Aug 312017
 

Nun ist es schon fast zwei Wochen her, dass saarzwerg und ich unseren Urlaub am Bodensee verbracht haben. Als Auftakt haben wir das Megaevent “Project Let’s Zeppelin 2017” besucht.

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Am Morgen habe ich zwei Vorträge gehalten und mittags konnte ich dann auch endlich das Mega genießen. Mir hat es gefallen – warum? Nun, das beschreibe ich ausführlich in diesem Beitrag …

 

 

Meet & Greet

Am Nachmittag erreichen saarzwerg und ich unser gebuchtes Hotel unweit vom Event-Gelände. Nach einer kurzen Pause laden wir unsere Fahrräder vom Auto und radeln die knapp vier Kilometer durch Friedrichshafen an den Bodensee. Unterwegs kommen wir am Tradi “###24Karat-Gold##” vorbei, bei dem der Owner während des Megas nur um ein Fotolog bittet, um nicht zu oft das  Logbuch austauschen zu müssen.

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Kurz vor 18 Uhr erreichen wir einen der zwei Biergärten, in denen zeitgleich das Meet&Greet “Let’s Zeppelin – Take Off” stattfindet. Wir sperren unsere Räder ab und setzen uns in den “Lammgarten”. Am Eingang hängt ein großes Transparent der Veranstalter, die den kompletten Biergarten für uns Geocacher reserviert haben.

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Darauf weist die folgende Tafel hin.

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Für die Veranstaltung hat der Biergarten eine reduzierte Karte mit fairen Preisen. Das Essen kommt für die Anzahl der Gäste verhältnismäßig schnell. Der Service ist nett und zuvorkommend.

Von unserem Sitzplatz haben wir eine tollen Blick über die Marina und den Bodensee.

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Am Orgatisch befindet sich neben dem Eventlogbuch noch ein kleiner Alu-Koffer mit der Aufschrift OCB (“original can of beans”).

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Darin befindet sich also die Dose, die im weltweit ersten Geocache gelegen hat. Noch dürfen wir den Koffer nicht öffnen? Naja – morgen ist ja auch noch Zeit für einen Blick.

Gegen 20 Uhr ist das Event im Biergarten plötzlich zu Ende: Der Wind nimmt zu und es geht ein riesiger Wolkenbruch nieder. Wir nutzen eine kurze Regenpause, um wieder zum Hotel zurückzuradeln.

 

Eventgelände & Infrastruktur

Das “Project Let’s Zeppelin 2017” findet im Zeppelin-Hangar des Flughafens Friedrichshafen statt. Dort sind genügend sanitäre Einrichtungen vorhanden.

An der Vorderseite des Hangars gibt es noch einige Büroräume und eine kleine Eingangshalle, in der die Helfer-Orga eingerichtet wurde. Durch diesen Eingang kommen die Helfer schon vor neun Uhr aufs Gelände.

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Für die “normalen” Besucher ist der Eingang zwischen Hangar und Restaurant vorgesehen. Er wird von der Security bewacht. Jeder Besucher, der auf das Eventgelände möchte, muss durch diese Taschenkontrolle.

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Soweit ich sehen konnte, wurden viele Messer und Multitools am Eingang gefunden und mussten dort (mit einem Namenszettel versehen) deponiert werden. Hier würde mich mal interessieren, ob Jeder wieder seine Sachen zurückbekommen hat.

 

Registrierung

Direkt zu Beginn bildet sich eine lange Schlange an der Registrierung.

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Dieses Mal geht die Zeit jedoch nicht bei der Anmeldung verloren, sondern bei der aufwändigen Taschenkontrolle. Das führt sogar dazu, dass die Anmeldung zweitweilig unterbrochen wird, da der Rückstau von der Taschenkontrolle bis zur Anmeldung reicht.

 

Meine Vorträge

Nach der Helfereinweisung zeigt mir Tina vom Orgateam meinen “Vortragsraum”. Es ist ein Speisesaal des Restaurants neben dem Eventgelände mit Blick auf die Schlange am Eingang. Als wir in den Raum kommen, ist dort noch eingedeckt. Tina kümmert sich darum. saarzwerg und ich schieben gemeinsam mit ihr einige Tische zur Seite und stellen ein paar Stühle in Position. Dann kommt endlich Jemand, um die Tische abzudecken.

Mein erster Vortrag über Looking4Cache ist für 9:30 Uhr geplant. Wegen der langen Schlange an der Anmeldung verschiebe ich die Startzeit eigenmächtig auf 9:45 Uhr. Langsam füllt sich der Raum.

Ich beginne …

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Trotz des “improvisierten Raumes” funktioniert die Technik sehr gut. Das Bild ist scharf und hell. Danke an die Orga für die Leinwand und den Beamer!

Am Ende sind knapp 50 Geocacher in meinen Vortrag über Looking4Cache und knapp 70 bei c:geo. Die Folien werde ich in den nächsten Wochen hier im Blog veröffentlichen.

 

Catering

Nach den beiden Vorträgen haben wir Hunger. Wir gehen in den Hangar, wo ein professioneller Caterer seine Speisen anbietet.

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Zunächst müssen wir uns an der Kasse anstellen, um unser Geld in Bons umzutauschen, danach in die Schlange für die jeweilige Speise. saarzwerg nimmt die vegetarischen Maultaschen mit Kartoffelsalat …

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… und ich den Schwenkbraten – äh, hier heißt das ja Steak – ebenfalls mit Kartoffelsalat.

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Beides ist sehr lecker und fair bepreist.

 

Logbuch

Weiter geht’s zum Logbuch. Hier hat das Orgateam einen Zeppelin gebastelt, auf dem wir unterschreiben dürfen.

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Das funktioniert sogar mit meinem normalen Geocacher-Kugelschreiber.

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Jetzt um die Mittagszeit finden wir überraschenderweise noch leicht einen Platz zum Loggen.

 

Händlermeile

Nun ist etwas Zeit für uns sich die Verkaufsstände mal etwas näher anzuschauen. Ich bin überrascht mal wieder Garmin auf einem Geocaching-Event zu sehen. Die Outdoor-GPS nehmen recht wenig Platz in der Auslage ein. Natürlich sind auch die aktuellen Fitness-Armbänder und Smart-Watches dabei. Etwas innovatives Neues fällt mir dabei nicht ins Auge …

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Im Hangar sind die üblichen Verdächtigen mit ihren Geocaching-Shops vorhanden: Tobi mit seiner Cacher’s World …

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… Anja und Mario mit ihrem LaserLogoShop …

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Martina und Wolfgang mit Cache-Corner …

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und Melanie und Nils mit ihrem Geo-Versand.

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Mittlerweile auch auf vielen Events vertreten ist das Orga-Team von “Stash’n’Stones”, welches nächstes Jahr im Mai in Idar-Oberstein stattfinden wird.

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Auch ein Truck von LedLenser steht im Hangar. Ich nutze die Gelegenheit mir mal die aktuellen Lampen vorführen zu lassen.

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Scheinbar befinden sich die beiden Mitarbeiter noch in der Mittagspause? Irgendwie vermitteln sie mir das Gefühl, dass ich hier nicht willkommen bin. Einer der beiden zeigt mir dann kurz und schnell die Stirn- und Handlampen. Begeisterung für die eigenen Produkte schaut dann doch irgendwie anders aus?!

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Auf dem Weg nach draußen kommen wir am GoCacher-Stand vorbei. Marco hat dieses Mal sogar zwei neue Hefte dabei – beide kostenlos – wir nehmen beide mal zum Lesen mit.

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Draußen vor dem Hangar entdecken wir den Stand vom Geocaching-Magazin und kommen mit Christian ins Gespräch. Er erzählt uns von seinem Besuch im Lahn-Dill-Kreis und den vielen hochwertigen Geocaches. Wir spüren richtig seine Begeisterung!

 

Auf dem Eventgelände

Vor dem Hangar ist ein Bereich mit Bauzäunen und Stacheldraht vom Flughafen abgetrennt. Dieser dient als Außenbereich mit Bühne, Sitzgelegenheiten und ein paar Ständen.

Hier finden wir die OCB. Die Reste der Bohnendose wurden auf einem Zylinder angebracht. Sie besteht überwiegend aus Rost und Löchern.

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Irgendwie frage ich mich, wie man hier überhaupt feststellen konnte, dass genau diese Rostreste von der Bohnendose stammen, die im allerersten Geocache platziert wurde? Und wenn es wirklich diese Dose sein sollte, warum man sie dann hat so verkommen lassen?

Naja, nun schmückt sie einen Glaskasten und erlaubt dem Besitzer in der Welt herum zu reisen. Er ist sehr freundlich und lädt uns ein uns in das Gästebuch der Dose einzutragen. Wir kommen seiner Bitte nach.

Am nächsten Stand ist mehr los – wie schon bei so einigen Events versuchen die Geocacher die besonderen Trackables von Birre zu öffnen und sich ins zugehörige Logbuch einzutragen.

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Auf der Bühne ist inzwischen Ingo Oschmann zu Gange, über dessen Buch ich ja schon ausführlich hier im Blog berichtet habe. Leider habe ich seine Performance verpasst. Ich erlebe nur noch den Schlussatz und die anschließende Autogrammstunde.

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Nach einer Pause geht das Programm auf der Bühne weiter. Zunächst wird den Cachepaten der verschiedenen Mystery-Z, die die Matrix bilden, gedankt.

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Dann ist es endlich soweit – die Spannung steigt – kurz nach 16 Uhr betritt ein Teil des Project-Komitees die Bühne.

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Nach relativ kurzer Zeit kommen sie dann endlich zum Punkt: der Bekanntgabe des Project-Events für 2018.

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In diesem Jahr hat “Märchenhaft in Kassel” das Rennen gemacht und darf sich künftig “Project” nennen. Einige Vertreter des Orgateams kommen auf die Bühne und freuen sich.

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Schade – ich habe natürlich der Orga von Stash’n’Stones die Daumen gedrückt – aber es kann nur ein Event Project-Event werden …

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Derzeit gibt es (schaut man auf die aktuellen WillAttend-Zahlen) drei große Events in Deutschland in 2018: “Stashes ‘n’ Stones”, “Auf einen Sprung ins Vogtland” … und “Project Märchenhaft in Kassel 👑“. Alle haben schon mehr als 700 WA-Logs einsammeln können.

 

Labcaches

Nach dieser Bekanntgabe verabschieden wir uns vom abgezäunten Eventgelände. Wir wollen noch die Labcaches spielen. Den ersten finden wir direkt vor dem Haupteingang. Wir müssen einen QR-Code finden und scannen. Das gelingt hier recht gut.

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Dann packen wir unsere Räder aus und radeln durch Friedrichshafen. Zuerst fahren wir zur Zeppelin-Siedlung. Auch diesen QR-Code finden wir recht schnell.

Unser weiterer Weg führt uns an das Bodensee-Ufer in Friedrichshafen. Wir kommen an vielen schönen Stellen vorbei. Ich mag Labcaches, die als Reiseführer fungieren.

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Alle Labcache beschäftigen Sie mit dem Zeppelin. Entweder müssen wir einen QR-Code finden oder einfach nur eine Frage beantworten, was nur funktioniert, wenn man vor Ort ist.

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Als letzten Labcache besuchen wir das Denkmal von Graf Zeppelin. Hier benötigen wir den Text auf seiner Jackettasche …

 

Location

Die Idee, das Mega im Zeppelin-Hangar zu veranstalten, gefällt mir sehr gut. Im abgesperrten Außenbereich ist man sehr nahe am Flugfeld. Von dort haben wir oft die Gelegenheit einem Zeppelin beim Starten oder Landen zuzuschauen.

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Im Moment ist der Zeppelin mit der Europa-Park-Werbung im Einsatz. Wir sehen ihn später auf unserer Bodensee-Umrundung noch öfter am Himmel.

 

Das Verabschiedungs-Event

Sonntagsmorgens packen wir schnell unsere Sachen und checken im Hotel aus. Heute beginnen wir unsere 5-Tages-Radtour rund um den kompletten Bodensee. Wir starten in Meersburg.

Kurz nach 11 Uhr erreichen wir erneut Friedrichshafen. Eigentlich hatten wir gar nicht mehr vor das Abschluß-Event zu besuchen. Da es nun aber so gut passt, schauen wir dort vorbei und tragen uns in Logbuch ein.

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Für ein Radler ist auch noch Zeit. Dann radeln wir weiter … aber das ist eine andere Geschichte!

 

Mein Fazit

Mir hat das Mega sowohl als Referent als auch als Besucher gut gefallen.

Als Referent habe ich mich gut von Tina betreut gefühlt, die im Vorfeld alles abgefragt hat, was die Orga für mich an Technik vorbereiten musste. Wir hatten regen Email-Kontakt und sogar ein persönliches Vorbereitungstreffen in einem Biergarten in der Nähe von Friedrichshafen. Während der beiden Vorträge wurden wir mit genügend Wasser versorgt. Dass der Raum für den Vortrag nicht optimal war, hat der ganzen Sache auch keinen Abbruch getan. Einzig eine Beschilderung, um den Workshop zu finden, würde ich mir in Zukunft wünschen.

Als Besucher habe ich dieses Mega genossen. Besonders möchte ich die einzigartige Location mit den Zeppelinen und das professionelle Catering mit den fairen Preisen hervorheben. Dass hier viele Besucher auf einer begrenzten Fläche unterwegs waren, hat zusätzlich für eine besondere Stimmung gesorgt. Das Event hat gut besucht gewirkt und wir hatten die Gelegenheit viele Bekannte wiederzusehen.

Mein persönliches Fazit: ein nettes Beisammensein in außergewöhnlicher Location!

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Habt Ihr auch “Project Let’s Zeppelin 2017” besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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  6 Antworten zu “Project Let’s Zeppelin 2017 – Mein Besuch beim Mega!”

  1.  

    Wir waren auch auf dem Event und haben den Vortrag zu L4C besucht. Der Vortrag hat uns gut gefallen und uns weiter geholfen unsere APP noch besser zu verstehen. In der Rückschau fragen wir uns, warum wir 14 EUR Eintritt pro Nase (in Summe 56,00 EUR) bezahlt haben. Sicher die Location war toll, aber geboten wurde ausser den üblichen Messeständen nicht wirklich viel. Den Hype um die OCB kann ich nicht verstehen und sehe das eher zweifelhaft. Wir haben noch die Cacher MPU des Institut für geotemporale Forschung gemacht. Das war wirklich ein riesen Spaß. Ansonsten, bis bald im Wald.

  2.  

    Ich war auch beim Mega, habe aber auf die 14 € Eintritt verzichtet und dein Bericht bestätigt auch meine Meinung. Für die üblichen Verkaufsstände und eine rostige Dose 14 € Eintritt blechen? Geht es noch?
    Bei den Tschechen sind die Event kostenlos, bei uns werden die Preise jedes mal teurer.

    Ich hab draußen geloggt und war dann in der Stadt cachen gewesen…

  3.  

    Danke für den Bericht,da ich leider nicht dabei sein konnte, bin ich um so mehr erfreut ,hier darüber zu lesen.

  4.  

    Schöner Bericht. Auch ich finde, dass es insgesamt ein gelungenes Event war. Und tatsächlich bekam ich mein Multi-Tool, das ich zu Beginn abgegeben hatte, am Ende wieder zurück. Besonders interessiert hätte mich der L4C Workshop. War mir aber schlicht und einfach zu früh am Morgen angesetzt. Da würde ich mir moderatere Zeiten wünschen oder eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt. Aber ich freue mich über die Folien die Folgen.

  5.  

    Schöner Bericht, ich dem auch absolut zustimmen. So eine Hangarhalle hat echt was besonderes. Mir hat alles rundherum auch sehr gut gefallen, besonders weil ich ein paar Menschen seid langem wieder gesehen habe. Eine Sache ist uns aufgefallen, es waren zu wenig Spiele, besonders für Kinder. Für uns ist ein Event besonders für Familien da. Das hat uns in Frauenfeld besser gefallen, aber da kommt bestimmt noch ein Bericht ;)

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