Sightseeing & Geocaching: zwei Stunden Labcaching in Potsdam

In nicht einmal zwei Stunden lassen sich Potsdams Innenstadt und ein gutes Stück Park Sanssouci verbinden – inklusive 16 gelöster Caches.

Wer wissen will, welche Wege und Sehenswürdigkeiten sich dabei am besten kombinieren lassen, findet im Beitrag die komplette Route mit GPX-Datei.

 

 

Mein zweistündiger Spaziergang durch Potsdam

Auf dem Rückweg von der diesjährigen Geocaching-Meisterschaft in Berlin nutzte ich den Morgen für eine Kombination aus Sightseeing und Geocaching in Potsdam. Ich stellte mein Elektroauto zentral im Parkhaus unter dem Luisenplatz ab. Es bietet über 400 Stellplätze und liegt direkt an der Fußgängerzone. Dort konnte ich den Wagen während meines Aufenthalts bequem an einer Ladesäule aufladen.

In den knapp zwei Stunden vor meiner rund 700 Kilometer langen Heimreise ins Saarland legte ich eine Runde durch die Innenstadt und den angrenzenden Park zurück. Auf dieser kurzen Tour konnte ich insgesamt 14 Lab-Caches sowie zwei Mystery-Caches erfolgreich absolvieren und mich in die Logbücher eintragen. Ein absolut gelungener Zwischenstopp, der die lange Fahrt optimal unterbrochen hat.

 

Rund um den Luisenplatz

Ich verlasse das unterirdische Parkhaus und stehe direkt auf dem weitläufigen Luisenplatz, dessen zentraler Springbrunnen zurzeit ausgeschaltet ist.

Der weitläufige Luisenplatz in Potsdam mit dem derzeit ausgeschalteten zentralen Springbrunnen

Mein Weg führt mich von dort zum barocken Brandenburger Tor, das 1770/71 auf Anordnung Friedrichs II. nach dem Siebenjährigen Krieg erbaut wurde und damit gut zwanzig Jahre älter ist als sein berühmteres Namenspendant in Berlin.

Das barocke Brandenburger Tor auf dem Luisenplatz in Potsdam

Von hier aus spaziere ich ein Stück entlang der Brandenburger Straße, der zentralen Fußgängerzone der Potsdamer Innenstadt.

Die pflastersteingepflasterte Brandenburger Straße in der Potsdamer Fußgängerzone

An der nächsten Kreuzung biege ich links in die Hermann-Elflein-Straße ab, um kurz vor der markanten roten Backsteinfassade der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 innezuhalten, einem ehemaligen Gerichts- und Gefängnisgebäude, das im 20. Jahrhundert von verschiedenen Diktaturen zur politischen Verfolgung genutzt wurde.

Die rote Backsteinfassade der historischen Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 in Potsdam

Danach setze ich meinen Weg fort zum Jägertor, dem ältesten erhaltenen Stadttor Potsdams aus dem Jahr 1733, das seinen Namen nach dem nahegelegenen kurfürstlichen Jägerhof erhielt.

Das historische Jägertor in Potsdam aus dem Jahr 1733

Von dort folge ich dem breiten, schattigen und von hohen Bäumen gesäumten Fußweg in Richtung Park Sanssouci, den ich schließlich durch ein kleines, unscheinbares Tor betrete.

 

Weiter in den Park zur Friedenskirche

Ich schlendere durch den Park nach Westen und kann schon nach kurzer Zeit das Kavaliershaus Schloss Marly erblicken, das nordwestlich an den Komplex der Friedenskirche angrenzt.

Blick auf das historische Schloss Marly am Rande des Parks Sanssouci

Gleich rechts daneben schließt sich die Friedenskirche mit ihrem rund 42 Meter hohen, frei stehenden Campanile an, der nach dem Vorbild des Campanile von San Zeno Maggiore in Verona errichtet wurde.

Die Friedenskirche in Potsdam mit dem nicht freistehenden historischen Campanile

Der hohe Glockenturm wirkt aus der Nähe sehr imposant, als ich an ihm emporschaue.

Nahaufnahme und Blick nach oben am imposanten Campanile der Friedenskirche

Unten am Bauwerk befindet sich ein großes Mosaikgemälde, das nach dem Entwurf von Eduard Steinbrück gefertigt wurde.

Detailreiches historisches Wandmosaik am Sockel des Campanile

Anschließend schaue ich mich in den Innenhöfen der Anlage etwas um, von wo aus die Kuppel des angrenzenden Kaiser-Friedrich-Mausoleums gut zu sehen ist.

Blick über den Innenhof auf die imposante Kuppel des Kaiser-Friedrich-Mausoleums

Auch der im maurisch-italienischen Stil gehaltene Kreuzgang fügt sich harmonisch in die Architektur ein.

Der überdachte historische Kreuzgang im Innenhof der Friedenskirche

In einer Nische entdecke ich einen kleinen Brunnen mit antik anmutenden Verzierungen, der stark an römische Vorbilder erinnert.

Kleiner dekorativer Wandbrunnen im römischen Stil in einer Nische des Innenhofs

Ich gehe weiter zum nächsten Innenhof, in dessen Mitte eine Bronze-Kopie der berühmten Christus-Statue von Bertel Thorvaldsen aufgestellt ist.

Die eindrucksvolle Christus-Statue von Thorvaldsen im Innenhof der Friedenskirche

Anschließend führt der Weg weiter zur offenen Säulenhalle und der halbrunden Exedra am Seeufer.

Die klassizistische Säulenhalle mit Exedra am Ufer des Friedenssees

Die Friedenskirche liegt schön idyllisch am gleichnamigen See.

Blick auf Kirchenschiff der Friedenskirche mit Friedenssee

Dort verlasse ich den Gebäudekomplex rund um die Friedenskirche und werfe noch einen letzten Blick zurück, bei dem auch der große Friedenssee im Vordergrund liegt.

Rückblick auf die Friedenskirche und den Campanile über den Friedenssee

 

Danach biege ich auf den Parkweg in Richtung Schloss Sanssouci ab.

 

Rund um die große Fontaine

Nach einem gemütlichen Spaziergang mit ein paar Abbiegungen über die schattigen Parkwege erreiche ich das Große Fontänenbecken, die zentrale Wasserfontäne im Bereich unterhalb des Schlosses.

Das Große Fontänenbecken im Parterre unterhalb von Schloss Sanssouci

Mit der Fontäne im Rücken bietet sich mir der klassische Postkartenblick auf die sechs weitreichenden Weinbergterrassen und die große Freitreppe, die hinauf zum Schloss führt.

Der klassische Blick über das Fontänenbecken auf die Weinbergterrassen und Schloss Sanssouci

Da ich im Park noch eine Dose suchen möchte, halte ich mich zunächst etwas rechts und blicke seitlich an den begrünten, mit verglasten Nischen für Weinreben und Feigenbäume angelegten Terrassen empor.

Seitlicher Blick auf die gestuften Weinbergterrassen von Schloss Sanssouci

Um ein passendes Foto zu machen, trete ich unten ganz nah an den Fuß der zentralen Freitreppe heran und schaue direkt die Stufen hinauf zum Sommerschloss Friedrichs II.


Nahaufnahme von der unteren Freitreppe mit Blick nach oben zu Schloss Sanssouci

Ich entscheide mich dann spontan dazu, die Stufen jetzt noch nicht zu erklimmen, sondern zuerst noch einen größeren Bogen durch die westlichen Parkanlagen zu ziehen.

 

Im großen Bogen durch den Park

Ich schlendere über die breite Hauptallee weiter nach Westen, wo am Ende des Sichtkanals bereits das Neue Palais zwischen den Bäumen hervorlugt.

Blick durch die Baumallee im Park Sanssouci auf das im Hintergrund sichtbare Neue Palais

An der zweiten Kreuzung biege ich nach rechts ab in Richtung des sizilianischen Gartens, der am Ende des Weges mit seinen geometrischen Beeten und historischen Statuen auftaucht.

Eingang und Wegenetz zum Sizilianischen Garten im Park Sanssouci

Danach gehe ich den Anstieg hinauf in Richtung der neuen Kammern von Sanssouci, dem ehemaligen Gästeschloss Friedrichs II., und folge dem Weg weiter in den nördlichen Parkbereich hinter dem Schloss Sanssouci.

Die historischen Neuen Kammern von Sanssouci im Parkgelände

Unterwegs komme ich an der historischen Mühle Sanssouci vorbei, einer Holländerwindmühle, deren Vorbau bereits aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Die Historische Mühle Sanssouci am Rande des Schlossparks

Als Nächstes möchte ich mir nun das berühmte Sommerschloss selbst von Nahem aus der Nähe ansehen.

 

Rund um Schloss Sanssouci

Am Schloss angekommen, laufe ich rechts am Gebäude vorbei und schaue mir die dem Park zugewandte Südseite an, deren Fassade mit zahlreichen prunkvollen Skulpturen und Attikafiguren verziert ist.

Die reich verzierten Figuren und Skulpturen an der Südseite von Schloss Sanssouci

Dann drehe ich mich um und blicke von der obersten Terrasse über die gestuften Weinbergterrassen hinunter zur großen Fontäne.

Blick von der obersten Terrasse des Schlosses Sanssouci hinab auf die Weinbergterrassen und die Große Fontäne

Anschließend schreite ich gemütlich die breite Freitreppe hinunter und gehe unten um das große Fontänenbecken herum.

Blick vom großen Fontänenbeckens hinauf zum Schloss Sanssouci

Von diesem tiefer gelegenen Standpunkt aus bietet sich mir eine freie Sicht auf das gesamte Schlossensemble oberhalb der Terrassen.

Freier Blick von unten über die Fontäne hinauf zum Sommerschloss Sanssouci

Nach diesem letzten Stopp wird es für mich langsam Zeit, den Rückweg zum Parkhaus anzutreten.

 

Zurück durch den Park zum Parkhaus

Von der großen Fontäne aus gehe ich in Richtung des historischen Gartendirektionshauses im östlichen Teil des Parks. Auf dem Weg dorthin komme ich an einem steinernen Wasserspeier vorbei, der am Ende des Parkgrabens platziert ist.

Aufwendig gestalteter steinerner Wasserspeier am Ende des Parkgrabens im Park Sanssouci

Wegen größerer Umbauarbeiten und weiträumiger Absperrungen muss ich meinen ursprünglichen Streckenplan an dieser Stelle aufgeben und laufe denselben Weg an der Friedenskirche vorbei wieder zurück. Am Luisenplatz angekommen, gehe ich direkt ins Parkhaus zu meinem Auto und trete die lange Rückfahrt ins Saarland an. Damit geht eine kurze, aber dennoch sehr interessante Geocaching- und Sightseeing-Runde durch Potsdam zu Ende.

 

Interaktive Karte meiner Tour durch Potsdam

Auf der interaktiven Karte unten habe ich meine gut zweistündige Tour durch Potsdam für euch festgehalten. Neben meinen geloggten Lab- und Geocaches findet ihr dort auch eine Parkempfehlung für euer Cachemobil sowie die schönsten Sightseeing-Spots entlang der Route.

Tipp: Zoomt einfach in die Karte und klickt auf die Marker! Ein Klick auf den Cachenamen führt euch direkt zum jeweiligen Listing.

Falls euch die Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Inzwischen habe ich meine Tour durch Potsdam auch in meinem Komoot eingestellt.

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Wie hat euch mein Bericht von meinem Kurzbesuch in Nienburg gefallen? Seid ihr selbst schon dort gewesen? Was habt ihr in der Stadt unternommen und angeschaut? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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