Jun 022016
 

Im letzen Jahr haben saarzwerg und ich Laos besucht. Obwohl es eine gebuchte Katalogreise war, haben wir das geocaching dort nicht vernachlässigt. Heute berichte ich Euch von unserem mehrtägigen Besuch in Luang Prabang, der ehemaligen Hauptstadt von Laos. Von dort unternehmen wir zwei größere Ausflüge zum Mekong und den Kuang Si Wasserfällen.

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Kommt mit auf die virtuelle Reise in eine andere Welt…

 

 

Luang Prabang

Die zweite Stadt, die wir während unserer Indochina-Reise besuchen, ist Luang Prabang. Sie ist die ehemalige Königsstadt von Laos. Auch zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft war hier die Hauptstadt. Sie befindet sich im bergigen Norden von Laos. Im Jahre 2005 hatte sie knapp 50.000 Einwohner.

Seit 1995 ist Luang Prabang UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Spaziergang über den Mount Phou Si

Der Mount Phou Si ist ein kleiner Hügel in der Altstadt von Luang Prabang. Ein schmaler gemauerter Fußweg führt über unzählige Stufen nach oben.

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Nach einer kurzen Weile erreichen wir eine kleine Buddha-Statue.

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Unmittelbar vor der Staute machen ein paar Klosterschüler im Schatten eine Pause. Unser Reiseleiter spricht ein wenig laotisch – so kommen wir ins Gespräch und erfahren, dass die Schüler aus einem nahen Kloster kommen. Für Familien mit vielen Kindern sind die Klöster eine gute Möglichkeit den Kindern eine kostengünstige Ausbildung zu gewähren.

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Wir folgen weiter dem Weg. Nahe dem Gipfel  kommen wir an einem “Schrotthaufen” vorbei, den ich als die Reste einer Flugabwehrkanone identifiziere. Vom großen Vietnamkrieg war auch – obwohl nicht offiziell involviert – Laos betroffen, es war gemessen am Verhältnis der Anzahl der Bomben zu der Anzahl der Einwohner das am stärksten bombardierte Land der Welt: ein trauriger Rekord.

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Auf dem Gipfel des Mount Phou Si befindet sich ein kleines Kloster mit einer goldenen Stupa, die am späten Nachmittag toll in der Sonne glänzt.

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Von hier oben habe ich einen schönen Ausblick auf die Vorstadt von Luang Prabang und die dahinter liegende Hügellandschaft.

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Nun wird es allmählich Zeit für uns den Hügel wieder zu verlassen. Für den Abstieg wählen wir diesmal einen anderen Weg und steigen in Richtung der Altstadt ab.

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Unser Weg endet am “Nightmarket”, der gerade aufgebaut wird …

 

Abendstimmung am Mekong

Den Nightmarket heben wir uns für später auf. So führt uns unser Weg zunächst an der ehemaligen königlichen Residenz mit ihrer goldenen Halle vorbei.

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Nach wenigen hundert Metern erreichen wir den großen Fluß, den Mekong, der hier ganz nahe bei der Altstadt vorbeifließt. Um diese Zeit sind schon die meisten der Ausflugsboote zurückgekehrt und liegen vertäut am Ufer.

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In einem Biergarten am Fluß genießen saarzwerg und ich noch den Sonnenuntergang, lassen den Abend ausklingen …

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… und freuen uns auf unseren Ausflug auf den Mekong.

 

Wat Xieng Tong

Das Kloster Xieng Tong ist eines der bedeutendsten Klöster in ganz Laos und zeigt die hervorragende Handwerkskunst der Laoten. Im “Haupthaus” ist der großen Buddha untergebracht, zu dem auch viele der Einheimischen beten.

Die Dächer dieser Tempel sind sehr klug gebaut: Durch die geschwungene und überlappende Form schaffen es die Architekten, dass es innerhalb dieser Gebäude auch im Sommer angenehm kühl ist.

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In dem Klosterbereich befindet sich eine goldene Halle: die “Begräbniskapelle” des letzten laotischen Königs.

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Im Inneren befindet sich der goldene Wagen, auf dem der tote König auf einer Prozession durch die Stadt gezogen wurde. Unzählige Buddha-Statuen beschützen auch hier den Tempel vor Unheil.

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Sie blicken alle nach innen, um die wichtigen Dinge in dieser Halle zu schützen.

 

Wat Mai

An diesem Tag besuchen wir noch ein weiteres Kloster. In seinem Zentrum befindet sich die große Halle für den Buddha.

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Bevor wir uns die große Statue anschauen können, ziehen wir – wie hier üblich – unsere Schuhe aus und gehen hinein.

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Der Innenraum ist dunkel und angenehm kühl. Am hinteren Ende trohnt Buddha umringt von vielen weiteren kleineren Statuen. Alle diese Klöster sind heute noch in “Betrieb” und werden von den Mönchen gepflegt. Wie auch die meisten unserer Kirchen kosten sie keinen Eintritt.

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Auf dem Gelände des Klosters entdecke ich noch eine kleine überdachte Holzkonstruktion. Darin befindet sich ein Drachenboot. Auf dem Mekong werden oft Drachenbootrennen zwischen den verschiedenen Städten veranstaltet.

 

Halle für den Phra Bang-Buddha

In der ehemaligen Königsresidenz befindet sich noch eine goldene Halle. Diese wurde zu Ehren des Phra Bang Buddha, einer 83 cm großen vergoldeten Bronzestatue, gebaut, nach  der diese Stadt benannt wurde. Sie wurde (je nach Überlieferung) zwischen dem 1. und 9. Jahrundert in Ceylon gegossen.

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Ich bin immer wieder beeindruckt, wie kunstvoll diese hölzernen Tempelhallen gestaltet sind. Selbst die Treppenaufgänge zu diesem Tempel sind mit mehreren Nagas (Schlangen) verziert, die Unheil vom Tempel abwenden sollen.

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Diese goldene Halle gehört zum Nationalmuseum, welches im ehemaligen Königspalast untergebracht ist. Leider ist das Fotografieren im Gebäude verboten. Unser Besuch lohnt sich, wir erfahren viel über das Leben und die Geschichte  des laotischen Königshauses.

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Im Giebel des Gebäudes befindet sich das Wappen des ehemaligen Königreiches Laos: der dreiköpfige Elefant. Die Monarchie wurde nach Ende des Vietnamkieges 1975 abgeschafft.

 

Geocaching in Luang Prabang

Nach dem vielen Sightseeing wollen wir aber auch nicht das Geocaching vergessen. In der Stadt gab es zu unserer Zeit genau drei Geocaches, wovon wir zwei gesucht und gefunden haben. Anfang 2016 ist noch ein vierter Geocache an einer Brücke in der Nähe der Altstadt dazugekommen.

Am einfachsten ist der Traditional “Ethnology Museum” zu erreichen – er liegt am Rand der Altstadt bei einem kleinen Museum.

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Um den Cache zu heben, muss man nicht ins Museum. Am Ausgang, dort wo sich die Terrasse befindet, kann man schnell in den Büschen (Vorgarten) verschwinden und das Logbuch signieren.

Etwas mehr zu laufen gibt es dann beim Traditional “Down by the Boardwalk” – er liegt etwas abseits auf dem Weg von der Altstadt zu unserem Hotel. Wir haben uns vom Shuttlebus in der Nähe absetzen lassen und sind dann zum Mekong hinunter gelaufen, wo wir etwas suchen mussten.

Der Ausblick auf den Fluss ist dafür von dieser Stelle grandios.

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Nach einiger Zeit entdecke ich eine kleine Dose, die sich als Geocache entpuppt.

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Im Logbuch ist noch genügend Platz für unsere Namen …

 

Ausflug auf dem Mekong und die Höhlen von Pak Ou

Am späten Morgen verlassen wir die Stadt, um zum großen Hafen zu kommen. Dort wartet ein Ausflugsboot, welches uns zu den großen Sandsteinhöhlen von Pak Ou bringen wird.

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Obwohl der Hafen recht neu ist (früher legten die Ausflugsboote am Ufer der Altstadt ab), gibt es hier kaum eine Infrastruktur. Um an die hinteren Boote zu gelangen, muss man über die vorderen laufen…

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Die Technik im Boot ist ebenfalls spartanisch. Hier wird eher der kleinen Buddha-Figur vertraut als modernen Geräten. Unsere Fahrt dauert eine gute Stunde.

In einem sehr großen Sandsteinfels befinden sich mehrere Höhlen. Die untere ist gut ausgebaut mit einem großen Steg für viele Boote und einer breiten Treppe, die in die Höhle führt. Unser Reiseleiter bezahlt den Eintritt.

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Oben angekommen zeigt die Höhle ihre Pracht: hunderte verschiedener Buddha-Statuen wurden dort von Gläubigen aufgestellt. Sie zeigen so ihre Dankbarkeit und ehren Buddha.

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Zum Glück habe ich heute mein Teleobjektiv dabei: Auf der anderen Seite des Flusse befindet sich ein kleines Dorf mit einem Elefantencamp. Dieses organisiert auch Reitausflüge auf den Dickhäutern. Gerade kommt eine Gruppe zurück und badet die Elefanten. Ein interessantes Schauspiel.

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Nach der Besichtigung der Höhle fahren wir noch kurz auf die andere Seite. Die Elefanten sind schon weg. In einem kleinen Restaurant mit Blick auf den Mekong und die Höhlen essen wir zu Mittag. Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in Luang Prabang.

Leider gab es auf diesem kompletten Ausflug keinen einzigen Geocache – vielleicht legt ja mal Jemand einen bei den Höhlen?

 

Morgenspeisung der Mönche

Schafft man es vor Sonnenaufgang aus dem Bett, so kann man der Morgenspeisung der Möche in Luang Prabang zuschauen. Wir haben es geschafft! Kurz vor Sonnenaufgang erreichen saarzwerg und ich die Altstadt. Dort ist schon viel Betrieb. An den Rändern der Hauptstraße versammeln sich Gläubige und Touristen, um auf die Mönche zu warten.

Die Mönche dürfen kein Geld verdienen und bei der hier gelebten Form des Buddhismus auch nicht kochen. Jeden Morgen bei Sonnenaufgang ziehen  die Mönche aller Klöster daher durch die Straßen von Luang Prabang und erbitten Almosen.

Plötzlich geht es los – in einer sehr langen Reihe (bestimmt einige hundert Mönche allen Alters) ziehen sie an den Gläubigen vorbei. Diese werfen Geld oder Nahrungsmittel in die großen Töpfe der Mönche.

Die umliegenden Geschäfte sind darauf vorbereitet und verkaufen diese Dinge …

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Die Mönche bekommen mehr als sie selbst benötigen und spenden ihrerseits den Armen der Stadt in bereitgestellten Körben ihre Überschüsse.

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So hat Jeder, was er braucht – die Gläubigen tun etwas Gutes, die Mönche werden satt und für die Armen bleibt auch noch genug! Selbst unter den freilaufenden Hunden hat sich diese “Fütterung” schon herumgesprochen.

 

Die Wasserfälle von Kuang Si

Ein weiterer Ausflug führt saarzwerg und mich vor die Tore der Stadt nach Kuang Si. Dort habe ich mehr Glück und darf mich auf den Eartcache “Kuang Si Waterfalls” freuen.

Von Luang Prabang ist es eine gute Stunde Fahrt mit dem Reisebus.

Vor den Wasserfällen gibt es eine kleine Auffangstation für  Bären, die aus illegaler Haltung befreit wurden. Leider gibt es immer noch Asiaten, die an die Heilkraft der Gallenflüssigkeit von Bären glauben. Dafür werden diese armen Tiere gefangen und unfassbar gequält.

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Hinter dem Bärengehege erwarten uns kleine Sinterbecken mit strahlend blauem Wasser. Es ist an einigen Stellen erlaubt zu baden.

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Diese Becken ziehen sich bis zum großen Wasserfall den Hang hinauf.

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Unmittelbar vor dem Wasserfall gibt es eine Brücke, auf der saarzwerg von mir das Foto für den Earthcache machen kann.

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Es ist sehr schön hier. Unsere freie Zeit nutzen wir noch für eine kleine Wanderung. Wir laufen auf der rechten Seite des Wasserfalls den Berg hinauf. Das ist steil und anstrengend. Von oben haben wir eine tolle Aussicht über die umliegenden Hügel. Nun müssen wir unsere Schuhe und Socken ausziehen, um den Fluß oberhalb des Wasserfalls queren zu können.

Auf der anderen Seite angekommen führt uns ein anderer Weg wieder nach unten zu den Sinterbecken.

 

Unsere Unterkunft

In Luang Prabang kann ich unserer Hotel sehr empfehlen: Wir waren im Villa Santi Resort & Spa (Werbelink) – es liegt sehr idyllisch etwas außerhalb der Stadt.

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Von dort gibt es aber regelmäßige und kostenlose Shuttlebusse in die Altstadt.

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Die Gebäude des Resorts verteilen sich auf dem weitläufigen Gelände. Hat man mal keine Lust zum Geocachen oder Sightseeing in der Stadt, so kann man es hier am Pool oder an der Cocktailbar gut aushalten …

 

Mein Fazit

Mir haben die Tage in Luang Prabang sehr gut gefallen. Es ist eine andere Welt. An jeder Ecke gibt es ein toll verziertes Kloster. Die Einheimischen sind sehr freundlich und zuvorkommend. Essen bestellen wir mit Zeichensprache – englisch ist hier kaum verbreitet.

Im Herbst ist es hier immer noch sehr warm – wir haben Temperaturen nahe den 30°. Trotzdem macht uns das Bummeln durch die Altstadt und das Eintauchen in Land und Leute großen Spaß.

Derzeit gibt es nur sehr wenige Geocaches – so dass bei uns Sightseeing im Vordergrund steht.

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Mehr Fotos davon findet Ihr in meinem Webalbum. Wie hat Euch diese virtuelle Reise durch Luang Prabang gefallen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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  2 Antworten zu “Geocaching in Laos: Luang Prabang”

  1.  

    Hallo ihr zwei. Ihr habt wunderbare Fotos von Luang Prabang auf eurem Blog. Bei mir ist es schon wider fast ein Jahr her dass ich dort war. Um so mehr hat euer Bericht die Erinnerungen hervorgerufen. Vielleicht geht es euch auch so dann schaut mal hier. http://www.servus-servus.de/laos-oder-frankreich/

    Viel Spaß noch. Herbb

    •  

      Hallo Herbb,

      die Bilder in deinem Resiebericht sind aber auch nicht zu verachten! Auch dabei habe ich Erinnerungen an unsere Reise gehabt!

      Viele Grüße aus dem Saarland
      Joerg

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