Wandermulti: Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama

Die Kombination aus Wanderung und Geocaching macht aus der Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama mehr als eine gewöhnliche Runde durch den Wald. Die Wanderung bietet auf elf Kilometern einen guten Mix aus Waldwegen, Aussichtspunkten und einem Stück alter Römerstraße

Im Bericht steht, was auf der Strecke wirklich erwartet – ungefiltert und mit praktischen Hinweisen.

 

 

Die Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama

Die Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama verläuft in der Nähe von Saarburg bei Trier und umfasst laut Angaben des Wegbetreibers eine Strecke von elf Kilometern. Auf dieser Route, die offiziell als mittelschwer eingestuft ist, sind insgesamt 328 Höhenmeter zu bewältigen, wobei die reine Gehzeit mit etwa dreieinhalb Stunden veranschlagt wird. Im Mai 2025 wurde diese Traumschleife mit 73 Erlebnispunkten zertifiziert, was schon ganz ordentlich ist!

Für Geocacher bietet der Weg eine hohe Dichte an Aufgaben, allen voran den Multicache „Saar-Leuktal-Panorama…Traumschleife andersrum„. Dieser führt über die gesamte Distanz und erfordert das Aufsuchen von 13 Ablesestationen, um die finalen Koordinaten zu ermitteln. Zusätzlich liegen acht Minimultis inklusive eines Bonus-Caches sowie drei traditionelle Geocaches unmittelbar an der Strecke.

Bei meiner Begehung konnte ich insgesamt neun Funde verbuchen, wobei zu beachten ist, dass sich einige der Minimultis in einem schlechten Pflegezustand befinden und teilweise nicht auffindbar waren. Ich habe mit Pausen, dem Fotografieren und der Zeit für die Suche nach den verschiedenen Stationen gut fünf Stunden benötigt.

 

Am Startpunkt

Als ich kurz vor 11 Uhr am Ausgangspunkt eintreffe, ist mehr als die Hälfte der Parkfläche noch unbesetzt. Der Platz bietet Kapazität für etwa fünf bis sechs Fahrzeuge.

Schotterparkplatz am Waldrand mit wenigen parkenden Autos unter Bäumen

An der Seite befindet sich eine Informationstafel, die den detaillierten Verlauf des Wanderwegs sowie die entsprechende Höhenkurve darstellt.

Infotafel mit einer topografischen Karte und dem Höhenprofil des Wanderwegs

Da ich die Absicht habe, den Wandermulti zu loggen, entscheide ich mich dazu, die Strecke entgegen der empfohlenen Laufrichtung zu absolvieren. Diese Wahl erweist sich im Nachhinein als vorteilhaft, da ich die lange Steigung somit direkt zu Beginn bewältige und der Rest der Route deutlich flacher verläuft. Aus diesem Grund passiere ich das hölzerne Eingangsportal nicht.

Rustikales hölzernes Portal als offizieller Startpunkt des Premiumwanderwegs

Die gesamte Strecke ist, den Kriterien eines zertifizierten Premiumwanderwegs entsprechend, durchgehend und lückenlos ausgeschildert.

Wandermarkierung an einem Baumstamm in Augenhöhe

Ich nehme schließlich meinen Rucksack aus dem Auto und beginne meine Wanderung.

 

Durch den Wald auf die Höhe

Über den Schotterweg, den ich zuvor mit dem Auto befahren habe, laufe ich zurück und biege an der Einfahrt nach links ab.

Blick auf einen geschotterten Waldweg, der an einer T-Kreuzung nach links in eine asphaltierte Zufahrt mündet

Anschließend folge ich dem landwirtschaftlichen Nutzweg bergauf und biege in ein Wiesenstück ein. Hier befindet sich ein Aussichtspunkt, der eine freie Sichtachse in Richtung der Gemeinde Trassem im Leukbachtal bietet.

Panorama-Aussicht von einer grünen Wiese auf die tiefer gelegene Ortschaft Trassem

Nach einem kurzen Abschnitt auf einem schmalen Waldpfad führt die Route zurück auf den breiten Fahrweg, auf dem ich weiter das kleine Tal hinaufwandere.

Breiter forstwirtschaftlicher Weg, der sanft ansteigend durch ein enges bewaldetes Tal führt

Auch der Blick zurück in das Tal lohnt sich aufgrund der ruhigen, ländlichen Kulisse.

Rückblick auf den gewundenen Talweg zwischen bewaldeten Hängen unter bewölktem Himmel

Nach einer Distanz von etwa 800 Metern verlasse ich den befestigten Fahrweg und biege links in den Wald ein, wo mich ein schmaler Pfad steil nach oben leitet. An dieser Stelle passiere ich ein weiteres Portal des Wanderwegs.

Markiertes hölzernes Wanderportal am Eingang zu einem schmalen, ansteigenden Waldpfad

Im weiteren Verlauf führt der Weg stetig bergauf, wobei die Strecke teilweise durch einen dichten Nadelwaldbestand verläuft.

Idyllischer Nadelwald

An der dritten Ablesestation meines Wandermultis erreiche ich den Waldrand und setze den Weg durch offenes Felder- und Wiesengelände fort. Während des Aufstiegs passiere ich eine Rastmöglichkeit mit Sitzgelegenheit, die ich jedoch für eine Pause noch nicht nutze.

Eine rustikale Holzbank an einem Hang zwischen Waldrand und offener Feldflur

Langsam nähere ich mich nun dem Ende des ersten großen Anstiegs dieser Tour.

 

Panorama ohne Ende

Oben angekommen führt mich der markierte Wanderweg mitten durch ein Feld.

Schmaler Wanderpfad, der geradlinig durch ein weites landwirtschaftlich genutztes Feld verläuft

Hinter dem Feld biege ich nach links auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg ab, der jetzt über die offene Höhenseite führt und Ausblicke in die Täler zu beiden Seiten der Anhöhe ermöglicht. Der Höhenweg oberhalb von Trassem verläuft auf der Trasse einer alten römischen Fernstraße, die einst die bedeutenden Städte Metz und Trier miteinander verband. Durch das Saarburger Land und den Saargau führten gut ausgebaute römische Fernstraßen, wobei die Römer ihre Trassen bevorzugt auf Höhenrücken anlegten – was erklärt, warum sich der Weg noch heute so eindrucksvoll über die offene Hochfläche mit Blick in beide Täler zieht.

Asphaltierter Höhenweg mit weitem Blick über die angrenzenden Täler und Hügelketten

Unterwegs passiere ich eine Informationstafel, die das Panorama erläutert und markante Punkte in der Ferne benennt.

Informationstafel mit Panoramabeschreibung und Orientierungspunkten der umliegenden Landschaft

Kurz darauf kann ich den Petling eines Mini-Multis zügig entdecken und im Logbuch signieren.

Kleiner Geocaching-Behälter aus Kunststoff versteckt in einer typischen Nische am Wegesrand

Für ein kurzes Teilstück verlasse ich den befestigten Weg und setze meine Wanderung über eine Wiese fort.

Grasbewachsener Pfad, der über eine weitläufige grüne Wiese abseits des Asphaltwegs führt

Anschließend führt mich die Route über einen Fahrweg hinein in ein Waldstück.

Übergang von der offenen Wiese in einen dichten Waldabschnitt über einen breiten Forstweg

Mit dem Eintritt in den Wald endet die durchgehende Fernsicht über die offene Landschaft vorerst wieder.

 

Durch den Wald zum Aussichtspunkt

Ich wandere auf einem relativ ebenen Teilstück durch einen Mischwald weiter. Ab der Station des Minimultis 4 kann ich zwar die Finalkoordinaten berechnen, die physischen Dosen jedoch nicht mehr finden. Den Online-Logs entnehme ich, dass frühere Geocacher lediglich Logerlaubnisse ohne Fund erhalten haben, da der Owner hier offensichtlich keine Wartung mehr durchführt.

Wanderpfad durch den Mischwald

Unterwegs passiere ich eine Baustelle, an der der Wanderweg aktuell neu angelegt wird. Im weiteren Verlauf wechseln sich breite Forstwege mit schmalen Pfaden ab, bis ich erneut ein offizielles Wanderportal erreiche.

Ein hölzernes Wanderportal am Übergang von einem Forstweg zu einem schmalen Waldpfad

Kurz dahinter befindet sich ein Aussichtspunkt, der mit einer Bank und einer Informationstafel ausgestattet ist.

Rustikale Holzbank neben einer Infotafel an einem Aussichtspunkt am Waldrand

An der nächsten Kreuzung erreiche ich eine Schutzhütte, an der ich meine Mittagspause verbringe und mein mitgebrachtes Picknick auspacke. Auch an diesem Standort bleibt die Suche nach dem dortigen Minimulti erfolglos.

Schutzhütte aus Holz mit Satteldach an einer Waldkreuzung

Ich folge dem markierten Weg weiter durch den Wald, wobei das Gelände allmählich ansteigt und zunehmend steiler wird.

Steil ansteigender Wanderweg mit Wurzeln, der in einen dichten Wald führt

Am Ende dieses Anstiegs gelange ich zu einer großen Wiese, auf der ebenfalls eine Bank steht.

Offene Wiesenfläche mit einer Parkbank am oberen Ende eines steilen Weges

An diesem Aussichtspunkt bietet sich ein weiter Blick hinab in das angrenzende Tal.

Blick von einer Anhöhe über eine grüne Wiese in ein bewaldetes Tal

Nach einer kurzen Fotopause setze ich meine Wanderung schließlich fort.

 

Weiter zur Kapelle

Nach dem Aussichtspunkt setze ich meinen Weg über schmale Pfade weiter bergauf fort.

Schmaler, wurzeliger Wanderpfad, der steil durch einen dichten Mischwald nach oben führt

Am höchsten Punkt der Strecke erreiche ich eine Rastmöglichkeit, die mit einer Informationstafel und einer Bank ausgestattet ist.

Holzsitzbank neben einer Informationstafel auf einer bewaldeten Anhöhe

Von hier aus bietet sich eine freie Sicht auf die Stadt Saarburg und die über dem Ort thronende Höhenburg aus dem 10. Jahrhundert.

Panoramablick auf die Stadt Saarburg mit der mittelalterlichen Burganlage auf dem Burgberg

Danach führt der Weg kontinuierlich bergab durch Waldpassagen, die aufgrund des dichten Bewuchses und des Lichteinfalls sehr markant wirken.

Dichter Nadelwald mit moosbewachsenen Steinen und indirektem Lichteinfall am Wegesrand

Nach mehreren Richtungswechseln erreiche ich die Kreuzkapelle mit dem angeschlossenen Arboretum. Die Kreuzkapelle zwischen Saarburg und Trassem hat eine bemerkenswerte Entstehungsgeschichte: Sie wurde 1704 vom Trierer Scharfrichter Peter Raach als Dankesbekundung für eine wundersame Heilung von einer Krankheit an genau diesem Ort erbaut – im Inneren erinnert eine Inschrift noch heute daran. Im Jahr 1991 unter Denkmalschutz gestellt, ist die Kapelle seitdem ein beliebter Rastpunkt für Wanderer, wobei in den Jahren 1993 bis 1996 ein umgebendes Arboretum mit einer Sammlung verschiedenartiger Baumarten angelegt wurde.

Historische Kreuzkapelle mit steinernem Mauerwerk inmitten einer Anlage mit verschiedenen Baumarten

Aktuell sind dort jedoch Bauarbeiten im Gange, weshalb die Kapelle verschlossen bleibt und auch einige der alten Bäume des Arboretums gefällt wurden.

verschlossene Kreuzkapelle

Ab der Kapelle folge ich schließlich einem breiten Forstweg, der mich zurück ins Tal führt.

 

Zurück nach Trassem

Im Tal angekommen, biege ich nach links ab und folge zunächst einem parkähnlich angelegten Weg, bevor ich erneut links in eine Wiese einbiege und den Hang passiere, an dem eine Picknickbank steht.

Schmaler Wiesenpfad, der steil an einer hölzernen Picknickbank vorbei den Grashang hinauf führt

Dann biege ich rechts in einen breiten Wiesenweg ein und folge diesem auf nahezu gleichbleibender Höhe an mehreren blühenden Büschen vorbei.

Breiter Grasweg im Sonnenschein, gesäumt von weiß blühenden Sträuchern am Waldrand

An einem markanten Wegkreuz suche und logge ich den Traditional Cache Leuckbach 3, bevor ich die Treppenstufen hinaufsteige, die mich direkt zu einer Pferdeweide führen.

Wanderpfad, der zwischen Hecken hindurch zu einer eingezäunten Koppel führen

Ich umrunde das Gelände unter den aufmerksamen Blicken der Tiere, bis ich am anderen Ende der Weide eine Bank erreiche, an der ich die Finalkoordinaten meines Wandermultis berechne.

Eine Holzbank am Zaun einer Pferdeweide mit Blick auf grasende Pferde

Die Dose ist an der berechneten Stelle gut für mich zu finden, sodass ich mich zügig in das Logbuch eintrage und meine Wanderung fortsetze, die mich nun in den Ortskern von Trassem führt.

Während des Weges durch die Ortschaft halte ich Ausschau nach einer Einkehrmöglichkeit, kann jedoch keinen geöffneten Biergarten finden. Schade eigentlich!

 

Entlang der Leuk zurück zum Startpunkt

Im Ort folge ich den Wegweisern abseits der Straße und gelange auf eine weitläufige Wiese, an deren Rand der Bach Leuk entlang plätschert. An der ersten Brücke suche ich den Traditional Cache Leuckbach Brücke, den ich nach kurzer Zeit erfolgreich bergen kann.

Kleine Brücke über den Bach Leuk mit Uferbewuchs in der Ortslage von Trassem

Auf der Grünfläche leiten mich mehrere Holzpfähle mit Wandermarkierungen über das Gelände. Dabei stelle ich fest, dass der Untergrund an einigen Stellen des Weges derzeit recht matschig beschaffen ist.

Holzpfahl mit Markierungsschildern des Wanderwegs auf einer feuchten Wiesenfläche

Kurz vor dem Ziel öffnet sich mir eine Perspektive auf den Ortskern von Trassem, über dem die katholische Pfarrkirche St. Erasmus mit ihrem markanten Turm steht.

Blick über eine Wiese auf die Häuser von Trassem und die Kirchturmspitze von St. Erasmus

Zum Abschluss überquere ich die Brücke und passiere das offizielle Wanderportal.

Hölzernes Eingangsportal der Traumschleife am Ende einer kleinen Brücke

Damit beende ich meine Tour über den Premiumwanderweg Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama, die mir persönlich sehr gut gefallen hat.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Wanderung über die „Traumschleife Saar-Leuktal-Panorama“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Bei komoot habe ich unsere Wanderung ebenfalls eingestellt.

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Wie hat Euch mein Bericht über die Wanderung gefallen? Kennt Ihr diese Tour und wäre sie etwas für Euch? Was sind Eure Empfehlungen für die Region rund um Saarburg? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

2 Kommentare:

  1. Hallo Jörg,

    vielen Dank für den Bericht und die schönen Fotos.
    Aber warum läuft der Multi falschrum?

    • Das ist eine gute Frage, die Du dem Owner stellen musst. In diesem Fall bin ich jedoch der Meinung, dass die Tour entgegen der empfohlenen Laufrichtung sehr schön, wenn nicht sogar schöner ist.

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