung sehen.

 

Weiter zur Nazareth-Kapelle

Gleich nach der Mittagspause folgt wieder ein Aufstieg. Mittlerweile kann man fast sagen, dass der Wanderweg gespurt ist, so kommen wir besser voran.

Nachdem wir den Aufstieg hinter uns gebracht haben, biegen wir wieder in einen Forstweg ein. Dieser ist sogar geräumt, was aber nicht unbedingt ein Vorteil ist. Wir laufen stellenweise über das blanke Eis. Hier ist Vorsicht geboten!

Zum Glück verlassen wir den Forstweg wieder und es geht über einen idyllischen schmalen Pfad bergab.

Dann öffnet sich der Wald: Wir kommen zu einer großen Wiese mit einer Kapelle.

Dabei handelt es sich um die Nazareth-Kapelle am Ortsrand von Wadrill. Wir schauen, ob sie offen ist.

Viele Kirchen sind ja wegen Corona verschlossen. Heute haben wir jedoch Glück und können uns drinnen umschauen.

Wir verlassen die Kapelle wieder und genießen noch etwas die Aussicht. Unmittelbar vor der Kapelle erklärt ein Hinweisschild, was in der Ferne zu sehen ist.

Anschließend verlassen wir die Kapelle und setzen unsere Wanderung fort.

 

In einem großen Bogen zurück nach Sitzerath

Nun geht es wieder bergauf. Zunächst wandern wir über einen recht vereisten Forstweg bergauf durch den Wald. Dann biegen wir in einen Wanderpfad ab, der am Rand von Wiesen und Feldern verläuft.

Einige Zeit später piepst mein GPS. Wir haben den Tradi Hellja Born erreicht. Leider tritt das ein, was ich in der Vorbereitung dieser Tour schon befürchtet hatte: Die Dose liegt tief unter Schnee begraben. Laut Hint soll sie am Fuß eines Baumes liegen. Ich schaue in die Richtung der Koordinaten.

Vierzig Meter ins Unterholz laufen und dort die Füße der Bäume vom Schnee befreien? Nein, dazu haben wir heute keine Lust und beschließen den Tradi Tradi sein zu lassen. Wir wandern weiter, queren eine Landstraße und kommen zu einem Picknickplatz an einem schönen Steinkreuz.

Hinter dem Picknickplatz könnten wir den zweiten Tradi auf der Wanderung suchen, den Fang die Maus! Oder die alte Müllkippe!. Da er lauf Hint unter Steinen, also auf dem Boden versteckt ist, verzichten wir auf den kleinen Umweg und die Suche. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass mir seit Corona Geocaching nicht mehr ganz so wichtig ist wie früher …

Also biegen wir rechts ab, überqueren ein Feld und folgen am Waldrand den Markierungen. Wir wandern durch einen kleinen Hohlweg.

Anschließend verlassen wir den Waldrand und laufen an Feldern vorbei hinunter zu einem Bach.

Nun ist es nicht mehr weit. An der Zwölfkilometermarkierung machen wir schnell noch ein Selfie.

Wir erreichen den Ortsrand von Sitzerath. Den Parkplatz können wir schon sehen.

Es sind vielleicht noch zweihundert Meter bis dort hin. Kurz vor der Treppe zum Parkplatz fließt ein kleiner Bach mit einer abenteuerlichen Holzbrücke, die vereist ist. Sie schaut aus wie ein Gartenzaun, der über den Bach gelegt wurde. Ganz vorsichtig überquere ich sie und falle fast in den Bach, so rutschig ist sie.

Vorgewarnt überquert dann saarzwerg die “Brücke” und unsere Tour hat ein glückliches Ende gefunden. Verglichen mit der Hubertusrunde finde ich diese Premiumwanderung eher “schwach”.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Wadrilltal-Tafeltour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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