Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Belize City & Lamanai

Wir überschreiten die Grenze nach Belize und übernachten in Belize City, wo wir unseren ersten Geocache in diesem Land suchen. Am nächsten Tag besichtigen wir die archäologische Zone von Lamanai, die wieder tief im Urwald liegt. Unsere Anfahrt mit dem Speedboot ist ein besonderer Nervenkitzel!

In den Mayastadt Lamanai schauen wir uns die großem Maya-Masken am Tempel an und suchen den Geocache in der Zone. Kommt mit auf diese virtuelle Reise zu den Tempeln der Maya!

 

 

Durch Belize

Die Grenze von Guatemala nach Belize ist recht unspektakulär: wir müssen mit unserem kompletten Gepäck aussteigen und dieses Mal nur in ein Gebäude gehen. Am ersten Schalter bekommen wir den Ausreisestempel und am nächsten den Einreisestempel für Belize. Natürlich ist vor jedem der beiden Schalter zunächst einmal Schlange stehen angesagt.

Nach einer guten Stunde sind die Formalitäten erledigt und alle wieder zurück in unserem Reisebus. Von hier bis nach Belize City sind es noch 130 Kilometer. Für die Strecke werden wir noch mindestens 2 Stunden benötigen. Ich genieße die Fahrt und versuche aus dem Bus einige Fotos, die die lokalen Gegebenheiten einfangen sollen, zu schießen. Belize hat scheinbar die ausrangierten Schulbusse aus den Vereinigten Staaten bekommen?

An vielen Stellen haben Obstverkäufer kleine Verkaufsstände aufgebaut, wo sie ihre Waren anbieten.

Unterwegs gibt es auch einige Restaurants. Bei diesem hier kann man sogar auf der Sonnenterrasse sitzen – leider ist es heute sehr bewölkt und schaut nach Regen aus. Von daher nix los …

Wir kommen an einer Landwirtschaftsschule vorbei. Das Gemälde am Haus gefällt mir besonders gut – auch ohne Lesen zu können ist gleich klar, um was es hier geht!

Wir erreichen Belize City und fahren in Richtung Kreuzfahrtterminal, wo die Straße direkt am karibischen Meer vorbeiführt. Es scheint gerade ein Zirkus in der Stadt zu sein.

Etwas weiter ist der Fähranleger, wo die großen Fähren zu den vorgelagerten Inseln ablegen.

Unterwegs fällt mir noch dieser Streetfood-Verkäufer auf: ein kleiner Pavillion schützt vor Regen, kühle Getränke kommen aus der Kühlbox und Essen wird frisch gekocht – quasi improvisiertes Fastfood!

… und eine Nachfrage scheint auch da zu sein!

 

Meine Hotelempfehlung für Belize City

Am Abend erreichen wir unser Hotel in Belize City, welches ich Euch empfehlen kann: das „Radisson Fort George Hotel & Marina“ (Provisionslink). Die Zimmer sind geräumig. Das Frühstück wird in Buffetform serviert. Abends waren wir mit der kompletten Gruppe zu einem Abendessen mit mehreren Gängen eingeladen. Es war super lecker!

Nach dem Essen vertrete ich mir etwas die Beine vor dem Hotel. Dort steht noch ein alter Briefkasten aus der britischen Kolonialzeit.

Im Hotelzimmer fällt saarzwerg diese Ausstattung ins Auge: eine Taschenlampe. Und prompt fällt in dieser Nacht für einige Stunden der Strom aus. Ich glaube die wissen, warum sie „sowas“ im Hotelzimmer aufhängen.

Unser Reiseleiter hat uns vor Belize City gewarnt – es gäbe hier eine recht hohe Kriminalitätsrate …

 

Geocaching in Belize City

… daher lassen saarzwerg und ich bis auf ein iPhone alles teuere im Hotelzimmer, als wir uns morgens noch vor dem Frühstück aufmachen um den einen Geocache in Laufreichweite zu suchen. Gegenüber vom Fährterminal soll der Tradi „Belize Glitters and Shines“ versteckt sein.

Die Warnungen scheinen uns dann doch etwas übertrieben zu sein. Die Einheimischen, die uns begegnen sind alle sehr freundlich. In der Nähe des Kreuzfahrtterminals parkt ein Polizeiauto und überwacht die Straße. Daher können wir nicht richtig suchen. Um den Cache nicht zu gefährden entscheide ich mich für ein Fotolog, welches später vom Owner akzeptiert wird.

 

Über den New River zu den Tempeln

Nach einem reichhaltigen Frühstück geht es wieder in den Bus. Wir fahren Richtung Orange Walk Town. Kurz vor der Stadt biegt der Reisebus auf einen kleinen Feldweg ein, der uns zu einem Parkplatz an einem Schiffsanleger bringt. Dort wartet ein Speedboot auf uns.

Von hier bis zur archäologischen Zone von Lamanai sind es gut 40 Kilometer über den Fluss New River.

Auf dem Hinweg fährt unser Kapitän recht gemütlich. Er zeigt uns besondere Tiere und Pflanzen recht und links am Ufer.

Da gibt es einen Termitenbau auf einem Baum über dem Fluß. Klar so ist der Bau durch seine besondere Lage vor Fressfeinden geschützt.

Etwas weiter wartet ein Raubvogel auf einem Ast auf Beute. Hier hat er einen gute Überblick!

Dann wird unser Boot langsamer. Unser Kapitän lässt es langsam ans Ufer treiben. Ein kleines Krokodil liegt hier fast regungslos im Fluss. Der Kapitän erzählt uns, dass er dieses Krokodil schon seit seiner Geburt hier an dieser Stelle findet. Es wäre das letzte, welches von die vielen, die geschlüpft sind, noch übrig ist. Ich drücke ihm die Daumen, dass es auch weiterhin überlebt!

Unterwegs kommen wir oft an Seerosen vorbei. Ein Zeichen für gute Wasserqualität.

Gegen Ende unserer Bootsfahrt öffnet sich der schmale Fluss und geht in einen breiten See über. Am Ufer ist schon die Anlegestelle zur archäologischen Zone von Lamanai zu sehen.

Für die 40 Kilometer haben wir nur eine knappe Stunde benötigt.

 

Die archäologische Zone von Lamanai

Wir gehen über den Steg an Land. Am Eingang begrüßt uns das Willkommensschild und weißt uns darauf hin, das Lamanai in der Sprache der Maya „untergetauchtes Krokodil“ bedeutet.

Ferner sollen wir nicht schwimmen (wegen der Krokodile im Fluss) und den Müll in den Eimer werfen, aber das ist ja selbstverständlich!

 

Die erste Pyramide

Wir folgen dem Rundweg in den Urwald hinein. Ich finde es interessant, dass vom See aus keine Tempel zu erkennen sind. Entweder war ich blind oder sie sind im Wald verborgen. Wir kommen auf eine Lichtung und stehen auf einen großen Platz an dessen einer Seite eine Pyramide steht.

Am unteren Sockel befindet sich am rechten und linken Rand eine Verzierung, die mit etwas Phantasie einem Schlangenkopf ähnelt.

Anschließend gehen wir noch tiefer in den tropischen Regenwald und damit weg vom See. Nach einer kurzen Weile öffnet sich der Wald wieder und gibt den Blick auf eine weitere Pyramide frei.

Gleich davor befindet sich ein Ballspielplatz. Die Mittelmarkierungen sind hier leider nicht mehr vorhanden.

Von unserem Reiseleiter erfahren wir, dass diese Pyramide über die Rückseite bestiegen werden darf.

 

Hinauf auf die nächste Pyramide

Auf der Rückseite der Pyramide geht es über eine Holzleiter nach oben.

Ganz oben angekommen, schaue ich mich erstmal um. Ich kann gerade so über die Wipfel der Urwaldriesen schauen und erkenne dahinter den See, über den wir gekommen sind.

Schaue ich vorne über die große Treppe hinunter, so wird mir erst bewusst, wie hoch wir sind. Der Teil unserer Gruppe, der nicht mit nach oben gekommen war, ist nur noch recht klein unter den Bäumen zu erkennen.

Natürlich lasse ich mir es nicht nehmen auch hier oben ein Selfie zu machen. Früher war auf der Spitze dieser Pyramide ein Geocache versteckt – der ist aber schon länger archiviert.

Nach eine kleinen Pause auf der Pyramide, wird es wieder zur hinunter zu steigen …

… und zur Gruppe zu gehen, die schon auf uns wartet. Dort erfahren wir, dass es die letzte Pyramide auf unserer Rundreise gewesen sein, die wir besteigen durften. Schade – der Aufstieg war zwar immer anstrengend, aber von oben gab es stets eine schöne Aussicht zu entdecken.

 

Der Tempel der Masken

Das Highlight von Lamanai ist sicher der Tempel der Masken. An der Pyramide, die am hintersten Punkt von unserem Rundweg liegt, befindet sich rechts und links der Haupttreppe zwei große Maya-Masken aus Stein.

Die rechte ist noch sehr gut erhalten. Deutlich ist der Kopf samt Schmuck zu erkennen.

Wir nehmen uns Zeit die Masken ganz genau zu betrachten. Ich mache viele Fotos. Es ist das bisher größte Maya-Relief, das wir bei all unseren Tempelbesuchen bisher gesehen haben.

 

Zurück durch den Urwald

Wir laufen auf einem anderen Weg zum Besucherzentrum von Lamanai zurück. Unser Pfad geht durch den tropischen Regenwald und unser lokaler Reiseleiter hat allerlei interessante Dinge über den Urwald zu berichten. Er weist uns auf Pflanzen hin, die auf Bäumen wachsen und keine Verbindung zum Boden haben.

Immer mal wieder kommen wir an hohen Bäumen mit Brettwurzeln vorbei, die sicher schon viele Jahre auf dem Buckel haben.

Langsam nähern wir uns dem Besucherzentrum, als ich mal wieder auf mein GPS schaue …

 

Geocaching in Lamanai

Rund um einen kleinen Platz gibt es einige Souvenirläden. Nicht weit von dort gibt es einen Bereich mit Palmen und Sitzgelegenheiten.

In einer Palme befindet sich laut Hint der Geocache“From Berlin to Belize„. Nach etwas Suchen werde ich fündig.

Leider ist die Kappe schon verloren gegangen. Gerne hätte ich auch hier eine Cachewartung durchgeführt aber leider ist mein Vorrat an Petlingen inzwischen vollständig erschöpft. Bei der nächsten Fernreise sollte ich wohl noch ein paar mehr ins Gepäck legen.

 

Zurück in die Zivilisation

Nach einem kleinen und wohlschmeckenden einheimischen Picknick, welches zu diesem Ausflug gehört, geht es wieder zurück in die Zivilisation. Da Kapität hat das Boot an einen anderen Anleger umgeparkt, was mir aber erst auffällt, als ich dieses Foto schieße. Ein Teil der Gruppe ist schon am Einsteigen ;-)

Also ist nun etwas Eile geboten. Als letzter schaffe ich es gerade noch aufs Boot. Ich wollte nicht ausprobieren, ob sie gewartet hätten.

Die Rückfahrt geht schneller vonstatten. Unser Kapitän hält sich nicht mehr mit Erklärungen zu Flora und Fauna auf. Dafür gibt er richtig Gas. Das Speedboot legt sich in der engen Kurven des New River mächtig auf die Seite. Mich erinnert das Ganze an eine Achterbahnfahrt. Es macht mir großen Spaß! Den Gesichtern der anderen im Boot nach zu schließen ist das aber nicht bei jedem der Fall! Eine dreiviertel Stunde später sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück und fahren weiter zur mexikanischen Grenze …

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Die Übersicht über alle Tourempfehlungen in Yucatán findet Ihr im Artikel „Geocaching & Sightseeing auf Yucatán ? meine Tourempfehlungen“ .

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Seid Ihr selbst schon in Belize und Lamanai gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Wäre das etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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