Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Edzná & Campeche

Von Uxmal fahren wir weiter nach Edzná, wo wir die kleine archäogische Zone besuchen. Neben Sightseeing führe ich dort eine Cachewartung durch.

Anschließend geht es weiter nach Campeche um das archäologische Museum in der Festung San Miguel besichtigen. Am Abend und dem folgenden Tag erkunden wir die quirlige Altstadt von Campeche. Kommt mit auf diese virtuelle Reise!

 

 

Die Mayastadt Edzná

Von Uxmal sind es 150 Kilometer, was mit unserem Reisebus und dem Einkaufsstopp in einer kleinen Stadt gute vier Stunden dauert. Kurz nach Mittag erreichen wir die archäologische Zone von Edzná. Auf dem Schild ist deutlich zu sehen, dass Maya-Stadt verglichen mit Chichén Itzá oder Uxmal recht klein ist.

Vom Kassenhaus führt ein breiter Fahrweg durch einen kleinen Wald zur Tempelanlage. Als wir den Wald verlassen stehen wir an einer Mauer mit einem kleinen Durchgang. Obwohl dieser nicht sehr hoch ist, lasse ich es mir nicht nehmen hineinzukrichen und einen Blick auf die andere Seite zu riskieren: Es lohnt sich – ich sehr die Akropolis dieser ehemaligen Maya-Stadt.

Unser Reiseführer erklärt uns die Geschichte dieser Tempelanlage. Um einen großen Platz, der heute eine Wiese ist, sind einige Gebäude angeordnet. Auf einer Seite führt eine große und breite Treppe zur Akropolis hinauf.

Stellenweise sind die Treppenstufen recht hoch und ungleichmäßig. Für die Touristen wurden jedoch an einigen Stellen Zwischenstufen eingebaut, die den Aufstieg auf die Plattform erleichtern. Dort oben befindet sich ein weiterer Platz, der von Gebäuden umrahmt ist. Gegenüber der Treppe steht die fünfstöckige Palastpyramide, die leider nicht bestiegen werden darf.

Bei unserem Besuch (es ist Sonntag) sind gerade einige Wissenschaftler mit der Vermessung und Kartierung der Pyramide beschäftigt.

Die Gebäude rechts und links der großen Palastpyramide dürfen bestiegen werden. Ich nehme die Treppen und steige auf das rechte Gebäude. Von hier oben habe ich einen schönen Blick über die große Akropolis.

Wir verlassen die Plattform wieder und spazieren über den unteren großen Platz zu eine kleinen Strohhütte die hinter den Gebäuden liegt.

Gut geschützt von Wind und Wetter werden darin gut erhaltene Mayamasken und Verzierungen aus Stein ausgestellt.

 

Cachewartung in der archäologischen Zone

In der Tempelanlage ist mir bei der Vorbereitung dieser Tour der Mystery „The little miracle of Edzna“ aufgefallen. Das Rätsel lies sich von zuhause gut lösen und die Finalkoordinaten ungefähr bestimmen. Dann ist mir ein Log aufgefallen, welches von eine alternativen Versteck berichtete, da das ursprüngliche nicht mehr zugänglich sei.

Als ich vor Ort ankomme, schaue ich zunächst nach dem ursprünglichen Platz und wirklich, der Zugang ist mit einem Schild abgesperrt. Dann steige ich auf das rechte Gebäude, wo sich oben die Ersatzdose befinden soll.

Doch auch hier befindest sich derzeit eine Absperrung wegen Renovierung.

Ich nehme an, dass deshalb auch der untere Weg wegen möglicher herabfallender Steine bei den Bauarbeiten gesperrt wurde.

Ich habe einen Ersatzpetling mit. Da heute Sonntag ist und somit keine Arbeiten im Gange, passiere ich die Absperrung und verstecke den Petling an seinem ursprünglichen Platz.

Als ich nun diesen Artikel schreibe, kann ich im Listing lesen, dass der Cache inzwischen schon wieder verlegt wurde – dieses Mal in die Nähe der Steinmasken und sollte somit wieder einfacher zugänglich sein!

 

Die Festung San Miguel

Von Edzná fahren wir weiter Richtung Campeche. Früher habe ich auf dem C-64 „Pirates!“ gespielt, weshalb mir diese Stadt ein Begriff ist. Wegen der vielen Piraten-Angriffe in der damaligen Zeit haben die Spanier diese Stadt befestigt. 1999 wurde sie deshalb von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Wir halten an der Festung San Miguel, die im Außenbereich der Stadt liegt. Heute ist darin das archäologische Museum von Campeche untergebracht.

Eine breiter Weg, der von Mauern gesäumt ist, führt in einer S-Kurve zum Eingang. So konnte dieser nicht direkt beschossen werden.

Um die komplette Festungsmauer verläuft ein tiefer Graben, der am Eingang von einer Zugbrücke überwunden wird.

Die Festung ist recht klein – um einen großen Platz sind die Gebäude im Karree angeordnet. Ihre Außenwände bilden gleichzeitig die Festungsmauer. Rechts und links führen jeweils ein Treppe nach oben zur Kanonenplattform.

Wir bleiben zunächst unten und schauen uns das Museum an. Hier sind die berühmten Jade-Grabmasken der Maya hinter dickem Panzerglas ausgestellt.

Obwohl sie schon sehr alt sind, hat der Jadestein immer noch eine tolle Farbe!

Einen Raum weiter werden zwei Mumien mit angelegtem Jade-Schmuck gezeigt.

Das Museum ist sehr interessant. Es erstreckt sich über alle Räume auf der Vorderseite der Festung. Nachdem wir uns alles angeschaut haben, laufen wir die Treppen zur Kanonenplattform nach oben. Von hier oben hat es einen tollen Blick auf den Golf von Mexiko, der vor der Festung liegt.

Die Plattform erstreckt sich rund um den Innenhof. Die Kanonen sind nach allen Seiten ausgerichtet und konnten so San Miguel gegen Angreifer von der Land- wie von der See-Seite verteidigen.

Nach gut eineinhalb spannenden Stunden verlassen wir die Festung San Miguel wieder …

… durch den einzigen Eingang über die Zugbrücke.

 

Der Markt von Campeche

Insgesamt haben wir zwei Abende und eine ganzen Tag um Campeche kennenzulernen. Campeche hat heute weit mehr als 200.000 Einwohner und ist eine Großstadt. Leider ist Campeche eine absolut Geocaching-freie Zone, weshalb wir uns hier auf Sightseeing beschränken müssen.

Am ersten Abend hat unser Reiseveranstalter ein gemeinsames Essen im „Restaurante Don Gustavo“ gebucht. Leider haben wir dort sehr schlechte Erfahrungen gemacht: schlechtes Essen und überteuerte Weinpreise, weshalb ich Euch davon nur abraten kann. Man könnte meinen, dass die Piratenfigur auf der Bank vor dem Restaurant ein Sinnbild für die Philosophie des Restaurants ist!

Am nächsten Morgen starten wir unseren geführten Stadtrundgang mit einem Besuch der Markthallen, die sich unmittelbar vor der Stadtmauer befinden und gut zu Fuß von unserem Hotel zu erreichen sind.

Ich liebe es solche Markthallen zu besuchen und zu schauen, was die einzelnen Händler anbieten. Wir beginnen unseren Rundgang bei den Metzgern.

Dann biegen wir in die große Fischhalle ab. Campeche liegt am Meer, weshalb hier viele Meeresfrüchte angeboten werden.

Nicht jeder Verkäufer scheint an diesem Morgen recht motiviert zu sein. Diese bietet kleine Tintenfische zum Verkauf an.


Ein paar Stände weiter entdecke ich diese kleinen Haie. Schade, lebend im Meer hätten sie mir besser gefallen.

Die Auswahl hier ist riesig. Scheinbar kann fast jeder Fisch gegessen werden. Selbst ein Teil eines Rochen habe ich entdeckt.

Dann verlassen wir die Fischhalle wieder. In der mexikanischen Küche wir sehr viel Huhn verarbeitet. Demnach können diese auch hier gekauft werden. Es gibt sie in zwei Ausprägungen: normal und recht blass oder knall gelb als Maishuhn.

Ich habe den Rundgang durch die Markthallen genossen. Wenn Ihr mal in Campeche seid und Zeit habt, solltet Ihr am Morgen auf jeden Fall einen Abstecher dorthin machen.

 

Die Altstadt

Die historische Altstadt von Campeche befindet sich im Inneren des Festungsrings. Sie ist sechseckig angelegt, von einer Festungsmauer umgeben und hat an jeder Ecke zum Schutz eine kleine Festung (Baluarte). Die Straßen sind bilden ein Schachbrettmuster und zeigen, dass die Stadt von den Spaniern auf Reißbrett einstanden ist. Die Häuser sind noch überwiegend aus der Kolonialzeit und schön bunt angestrichen.

Wir spazieren zur „Iglesia de San Pedro“. Da gerade ein Gottesdienst stattfindet, können wir leider den Innenraum nicht besichtigen.

Zu großen Teilen ist die historische Stadtmauer noch erhalten.

Zu Zeiten der Spanier und der Piraten gab es nur zwei große Eingänge in die Stadt. Ein Tor zur Landseite und ein weiteres zur Seeseite hin. Nach unserem Besuch in der Markthalle, betreten wir die historische Altstadt von Campeche wieder durch das Landtor. Das eigentliche Tor ist mit einer weiteren Mauer vor direkten Angriffen geschützt. Über dem Tor schauen die Kanonen aus der Mauer heraus.

Im Eingang wurde eine weitere aufgestellt. Das ist aber sicher nur für die Touristen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass damals eine solche mitten im Weg gestanden haben soll.

Neben dem Tor hängt noch eine historische Glocke mit dem Wappen von Campeche darauf.

Wir bummel etwas die Stadtmauer entlang und entdecken in einer kleinen Nische ein paar „Piraten“. Zur Geschichte dieser Stadt gehören die einfach dazu!

Dann wechseln wie die Richtung und spazieren wieder Richtung Hauptplatz zurück. Direkt daneben befindet sich die große Kathedrale von Campeche, die besichtigt werden kann. Der Eintritt ist frei.

Davor bieten ein paar „alte“ Busse Rundfahrten für Touristen an.

Gegen Mittag wir es immer wärmer, ich fühle, dass es schon wieder über 30° heiß geworden ist. Die Straßen leeren sich langsam und manche Restaurants räumen Tische und Stühle auf die Straße um den Touristen ein Mittagessen anzubieten.

Da wir noch keinen Hunger haben, wollen wir vor unserer Siesta noch einen Blick aufs Meer werfen. Dazu orientieren wir uns an der großen Säule mit dem geflügelten Wesen darauf.

 

Vor den Toren der Stadt

Wir verlassen die historische Altstadt durch das Seetor …

… und folgen der dahinter liegenden Straße bis zum Denkmal, welches recht neu ist und auf einer extra dafür errichteten Aufschüttung ins Meer gebaut wurde.

Rechts daneben befindet sich der große Schriftzug mit dem Namen der Stadt.

Diese Schriftzüge gibt es oft in mexikanische Städten und Dörfern und sind auch sehr beliebt zum Selfie-Machen!

 

Interaktive Stadtbummel-Karte

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unseres Stadtrundganges durch Campeche sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken.

Falls Euch dieser Rundgang interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

 

Die Light-Show am Abend

An der Seite des Hauptplatzes, dort wo die Arkaden sind, befindet sich der Aufgang zum Restaurant „Casa Vieja del Río“. An unserem freien Abend testen wir es und sind begeistert. Für faire Preise bekommen wir tolle Gerichte mit Meeresfrüchten und sitzen auf dem Balkon mit Blick auf die nachts schön beleuchtete Kathedrale.

Nach dem Essen wechseln wir die Straßenseite und gehen auf den großen Platz. Dort haben sich schon recht viele Touristen und Einheimische eingefunden. Um Punkt 20 Uhr beginnt die große Light-Show in Campeche. Sie ist kostenlos und erzählt mit schönen Bildern und Musik die Geschichte der Stadt.

Natürlich spielen in dieser Geschichte auch die Piratenschiffe eine große Rolle …

Die Light-Show wird auf die Hauswand der Bibliothek projiziert. Diese Show kommt ganz ohne Sprache aus – so ist es nicht schlimm, dass wir kein Spanisch verstehen. Für uns ist es sehr unterhaltsam. Nach einer knappen Stunde ist leider schon alles vorüber!

 

Hotelempfehlung für Campeche

Unmittelbar am Rand der Altstadt gelegen ist das Vier-Sterne-Hotel „Plaza Campeche“ (Provisionslink). Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß zur Kathedrale oder zum Markt.

Dieses Hotel hat geräumige Zimmer mit einer Klimaanlage. Morgens gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit regionalen Speisen. Das Hotel hat im Innenhof einen Pool und einen Parkplatz. In der kleinen Bar haben wir den Tag Revue passieren lassen und unseren Absacker genossen …

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Die Übersicht über alle Tourempfehlungen in Yucatán findet Ihr im Artikel „Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – meine Tourempfehlungen“ .

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Seid Ihr selbst schon in Edzná oder Campeche gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Habt Ihr in Campeche auch die Light-Show besucht? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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