Okt 082018
 

Über den Feiertag besuchten saarzwerg und ich Barcelona. Neben viel Sightseeing suchten wir natürlich auch Geocaches. In diesem Artikel berichte ich Euch von unserer Tour und gebe Euch viele Tipps, um Eure eigene Tour zu organisieren.

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Wir besuchen die Sagrada Familia, den Park Güell und das Gotische Viertel. Wir laufen über La Rambla, besuchen den Mercat de Boqueria, fahren mit der Seilbahn zum Castell de Montjuïc und spazieren von dort zur Plaza de España. Kommt mit auf diese virtuelle Reise …

 

 

Reisetipps

Im Folgenden gebe ich Euch Tipps, wie Ihr Euch im Barcelona am Günstigsten fortbewegen könnt, welches Hotel wir uns ausgesucht haben und was es beim Essen und Trinken zu beachten gibt.

Anreise

Ungefähr sechs Monate vor dieser Reise haben wir mit der Planung begonnen und uns für den Flug LH1126 mit der Lufthansa von Frankfurt am Main nach Barcelona entschieden.

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Der Flug startet am Morgen und so sind wir schon vor dem Mittag in Barcelona. Der zugehörige Rückflug geht am frühen Nachmittag, so dass wir hier einen guten Tag in der Stadt verbringen können. Die Buchung des nur Handgepäck-Tickets kann durchaus mit so manchem Billigflieger konkurrieren. Der Flughafen Barcelona El Prat hat einen eigenen Metro-Anschluß an beiden Terminals.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Am Einfachsten und Günstigsten ist es in Barcelona sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen. Das Metronetz ist sehr gut ausgebaut und die Bahnen fahren im 3- bis 6-Minutenabstand. An so ziemlich jeder Metrostation kann ein Ticket gekauft werden.

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Um die Stadt zu erkunden, empfehle ich Euch das „HolaBCN-Ticket“ – ein Ticket für das komplette Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in Barcelona. Auch die Metro-Strecke von und zum Flughafen ist darin enthalten, was nicht bei jedem Ticket der Fall ist. Das Ticket gibt es für 2 bis 5 Tage.

Metrofahren in Barcelona ist sehr einfach. An der Station sucht Ihr Euch die benötigte Strecke auf dem Plan heraus und steigt ein. Die Richtung ist stets über die Endstation angegeben. Auf der Anzeige am Bahnsteig seht Ihr die Minuten bis die nächste Metro kommt.

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Während der Fahrt schaut Ihr auf die Anzeige über der Tür, die Euch zeigt, wo sich die Bahn gerade befindet und was die nächste Haltestelle ist.

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Nun nur nicht verquatschen und an der richtigen Haltestelle aussteigen. Einen guten Metro-Plan mit allen Linien findet Ihr auf dieser Webseite.

 

Hotelempfehlung

Für unsere eine Übernachtung suchen wir uns ein Hotel in der Nähe einer Metro-Station. Wir buchen das ibis Styles Barcelona City Bogatell (Provisionslink), welches nur zwei Minuten von der gleichnamigen Metro-Station entfernt liegt. Unser Zimmer ist geräumig, funktionell und modern, das Badezimmer hat sogar eine Regendusche. Die Bar hat rund um die Uhr offen. Das Frühstück gibt es als Buffet und bietet eine große Auswahl. Die Tortilla zum Frühstück ist der Hammer. Wir wurden nicht enttäuscht!

 

Essen & Trinken

In der ganzen Stadt gibt es überall kleine und große Supermärkte, wo wir uns initial mit Getränken eindecken und mit Empanadas den ersten Hunger nach dem Flug stillen.

Am späten Nachmittag spazieren wir durch das gotische Viertel und werden auf dieses Angebot der „Bodega La Galera“ aufmerksam.

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Die Tapa des Tages und ein Glas Wein für 3€ – das nehmen wir – Zeit für eine Pause.

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Wow – das ist eine wirklich gute Idee – es gibt Fischkroketten mit Oliven und einem Glas Rotwein. Echt lecker und günstig!

Das Gleiche versuchen wir auch am Abend, jedoch an anderer Stelle. An der Plaça de Jacint Reventós finden wir das Angebot für einen Tapas-Teller für 12€ pro Person. Wir nehmen Platz und müssen feststellen, dass der Wein in diesem Restaurant unerschwinglich ist – wir sind leider auf ein Lockangebot hereingefallen. Für unseren Tisch auf dem Vorplatz kommen nochmal 15% auf die Preise drauf. Trotzdem schmeckt die Tapas-Platte super! Ich mag die Pimentos und den Pincho. Wegen der Weinpreise möchte ich das Restaurant „Taller de Tapas“ nicht empfehlen!

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Am letzten Tag kurz vor dem Rückflug gönnen wir uns noch einen Mittagstisch. Für knapp 10€ bekommen wir ein Getränk, drei Tapas und einen Kaffee hinterher. Als wir auf unseren Zeitdruck hinweisen, geht alles recht zügig – daher für mittags unsere Empfehlung „Tapa Tapa Arenas“ an der Plaça Espanya.

 

Unsere Tour

Doch nun zu unserer Tour – schließlich sind wir ja nicht (nur) zum Essen nach Barcelona geflogen.

 

Sagrada Familia

Nach dem Einchecken im Hotel fahren wir mit der Metro zur Station Verdaguer und laufen den Rest. Schon von Weitem ist das Wahrzeichen Barcelonas gut zu sehen.

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Dort angekommen gleich der Schock: Alle Tickets für den Besuch der Kirche für heute und morgen sind schon ausverkauft. Hier ganz klar die Empfehlung: Falls Ihr die Kirche besuchen wollt, ordert die Tickets so früh wie möglich über das Internet. Damit es uns beim Park Güell nicht genauso geht, buchen wir jetzt die Tickets und haben Glück – für diesen Abend um 19 Uhr sind noch zwei zu haben. Glück gehabt!

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Wie spazieren einmal um die Kirche herum und loggen den Virtual „SAGRADA FAMÍLIA„.

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Auch der Tradi „Sagrada Família“ auf dem Vorplatz ist dank gutem Spoiler schnell gefunden.

 

Santa Maria del Mar

Wir steigen wieder in die Metro und fahren zum Gotischen Viertel. Es liegt zwischen der Prachtstaße La Rambla und der Via Laietana. Wir verlassen die Metro an der Haltestelle „Jaume“. Bevor wir das Gotische Viertel erkunden, gehen wir zunächst in die andere Richtung zur Kathedrale Santa Maria del Mar, die die Hauptrolle im Netflix Original „Die Kathedrale des Meeres“ spielt.

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Der Besuch des Innenraums kostet 5€ Eintritt. Die Kirche ist aus dem 14. Jahrhundert und im gotischen Stil erbaut.

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Besonders faszinierend finde ich die vielen hohen Säulen, die die Decke des Kirchenschiffs tragen.

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Nach der Besichtigung laufen wir wieder zurück zur Via Laietana, um nun das Gotische Viertel zu erkunden.

 

Barri Gòtic (Gotisches Viertel)

Zunächst spazieren wir in Richtung des Pla de la Seu (Platz der Kathedrale) und kommen an der ehemaligen römischen Stadtmauer vorbei.

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Im Gotischen Viertel gibt es sehr viele kleine Gassen. Durch eine können wir das erste Mal die Kathedrale erblicken.

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Auf dem Platz angekommen, schauen wir, ob es Geocaches in der Nähe gibt.

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Der Virtual „El perímetre de la Catedral – Virtual Reward“ ist uns mit seinen vielen Stationen zu aufwendig. Wir suchen zunächst den Tradi „CATEDRAL DE BARCELONA“ und kümmern uns dann um den Earthcache „EARTHCATEDRAL BARCELONA-AGUANAGUANGA 5000„, welcher uns einmal komplett um die Kathedrale führt.

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Dabei entdecke ich viele schöne Fotomotive rund um die Kirche. Die engen Gassen haben es mir angetan und die Brücke erinnert mich irgendwie an Venedig.

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Wir drehen eine große Runde durch die Altstadt. Dabei kommen wir an einigen Tradis vorbei, die wir meist dank guter Spoilerfotos rasch finden können. Hier loggt saarzwerg gerade eine Dose an einem römischen Tour an der ehemaligen Stadtmauer.

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Viele Gassen weiter erreichen wir die Plaça Reial, was „königlicher Platz“ bedeutet. Es ist später Nachmittag. Hier ist die Hölle los.

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Es ist nicht daran zu denken, ein Foto von einem „leeren“ Brunnen machen zu können. Rund um den Platz gibt es Restaurants mit Tischen davor, die alle besetzt sind.

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Dann finden wir dank Geocaching noch einen besonderen Ort:

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In einem Innenhof gibt es einen kleinen Park, den wir durch ein Haus betreten müssen. Der Eintritt ist frei. Dort suchen und finden wir den Tradi „Jardí de la casa Ignacio de Puig„.

 

Park Güell

Am späten Nachmittag steigen wir wieder in die Metro und fahren mit der Linie L3 zur Haltestelle Lesseps. Von dort ist der Fußweg zum Eingang des Parks gut ausgeschildert. Die letzten Höhenmeter zum Eingang werden auf einer Rolltreppe überwunden.

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Um sicher zu gehen, dass wir unseren gebuchten 19 Uhr Termin nicht verpassen sind wir sehr zeitig am Eingang. Die Tickets kosten uns über das Internet samt Vorverkaufsgebühr 10€ pro Person. Leider sind die Ordner recht genau und lassen uns nicht früher in den Park. Genau um 19 Uhr dürfen wir losgehen …

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Wir bekommen einen Flyer, auf dem ein Rundweg eingezeichnet ist, dem wir folgen. So kommen wir zunächst an dem Säulengang, der aus vielen kleinen Steinen erbaut wurde, vorbei. Dort in der Nähe loggen wir den einzigen Cache im Park, den Tradi „Park Güell: Sala Hipóstila„. Wir folgen weiter dem Rundweg und gelangen zur Säulenhalle, die ursprünglich als Marktplatz gedacht war.

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An manchen Stellen „fehlt“ eine Säule und schafft so Raum. Auf den Säulen ruht eine große Terrasse mit …

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… einem tollen Ausblick bis zum Meer.

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Allmählich geht die Sonne unter und färbt den Horizont langsam rot.

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Leider ist es auch gegen 19:30 Uhr nicht möglich ein Bild von der Haupttreppe am Eingang zu machen, auf dem keine Touristen zu sehen sind. Der Park ist heute voll. Auch hier empfiehlt es sich, schon von zu Hause die Tickets zu reservieren, wenn man denn den Park besuchen will.

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Wir spazieren wieder zurück zur Metro-Station Lesseps, wo wir noch den Tradi „Plaça de Lesseps“ loggen. Zum Abendessen fahren wir erneut in die Altstadt und lassen den Abend anschließend an der Hotelbar bei einem Rotwein ausklingen.

 

La Rambla & Mercat de Boqueria

Nach dem Auschecken im Hotel laufen wir mit unseren Rucksäcken durch die Altstadt zur Rambla. Am nördlichen Ende loggen wir den Virtual „Font de Canaletes„, der sich mit den Brunnen in Barcelona beschäftigt.

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Auf dem Weg über die Rambla nach Süden kommen wir zu der großen Markthalle „Mercat de Boqueria“. Leider ist es für das Mittagessen noch etwas früh. Ihr solltet das bei Eurem Besuch zeitlich besser planen.

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Die Auswahl an Speisen und Lebensmitteln ist gigantisch. An den Verkaufsständen wir auch Vieles zum Mitnehmen angeboten. An einigen Stellen gibt es sogar ein paar Bars mit Sitzplätzen.

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Ich spaziere gerne durch Markthallen. Dort gibt es immer Etwas zu fotografieren, wie diesen exotischen Fisch.

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Eine halbe Stunde später verlassen wir die Markthallen und laufen weiter über die Rambla nach Süden.

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Kurz vor dem Hafen erreichen wir die Plaça Portal de la Pau mit dem mächtigen Kolumbusdenkmal.

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Die Säule ist riesig und die Basis erzählt mit vielen Figuren von der Eroberung der neuen Welt.

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Der Virtual „BARCELONA – Monumento a Colón“ ist einfach zu lösen – einfach nur ein Beweisfoto mit den Löwen. So mag ich die Virtuals im Ausland!

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Wieder steigen wir in die Metro und fahren mit der Linie L3 bis zur Haltestelle Paral lel.

 

Castell de Montjuïc

Von der Haltestelle Paral lel geht ein Schrägaufzug bis zur Talstation der Seilbahn. Der Schrägaufzug ist im HolaBCN-Ticket enthalten. Die Seilbahn kostet uns 12,50€ pro Person. Touristen vor uns haben zwar einen Voucher, den sie aber am Schalter in ein Ticket umtauschen müssen – so spart man  keine Zeit!

Wie fahren zum Castell hinauf.

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Der Eintritt ins Castell ist in der Seilbahnkarte nicht enthalten – so zahlen wir nochmal 5€ pro Person, die sich aber lohnen.

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Von der Festung haben wir einen tollen Blick nach allen Seiten auf Barcelona.

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In der Festung sind noch die alten Kanonen aus den Weltkriegen erhalten, die heute nur noch von Möwen als Landeplatz genutzt werden.

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Unser Blick von der Festung in den Hafen offenbart uns drei Kreuzfahrer. Kein Wunder, dass die Stadt so überlaufen mit Touristen ist.

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Wir wechseln die Seite und schauen auf Barcelona, welches sich die umliegenden Hügel hinauf zieht.

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Im Innenhof der Festung gibt es eine Treppe, die zum höchsten Punkt hinauf führt.

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Höher geht es nur noch auf den Turm – dieser ist aber nur im Rahmen einer geführten Tour zu besteigen. So bleibt für uns diese Tür verschlossen.

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Langsam wird es Zeit an die Rückfahrt zu denken. Wir spazieren zurück zur Seilbahn. Die Fahrt hinunter unterbrechen wir am Aussichtspunkt, der in einem Park liegt.

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Auch von dort haben wir erneut einen tollen Blick, dieses Mal auf den Alten Hafen von Barcelona.

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Anschließend steigen wir wieder in die Seilbahn und fahren bis zur Talstation.

 

Unterwegs zur Plaça Espanya

Von der Talstation laufen wir die zwei Kilometer zur Plaça Espanya. Dabei kommen wir am Olympia-Stadion vorbei.

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Hinter dieser Sportstätte verbirgt sich eine kuriose Geschichte – sie wurde kaum wirklich für Olympische Spiele genutzt.

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Von dort biegen wir zum National Museum der Kunst von Katalonien ab. Treppen führen uns hinunter zur Plaça Espanya und ihrem magischen Brunnen, der leider nur zu bestimmten Zeiten angeschaltet wird. Keine davon war während unseres Besuches.

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Ein letzter Blick zurück zum Kunstmuseum …

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… und unser Kurzausflug nach Barcelona ist so gut wie vorbei. Am Magischen Brunnen loggen wir noch schnell den Virtual „Font Màgica de Montjuïc„.

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Danach suchen wir uns eine Mittags-Tapas-Bar und fahren dann zum Flughafen, wo wir auf den Rückflug nach Frankfurt warten.

 

Interaktive Tour-Karte

Auf der folgenden Karte könnt Ihr die Punkte in Barcelona sehen, die wir besucht habe sehen. Die Karte ist interaktiv – Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit den Wegpunkten der Sightseeing-Ziele herunterladen.

 

Mein Fazit

Barcelona ist auf jeden Fall eine Reise wert, egal, ob Ihr Geocacher seid oder nicht.24 Stunden sind für einen Besuch viel zu wenig. Die Stadt hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dennoch glaube ich, dass wir unsere Zeit effektiv genutzt haben, viel gesehen und sogar noch einigen Dosen eingesammelt haben.

Mein persönliches Highlight ist das Gotische Viertel mit seinen engen Gassen und kleinen Bodegas. Dort gibt es zudem viele gut gewartete Geocaches. Bei schönen und klarem Wetter solltet Ihr auf jeden Fall auf den Montjuïc fahren oder wandern. Die Aussicht von dort oben ist traumhaft.

saarzwerg ist sich schon sicher, dass sie auf jeden Fall wiederkommen möchte!

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Wie haben Euch meine Reiseempfehlungen zu Barcelona gefallen? Hat Euch die virtuelle Tour Appetit auf einen eigenen Besuch gemacht? Oder seid Ihr schon mal dort gewesen? Und wenn ja, welchen Tipp habt Ihr für einen Besuch in Barcelona? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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