Jun 042012
 

Heute hab ich mal wieder einen Artikel in der Presse gefunden, der mich doch etwas bewegt hat. Dieser Artikel ist in der Online-Version der Augsburger Allgemeinen unter dem reisserischen Titel: “Wenn Schatzsucher zur Plage werden” erschienen.

Darin kommt ein Umweltreferent zur Sprache, der Alarm schlagen muss – da ist von einem Schatzversteck in 11m Höhe in einer Buche die Rede und von der Haftung des Grundstückeigentümers. Früher als Kind habe ich mit meinen Freunden 11m hohe Bäum ohne Seil erklettert – da war das “normal”, wenn man auf dem Land lebte… Mit dem selben Argument müsste dann ja auch Klettern an Felsen verboten werden. Hier ist der DAV und die Klettervereinigungen scheinbar schon einen Schritt weiter als die Geocacher?

Was ich in dem Artikel jedoch nachvollziehen kann, ist eine Störung der Tierwelt, wenn Geocaches in unmittelbarer Nähe zu Nistkästen versteckt werden – das muss wirklich nicht sein – im Allgemeinen gibt es doch genügend Verstecke, wenn man sich etwas Zeit nimmt und Gedanken über die Platzierung der Dose macht, sich in die Sucher hineinversetzt und überlegt, welche Auswirkungen eine Suche an genau dieser Stelle haben kann. Powertrails mit ihren Trampelpfaden sind ein gutes Beispiel für mögliche Auswirkungen…

Ein meiner Meinung nach wichtiger Punkt wird dann noch am Ende des Artikel angesprochen – Der Dialog zwischen Umweltverbänden, Behörden und den Geocachern.

Ich persönlich glaube, dass so ein Dialog dringend notwendig wird um Überreaktionen der Behörden zu vermeiden. Nur durch ein geeignetes und faires Miteinander mit gegenseitiger konstruktiver Kritik und einem sensiblen Umgang kann in Zukunft Umweltschutz und Geocaching in Einklang gebracht werden.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?

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  11 Antworten zu “Presse: Wenn Schatzsucher als Plage bezeichnet werden”

  1.  

    Dialog tut wohl nur – nur leider werden sich diejenigen, die uns diese Schereien hauptsächlich einbrocken – Stichwort Powertrail – sich da raushalten, die haben dafür keine Zeit, müssen ja Punkte sammeln…
    Gruß MadCatERZ

  2.  

    argh… also der Brutkasten IST der Cache.

  3.  

    Nur eine kleine Info: der in dem Artikel zitierte Cache an einem Brutkasten für Vögel, der auch auf dem Bild zum Artikel abgebildet wurde, IST der Cache :-)

    Abgesehen davon ist Geocaching ein Massensport geworden und muss sich nun halt einfach auch mit den allgemeinen Problemen von Massensport auseinandersetzen… wie Angel, Klettern, Bergsteigen, Tauchen etc. auch.

    viel Spaß beim Diskutieren
    Markus (bulldraga)

  4.  

    Puh, ich finde das aktuell auch ganz schwierig, die Zahl der Geocacher nimmt eben zu und nicht jeder achtet darauf, wie er sich im Gelände verhält. Was bin ich schon zu Caches gekommen und die Gegend sah aus, als wäre eine Wildschweinhorde vorbeigekommen. Alles umgegeraben.

    Ich denke auch, dass der Dialogwunsch da ist, aber für die Behörden sind Geocacher ja auch irgendwie schwer zu fassen. Und selbst wenn ein paar zum Dialog bereit sind, so wird doch die große Mehrheit irgendwie nur schwer erreicht, weil man ja halbwegs anonym unterwegs ist.
    Schwieriges Thema…

    Nicole (latoNImo)

  5.  

    Die Dosis macht's… Es macht eben einen Unterschied, ob ein Kind irgendwann mal irgendeinen Baum hochklettert, oder ob jedes Wochenende Horden von Geocacher immer den selben Baum hochklettern. Im letzten Fall kann man dann durchaus von einer "Plage" reden, denke ich.
    Viele Grüße,
    Andrea
    (dieSulzerin)

  6.  

    Meine Meinung ist: Geocaching ist nur noch ein Haufen Scheiße!

    Früher wars mal schön, heute ists nur noch: "Kuck mal, ich hab schon ganz viele T5er gemacht und kann mich ganz toll am Seilchen hochziehen" oder "Boah, gestern hab ich 200 Caches geloggt, krass oder? Wie meinst du? Wo das war? Keine Ahnung, irgend so ein Wald halt sind doch eh alle gleich."

    Toll find ich auch, wenn Dinge, die mit EINEM Myst getan werden zu 20 aufgesplittet werden…

    Ja, anonym!

  7.  

    Hallo,

    so gesehen magst Du richtig liegen.
    Mir leuchtet aber nicht ein, wie eine möglicherweise kommerzielles Cacheangebot die schmerzfreien Dosensucher in irgendeiner Weise positiv beeinflussen soll, bzw. wo in diesem Rahmen Dialog stattfinden kann, denn solche Caches meiden die punktegierigen Grundsprechcacher ja schon aus Prinzip.:-)

    Mir kommt es aber irgendwie in dem Bericht so vor, als gäbe es auch starke Dissonanzen zwischen den Waldbauern und den außerhalb der Cacherszene agierenden Gruppierungen, die auch (vielleicht im Rahmen von touristischen Angeboten) ihre eigenen Sondercaches legen.

    Man könnte (als Geocacher) interpretieren, dass man da seitens der Gegner echten Gegenwind befürchtet, denn sowas wäre schließlich eine Lobby mit nachweislichem öffentlichem Interesse, was im Gesamtzusammenhang auch die "normalen" Cacher in ein für die Gegner unglücklich positiveres Bild rücken könnte.

  8.  

    Hi Argus,

    ich beziehe mich hier auf den letzten Absatz, wo ein Norbert Pantel vom Landschaftspflegeverband die Aussage "Man kann sich einer neuen Entwicklung verschließen oder mitmachen." trifft. Da interpretiere ich schon ein Wunsch nach Dialog hinein… Zumal ja auch oben in der Absatzt-Überschrift von "Landschaftspflege: Positiver Einfluss ist möglich" die Rede ist…

    Auch glaube ich, dass solche Touren von wem auch immer nicht ohne die Unterstützung von erfahrenen Geocachern möglich sind – und hierzu wäre dann ein Dialog notwendig?!

    VG,
    Joerg

  9.  

    Wo findest Du im Artikel denn eigentlich den Wunsch nach Dialog zwischen Umweltverbänden, Behörden und den Geocachern?

    Ich kann den nicht lokalisieren!

    Da ist vielmehr die Rede von "…dass er den Freistaat gefordert sieht, damit geltende Regeln im Umgang mit der Natur besser eingehalten werden."

    Dialog?
    Da werden ausdrücklich Gegenmaßnahmen durch den Gesetzgeber gefordert!

    Auch der sich positiv äußernde Herr im letzten Abschnitt bezieht sich eher auf kommerziell oder durch lokale Organisationen angebotene Touren und nicht die "normalen" Caches.

    Ich vermute, Du must den Artikel noch mal intensiver lesen, sorry!

    Grüße vom Argus!

  10.  

    So unrecht hat der Umweltheinz nicht,durch diese Baumkletterei und ähnliche Unsinnigkeitenkommt das ganze Hobby in Verruf

  11.  

    Hm also wenn man es dann genau nimmt, dürften auch keine Forstarbeiter mehr mit Fahrzeugen in den Wald oder gar mit Kettensägen, denn wenn die Motoröl verlieren, was ja bei einem Fahrzeug ganz normal ist, wird die Umwelt ja auch sehr geschädigt oder etwas nicht?????

    Da sind wieder mal die planlosen Redakteure von am Werk, die hier und da was an Halbwissen auffangen und dann daraus einen Artikel designen…

    Klar gibt es sicherlich Banausen… Geocaching am Baum mit Steigeisen??? Vielleicht ein bisschen übertrieben…

    LG Daniel

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