Mai 062012
 

… ja, da gibt es Einiges. In diesem Artikel möchte ich mal ein paar “dosenlose” “Dinge”, die es in der Groundspeak-Welt gibt, miteinander vergleichen. Es geht also um Virtuals, Waymarks und Challenges.


Virtual Cache

Der am längsten verfügbare Typ ist der Virtual. Bei Groundspeak wird er wie folgt erklärt:


Beim Virtual-Cache geht es eher darum, die Örtlichkeit zu entdecken als eine Dose. Um zu beweisen, dass man auch wirklich vor Ort war, ist ein Foto mit sich und dem Virtual Cache hoch zu laden oder eine spezielle Frage zu beantworten. Diese Art von Cache kann jedoch nicht mehr gelegt werden. Findet man einen Virtual, so zählt dieser als Cache in der Statistik und über Pocket-Queries können Virtuals wie ein ganz normaler Cache auf das GPS-Gerät überspielt werden. Die noch verfügbaren Virtuals werden über die “normale” Cachesuche auf www.geocaching.com angezeigt.

Waymark

Als Nachfolger der Virtual-Caches hat sich Groundspeak dann die Waymarks einfallen lassen. Dafür wurde jedoch eine spezielle Webseite eingerichtet: www.waymarking.com. Ein Waymark wird nun wie folgt erklärt:


Übersetzt heißt das soviel wie “eine Waymark ist eine physische Stelle auf dem Planeten, gekennzeichnet mit Koordinaten und enthält eine typische Information, die über seine Kategorie definiert wird”… Naja, hätte man sicher auch etwas einfacher und verständlicher ausdrücken können. Also im Grunde ist es genau dasselbe wie ein Virtual Cache, nur dass die verfügbaren Waymarks nun in Kategorien eingeteilt werden. Um seinen Besuch beim Waymark zu beweisen, muss oft noch ein Bild hochgeladen oder eine Frage beantwortet werden. Bei den Bildern muss man hier selten das GPS oder sich selbst zeigen. Daher ist es recht einfach nach einem Urlaubstrip die eigenen Bilder auszuwerten und danach die passenden Waymarks, die man auf der Webseite gefunden hat, nachzuloggen. Auf der Statistik von www.geocaching.com tauchen diese Funde jedoch nicht auf. Wer GSAK benutzt, kann die gefundenen Waymarks jedoch einzeln als gpx-Datei herunterladen und mit dem FindStatGen-Macro in die eigene Profilseite einfügen. Auch ein Banner mit den gefundenen Waymarks ist vorhanden.

Challenge

Als letzter der drei Typen wurde von Groundspeak im August 2011 die Challenge eingeführt. Die Challenge wird von Groundspeak in den FAQs erklärt:


Also, man soll dabei irgendwo hingehen und irgendwas tun. Man könnte über den Inca-Trail zum Machu Piccu wandern, ein Lied in der Mitte vom Times Square singen oder von sich selbst ein Bild machen, während man durch das Brandenburger Tor in Berlin läuft…  Trotz des jungen Alters der Challenge wurden hier schon Änderungen vorgenommen, so wurde die Action-Challenge abgeschafft und durch die Foto-Challenge ersetzt: Also wieder ein Bild von sich selbst an einem bestimmten Ort machen. Zwei weitere Typen sind schon in Vorbereitung, aber aktuell noch nicht verfügbar. Nähere Informationen gibt es bei Groundspeak. Die erfüllten Challenges gehen nicht in die Caching-Statistik ein, werden aber wie die Trackables gesondert im Profil angezeigt. Auch hier ist mir keine Möglichkeit bekannt, eine oder gar mehrere Challenges an einem bestimmten Ort über eine gpx-Datei oder ein der Pocket-Query ähnliches Verfahren herunterzuladen.

Vergleich

  Virtual Cache Waymark Challenge
Webseite www.geocaching.com www.waymarking.com www.geocaching.com
Beweis Bild mit Person/GPS Bild ohne Person/GPS Bild mit und ohne Person/GPS
GPX Ja, in PQ Ja, nur einzeln Nein
Statistik GC & GSAK/BadgeGen Nur GSAK/BadgeGen Nein
Abstand 161m Mehrere an einem Ort möglich Keine Information

Ich persönlich finde die leider abgeschafften Virtual Caches noch die besten dieser drei Typen. Wie ist Eure Meinung? Über Kommentare zu diesem Thema würde ich mich freuen…

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  4 Antworten zu “Caches ohne Dosen”

  1.  

    Hallo Eibacher Kuckuck – vielen Dank für den Tipp mit dem Waymark. Ich habe gerade eins erstellt und eingereicht. Wenn es freigegeben wird, sollte es die Nummer WMHM25 haben!

    VG,
    Jörg

  2.  

    Interessanter Beitrag. Dein Blog könnte übrigens auch ein Waymarks werden, dafür gibt es eine eigene Kategorie “Blogger” http://www.waymarking.com/cat/details.aspx?f=1&guid=af9c77fa-8730-44f7-a9ec-eb8fb2291d53&wst=9&kw=blog&st=2

  3.  

    Hallo Joerg,
    vielen Dank für diesen sehr interessanten Vergleich!
    Ich hatte mich früher mit den Waymarks nie beschäftigt, bin aber jetzt durch deinen Beitrag und das posting von Simon hier richtig toll auf den Geschmack gekommen! ;-)
    Prima Geschichte, die werden wir mal im Auge behalten!
    Dir liebe Grüße,
    Andrea
    (dieSulzerin)

  4.  

    Ein schöner Bericht – gefällt mir sehr gut!

    Ich bin schon seit über zwei Jahren ein begeisterter Waymarker und nehme jede WM mit, die ich finden kann. Vor allem auf Urlaubsreisen und Sightseeing-Kurzreisen waren mir die Waymarks bisher immer ein sehr viel besserer Guide, als es Geocaches waren. Viele Caches im urbanen Bereich führen eher in schmuddelige Hinterhöfe oder unattraktive Parkplätze. Waymarks führen mich zu den tollsten Locations einer Stadt. Während meiner Kurztrips nach London, Paris, Oslo oder Malmö waren es die Waymarks, die mir dauerhaft in Erinnerung geblieben sind.

    Was die Zukunft betrifft:
    Ich denke, dass Waymarking in den nächsten zwei Jahren mächtig an Bedeutung gewinnen wird, denn die Infrastruktur dieser Seite besteht bereits und wird die einzige Möglichkeit sein, künftig sein Hobby auszuüben, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Was im Moment abgeht, ist der Hammer: LPs sterben, Baumklettercaches werden sterben (Niedersachsen verbietet jetzt schon das Beklettern mit Ausrüstung), im Wald und Naturschutzgebieten wird's eng und 95% aller Caches liegen ohne Genehmigung des Grundstückseigentümers.

    Diese Probleme werden aufgrund des weiter boomenden Zulaufs so groß werden, dass unser Hobby in zwei Jahren völlig anders aussehen wird als jetzt. Waymarking wird davon völlig unbeeinflusst sein und dann seinen zweiten Frühling erleben.

    So viel von mir. ;-)

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