Geocaching & Wandern: Der Hangard Brunnenpfad

Vor ein paar Wochen sind saarzwerg und ich den Premium-Wanderweg „Hangard Brunnenpfad“ im Saarland gewandert. Auf der landschaftlich schönen und abwechslungsreichen Strecke gibt es unterwegs fünf Tradis und vier Multis „einzusammeln“.

Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über den Hangarder Brunnenpfad …

 

 

Der Hangard Brunnenpfad

Der Brunnenpfad ist ein Premiumwanderweg, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 63 Punkten bewertet worden ist und eine Länge von 14 Kilometer hat. Mit Pausen und Geocaching benötigen wir knapp sechs Stunden für die Wanderung. Wir parken in der Nähe des Startpunktes an den Parkkoordinaten des Multis „Hangarder Brunnenpfad (Premiumwanderweg)„. Alle neun Ablesestationen dieses Geocaches liegen auf dem Premiumwanderweg.

 

Durch den Ort in den Wald

Der Parkplatz liegt direkt am Wanderweg. Zunächst laufen wir jedoch ein kleines Stück zurück und an der ersten Station die notwenige Information zu ermitteln. Dann geht es wieder zurück zum Auto und weiter die Straße den Berg hinauf. Am Ende der Straße verlassen wir Hangard und erreichen nach einem kleinen Stück über Felder und Wiesen das Tor zum Wald.

Kurz danach haben wir schon den ersten Kilometer dieses Wanderweges geschafft. Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist er sehr gut ausgeschildert. Auf diesem finden sich sogar Entfernungsangaben meist im Ein-Kilometer-Abstand.

Unser Weg geht in einen Pfad über, der entlang eines Hanges verläuft. Wir erreichen einem kleinen Einschnitt, der wohl von einem Bach geschaffen wurde. Hier wurde ein Holzsteg mit Geländer gebaut, damit der Wanderer sicher auf die andere Seite gelangen kann.

Wir spazieren weiter über den Wanderpfad …

… und erreichen einen Wegweiser, der uns auf einen Aussichtspunkt hinweist.

Da 20 Meter nicht viel sind, gönnen wir uns diesen kleinen Umweg. Die Aussicht ist OK, aber wenn Ihr an der Stelle nicht zuhause seid, werdet Ihr nicht wissen, wo Ihr denn nun das Kerbacher Loch sehen könnt, geschweige denn, dass Ihr wisst, was das ist.

Falls Euch das neugierig gemacht hat, dass solltet Ihr entweder den Premium-Wanderweg „Schauinslandweg„, der sich in der Nähe befindet, erwandern oder einfach Google nach dem „Kerbacher Loch“ fragen.

Wir setzen unsere Wanderung fort und kommen zum Kameradschaftsbrunnen, dem ersten von vielen Brunnen, die dieser Wanderweg zum Thema hat. Oberhalb des Brunnens befindet sich eine kleine Schutzhütte mit Tischen und Bänken, die zu einem Picknick einladen.

Aus dem Brunnen fließt kaltes Wasser. Leider kann ich Euch nicht sagen, ob es trinkbar ist … wir haben darauf verzichtet.

In der Nähe des Brunnen können wir den ersten Geocache dieser Tour suchen, den Tradi „Hangarder Brunnenpfad – #02 Kameradschaftsbrunnen„.

 

Entlang des „Schönbachs“ und des Saubachs

Wir erreichen die Oster, nach der Tal, in dem sich der Startort Hangard befindet und an dessen Hang wir bisher entlanggelaufen sind, benannt wurde.

Nach einem kurzen Fotostopp verlassen wir die Oster um nun entlang eines anderen größeren Baches entlang zu wandern.

Es ist der Lautenbach, der im Volksmund an dieser Stelle „Schönbach“ genannt wurde. Wir nehmen den kleinen Wanderpfad entlang des Baches. Ein Schild macht uns darauf aufmerksam das dort Trittsicherheit erforderlich wäre … zum Glück verfügen wir darüber. Dieser Pfad verläuft unmittelbar am Bachufer und ist bei Hochwasser nicht begehbar. Ein Hochwasserumleitung ist ausgeschildert. Auf dieser Wegstrecke könnt Ihr den Tradi „Chillen am Schoenbach“ suchen.

Unterwegs finden wir diesen toll bemalten Stein – ober er wohl zum Saarsteine-Projekt gehört?

Wir folgen weiter dem „Schönbach“, bis wir an einer Brücke ankommen. Daneben befindet sich eine kleine Schutzhütte mit Bänken und der Ebertsquelle.

Abermals wechseln wir das Gewässer und folgen nun dem Saubach, der sich hier enges kleines Tal geschaffen hat. Diese Wegstrecke teilt sich der Brunnenpfad mit dem Spitzbubenweg, zu dem diese Informationstafel gehört.

Weiter oben im Tal kommen wir zum Teufelsgraben, wo sich ein weiterer Bach sein Bett gegraben hat.

Allmählich öffnet sich das Tal und wir blicken auf Wiesen mit blühenden Bäumen.

Wir erreichen den Ortsrand von Münchwies. anschließend geht es rechts zum Bach hinunter und über ihn drüber auf die andere Seite.

 

Durch den Wald hinauf zur Steinberghütte

Bevor nun ein längerer Anstieg auf uns zu kommt, mache ich noch schnell ein Foto von Münchwies und dem Tal mit den Wiesen und blühenden Bäumen, durch das wir gerade gekommen sind.

Dann steigt unser Wanderpfad in kleinen Serpentinen auf bis zu einer kleinen Schonung, die wir durchqueren. Auf der anderen Seite befindet sich diese kleine Schutzhütte, die zum Picknicken einlädt. Dort könnt Ihr den Tradi „Baumpflanzung Münchwies“ suchen.

Nun folgt eine längere Strecke durch den Wald bis wir das Denkmal „Steinerner Mann“ auf dem Tilemann-Stella-Platz erreichen. Hier wurde der  Sockel einer Jupitergigantensäule, eines Viergöttersteins gefunden. Die aufgestellten Informationstafeln erklären den Fund im Detail und Helfen dabei eine weitere Frage unseres Wandermultis zu beantworten.

Hier hätten wir uns fast verlaufen, da wir wenige Schritte zurückgehen müssen um die richtige Abzweigung zu erwischen. Ab jetzt geht es wieder den Berg hinunter. Der Weg verläuft an einigen Brunnen vorbei, an denen sich zwei Minimulti, also ein Multi mit nur einer Station und dem Final zu suchen ist. Die Links zu diesen Geocaches findet Ihr weiter unten in der Karte.

Der Wald lichtet sich und wir erreichen die Steinberg-Hütte. In der aktuellen Situation ist sie natürlich geschlossen. Wenn wir die Corona-Krise überstanden haben, ist hier bei schönem Wetter sicher viel los.

 

Über den Lichtenkopf zurück nach Hangard

Auf dem Weg von der Steinberg-Hütte zum Lichtenkopf kommen wir an zwei weiteren Brunnen mit jeweils einem Mini-Multi vorbei. Dann erreichen wir einen der höchsten Punkte auf unserer Tour, den Lichtenkopf. Da hier oben meist Wiese ist, haben wir eine tolle Aussicht über das Umland. Eine Tafel erklärt uns was wir in welcher Richtung sehen können.

Gleich daneben ist wieder eine kleine Schutzhütte mit einer Bank. Dort setzen wir uns hin und rechnen mit den Zahlen, die wir unterwegs an den neun Stationen gefunden haben, das Final aus.

Ab jetzt geht es wieder abwärts. Der Wanderpfad verläuft über Treppenstufen mitten durch einen alten Steinbruch.

Nach einer kurzen Wanderung kommen wir am Kaninchenfels vorbei. Einen solch großen Fels hätte ich dort nicht erwartet.

Anschließend geht es durch ein kleines Tal immer weiter nach unten. Am Ende dieses Tals im Hang befindet sich der Zimmermannfels. Es handelt sich dabei um ein Naturdenkmal. In der Nähe könnt Ihr den gleichnamigen Tradi „Zimmermannsfels“ suchen.

Etwas weiter unten finden wir einen weiteren toll bemalten Stein, den ich Euch nicht vorenthalten will.

Wir haben das Ende des Tals erreicht und wandern nun ein kleines Stück am Ufer der Oster entlang.

Bevor wir wieder Hangard erreichen, kommen wir noch an der Dietzlochquelle vorbei. Dort könnt Ihr den Tradi „Hangarder Brunnenpfad – #08 Dietzlochquelle“ suchen. Jetzt geht es kurz einen kleinen Anstieg hinauf und wir sind wieder in Hangard angekommen. Jedoch hält die neue Wegführung noch eine kleine Überraschung parat: mitten im Ort geht es über einen kleinen Pfad zu einem Aussichtspunkt. Von dort oben habt Ohr einen schönen Blick über Hangard.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz. Kurz hinter dem Aussichtspunkt geht es wieder in den Ort und an der Kirche vorbei.

Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis zum Parkplatz. Insgesamt sind wir knappe sechs Stunden unterwegs gewesen. Mein GPSmap 66s zeigt am Auto 16,7 Kilometer an, also etwas „mehr“ als in der Beschreibung dieses Wanderwegs zu lesen war …

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Hangard Brunnenpfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis und Tradis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Eine gute Beschreibung dieses schönen Wanderwegs mit vielen Brunnen, den ich ebenfalls nur empfehlen kann.

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