Sightseeing & Geocaching – Die Burg Hohenzollern

Als wir während unseres Wanderurlaubs in der Schwäbischen Alb in Albstadt übernachtet haben, bot sich ein Besuch der Burg Hohenzollern an. Dummerweise schauten wir dort vorbei bevor wir zu unserem Hotel gefahren sind.

In diesem Beitrag zeige ich Euch, was wir dort alles erlebt haben und erzähle Euch, wie wir die Burg quasi kostenlos hätten besuchen können. Kommt mir auf die virtuelle Tour durch diese beeindruckende Burg.

 

 

Unsere Vorbereitung

Auf der Fahrt nach Albstadt informiert sich saarzwerg im Internet auf der Webseite der Burg Hohenzollern über die Möglichkeit eines Besuchs. Dort kauft sie zwei Tickets für je 22€. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir später in unserem Hotel eine AlbCard bekommen, mit der wir die Burg hätten kostenlos besuchen können. Dumm gelaufen!

 

Anfahrt und Parkplatz

Von Hechingen aus fahren wir über die K7110 zum 858 Meter hohen Bergkegel Hohenzollern, auf dessen Gipfel die berühmte Burg Hohenzollern liegt. Rechts und links dieser kleinen Straße gibt es ein paar inoffizielle Haltepunkte mit toller Aussicht. Die Aussicht in Richung Hechingen ist dabei eher flach, wenn auch im Hintergrund die Ausläufer des Schwarzwalds zu sehen sind.

In die andere Richtung sehen wir den Bergkegel und darauf die Burg Hohenzollern, die zum Zeitpunkt unserer Ankunft leider total im Gegenlicht liegt.

Als wir oben an den Parkplätzen ankommen, werden wir von einer netten Dame begrüßt, die uns nach den Online-Tickets fragt. Nachdem wir diese vorzeigen können, wird uns ein kostenloser Parkplatz auf dem Caravan-Stellplatz zugewiesen.

Dort steht auch ein großes rotes Schild, was darauf hinweist, dass aktuell die Besichtigung der Burg nur mit einem vorher gekauften Online-Ticket möglich ist.

Wir haben also mal wieder alles richtig gemacht!

 

Abstecher zum Wasserturm

Unmittelbar neben unserem Parkplatz steht ein Turm, der ausschaut, als gehöre er zur Burganlage. Auf dem Geländeplan der Burg-Webseite wird er als Wasserturm bezeichnet. Leider konnte ich nichts Weiteres über diesen Turm in Erfahrung bringen.

Neben dem Turm liegt der Tradi Der vergessene Turm, den wir gut und schnell finden können. Anschließend schaue ich, ob es hier noch Labcaches gibt – werde aber nicht fündig, was mich angesichts dieser besonderen Burg doch sehr verwundert.

 

Der Aufstieg zur Burg

Wir laufen zunächst an den Parkplätzen vorbei bis zum Kiosk, wo sich auch die Ticketkasse und die Toiletten befinden. Da wir alles haben, was wir für den Besuch benötigen, folgen wir der Beschilderung über den Fußweg zur Burg. Wem das zu steil ist, der kann auch den Pendelbus nehmen, der am Kiosk in regelmäßigen Abständen abfährt.

Bis zur Burg sind viele Treppen zu steigen, was etwas Kondition erfordert.

Unterhalb der Burg, am Ende der Treppen, ist der kürzeste Weg zum Burgeingang gerade wegen einer Baustelle gesperrt. Eine Umleitung über die Zufahrtsstraße ist ausgeschildert, von der wir auch das erste Mal die Burg aus der Nähe sehen können.

Kurze Zeit später erreichen wir schon den (ersten) Eingang zur Burg, wo auch der Pendelbus hält.

 

In drei Schleifen zum Haupttor

Unten auf der interaktiven Karte ist es besser zu sehen: Wir laufen in drei auf der Karte sichtbaren Schleifen durch vier Eingänge bis wir endlich den Burghof erreichen. Doch beginnen wir mit dem ersten Tor.

Vom Tor aus sehen wir, dass die Straße eine große Kurve nach links macht.

Das ist die erste Schleife, die uns zu einem weiteren Tor führt, an dem nun unsere Tickets kontrolliert werden.

Dahinter folgt eine zweite Schleife: Die Straße macht erneut eine enge Linkskurve.

Die Schleife führt uns zu einem dritten Tor.

Als wir es betreten, stellen wir fest, dass die dritte Schleife komplett durch einen Tunnel verläuft.

An einigen Stellen befinden sich Öffnungen in der Außenwand, durch die wir weit in die Ferne – hier in Richtung des Zeller Horns – blicken können.

Dann verlassen wir den Tunnel und bemerken, dass wir nun eine vierte und letzte Schleife, die sich über der dritten befindet, laufen. In dieser letzten Schleife befindet sich der Zugang zur unteren Burgebene mit den Bastionen, doch dazu später mehr.

Wir kommen oben an und stehen vor dem vierten und letzten Tor, welches sich im großen Adlerturm befindet und uns den Zugang zum Burghof ermöglicht.

Diese Burg ist der  Stammsitz des Preußischen Königshauses und wurde von 1850 bis 1867 im neugotischen Stil errichtet. Sie zählt zu den imposantesten Burganlagen in Deutschland. Diese eindrucksvolle Auffahrtsanlage entwarf ein Ingenieuroffizier namens Moritz von Prittwitz.

 

Die Christuskapelle

Wir beginnen unsere Besichtigung der Burg mit der evangelischen Kirche, die sich rechts zu Beginn des Burghofs befindet. Sie trägt den Namen Christuskapelle.

Nachdem ich den Altar fotografiert habe, schaue ich nach oben und bin sehr beeindruckt von der Decke, die ich sehe!

Wir verlassen die Kapelle wieder.

 

Die Besichtigung der Innenräume

Als Nächstes schauen wir uns die Innenräume an. Auch hier dürfen wir in unserem eigenen Tempo durch die Räume gehen. In jedem Raum befindet sich eine kleine Tafel mit den wichtigsten Informationen. Im ersten Raum hinter dem Eingang sind an den Wänden die Stammbäume der Hohenzollern an die Wand gemalt.

Wir verlassen die Stammbaumhalle und biegen links in eine große Halle ein, deren goldene Decke von acht Säulen getragen wird.

Diese Halle ist der größte Raum, den wir besichtigen können und wird als Grafensaal bezeichnet. Er nimmt die ganze Breite des Südflügels ein. An beiden Seiten befinden sich große Fenster. Besonders toll ist die Aussicht nach rechts, wo man über das ganze Land blicken kann. Bitte beachtet aber, dass der rote Teppich, um den Boden und die Einrichtung zu schützen, nicht verlassen werden darf.

Wir gehen in den nächsten Raum, wo sich eine kleine Nische befindet, die seinen damaligen Bewohnern eine grandiose Aussicht über die umliegenden Dörfer ermöglicht hat.

Durch einen länglichen Raum mit vielen Gemälden setzen wir unsere Besichtigung fort …

… und kommen in das Markgrafenzimmer, wo Bilder von Prinz und Prinzessin von Preußen auf einem kleinen Tisch stehen.

Im Folgenden besichtigen wir auf unserem Rundgang noch weitere Räume, wie hier das Zimmer eines Dieners.

Die Innenräume sind sehr liebevoll eingerichtet worden und vermitteln mir einen guten Eindruck, wie das Leben auf der Burg einmal gewesen sein muss.

Besonders beeindruckend finde ich die Räume mit Fenstern zur Außenseite – da die Burg auf dem Gipfel eines Bergkegels erbaut wurde, ist die Aussicht aus diesen Fenstern einfach nur traumhaft.

Durch ein Treppenhaus steigen wir nach unten und verlassen die Innenräume wieder zum Burghof hin.

 

Die Waffen- und Schatzkammer

Vor der Schatzkammer weist ein Schild darauf hin, dass aus Sicherheitsgründen drinnen nicht fotografiert werden darf. Durch eine riesige Tresortür betreten wir die Kammer, in der  sehr viele wertvolle Ausstellungsstücke, wie z.B. das kostbare Tafelsilber und Porzellan, die Tabakdosen Friedrichs des Großen, sein Uniformrock mit dem legendären Einschussloch, das prächtige Hofkleid der Königin Luise von Preußen sowie die preußische Königskrone hinter Glas ausgestellt werden. Das für mich Beeindruckendste: Am Ende des Rundgangs durch die Schatzkammer werden die einzelnen Kronen und Diademe der Mitglieder des Königshaus ausgestellt.

 

Der Keller und die Katakomben

Wie verlassen die Schatzkammer und folgen der Beschilderung zu den Katakomben. Unser Weg führt uns in den Keller, wo das Tafelsilber in einem großen Raum aufbewahrt wird.

Dahinter biegen wir um die Ecke und steigen über eine weitere Treppe nach unten in die Katakomben.

Wir laufen die teils größeren und dann wieder kleineren unterirdischen Gänge, bis wir zu einem Treppenaufgang gelangen, der uns wieder zurück zum Tageslicht bringt. Gut gefällt mir hierbei, dass der teils enge Weg als Einbahnstraße markiert ist und nur in einer Richtung begangen werden kann.

 

Über die Bastionen zurück zum Burghof

Die zentralen Gebäude rund um den Burghof sind von einer tieferliegenden Ebene mit Bastionen umgeben, auf der wir uns nun befinden. Von hier haben wir eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Dörfer und Hügel.

Ich gehe in ein kleines Türmchen, welches sich auf einer Bastion befindet, hinein und schaue hinaus.

Auf dieser Ebene befindet sich der Tradi BURG HOHENZOLLERN (BW) DEUTSCHLAND, den wir nach kurzer Suche schnell finden und loggen können. Anschließend folgen wir dem Weg, vorbei an Statuen von den beiden Königen von Preußen, Friedrich Wilhelm III. und Friedrich Wilhelm IV., sowie dem Kaiser und König von Preußen Wilhelm I., in Richtung der Auffahrt zum Burghof.

Auf unserem Weg kommen wir an einer weiteren Bastion vorbei, hinter der das Zeller Horn zu sehen ist, einem tollen Aussichtspunkt, von dem man einen tollen Blick auf die Burg Hohenzollern hat und welcher bei der Premiumwanderung Zollernburg-Panorama erwandert werden kann.

Wir kommen zum Tor, welches die Ebene der Bastionen abschließt und laufen über die Rampe wieder hinauf in den Burghof.

Dabei laufen wir erneut die zweite Hälfte der letzten Schleife und betreten den Burghof durch den Haupteingang im Turm. Davor befindet sich ein Grenzschild mit dem Preußischen Adler, der sich für Selfies anbietet.

Wir laufen durch das Tor und betreten den Burghof.

Dort kehren wir in den Biergarten ein und gönnen uns ein kühles Getränk und einen Mittagsimbiss.

 

Zurück zum Parkplatz und weiter zum Hotel

Wir laufen über den selben Weg zurück, den wir gekommen sind. Bergab ist es natürlich nur wesentlich weniger anstrengend. Von der Straße habe ich diesen tollen Blick auf die Burg.

Am Parkplatz angekommen, verlassen wir die Burg Hohenzollern wieder und fahren in einem großen Bogen rund um die Burg zurück nach Albstadt. Unterwegs kommen wir an vielen Stellen vorbei, an denen wir kurz anhalten, um ein Foto von der weithin sichtbaren Burg zu machen.

Wer sich, wie ich, für Burgen interessiert, dem lege ich einen Besuch der Burg Hohenzollern ans Herz. Ich bin begeistert von dem, was ich dort alles sehen und damit etwas in die damalige Zeit eintauchen konnte und dass ich für den Privatgebrauch sogar fotografieren durfte, was nicht selbstverständlich ist.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Verwaltung von Burg Hohenzollern bedanken, die mir die Genehmigung erteilt hat, diesen Beitrag samt meiner dort aufgenommenen Fotos hier zu veröffentlichen.

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching- und Sightseeing-Tour rund um die Burg Hohenzollern sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch von Burg Hohenzollern gefallen? Seid Ihr selbst schon bei diesem Schloss unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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