Sep 122018
 

Im siebten und letzten Teil meiner Artikelserie über unsere Tour rund um Island berichte ich Euch von unserem Besuch in der Hauptstadt Reykjavík und unsere Fahrt über die Halbinsel Reykjanes, wo sich auch der internationale Flughafen von Keflavík befindet.

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In der Hauptstadt spazieren wir zu allen wichtigen Sightseeing-Spots und besuchen den besten Cache Islands. Bei der Tour über die Halbinsel steigen wir in eine Lava-Röhre hinab. Kommt mit auf die virtuelle Reise …

 

 

Besuch in Reykjavík

Für unseren Besuch in der Hauptstadt haben wir zwei halbe Tage und einen Abend eingeplant. Direkt vor unserem Hotel weist eine Informationstafel darauf hin, dass hier wegen Feen und Trollen umgeplant werden musste: Man verzichtete beim Bau des Hotels darauf verschiedene Steine zu entfernen – es könnte ja schließlich solch mythische Wesen verärgern, wenn man ihnen die Wohnung klaut. Als saarzwerg sich für ein Foto auf einen dieser Steine setzt, findet sie prompt ein Hufeisen … Auch in der Hauptstadt scheint der Glaube an Feen und Trolle allgegenwärtig.

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Von unserem Hotel fahren wir am Nachmittag mit dem Linienbus in die Altstadt. Die Busfahrkarte ist in unserem Hotelpreis enthalten.

 

Die Hallgrimmskirkja

Die bekannteste Kirche in Reykjavík ist sicherlich die Hallgrimmskirkja. Die Kirche wurde von 1929 (Beginn der Planung) bis 1986 gebaut. Da die Kirche zu 60% über Spenden finanziert wurde, haben sich die Isländer etwas Zeit gelassen.

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Der Besuch der Kirche ist kostenlos. Drinnen ist es recht voll – vom Aussehen her sind das alles Touristen. Ich mache nur einen kurzen Rundgang durch das Kirchenschiff – es ist recht schlicht in weiß gehalten.

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Während die anderen aus unserer Gruppe noch die Kirche besichtigen, schaue ich mich draußen auf dem Vorplatz um. Vor der Kirche finde ich das Denkmal von Leif Eriksson, dem Isländer, der Amerika wahrscheinlich als erster Europäer entdeckt hatte.

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Von der Kirche spazieren wir durch die Altstadt zum Meer hinunter.

 

Durch die Altstadt zum Meer

Die Straßen sind recht verstopft. Beide Seiten der Straßen sind zugeparkt. Hier fahren viele Autos …

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Mitten in der Altstadt treffen wir auf diese schönen bunten Häuser. Manche von Ihnen haben einen gepflegten Garten.

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In der Altstadt gibt es keine Geocaches zu suchen.

 

Sólfar

Wir erreichen das Meer. Unser nächstes Ziel ist die Skulptur „Sólfar“, was so viel heißt wie „Sonnenfahrt“. Für mich sieht das Ganze eher wie ein Wikingerschiff aus.

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Dort suchen und finden wir den gleichnamigen Tradi „Sólfar„.

 

Der beste Cache Islands

Wir spazieren weiter immer am Meer entlang Richtung des großen Konzerthauses. Auf dem Wasser machen hier gerade einige Speedboote Reklamefahrten für Walbeobachtungstouren.

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Kurz vor dem Konzerthaus erreichen wir die Koordinaten des Tradis „In a crevice among some large rocks …„. Derzeit hat er über 1200 Favoritenpunke, soviel wir kein anderer Cache in Island.

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Die Owner kommen aus Deutschland. Wir haben sie bei der letzten Geocaching-Meisterschaft getroffen und sie haben uns gebeten bei unserem Besuch eine Cache-Wartung durchzuführen. Dem kommen wir gerne nach. Diese Dose ist, wie ich finde etwas Besonderes!

 

Das Konzerthaus Harpa

Am Hafen steht der futuristische Bau des Konzerthauses. Es trägt den Namen „Harpa“. Die Fassade ist aus Glaselementen zusammengesetzt.

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Bei Dunkelheit ist die Harpa beleuchtet. Dumm nur, wenn man wie wir zur Sommersonnwende hierher fährt – da geht die Sonne nicht wirklich unter!

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Die Glasfassade spiegelt sich im Hafen. Gerade als ich die Bilder mache, legt ein kleines Kreuzfahrtschiff, die National Geographic Explorer, ab.

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Sie befährt die Arktischen Regionen und startet die Touren in Reykjavík. Eine siebentägige Reise kostet dabei so um die 7000 US$. Dafür sind nur 148 Passagiere an Bord.

 

Im alten Hafenviertel

In der Nähe des Hafens gibt es viele Restaurants und Geschäfte. Der weibliche Teil unserer Gruppe stürmt diesen Laden und deckt sich mit allerlei Mitbringseln ein: Hier wird das ganze Jahr Weihnachtsschmuck verkauft.

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Auf dem Dach eines Restaurants finde ich dieses Wikingerschiff.

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Und davor dieses Schwein im Nationaltrikot. Noch läuft die Fußballweltmeisterschaft – auch wenn zu diesem Zeitpunkt sowohl Island als auch Deutschland schon ausgeschieden sind.

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In einem gemütlichen Restaurant lassen wir den Abend ausklingen – es ist quasi das Abschiedsessen für unsere Gruppe.

 

Perlan

Am nächsten Morgen regnet es schon wieder. Daher beginnen wir unseren Stadtbummel bei der „Perle“, wo wir mit unserem Auto hinfahren. Die Perle ist der Heißwasserspeicher von Reykjavík. Neben den Wohnungen werden im Winter damit die Gehwege und die Straßen beheizt. Es ist schon toll, wenn die Wärme quasi nichts kostet.

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„Perlan“ kann besichtigt werden. Im Inneren ist eine Ausstellung über Island, die Eintritt kostet. Eigentlich wollen wir nur den Ausblick von der Besucherterrasse erleben. Der Zugang zu derselben ist leider an die Ausstellung gebunden. Und das es neblig ist und regnet, verzichten wir darauf. Auf dem Weg nach unten kann ich einen Blick auf den nachgebauten Vogelfelsen werfen – er ist Teil der Ausstellung.

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Im Keller gibt es eine kostenlose Ausstellung mit Fotos von Vulkanausbrüchen auf Island. Die Bilder sind toll.

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Falls Ihr  mal die Perle besucht, solltet Ihr Euch auf jeden Fall diese Bilder anschauen …

 

Am Rathaus

Wir fahren wieder in die Innenstadt und suchen uns einen Parkplatz am Rathaus, welches an einem kleinen See mitten in Reykjavík liegt.

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Dort loggen wir den Virtual Cache „The Unknown Bureaucrat„. Ihr solltet auf jeden Fall zusammen mit Eurem Log das Foto hochladen, da sonst Euer Log vom Owner gelöscht wird. saarzwerg musste daher zweimal loggen ;-)

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Im Rathaus ist die Tourist-Information untergebracht. Neben allerlei Infomaterial gibt es auch diese große Reliefkarte von Island. Hier lassen wir unsere komplette Tour Revue passieren.

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Von dort spazieren wir wieder zum Hafen …

 

Die Multimedia-Show in der Harpa

Unser Rundgang durch Reykjavík führt uns wieder zur Harpa. Zum Abschluss wollen wir uns dort noch eine Multimedia-Show über Island anschauen.

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Das Ganze nennt sich „Iceland in a Box: A Visual Tour“ und kostet 1500ISK (umgerechnet 11€).

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Technisch ist das recht interessant gemacht. In einer Box werden an alle Seiten Bilder projiziert.  Der Film zeigt die schönsten Landschaften von Island. Viele kommen uns bekannt vor, da wir diese auf unserer Tour besucht haben. Für uns ein schöner Abschluss, auch wenn ich zugeben muss, dass 11€ dafür echt viel zu teuer ist!

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Wir spazieren zurück zu unserem Parkplatz und verlassen Reykjavík.

 

Mittagspause im IKEA

Warum auch immer möchte der größte Teil unserer Gruppe ein isländisches IKEA besuchen.

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Meiner Meinung nach ist es ja gleich zu unseren. Da es immer noch regnent, ist es besser als draußen nass zu werden. Und ein günstiges Mittagessen springt dabei auch noch raus!

 

Die Lava-Röhre

Bei der Vorbereitung dieser Tour ist mir ein Mystery zwischen dem Flughafen und Reykjavík aufgefallen: „Dollan„. Die Bilder sahen vielversprechend aus. Auf unserer Rundfahrt über die Halbinsel kommen wir daran vorbei und halten an. Nicht weit weg vom Parkplatz führt eine Holztreppe nach unten.

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Unten angekommen stehe ich in einer großen Lava-Röhre.

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Auf der einen Seite gibt es hinter einen großen Stein einen Durchgang ins Innere. Mit Stirnlampen erforschen wir die Röhre und finden den Mystery. Falls Ihr Euch für Höhlen interessiert, solltet Ihr hier auf jeden Fall einmal vorbeischauen.

 

Die Blaue Lagune

Das bekannteste Termalschwimmbad in Island ist sicherlich die Blaue Lagune. Auch wenn Ihr nicht dort schwimmen möchtet, so lohnt sich doch ein Besuch dort.

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Am Schwimmbad könnt Ihr drei Geocaches suchen und loggen: die Earthcaches „Bláa lónið – Blue lagoon – Blaue Lagune“ und „Lava Field Illahraun“ und den Tradi „Blue Lagoon, Iceland“ am Parkplatzausgang. Vor dem Eingang zum Schwimmbad befinden sich einige Seen, in denen das Wasser abgekühlt wird. Bedingt durch ihren Mineralgehalt hat das Wasser eine schöne blaue Farbe.

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Nur um Euch das Schwimmbecken anzuschauen müsst, Ihr keinen Eintritt bezahlen. Geht einfach durch das Restaurant ins Freie und Ihr könnt Euch anschauen, wie die Badegäste im Wasser an der Bar Ihr Bier kaufen!

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Wir gehen wieder nach draußen und machen einen Spaziergang um den kleinen See. Hier macht das Fotografieren wieder richtig Spaß, zumal inzwischen das Wetter etwas besser geworden ist.

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Nach unserem Rundgang fahren wir in einem großen Bogen über die Halbinsel nach Keflavík. Den Powertrail an der Straße ignorieren wir.

 

Am Flughafen

Am nächsten Morgen stehen wir sehr zeitig auf. Wir müssen noch den Mietwagen zurückgeben. Während saarzwerg und tower27 das erledigen, bleibt mir noch Zeit für den Tradi „Naissance d’acier„, den ich um diese Uhrzeit gut und schnell finden kann.

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Das Kunstwerk in der Mitte des Sees soll die Geburt eines Flugzeuges darstellen. Damit geht unser Urlauf auf Island zu Ende!

 

Übernachtungstipps

Für die eine Übernachtung in Reykjavík haben wir das Icelandair Hotel Reykjavik Natura (Provisionslink) gebucht. Es ist ein 4-Sterne-Hotel, von dem wir mit dem Linienbus oder zu Fuß gut in die Altstadt gelangen können. Es liegt direkt am nationalen (kleineren) Stadtflughafen. Das Frühstückbuffet ist klasse und bietet eine riesige Auswahl. Wenn möglich, solltet Ihr das Frühstück gleich mitbuchen, da es sonst ca. 27€ kostet. Die Zimmer sind modern und geräumig. Das WLAN ist gut. Das Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel ist im Preis inbegriffen. Wir müssen jedoch an der Rezeption danach fragen und eine Kaution für die Karten hinterlegen.

Da unser Rückflug so arg früh stattfindet, suchen wir uns eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens in Keflavík. Wir werden fündig in Bergás Guesthouse (Provisionslink). Obwohl wir nicht viel erwartet haben, sind wir sehr angenehm überrascht.

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Wir werden sehr freundlich und persönlich begrüßt. Die Zimmer sind geräumig. Das Bad mit Dusche ist OK. Das WLAN ist schnell. Vor unseren Zimmern gibt es eine Sitzecke, wo wir die Reste unserer Verpflegung als Abendessen einnehmen. Es gibt einen Kühlschrank und einen Kaffeevollautomaten, wo wenn man sich bedient, das Geld einfach in eine offene Kasse legt – hier geht alles über Vertrauen. Ideal für uns, das wir vor dem Frühstück abreisen und so wenigstens noch einen Kaffee trinken können. Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und daher meine Empfehlung für eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens.

 

Restaurantempfehlung in Reykjavík

Unser Abschlussessen veranstalten wir in Reykjavík, da wir dort eine bessere Auswahl als in Keflavík erwarten. Wir entscheiden uns für das Geysir Bistro und werden nicht enttäuscht. Es gibt eine leckere Speisekarte mit (für Reykjavík) erschwinglichen Preisen.

saarzwerg und ich teilen uns als Vorspeise “Taste of Iceland “ mit verschiedenen Fischspezialitäten. Auf unserem Telle befindet sich ein kleines Schraubglas mit Deckel – darin sind einige kleine Stücke Gammelhai. Ich probiere ihn und finde, dass er wie alter (sehr alter) Käse schmeckt und ich das nicht wieder haben muss. Als Hauptspeise wähle ich „Pasta in creamy lobster sauce with roasted langoustine tails and cherry tomatoes“  – auch das ist echt lecker.

Wenn Ihr in Reykjavík so richtig gut und etwas gehobener Essen gehen möchtet – so ist dieses Restaurant meine Empfehlung für Euch!

 

Interaktive Tour-Karte

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Fahrt von Reykjavík bis Keflavík sehen. Die Karte ist interaktiv – Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken.

 

Falls Euch dieser Tourabschnitt interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

 

Mein Fazit

Reykjavík ist eine interessante, aber auch volle Stadt. Im Gegensatz zu den kleinen Fischerdörfern an der Ostküste steppt hier der Bär. Um die Haupt-Sightseeing-Spots zu besuchen, reicht ein ganzer Tag. Ich persönlich brauche da auch nicht mehr Zeit für die Hauptstadt. In Island finde ich die Landschaften interessanter als die Städte. Ich bin froh, dass wir noch ein wenig Zeit für die Halbinsel Reykjanes eingeplant haben. Die Lava-Röhre und die Blaue Lagune sind schon interessante Orte, um die vulkanischen Aktivitäten sehen zu können.

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Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere 10-tägige Rundtour in Island. Eine Übersicht mit allgemeinen Informationen über Island und den Links zu allen detaillierten Tourbeschreibungen findet Ihr in meinem Beitrag: „Geocaching auf Island: 10 Tage mit dem Mietwagen„.

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Mehr Bilder dieser Tour findet Ihr im Webalbum.

Wie hat Euch diese virtuelle Reise durch Reykjavík und weiter bis Keflavík gefallen? Wäre das auch etwas für Euch? Was hat Euch an Infos noch gefehlt? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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