Sep 042017
 

Nach dem Besuch des Megas in Friedrichshafen sind saarzwerg und ich noch eine Woche am Bodensee geblieben, um am folgenden Wochenende das Mega Switzerland in Frauenfeld zu besuchen.

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Wie auch in Friedrichshafen haben wir am Morgen zwei Workshops über c:geo und Looking4Cache gehalten und den Nachmittag genutzt, um das Mega zu genießen. Hier nun mein Erfahrungsbericht …

 

 

Meet & Greet

Am Freitag besuchen wir den Säntis (das ist aber eine andere Geschichte) und fahren am Nachmittag nach Frauenfeld. Entweder gibt es um diese Zeit in der Schweiz zu viele Autos oder zu wenige Straßen? Wir stehen öfter im Stau und erreichen das Eventgelände erst gegen 17 Uhr.

Dort geht es recht entspannt zu – an der Anmeldung und an der Information ist kaum was los. Wir erkundigen uns nach unseren Helfer-Shirts und erfahren, dass wir diese erst am folgenden Morgen bekommen können. Dann frage ich Beat, ob er mir schon mal den Vortragsraum zeigen kann. Auch das funktioniert nicht – der sei wohl noch zu und die Orga müsse mal schauen, wo sie einen Beamer her bekomme … ich hoffe, dass diese Antwort nur dem Schweizer Humor geschuldet ist.

Da das Meet & Greet erst um 19:30 Uhr starten soll und aktuell hier noch nicht wirklich viel los ist, entscheiden wir uns nach Konstanz (wo unser Hotel ist) zurück zu fahren und in der Altstadt den Abend bei einem guten Essen ausklingen zu lassen.

 

Meine Workshops

Am Mega-Morgen sind die Straßen noch fast leer und so erreichen wir das Eventgelände von “MEGA Switzerland – Meeting Friends 2017” kurz nach 8 Uhr. Wir folgen der Beschilderung und kommen an einem kleinen Parkplatz vorbei, wo schon andere Geocacher parken. Auch wir stellen dort unser Fahrzeug ab und laufen zum Helferpoint.

Zunächst müssen wir wieder warten und ich frage mich, warum wir überhaupt so früh losgefahren sind. Nach geraumer Zeit treffen wir Beat wieder, der sich darum kümmert, dass wir unsere Helfershirts und je eine Getränkedose und einen Gutschein für eine Wurst bekommen. Er bringt uns in den Vortragsraum und hat einen Beamer dabei. Die Leinwand ist schon aufgebaut. Ich schließe meinen Laptop an und die Technik funktioniert dieses Mal auf Anhieb.

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Nun warten wir entspannt auf die ersten Besucher …

Es stellt sich heraus, das der Workshopraum nicht beschildert ist und er scheinbar nicht so leicht zu finden ist? Es waren nur 25 Anmeldungen pro Workshop möglich … im Raum ist jedoch mehr Platz. Wir kontrollieren nicht und lassen Jeden rein ;-)

Kurz nach 9 Uhr lege ich los … zunächst mit c:geo. Es macht Spaß und meine Zuhörer sind bei der Sache und stellen Fragen.

Um kurz vor 11 Uhr starte ich den zweiten Workshop – dieses Mal Looking4Cache … gefühlt sind hier mehr Geocacher anwesend. Sogar der Entwickler dieser App ist persönlich vor Ort und nimmt das Feedback der Workshop-Teilnehmer auf.

Danach kommt Beat wieder vorbei, fragt uns, wie es war und nimmt uns mit zum Infopoint. Dort bekommen wir noch unsere Helfercoin und werden verabschiedet.

Als ich von saarzwerg erfahre ( die während meines Vortrages unser Auto umparken musste), dass es inzwischen eine Eingangskontrolle gibt und wir keine Zugangs-Bändchen haben, wende ich mich an die Info und bekomme zwei für uns …

 

Eventgelände & Infrastruktur

Das Eventgelände ist dieses Mal mit einem Bauzaum abgesperrt und am Eingang gibt es eine Tageskasse und eine Kontrolle. Das Mega findet an der Pferderennbahn in Frauenfeld statt. Sanitäre Anlagen sind genügend vorhanden und sauber. Es gibt eine große Halle mit Sitzgelegenheiten und zwei überdachte Tribünen – ebenfalls mit schattigen Sitzmöglichkeiten.

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Und Schatten ist am Mega-Wochenende wirklich notwendig – es ist sehr sonnig und heiß.

 

Registrierung

Da wir auf diesem Mega als Referenten unterwegs sind, müssen wir uns nicht registrieren. Kurz nach 8 Uhr ist an der Registrierung nichts los. Ich vermute, dass es auch den ganzen Tag recht entspannt zuging, da die bestellten Pakete seit Donnerstag an der Rennbahn abgeholt werden konnten.

 

Catering

Wenn ich das Catering richtig überblicke, gibt es in der Halle einen großen Getränkeausschank …

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… und vor der Halle mehrere Stände mit Essensangeboten. Mein Highlight ist der Güggli-Verkauf, wo auch Pommes angeboten werden.

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Wie zu erwarten war, sind die Preise in der Schweiz recht heftig.Eine Portion Pommes geht hier für 6 Franken über den Tresen und wer dazu noch eine Sauce möchte, legt nochmal zwei drauf!

Wir sind froh, dass wir einen Gutschein für eine Wurst bekommen haben und nutzen diese zur Mittagszeit. Die Warteschlange ist überschaubar – die Ausgabe ist fix. Für mich ist es jedoch gewöhnungsbedürftig die Wurst in einer Papiertüte gereicht zu bekommen. Ich nehme mir noch zwei Scheiben Brot mit und versuche mich daran noch etwas Senf (kostenlos!) in die Tüte zu meiner Wurst zu bekommen – gar nicht so einfach!

Auf der Tribüne genießen wir unsere Würste und den Sitzplatz im Schatten!

 

Logbuch

In der großen Halle gibt es zwei verschiedene Logbücher. Einmal die beiden Männlein vom Logo …

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… und daneben die Schweizer Fahne, neben der auch ein Schild “Logbuch” an der Wand hängt.

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saarzwerg und ich tragen uns ein.

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Wir fragen uns, ob das “andere Logbuch” mit den beiden Männchen vielleicht noch das Logbuch aus 2014 ist? Oder warum sonst stehen die beiden Logbücher nicht direkt nebeneinander?

 

Händlermeile

Die Händler sind über das Gelände rund um die große Halle verteilt. Sie stehen mit ihren Ständen in der prallen Sonne … es sind nur wenige mir bekannte Händler hier und einige Shops aus der Schweiz oder dem nahen Ausland.

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Claudia von mygeocoin ist mit ihrem gut erkennbaren rosaroten Stand dabei. Gleich daneben finde ich Melanie und Nils vom geo-versand.

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Inzwischen häufiger auf den Megas  anzutreffen ist auch Martina von Cachessoires mit ihrem Shop.

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Am Stand nebenan gibt es Geocoins …

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Noch einen Stand weiter fallen mir diese Geocoins einer Alpen-Serie ins Auge. Sie sind groß und massiv … und dementsprechend teuer.

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Kurz vor dem Ausgang gibt es noch einen Händler, der Garmin-Produkte ausstellt. Hier sehe ich zum ersten Mal ein Garmin-GPS mit der neuen (hinzugekauften) inReach-Satellitenkommunikation.

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Leider ist dafür ein Abo mit mindesten 15€ pro Monat notwenig, was nicht gerade billig ist. Die Kommunikation erfolgt über das Iridium-Netz. Die GPS-Geräte haben mit 400-500€ auch ihren Preis und richten sich wohl eher an Expeditionen. Weitere Informationen dazu findet Ihr auf der inReach-Produktseite von Garmin.

 

Auf dem Eventgelände

Auf dem kompletten Gelände befinden sich verschiedene Spiele. Da wir keine Package gekauft haben, können wir auch nicht daran teilnehmen.

In der Halle sind die Birre-TBs, die ebenfalls den Weg nach Frauenfeld gefunden haben.

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Hier versuchen sich Geocacher daran herauszufinden, wie diese besonderen Dosen zu öffnen sind.

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Auf dem Außengelände gibt es ein interessantes Spiel – zwei Leute sitzen sich gegenüber und versuchen mit Tennisbällen die Zielscheibe des anderen zu treffen.

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Gelingt das, so fällt derjenige, dessen Scheibe getroffen wurde, auf die Schaumstoff-Matte.

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Um Missverständnissen vorzubeugen – Karsten hat hier alle fünf Runden souverän gewonnen und fällt nur mir und meines Fotos wegen vom Sitz ;-)

 

Labcaches

Auf diesem Mega gibt es überraschenderweise zwei Labcache-Runden. Eine, die ab donnerstags spielbar ist und die bis auf den ersten “Locationless” ist. Am Ende jedes Labcaches bekommt man einen Videoclip gezeigt, welcher bei der Antwort des nächsten Labs helfen soll.

saarzwerg hat sich freitags auf der Rückfahrt nach Konstanz daranversucht und ist überraschend weit gekommen. Fertig gelöst haben wir diese Serie gemeinsam beim Abendessen in Konstanz. Diese Serie war irgendwie anders und hat uns beiden nicht so gut gefallen.

Dafür hat uns aber die andere Serie, die ab dem Mega-Tag selbst spielbar war, super gefallen. Einige der Labs waren auf dem Gelände versteckt. So gab es eine “elektrische Box”, die zum Lösungswort geführt hat.

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Bei einem anderen Labcache müssen wir uns auf unseren Geruchssinn verlassen. So spielen wir am Nachmittag einen Labcache nach dem anderen und es macht uns großen Spaß.

Die vier letzten Labs sind auf dem Weg nach Frauenfeld und in der Stadt versteckt. Für einen muss saarzwerg im örtlichen Fluß nach Fischen suchen. Bei dem sonnigen und heißen Wetter eine tolle Sache!

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Beim nächsten steige ich in einen Abwasserkanal unter der Straße, um das Lösungswort zu finden. Ist zwar nicht gut für die Nase, aber eine tolle Idee, wie ich finde.

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Dann ist saarzwerg wieder an der Reihe. Sie durchquert wieder den örtlichen Fluss, um die Piratenhöhle zu betreten …

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… und darin die Schatzkiste mit dem Lösungswort zu finden.

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Den letzten Lab löse dann ich wieder. Im Frauenfelder Schloss, das heute ein Museum ist, suche ich die Schatzkiste. Ich beginne im Keller,…

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… werde aber nicht fündig. Oben zeigt mir dann die nette Dame an der Kasse den richtigen Raum, wo ich ein Puzzle löse. Damit ist es vollbracht, …

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… wir haben diese Labcache-Serie erfolgreich gelöst! *freu*

 

Lackeys

Während meines Vortrages über c:geo kommt plötzlich “Annie Love” vom HQ vorbei und setzt sich in die letzte Reihe. Nach meinem Workshop plaudern wir noch ein wenig. Sie gibt mir eine ihrer Lackey-TBs, meinen Fuchs hat sie ja schon von unserem Treffen auf den Geocoinfest in Berchtesgaden.

Auf Annies Facebook-Bildern sehe ich später, dass auch “Heather Feather” aus dem HQ das Mega in Frauenfeld besucht hat.

 

Location

Die Event-Location ist gut gewählt. Die Pferderennbahn bietet die nötige Infrastruktur und genügend Platz alle Angebote unterzubringen. Die Altstadt von Frauenfeld ist in Laufreichweite und rund um das Mega gibt es genügend Geocaches und Cache-Serien.

 

Die Abendveranstaltung

Zu der Abendveranstaltung kann ich leider nichts sagen. Weder saarzwerg noch ich können mit der Musik der Dosenfischer etwas anfangen. So entscheiden wir uns beide gegen 17:30 das Mega zu verlassen und unseren letzten Urlaubsabend gemütlich in der Altstadt von Konstanz bei vernünftigen Preisen ausklingen zu lassen.

 

Mein Fazit

Auch auf diesem Mega hatten wir viel Spaß.

Als Referent habe ich mich jedoch hier (im Gegensatz zu dem Mega in Friedrichshafen) nicht wirklich wertgeschätzt gefühlt.  Es gab keinerlei Beschilderung zum Workshopraum, was selbst Annie vom HQ aufgefallen ist. Nach den Workshops haben wir unsere Helfercoins in die Hand gedrückt bekommen und nach den Zugangsbändchen musste ich noch extra fragen. Ich mache diese Workshops gerne und investiere auch viel Arbeit in die Vorbeitung und Ausarbeitung der Vorträge. Ich biete sie kostenlos für die Orga an und hätte hier schon etwas mehr “Unterstützung” erwartet … aber egal – alleine für das positive Feedback von Euch am Ende des Workshops hat sich die Arbeit gelohnt!

Als Besucher hat uns dieses Mega gut gefallen. Vieles kannten wir schon von unserem Besuch in 2014. Unser persönliches Highlight waren die besonderen Labcaches (speziell die im Wasser oder Abwasser). Auf dem Mega haben wir wieder viele alte Bekannte getroffen und sind fast nicht mehr aus dem Plaudern heraus gekommen.

Aber nach dem Mega ist vor dem Giga … ich freue mich schon auf das kommende Wochenende. Mal schauen, was uns Geocachern in Tschechien geboten wird?

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Habt Ihr auch “Meeting Friends 2017” besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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  Eine Antwort zu “Meeting Friends 2017 – Mein Besuch beim Mega!”

  1.  

    Meines wissens nach war das logbuch mit der schweiz flagge das vom eröffnungsvent vom freitag. Jedenfalls standen die “männlein” freitag noch nicht. Wir haben also freitag auf der
    Flagge geloggt und samstag auf den “männlein”!
    Ich fand meeting friends ein richtig tolles mega event. Es war tolles programm etc. Wir waren auch am samstag helfer und wir wurden gut umsorgt. Wir haben 4 stunden in der prallen sonne auf dem parkplatz gestanden und es wurde uns laufend kalte wasserflaschen und eistee gebracht. Selbst fremde cacher brachten mir wasser welches sie selbst bezahlt hatten – das war eine tolles geeste eines schweizer päärchens – eben meeting friends.

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