Geocaching & Sightseeing – Kurzbesuch in Köln

Am letzten Wochenende hatte saarzwerg beruflich in Köln zutun. Für mich die ideale Gelegenheit ein kurzes Wochenende dort zu verbringen.

Mein Hauptziel waren die hoch-favorisierten Geocaches im Zentrum, die mir bisher noch fehlten. Natürlich darf ein Besuch der vielen Weihnachtsmärkte und ein gutes Restaurant nicht fehlen. Kommt mit zum virtuellen Kurzbesuch in Köln!

 

 

Unterwegs in Köln

Ich laufe an meinem Hotel los in Richtung vom Dom. Zunächst muss ich mich durch den Weihnachtsmarkt am Hahnentor quälen. Obwohl es noch nicht einmal 16 Uhr ist, ist hier schon die Hölle los. Ich spaziere weiter zum Neumarkt. Unterwegs komme ich an diesem Fahrrad vorbei. Sofort schaue ich in meine Geocaching-App, ob es hier vielleicht eine Dose zu suchen gibt, werde aber enttäuscht.

Dafür wird mir ein paar hundert Meter weiter der Tradi „#22 Vorortbahn-Endstation Neumarkt“ angezeigt, den ich Dank des hints gut und schnell finden kann.

Anschließ0end will ich noch einen Blick in den Apple-Store werfen. Der befindet sich in mitten der Schildergasse. Auch das ist keine gute Idee, denn auch die Hauptfußgängerzone ist um diese Zeit schon total überlaufen.

 

Das Portal in die Vergangenheit

Es dauert seine Zeit, bis ich mich durch die überfüllten Straßen bis zum Dom durchgekämpft habe. Dort habe ich den Virtual „Portal to the Past (Köln)“ auf meiner To-Do-Liste. Er ist recht einfach – der Owner möchte nur ein Beweisfoto haben, um zu sehen, dass Ihr wirklich vor Ort gewesen seid.

Irgendwie habe ich eine komische Perspekive erwischt, oder? Schaut fast aus wir wenn der Kopf zu groß wäre???

 

Die Liebesbrücke

Als nächstes möchte ich den Tradi „Liebesbrücke“ suchen. Das ist der Geocache in Köln, der die meisten Favoritenpunkte ergattern konnte. Ich weiß, dass ich ein besonders Schloss suchen muss. Ein Bild davon ist im Listing zu finden. Jedoch hängt die komplette Brücke inzwischen voll mit Schlössern.

Ich laufe auf und ab. Irgendwie kann ich nichts finden. Ich schaue mir die Logfotos in der Looking4Cache-App an. Zum Glück habe ich hier LTE, denn Fotos gibts echt viele. Dann werde ich fündig: ein Foto verrät ein paar Details, wo ich suchen muss! Hm, auf die Idee wäre ich nicht wirklich gekommen. Ist auch nicht so einfach an das Schloss heran zu kommen.

Mit viel Ziehen und schieben gelingt es mir schließlich die richtige Kombination am Zahleschloss einzustellen. Ich kann das Schloss öffnen.

Darin liegt ein recht neuer Logstreifen. Ich trage saarzwerg und mich ein!

Geschafft – irgendwie bin ich schon ein bisschen stolz auf mich, diesen Cache gefunden zu haben.

 

Auf der anderen Seite

Ich spaziere weiter über die Brücke bis zu anderen Seite. Dort will ich dem Virtual „GPS-Referenzpunkt Köln“ einen Besuch abstatten. An der anderen Seite angekommen, mache ich erst mal ein Selfie von mir.

Dann laufe ich die Treppen zum Rheinufer hinunter, werde dort jedoch nicht fündig. Die Koordinaten scheinen auf der Karten nicht an der richtigen Stelle zu sein? Ich laufe die Treppen wieder hoch und finde oben doch tatsächlich die Plakette.

Doch wie mach ich nun ein Foto von ihr und mir? Ich muss mich doch arg verrenken um die Plakette und mich gleichzeitig auf das Foto zu bekommen.

Naja, was soll’s? Was tut man nicht alles für einen Geocache! Damit ist das Geocaching-Programm für heute erledigt. Ich genieße die Aussicht und mache noch ein paar Fotos von der Abendstimmung.

Dann laufe ich über die Brücke zurück zum Dom. Am Rheinufer liegen einige Flußkreuzfahrtschiffe. Auf der Brücke ist sogar noch eine geführte Gruppe mit Guide und Headsets unterwegs. Ich nehme an, die kommen von so einem Schiff?!

Vor dem Abendessen wollen saarzwerg und ich noch ein paar Weihnachtsmärkte anschauen.

 

Unterwegs auf den Weihnachtsmärkten

Wir starten am Dom, der abends schön beleuchtet ist.

Dort ist aber schon sehr viel los. Die Besucher drängen sich zwischen den Buden durch. Ich mache noch ein letztes Foto vom beleuchteten Dom …

… und wir spazieren zum Neumarkt. Der Weihnachtsmarkt ist recht klein und befindet sich in einem riesigen Kreisverkehr. In den Bäumen hängen viele beleuchtete Sterne.

Am Eingang ist eine kleine Krippe aufgebaut.

Obwohl der Weihnachtsmarkt recht klein ist, gibt es viel zu sehen. Diese beleuchteten Häuser haben es mir angetan.

Jede Bude hat im Giebel ein weihnachtliches Motiv.

Von allen Weihnachtsmärkten, die wir an diesem Abend in Köln besucht haben, hat uns dieser am besten gefallen.

 

Restaurantempfehlung für Köln

Von frühen Besuchen in Köln hat mir saarzwerg die Trattoria Bennyssimo ans Herz gelegt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich haben wir rechtzeitig einen Tisch für Samstagabend reserviert und das war auch notwenig! Kurz vor acht Uhr erreichten wir die Trattoria und werden vom Chef Toni freundlich empfangen. Es gibt hier keine Karte, sondern nur eine Holztafel mit den Gerichten, die an diesem Tag angeboten werden. Nachdem wir die Bestellung aufgegeben haben, werden wir mit einem Gruß aus der Küche überrascht. Als Vorspeise bekomme ich Vitello tonnato und als Hauptspeise Nudeln mit Ragout. Alles super lecker! Diese Trattoria möchte ich gerne weiterempfehlen.

 

Sonntags kostenlos parken in Köln

Am nächsten Morgen checken wir im Hotel aus und fahren zum Reichenspergerplatz. Den kennt saarzwerg von Ihrer Arbeit und empfiehlt mir dort zu parken. Sonntags ist das kostenlos! Wir haben Glück – es sind gegen zehn Uhr noch einige Parkboxen frei.

Anschließend wollen wir bei dem Tradi „Weißenburgstraße“ vorbeischauen. Er hat schon fast 1000 Favoritenpunkte sammeln können. Ein wirklich dreistes Versteck.

Darin finden wir schon das siebte Logbuch. Dieser Cache scheint wirklich beliebt zu sein.

Nach dem loggen laufen wir die wenigen hundert Meter bis zur nächsten U-Bahn-Station und fahren zum Dom.

 

Hinauf auf den Kölner Dom

Als letzten Geocache bei unserem Kurzbesuch in Köln wollen saarzwerg und ich den Virtual „TOP OF THE DOM“ in Angriff nehmen. Dazu müssen wir auf die Aussichtsplattform hinaufsteigen. Sonntags morgens geht das ab neun Uhr. Der Eingang ist rechts an der Seite des Doms. Dort führen ein paar Stufen hinab. Ein gebohrter Gang führt dort durch das dicke Fundament des Doms hindurch.

Dahinter ist das Kassenhäuschen. Der Aufstieg kostet einen Erwachsenen fünf Euro. Ach ja, es gibt keinen Aufzug. Um auf die Plattform zu gelangen müsst Ihr mehr als fünfhundert Stufen hinauf steigen. Der größte Teil davon ist in einer Wendeltreppe zu absolvieren.

Unterwegs gibt es immer mal wieder ein kleines Fenster, aus dem Ihr heraus schauen könnt.

Das Ganze ist recht mühsam. Langsam steigen saarzwerg und ich Meter um Meter nach oben. Dann kommen wir zu einem wirklich tollen Ausblick. Durch ein rundes Fenster kann ich die Dächer der Weihnachtsmarktbuden sehen.

Noch etwas weiter kann ich den Rheins sehen.

Dann haben wir den ersten und längsten Teil durch die Wendeltreppe erfolgreich hinter uns gebracht. Aber wir sind noch nicht oben. Es geht noch weiter. Der Weg teilt sich. Zum weiteren Aufstieg müssen wir dieses Metalltreppenhaus nehmen. Es bringt uns durch die kuppel nach oben.

Und wieder kommen wir an einem tollen Ausblick vorbei. Dieses Mal kann ich durch ein Kirchenfenster die große Eisenbahnbrücke über den Rhein sehen.

Dann haben wir es endlich geschafft – wir sind oben auf der Plattform angekommen. Durch verschiedene Fenster kann ich nach draußen schauen.

Wir lesen nochmal im Listing nach, was wir für diesen Virtual tun müssen – eigentlich hätten wir ein Bild in der Glockenstube machen müssen. Die ist Sonntagsmorgens jedoch geschlossen. Dafür dürfen wir dann ein Bild von uns auf der Plattform machen.

Wir laufen einmal rund und kommen zurück zum Eingang. Dort mach ich noch ein letztes Foto von der Turmspitze, die von innen recht interessant ausschaut.

Der Weg, den wir nach oben genommen haben, ist eine Einbahnstraße. Wir müssen nun an einer anderen Stellen durch eine sehr enge Wendeltreppe nach unten steigen. An deren Eingang befindet sich die gesuchte Jahreszahl, die wir zum Loggen dieses Virtuals benötigen. Anschließend steigen wir die mehr als fünfhundert Stufen wieder hinunter … eine echt tolle Erfahrung!

 

Hotelempfehlung für Köln

Für die eine Übernachtung in Köln wollen wir uns ein Hotel suchen, von dem aus wir zum Dom laufen können. Letztlich entscheiden wir uns für das Hotel Flandrischer Hof (Provisionslink). Vom Hotel bis zum Dom sind es Luftline etwa eineinhalb Kilometer. Auf dem Weg liegen drei Weihnachtsmärkte und die Fußgängerzone Schildergasse.

Das Hotel hat uns gut gefallen. Unser Zimmer war sehr geräumig und das Bad modern und groß. Zum Frühstück gab es ein Buffet mit einer recht großen Auswahl. An warmen Speisen wurde Ei mit Schinken und Minifrikadellen angeboten.

Einziges Minus ist die Tiefgarage, die mit meinem Mercedes GLC recht abenteuerlich zu befahren war. Ohne die Einweisung von saarzwerg wäre ich dort wegen der Enge wohl nicht mehr alleine herausgekommen. Der Stellplatz kostet 14€ die Nacht.

Für Geocacher sehr erfreulich: unmittelbar vor dem Hotel liegt der Tradi „#16 Vorortbahnlinie F, Endstelle Flandrische Str.“ , den wir sonntags Morgens nach dem Frühstück als Tagescache gehoben haben.

Ohne Auto würde ich wieder dieses Hotel buchen.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Kurzbesuch in Köln gefallen? Was haben wir versäumt uns anzuschauen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Danke für den netten und informativen Beitrag über die Stadt am Rhein – macht richtig Lust auf Köln! Ist schon ne kleine Ewigkeit her, dass ich dort war.

    Und auf den Mercedes GLC hab‘ ich bereits ein Auge geworfen – also nicht Deinen ;) . Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit, Deine Erfahrungen damit zu teilen. Ich denke, er taugt ganz wunderbar als CacheMobil.

    Besinnlichen Advent wünsche ich!

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