Geocaching & Wandern: Der Frohn-Wald-Weg

Aktuell beschränken sich die Outdoor-Aktivitäten von saarzwerg und mir auf Wanderungen mit Geocaching, sofern es auf der Strecke welche gibt und so sind wir vor Kurzem den Frohn-Wald-Weg nördlich von Saarbrücken gewandert.

Neben einem schönen Wanderweg gibt es dort viele Bunkerruinen aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen. Mit kurzen Abstechern können bis zu 13 Tradis und ein Multi gesucht werden! Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Der Frohn-Wald-Weg

Der Frohn-Wald-Weg ist ein Premium-Wanderweg, der vom Deutschen Waderinstitut mit 60 Punkten zertifiziert ist und dort mit einer Länge von 10 Kilometern angegeben wird. Er verläuft durch ein Waldgebiet zwischen Riegelsberg und Holz. Parken können wir auf dem Wanderparkplatz bei den Tennisplätzen in Riegelsberg. Am Parkplatz ist auf der großen Informationstafel der genaue Wegverlauf zu sehen.

Von dort sind es nur wenige hundert Meter bis zum Startpunkt. Wie bei den meisten Premiumwanderwegen ist auch dieser sehr gut ausgeschildert.

Wir wandern den Weg in der vom Wanderinstitut empfohlenen Richtung gegen den Uhrzeigersinn. Damit ist es möglich den einzigen Multi auf der Strecke, den „QR-Code Cache – Bunker im Frohnwald“ mitzunehmen. Wenn Ihr zu kleinen Umwegen bereit seid, können auch einige Tradis der Serien „SAC Memorials“ und „Mein Fröhner Wald“ auf der Strecke gesucht werden, die wir zum Zeitpunkt unserer Wanderung jedoch schon gefunden hatten.

Insgesamt können während der Wanderung über den Fron-Wald-Weg dreizehn Tradis und der Multi gesucht werden. Diese Geocaches habe ich Euch weiter unten in der interaktiven Karte markiert.

Für die Wanderung mit den zwei Tradis und dem Multi, die wir bis dahin noch nicht gefunden hatten, dem Abschauen einiger Bunker und einer Mittagspause benötigen wir knapp viereinhalb Stunden.

 

Unterwegs durch den Frohnwald

Um Viertel nach zehn Uhr morgens starten wir unsere Wanderung. Zunächst geht es über breite Forstwege und schmale Pfade leicht bergauf.

An den vielen Kreuzungen stehen Wegweiser, die uns zeigen, welche Strecke wir schon gewandert sind und wie weit es zu bestimmten Punkten auf der Strecke noch ist. Eine Markierung eines jeden einzelnen Kilometers gibt es auf diesem Wanderweg nicht.

Der Wegverlauf ist gut gewählt. Immer mal wieder verlassen wir die breiten Forstwege und ein schmaler Pfad führt uns zu interessanten Stellen im Wald. Hier werden wir durch einen Bereich mit viel Totholz geleitet.

An einem Baumstumpf fallen mir diese Baumpilze ins Auge.

 

Vorbei an den ehemaligen Westwallbunkern

Nach etwa einer dreiviertel Stunde kommen wir an den ersten Bunkerruinen vorbei, die es hier im Wald recht zahlreich gibt. Sie stammen aus dem Zweiten Weltkrieg und wurden meist gesprengt.

Bei diesem hier ist die komplette Vorderseite weggeflogen und so kann ich einen Blick ins Innere werfen.

Die Metalltüren fehlen. Das Metall im Türsturz ist noch vorhanden. Es wäre sicher zu aufwendig gewesen, dieses aus dem Beton zu entfernen.

Die Bunker liegen hier dicht beieinander. Wenn Ihr weiter unten in die interaktive Karte hineinzoomt, so werden Euch die vielen Bunker in diesem Wald angezeigt.

Nach einer kurzen Besichtigung wandern wir weiter.

 

Der erste Geocache des Tages

Es folgt ein kleiner Birkenwald. Allmählich nähern wir uns dem Tradi „Tropfsteinbunker„.

Unser Wanderweg verläuft unmittelbar an der Rückseite dieser Bunkerruine vorbei. Dort gibt es recht viele Dornen. Ich finde einen kleinen Pfad, der mich zur Vorderseite des Bunkers bringt.

Auch hier felt die komplette Vorderseite. Im Innern sind an der Decke und am Boden kleine Tropfsteine zu sehen. Ich frage mich, wie das sein kann? Ist der hier verwendete Beton so kalkhaltig, dass das Regenwasser diese Tropfsteine bilden kann? Wenn Jemand von euch da was Genaues weiß, freue ich mich auf einen Hinweis.

Der Geocache soll an einem Baumstumpf etwas entfernt liegen. An den Koordinaten werden wir fündig: ein kaputtes Glas mit einem total durchnässten Logbuch. Hier ist dringend eine Wartung notwendig. Wir legen einen Notlogstreifen mit unseren Namen dazu.

Zu Hause sehe ich, dass der Owner seit Mitte 2019 nicht meh aktiv ist. Schade – dieser Geocache wird wohl bald archiviert werden müssen.

 

Weiter durch den Frohn-Wald

Wir verlassen den Bunker und wandern weiter. Zunächst geht es wieder über einen Forstweg. Es ist schön zu sehen, dass zu dieser Jahreszeit Alles beginnt grün zu werden.

 

Dann geht unser Weg wieder in einen schmalen Wanderpfad über, der einige Bachläufe überquert. Am Hang des Bachlaufes wird der Abstieg mit Stufen erleichtert und unter uns gibt es eine kleine Brücke.

Wir nähern uns Holz. Die Wege werden wieder breiter und wir kommen an einem kleinen Tümpel vorbei. Hier wird es wohl demnächst Frösche geben – zumindest glaube ich, dass das die Aussage dieses Schildes sein soll?!

Dort in der Nähe finden wir den ersten #Saarstein des Tages.

An einem Picknick-Tisch verlassen wir den Frohn-Wald-Weg, um die erste Station des Multis zu erreichen.

 

Der Multi QR-Code Cache – Bunker im Frohnwald

Der Multi „QR-Code Cache – Bunker im Frohnwald“ besteht aus fünf Stationen und dem Final. Er führt an einigen Bunkerruinen vorbei. An den ersten vier Stationen muss jeweils ein QR-Code gefunden werden, der an einen Baum getackert wurde. Leider sind die Koordinaten manchmal recht weit im Off und der Spielspaß hält sich somit in Grenzen.

Das Schöne bei dem Multi ist, dass er in unserer Laufrichtung weitestgehend über den Frohn-Wald-Weg verläuft und so bei der Wanderung gesucht werden kann.

Die Stationen (und der Wanderweg) leiten uns entlang eines Baches, der am Anfang überquert wird.

Die QR-Codes sind für uns mal besser und mal schlechter zu finden. Meist hat man vom Code einen guten Ausblick auf einen Bunker. Dieser hier liegt jedoch auf der anderen Bachseite – daher habe ich auf einen Besuch verzichtet.

Wir erreichen einen kleinen See, den Fröhner Weiher.

Von dort geht es nun leicht abwärts über einen breiten Forstweg. Kurz nach zwölf Uhr dreißig erreichen wir eine kleine Schutzhütte. Es ist Zeit für unsere Mittagspause mit dem mitgenommenen Picknick.

Nach der Mittagspause verlassen wir kurz den Wanderweg, um die Station 5 des QR-Code-Multis zu besuchen. Dort müssen wir einen Petling suchen. Nach einer längeren Suche geben wir genervt auf. Dieser Petling will sich uns einfach nicht zeigen. Später stelle ich zuhause fest, dass wohl auch dieser Owner seit Anfang 2019 nicht mehr aktiv ist.

Wir gehen wieder zurück zum Wanderweg und folgen diesem. Aus dem Hint des Multis erfahre ich, dass das Final „Hinter dem Bunker unter Steinen und Ästen“ zu finden sei. Also schaue ich einfach mal bei der nächsten Bunkerruine, die ich sehe, nach der Dose …

… und ich habe Glück. Ich finde tatsächlich die Dose und kann uns ins Logbuch eintragen!

 

Zurück nach Riegelsberg

Wir wandern weiter. Es folgt ein steiler und längerer Anstieg, an dessen oberen Ende eine Sinnesbank aufgestellt wurde.

Neben einer tollen Aussicht gibt es dort noch den Tradi „Bank am Frohnwald“ zu suchen, den wir gut finden können. Aber auch hier ist das Logbuch in einem solch schlechten Zustand, dass es nicht mehr beschreibbar ist. Wir legen einen Notzettel bei. Später sehe ich, dass auch dieser Geocache vom gleichen Owner wie der QR-Code Multi ist, der wohl nicht mehr aktiv ist.

Am Ende des Anstiegs finden wir eine weitere Bunkerruine. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass der ganze Wald voll von Bunkern ist? ;-)

Ich schaue mich am Bunker etwas um: Es ist wohl eine Mannschaftsunterkunft mit angehängtem Kampfraum. Trotz der Sprengung ist hier noch recht viel erhalten.

Wir wandern weiter und erreichen den Aussichtspunkt „Hilschbachblick“, wo wir unsere Blicke in die Ferne schweifen lassen.

Etwas weiter fällt mir dieses Kunstwerk ins Auge: ein wirklich schöner #Saarstein!

Wir kommen Riegelsberg immer näher. Der Wanderweg streift immer mal wieder den Waldsaum und gibt schöne Blicke auf die umliegenden Dörfer frei.

Wir erreichen die Schutzhütte am Schlieberbrunnen, der aber wohl zur Zeit ausgetrocknet ist? Zumindest kann ich kein Wasser entdecken.

Kurz vor dem Ende geht es hinunter zum Mausbach, der auf einer großen Holzbrücke überquert wird.

Auf der gegenüberliegenden Seite folgt dann der letzte größere Anstieg des Tages. In dessen Hälfte machen wir eine Zwangspause an einer Bank, um entgegenkommende Wanderer mit einem genügend großen Abstand vorbeiziehen zu lassen.

Oben angekommen liegt ein großer Baum im Weg. Schaut so aus, als ob er beim letzten Sturm umgelegt wurde.

Wenige Schritte später erreichen wir das Eingangsportal des Wanderwegs. Der Frohn-Wald-Weg hat uns sehr gut gefallen!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Frohn-Wald-Weg sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Was für eine tolle Wanderung. Allein wegen dem Bunker und der allg. Umgebung kommt sie auf meine „To Do-Liste“. Leider wohne ich nicht direkt dort in der Umgebung, so dass ich aber denke, mal ein kleines verlängertes Wochenende dort zu verbringen.

    Vielen lieben Dank für diese tollen Inspirationen. Ich muss gestehen, ich freue mich jetzt schon sehr auf diese Wanderung (und natürlich auch auf die Geocaches).

    Ganz liebe Grüße und bleib gesund, der Weltenspatz Shelly

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