Aug 282017
 

Bei einer der letzten Buchbesprechungen meinte ein Leser zu mir, ich solle doch mal den Geocaching-Krimi “Fünf” besprechen. Ich habe mich beim Verlag um ein Rezensionsexemplar bemüht und es saarzwerg zum Lesen gegeben.

blog-2.jpg

Das Buch scheint wirklich sehr gut zu sein – saarzwerg hat die 400 Seiten in weniger als drei Tagen verschlungen. Warum ihr dieses Buch so gut gefallen hat, erzählt sie in diesem Artikel …

 

saarzwergs Meinung zu “Fünf”

Kürzlich ist Saarfuchs darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei seinen Besprechungen von Krimis, die sich des Themas “Geocaching” bedienen, ein Buch fehlt: “Fünf” von Ursula Poznanski. Natürlich hat er sich sofort darum gekümmert ein solches Buch zu besorgen. Wer es dann wieder lesen darf, ist treuen Lesern dieses Blogs ja schon klar: Ich!

Im Gegensatz zum vorletzten Buch, das ich mit dem Auftrag von Saarfuchs es zu lesen bekam, stellte das Lesen von “Fünf” aber für mich keine Mühe dar – im Gegenteil, ich habe das nicht ganz 400 Seiten starke Buch in drei Tagen verschlungen. Warum?

Nun, das lag einmal an der wirklich spannenden Handlung: Zwei Kommissare werden von einem Mörder, den sie irgendwann treffenderweise den Owner nennen, auf die Suche nach einem besonderen Multi geschickt. An jeder Stage findet sich eine Tupperdose, die neben Leichenteilen auch recht kryptische Hinweise zur nächsten Stage enthält. Um die nächste Stage nämlich finden zu können, müssen Beatrice Kaspary und Florin Wenniger, so die Namen der Ermittler, durch die in den Texten gegebenen Hinweise Personen finden, nur sind diese Tipps in der Regel sehr vage. Einmal wird zum Beispiel eine Person gesucht, die mehr als 2000 Funde hat, eine Ware verkauft, die nichts wert ist und Vater zweier Söhne ist, von denen einer Felix heißt. In einer großen Stadt wie Salzburg nicht sehr aufschlussreich… Den Ermittlern rennt jedes Mal die Zeit davon, weil sich in ihnen der Eindruck festigt, dass die beschriebene Person ermordet wird, wenn sie zu langsam sind sie zu identifizieren. Wie es sich damit tatsächlich verhält, wird zum Ende des Thrillers immer klarer und dieses Ende ist wirklich spannend und vor allem plausibel gemacht.

Was die Plausibilität angeht, merkt man, dass Ursula Poznanski wirklich vom Schreiben lebt und sie kann das auch, weil sie für mein Empfinden einfach gut schreibt. Nicht umsonst hat das Buch, das erstmals im Juli 2013 erschienen ist, inzwischen seine neunte Auflage erreicht. Insgesamt hat Ursula Poznanski, wenn ich die Bücher, die ich auf Thalia.de gefunden habe, zu Grunde lege, sechs Bücher in der Kategorie “Krimis und Thriller” geschrieben (davon zwei mit Arno Strobel) und neun Kinder- bzw. Jugendbücher. Rund um Beatrice Kaspary sind noch zwei weitere Krimis erschienen und ich hätte gut Lust, da ich gern Krimis lese, mir diese zuzulegen.

Das liegt auch daran, dass ich gerne wissen würde, wie es mit dem Privatleben von Beatrice Kaspary, in das man im Verlauf des Krimis immer wieder Einblick bekam, weitergeht. Für mich hat Ursula Poznanski es nämlich verstanden diese Schilderungen gekonnt in die Rahmenhandlung einzubauen und dies in einer Weise, die nicht lästig wurde, weil diese Beschreibungen sowohl vom Umfang her genau richtig waren und kein Übergewicht zur Krimihandlung bekamen als auch weil sie nicht plump und klischeehaft daherkamen. Dass der Owner dann auch noch Kontakt zu Beatrice Kaspary aufnimmt und Einiges über ihr Leben zu wissen scheint, war für mich ein schöner Bonus, weil dieser Handlungsstrang nicht mit dem Holzhammer in den Plot eingepasst, sondern richtig gut eingebaut wurde.

Von mir kriegt “Fünf” fünf Sterne und jetzt werde ich mal schauen, ob unsere öffentliche Bücherei nicht noch was von Ursula Poznanski im virtuellen Regal stehen hat – ich brauche neues Lesefutter!

blog-1.jpg

 

Über das Buch

Ursula Poznanski
Fünf (Kaspary & Wenninger ermitteln, Band 1)
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Buch-ISBN: 978-3499257568
384 Seiten, Paperback
Auflage: 9 (1. Juli 2013)

 

Der Preis für “Fünf”

Dieses Buch gibt es bei Amazon als Taschenbuch und als Kindle-Edition.

Werbung

 

Transparenzhinweis

Dieses Buches wurde mir als Taschenbuch für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt und ich darf es anschließend behalten. Wer saarzwerg kennt, weiß, dass dies ihre Objektivität bei diesem Testbericht nicht beeinflusst. Die Besprechung beschreibt die ehrliche Meinung von ihr über dieses Buch.

** ** ** ** **

Inzwischen wurden in diesem Blog schon einige Geocaching-Bücher besprochen. Ihr findet alle Rezensionen unter der Rubrik “Bücher” auf der Test & Technik Seite.

** ** ** ** **

Lest Ihr Bücher zum Thema Geocaching? Welche davon könnt Ihr empfehlen? Kennt Ihr dieses Buch schon? Über Eure Kommentare unter diesem Artikel würde ich mich freuen!

Facebooktwittergoogle_pluspinterest

  5 Antworten zu ““Fünf” von Ursula Poznanski – Ein Geocaching-Krimi”

  1.  

    In Neustadt/Weinstrasse gibt es einen Whereigo der sich zeimlich exakt an das Buch hält. Zum Bsp: im Buch Leiche im Bach, WIG: Station am Bach, usw. Problem ist nur das die Software gerne aussteigt und man in dem Tal absolut keinen Telefonempfang hat.
    GC4X5XY – Fuenf – der NC-Whereigothriller zum Buch (Nachtcache)

  2.  

    Es gibt sogar einen Mystery zum Buch.
    GC3NHTG

  3.  

    Ich kann diese Rezension sofort unterschreiben! Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich mir sofort die anderen beiden Bände geholt habe. Diese Krimis haben nichts mehr mit Geocaching zu tun. Aber wie Du geschrieben hast, das Privatleben von Kaspary wird in der Tat weiter beleuchtet und nimmt einige interessante Wendungen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Wirklich professionell und nicht wie andere Bücher aus dem Süddeutschen Raum so holpriger “Schulaufsatz-Stil” …

  4.  

    Es gibt übrigens bereits (mindestens) einen Mystery zum Buch.

  5.  

    Ich habe, weil mir “Fünf” gefallen hat, einige andere Bücher von ihr gelesen. Immer spannend, immer gut lesbar. Und, was mir extrem aufgefallen ist: Immer sehr sehr gut recherchiert. Die Frau weiß, über was sie schreibt und ist weit weg vom “Laß uns mal was über dieses Geokätsching schreiben, da gibts gerade einen Markt”.

 Antworten

(notwendig)

(notwendig)

Translate »