Sep 012016
 

Zwei ganze Tage auf der Isle of Man – saarzwerg und ich waren überrascht, wie viele Geocaches wir auf dieser kleinen Insel suchen könnten: Die Isle of Man ist nur wenig größer als unser Bodensee und bietet fast genau 1000 Geocaches zum Suchen an.

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Wir haben uns im südlichen Teil der Insel umgeschaut und neben Geocaching auch intensiv Sightseeing betrieben …

 

 

Reisemöglichkeiten zur Isle of Man

Die Isle of Man ist gut per Fähre oder Flugzeug zu erreichen. Fährverbindungen gibt es von England, Irland und Nordirland. Ein Fußpassagier kostet um die 50€ und für zwei Personen und ein Auto steigt der Preis schnell auf 250€.

Deshalb habe ich mich auch nach Flügen umgeschaut und wurde bei EasyJet fündig. Von Liverpool zur Isle of Man habe ich trotz kurzfristiger Buchung Flugtickets für ca. 100€ bekommen. Ich denke, bucht man zeitig, so werden diese noch günstiger. So dauerte unsere Anreise eine gute halbe Stunde im Flugzeug statt fast drei Stunden auf der Fähre!

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Der Flughafen Ronaldsway liegt im Süden der Insel etwa 20 Fahrminuten von der Hauptstadt Douglas entfernt.

 

Verkehr auf der Insel

Auf der Isle of Man fährt man (nach unserer Definition) wie auch in ganz Großbritannien auf der “falschen” Seite, also links. Wobei – der Vergleich mit Großbritannien hinkt etwas, da die Isle of Man britischer Kronbesitz ist und nicht zur EU gehört. Laut dem Anbieter meiner grünen Versicherungskarte gilt diese dort nicht!

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Da wir mit dem Flugzeug angereist sind, haben wir vorher einen Mietwagen gebucht, den wir am Flughafen übernehmen können. Leider bieten die Mietwagenfirmen dort nur die Übernahme mit leerem Tank an, so dass bei der Rückgabe der restliche Sprit “verschenkt” wird. Da die Insel nicht sehr groß ist, tanken wir nur einmal für £12 und kommen damit in den zwei Tagen gut aus.

Übrigens gibt es dort außerhalb geschlossener Ortschaften kaum Geschwindigkeitsbegrenzungen. Im Gegensatz zu Großbritannien darf dann so schnell fahren, wie es die Straße und das Auto hergibt.

Im Flughafengebäude fällt uns die Werbung für Peel mit seiner Burgruine auf. Da wir keine Zeit zur Vorbereitung hatten, nehmen wir diesen Vorschlag dankend an und fahren Richtung Peel …

Mein Garmin-Navi schickt uns schnell auf kleine und enge Straßen. Unser Highlight ist eine sogenannte Single-Track-Road, die nicht breiter als unser Miet-Fiesta ist. Beim Fahren hören wir wie rechts und links die Gräser die Karosserie berühren.

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Auf dieser “Straße” kommen wir an unserem ersten Geocache auf der Isle of Man vorbei: dem Tradi “Observatory“, den wir schnell finden können.

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Am Cache genießen wir noch etwas die Landschaft bevor wir weiterfahren …

 

Peel

Gegen elf Uhr morgens erreichen wir das kleine Städtchen Peel. Wir finden schnell einen Parkplatz am Hafen. Gegenüber sehen wir zum ersten Mal die Burgruine auf einem kleinen Hügel.

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Doch bevor wir dorthin spazieren, will ich noch den Tradi “E2W (or W2E) #50” heben. An den Koordinaten befindet sich diese Box …

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… und darin ein Nano.

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Rund um die Burgruine führt zunächst eine kleine Straße, die später in einen Pfad übergeht. Wir wollen uns zunächst die Burg von außen anschauen. Am Hafen machen wir am Fish & Chips Laden halt und kaufen unser Mittagessen. Lecker!

Direkt neben dem Imbiss gibt es etwas erhöht Tische und Bänke mit Blick aufs Meer. Dort setzen wir uns hin und kommen mit einem Einheimischen ins Gespräch. Überhaupt sind die Leute auf der Insel, mit denen wir bisher zu tun hatten, sehr freundlich und redselig. So erfahren wir, dass die Einwohner von den Wikingern abstammen und sich unabhängig (von England und der EU) fühlen. Wir bekommen noch ein paar Tipps für lohnende Sightseeing-Ziele und den Hinweis, dass zwei Tage viel zu wenig für einen Besuch auf der Insel sind. Man solle sich mindestens zwei Wochen Zeit nehmen!

Nach dem Essen verabschieden wir uns und laufen einmal um die Burg.

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Der komplette Eingang zur Burg ist mit kleinen Fähnchen mit dem Wappen der Isle of Man geschmückt.

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Die “drei Beine” zieren Wappen und Flagge. Der Eintritt für Peel Castle kostet £5 pro Erwachsener, was für Britische Burgen und Klöster noch eher günstig ist. Dafür bekommen wir einen Audio-Guide, der nur der englischen Sprache mächtig ist, was für uns aber kein Problem darstellt.

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Wir beginnen mit der ehemaligen Kathedrale. Wie so oft stehen hier nur noch die Mauern. Die Fenster und Bögen lassen erahnen, wie prunkvoll sie früher mal gewesen sein muss.

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Die Kirche hat noch eine Krypta, die zugänglich ist.

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Hier kommt bei mir etwas “Underground-Feeling” auf, auch wenn es hier unten kaum noch was zu sehen gibt.

Nach gut zwei Stunden haben wir genug über die Geschichte der Burg erfahren und wollen uns noch etwas das Städtchen und seine Geocaches anschauen.

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Wir beginnen am House of Manannan, welches heute als Museum für die Vergangenheit der Isle of Man dient. Da wir mit der Burgruine schon viel über die Geschichte erfahren haben, wenden wir uns lieber dem Multi “REALLY SideTracked – Peel Station” zu, der uns zu einem Überbleibsel einer Bahnstrecke führt.

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Die Dose können wir gut und schnell finden.

Auf dem Weg durch den Ort zu einer großen Kirchen nehmen wir noch ein paar Tradis mit. Eine Besichtigung der Kirche lohnt sich für uns: Innen und außen kann ich ein paar schöne Fotos schießen.

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Das Final des Multis “Church Micro 9302…Peel” führt uns nochmal zur Stadt zurück. Dort ist am frühen Nachmittag Einiges los.

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Besonders gelungen finde ich die Sandskulpturen, die dort Jemand geschaffen hat.

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Damit geht unser Besuch in Peel zu Ende und wir steuern unser Hotel in Douglas an.

 

Die Hauptstadt Douglas

Nachdem wir eingecheckt haben, wollen wir uns etwas die Stadt anschauen und anschließend was zum Abendessen suchen. Unser Hotel befindet sich an der Uferpromenade ca. einen Kilometer vom Stadtkern entfernt. Um kurz vor sechs laufen wir los.

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Irgendwie enttäuscht mich Douglas. Die Fußgängerzone ist um diese Zeit fast wie ausgestorben. Naja, so können wir ein paar Tradis, ohne Angst vor Muggles haben zu müssen, heben.

Im Zentrum fällt mir noch der Virtual “NOW I AM ON MY OWN” auf, den wir besuchen.

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An dieser Skulptur sollen wir ermitteln, wer das ist und was er in Douglas getan hat. Vor Ort ist uns das nicht möglich. Im Internet werde ich aber schnell fündig …

Auf der Suche nach einem vernünftigen Restaurant spazieren wir wieder an der Uferpromenade vorbei. Auf einer kleinen Insel entdecke ich diese “kleine” Burg, die früher sicher mal die Einfahrt in diese Bucht schützen sollte. Aus der Ferne schaut sie für mich fast wie eine Sandburg aus …

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Viel mehr habe ich über Douglas nicht zu berichten, außer vielleicht von dem kleinen unscheinbaren indischen Restaurant, in das es uns am zweiten Abend verschlagen hat und dass ich Euch unbedingt empfehlen möchte: Das “Taj Mahal” schaut zwar von außen aus wie ein Imbiss, ist aber ein richtig gutes indisches Restaurant mit klasse Essen und gemütlichen Sitznischen!

 

Castletown & Castle Rushen

Einer der Tipps, den wir von dem netten Einheimischen bekommen haben, ist ein Besuch der früheren Hauptstadt der Isle of Man: Castletown mit seinem Castle Rushen, dem Sitz des Königs und später des Lords der Insel.

Dort angekommen müssen wir etwas suchen, um einen Parkplatz zu finden, wo wir länger als zwei Stunden parken dürfen. So parken wir außerhalb der Disc-Zone (Parken nur mit Parkscheibe und maximaler Dauer) und spazieren zur Burg.

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Zunächst umrunden wir das Castle durch den kleinen Park, der sich zwischen Burg und der äußeren Mauer befindet. Dabei fällt mir noch der Tradi “château de la ville” auf, zu dem wir noch schnell hinlaufen.

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Trotz eindeutigem Hint werden wir nicht fündig? Ein Blick in die Logs bestätigt, dass die Dose wohl weggekommen ist. So mache ich ein Fotolog und logge einen DNF.

Nun geht es aber in die Festung. Hier ist der Eintritt mit £6 schon etwas teurer – dafür ist die Burg aber auch noch intakt und eingerichtet.

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In der Burg können wir uns frei bewegen und folgen dem empfohlenen Rundweg. Auch hier gibt es wieder einen Audioguide.

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Auf der einen Seite der Burg geht es durch enge Treppenhäuser und einige Räume immer nach oben bis wir das Dach erreichen. Von dort oben haben wir einen tollen Ausblick auf Castletown.

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Auf dem zweiten Teil unseres Rundganges durch die Festung kommen wir durch einige eingerichtete Räume. So bekommen wir einen guten Eindruck, wie es früher hier mal ausgesehen haben könnte. Der Thronsaal schaut prunkvoll aus – die Wandbehänge sind jedoch nicht geknüpft sondern “nur” bemalt. Die waren damals hier schon sparsam!

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Nach unserer Besichtigung suchen wir uns ein schönes Plätzchen am Marktplatz für unser Mittagessen, was wir im gegenüberliegenden Supermarkt eingekauft haben.

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Beim Essen bekommen wir Besuch von zwei jungen Möwen, die sehr hartnäckig signalisieren, dass sie gerne etwas von unserem Essen abhaben möchten …

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Nachdem wir fertig sind, lasse ich mich erweichen und gebe den Vögeln die restlichen Krümel, welche sie dankbar annehmen.

 

Cregneash

Wir fahren zum südwestlichen Zipfel der Insel nach Cregnesh – dort soll sich ein inzwischen verlassenes Dorf befinden, welches zum Museum umgestaltet wurde.

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Der Parkplatz ist gut ausgeschildert und von dort führt ein kleiner Fußweg zu einem kleinen Café, in dem auch die Eintrittskarten für £5 pro Person verkauft werden. Wir bekommen kurz den Weg zu den einzelnen Häusern erklärt, die auf einen Rundweg liegen.

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Wie beginnen in einer kleinen Farm, wo noch die “Übungs-Kuh” aus Holz steht. Hier kann man das Melken lernen. saarzwerg versucht mal ihr Glück und ist überraschend erfolgreich!

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Nebenan befindet sich gleich das nächste Haus, das wir besichtigen dürfen. Im Inneren schaut es fast so aus, wie ich es von Lostplaces kenne, die von Fotografen etwas gepimpt worden sind: Auf dem Tisch liegen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

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Auch an der Dorfkirche kommen wir vorbei.

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Dort beginnt der Multi “Church Micro 9290…Cregneish“. Die Fragen können wir recht schnell beantworten. Das Final liegt etwas außerhalb des Rundwegs, den wir zunächst fortsetzen.

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Die Häuser, die als Museum genutzt werden, sind alle weiß gestrichen und meist mit Stroh gedeckt. Oft haben wir eine tolle Aussicht aufs Meer. Nachdem wir das Multifinal eingesammelt haben, gönnen wir uns noch einen Kaffee. Danach besuchen wir den Tradi “Don’t wake Ned!“, der mit einer kleinen Überraschung an der Dose aufwartet.

 

Calf Sound

Wir folgen der Straße, die durch das Museumsdorf verläuft, bis zum Meer. Unterwegs halten wir kurz am Tradi “The overlooked pit stop“, der wieder eine schöne Aussicht bereit hält.

Am Ende der Straße gibt es viele Parkplätze und eine Einkehrmöglichkeit. Wir interessieren uns aber mehr für die Meerenge zwischen der Isle of Man und der kleinen vorgelagerten Insel Calf of Man. Lauf den Informationen unseres Einheimischen soll es hier Seehunde in freier Wildbahn zu beobachten geben. Und hier ist viel los – es ist scheinbar kein Geheimtipp mehr.

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Wir gehen etwas die Wiese zum Meer hinunter uns setzen uns hin. Es dauert nicht lange, bis die ersten Seehunde auftauchen.

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Jetzt ärgere ich mich zum ersten Mal, dass wir geflogen sind: Mein Teleobjektiv liegt im Auto und das steht in Liverpool.

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So kann ich die Tiere nur aus der Ferne fotografieren. Schade!

 

Tynwald National Park

Zum Abschluss unseres letzten Tages plane ich unseren Rückweg zum Hotel über den Tynwald National Park, da mir dort ein weiterer Virtual aufgefallen ist.

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Um den Virtual loggen zu dürfen, muss über mehrere Stationen einen Finalkoordinate berechnet werden und dort müssen dann ein paar Fragen beantwortet werden.

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Die Stationen führen uns über das Gelände des ältesten durchgängig existierenden Parlamentes der Welt. Bis auf eine Station, an der wir Internet benötigen,  ist alles vor Ort gut zu finden.

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Unterwegs können wir den Tradi “Thing Sites: Tynwald Hill” loggen, der zu der Geotour “Thing Sites” gehört. Wer also noch das Geotour-Attribut für seine Statistik benötigt, wird hier fündig.

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Nachdem wir alle notwendigen Informationen gesammelt haben, kann ich das Final des Virtuals “Give us a Ring” bestimmen. Es liegt etwas außerhalb – aber noch zu Fuß zu erreichen.

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Wir sind richtig – vor Ort  können wir die letzte Frage, deren Antwort wir an den Owner schicken sollen, beantworten. Kurze Zeit später ist auch schon die Logfreigabe in meiner Mailbox. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

 

Mein Fazit

saarzwerg und ich haben unseren Aufenthalt auf der Isle of Man sehr genossen. Gut, an den Linksverkehr mussten wir uns erst gewöhnen. Überrascht hat mich, dass es auf dieser kleinen Insel so viele Geocaches gibt. Ja, sogar ein Powertrail mit mehr als 90 Dosen ist vorhanden.

In den zwei Tagen habe wir uns nur den südlichen Teil angeschaut. Mit einem Mietwagen ist alles schnell und einfach zu erreichen. Vom lokalen Tourismusbüro gibt es eine schöne Übersicht über die Sehenswürdigkeiten.

Rückblickend möchte ich erwähnen, dass zwei Tage zu knapp für diese Insel sind. Wenn Ihr mehr von unserem Besuch auf der Isle of Man sehen möchtet, so werft doch bitte einen Blick in das zugehörige Webalbum.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht gefallen? Ist er zu lang oder zu kurz? Hat er zu viel oder zu wenig Bilder? Ist er nützlich für Euch? Welche Informationen fehlen Euch noch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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  3 Antworten zu “Geocaching auf der Isle of Man: Die Insel mit dem Länderpunkt”

  1.  

    Wenn ich so deine ganzen Reiseberichte lese, kommt mir eigentlich folgende Frage:
    Bei welcher Firma muss ich mich bewerben, um a) so viel Urlaubstage für die ganzen Reisen zu bekommen und b) auch ein entsprechendes Gehalt, um das alles zu bezahlen *g*

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