Sightseeing & Geocaching – Guadalupe und sein Kloster

Heute möchte ich Euch von unserem zweitägigen Besuch in dem kleinen idyllischen Ort Guadalupe in der Extremadura berichten, wo wir in der ehemaligen Pilgerherberge eines Klosters übernachten.

Wir schauen uns das Kloster an, lassen es uns am Hauptplatz gut gehen und besuchen die wenigen Geocaches im Ort. Kommt mit auf die virtuelle Reise nach Guadalupe …

 

 

Wanderung hinunter nach Guadalupe

Am frühen Nachmittag werden wir oberhalb von Guadalupe von unserem Reisebus in einer kleinen Parkbucht abgesetzt. Auf dem Programm steht eine Wanderung hinunter in den Ort, wo sich unser Hotel für die nächsten beiden Übernachtungen befindet. Unsere Reiseleitung informiert uns, dass sie einen besonderen Wanderweg kenne, der an einem Stausee vorbei verläuft. Leider besteht das Risko, dass ein Tor geschlossen sein könnte und wir möglicherweise umkehren müssten. Wir wandern knappe 1,8 Kilometer und stehen dann vor einem verschlossenen Tor. Nach dieser bitteren Erfahrung laufen wir wieder zur Parkbucht, wo wir abgesetzt wurden, was am Ende einen Umweg von 3,6 Kilometern und einen Verlust von über einer Stunde an wertvoller Urlaubszeit bedeutet. Von einem Wanderreisen-Veranstalter hätte ich mir hier eine bessere Vorbereitung erhofft!

Danach überqueren wir die Straße und laufen wenige Minuten zu einer kleinen Andachtsstätte, der Ermita Del Humilladero, hinauf.

Im Innenraum fotografiere ich dieses schöne Steinkreuz.

Inzwischen ist es schon kurz vor 15 Uhr. Da der größte Teil der Wandergruppe Hunger hat, legen wir an den Tischen und Bänken neben der Ermita unser verspätetes Mittagspicknick ein. Von dort habe ich diese tolle Aussicht auf Guadalupe.

Etwa eine halbe Stunde später setzen wir unsere Wanderung fort. Leider werde ich erst später im Hotel sehen, dass in der Nähe der Parkbucht zwei Tradis gewesen wären, die ich leider vergessen habe zu suchen. Nachdem wir die Straße überquert haben, folgen wir auf der anderen Seite dem ausgeschilderten Wanderweg Camino Real (Königsweg).

Der Wanderweg läuft etwas tiefer als die Straße. Im Abstieg zum Dorf haben wir sehr schöne Weitblicke in die umgebende Landschaft.

An vielen Stellen können wir Guadalupe sehen. Das Kloster ragt dort imposant aus den kleinen Häusern heraus.

Nach einer knappen Stunde erreichen wir den kleinen Ort und laufen durch die engen Gassen in Richtung des Klosters.

Das Dorf ist nicht sehr groß – wir erreichen das Kloster schon wenige Minuten später.

 

Unser Hotel im Kloster

Unser Zwei-Sterne-Hotel Hotel Hospederia del Real Monasterio (Provisionslink) ist in der ehemaligen Pilgerherberge des Klosters untergebracht. Eine breite Treppen führt hinauf zum Eingang.

Rechts und links des Eingangs stehen Bänke, auf denen wir gerne warten, bis unsere Reiseleitung die Zimmerschlüssel verteilt hat.

saarzwerg und ich bekommen unseren Schlüssel und wir machen uns auf den Weg. Gleich hinter dem Eingang liegt ein kleiner Innenhof mit Palmen. Im Hochsommer ist es wegen der hohen Wände hier sicher schattig und angenehm kühl.

Wir folgen weiter dem ausgeschilderten Weg zu unserem Zimmer und kommen als nächstes in einen großen Innenhof. In den oberen Stockwerken liegen die Zimmer rund um diesen.

An der Seite gibt es einen kleinen Aufzug, der uns in die oberste Etage bringt, wo sich unser Zimmer befindet. Von dort oben habe ich einen interessanten Ausblick auf den Innenhof.

Bei starkem Sonnenschein können Tücher über den Hof gezogen werden, um Schatten zu spenden.

Damit lässt es sich dort unten gut aushalten – die Tische und Bänke laden zum Verweilen ein.

Nachdem wir uns nach der Wanderung etwas frisch gemacht haben, müssen wir noch unsere Koffer holen. Der Reiseveranstalter hat es leider nicht geschafft in diesem kleinen Ort einen Gepäcktrasport zu organisieren und so müssen wir gut 500 Meter bergab durch den Ort zum Busparkplatz laufen, unsere Koffer holen und diese den halben Kilometer bergauf zum Hotel schleppen. Auch hier hätte ich mir mehr Organisationsgeschick vom Veranstalter erwartet!

 

Rundgang durch Guadalupe

Nachdem wir die Koffer in unser Zimmer geschafft haben, wollen wir einen kleinen ersten Rundgang um das Kloster machen. Wir verlassen unser Hotel, gehen über die Treppe nach unten und biegen nach links ab. Nach nur wenigen Minuten erreichen wir den zentralen Platz in Guadalupe, der sich vor dem Eingang der Kirche befindet.

Nachdem wir in einer Bar am Platz etwas getrunken haben, schlendern wir weiter um das Kloster herum. Wir kommen am örtlichen Parador vorbei und biegen anschließend in eine kleine Gasse nach Norden ein. Auf einer Seite befindet sich eine tolle Arkade, …

…die über eine tolle Holzdecke verfügt und toll mit Pflanzen geschmückt wurde.

Aus den Arkaden heraus sind die Türme des Klosters zu sehen.

Am Ende der Gasse befindet sich ein Torbogen, der Arco de San Petro. Wir laufen hindurch und schauen uns auf der anderen Seite um, da mir mein Smartphone anzeigt, dass hier der Tradi Ruta de Isabel la Católica; La Puebla zu finden sein soll. Nach kurzer Suche halte ich eine selbstgebastelte “Box” in der Hand.

Ich mache noch schnell ein Foto von den schönen Gassen hier …

… und wir biegen an der nächsten Abzweigung links ab und haben schon fast unser Hotel erreicht.

 

Besichtigung des Klosters

Am nächsten Morgen treffen wir uns im Besucherzentrum des Klosters. Es befindet sich links von der Hauptkirche. Unsere Reiseleitung kauft die Karten für die Führung, die leider nur in spanisch verfügbar ist. Der zentrale Punkt im Kloster ist der Kreuzgang, der um einen schönen Innenhof verläuft. Die Führung ist nicht einfach für mich – da ich kein Spanisch kann, nutze ich die Zeit, wenn der spanische Guide etwas erklärt zum Fotografieren. Danach versucht unsere Reiseleitung uns in Kurzform komprimiert die Informationen zu vermitteln – und das eher schlecht, als recht.

Fotografieren darf ich nur  im Innenhof – in den geschlossenen Räumen ist es leider verboten. Daher hier nur ein paar Impressionen vom Innenhof:

Im Innenhof steht ein kleines Bauwerk mit einem Brunnen.

In den Ecken des Kreuzganges ist die Decke besonders schön gestaltet.

Der Kreuzgang ist überdacht und von Innen wirkt das  Ganze wie Arkaden, durch die großen Rundbögen kann ich in den Innenhof schauen.

Von einer Seite habe ich auch einen schönen Blick auf die vielen Türme des Klosters.

In der einen Ecke des Kreuzgangs fällt mir dieser kleine Brunnen auf.

Nach der Führung verlassen wir das Kloster und schauen uns noch die Hauptkirche an.

Über dem Altar ist die Virgen de Guadalupe gut zu sehen, die das Ziel von vielen Pilgern aus aller Welt ist.

Vor der Kirche ist der Earthcache Fachada del Monasterio de Guadalupe eingezeichnet. Leider ist das Listing ausschließlich in spanisch, so dass wir nur schnell ein Beweis-Selfie von uns anfertigen.

Zuhause muss ich dann feststellen, dass ich nach einer holprigen Übersetzung die Fragen nicht wirklich beantworten kann. Da ich die Owner schon von anderen Earthcaches in der Extremadura kenne, weiß ich, dass sie sehr kritisch sind. Daher verzichte ich auf einen Versuch meine Antworten auf die Fragen einzuschicken. Mann muss ja nicht jeden Cache loggen ,-)

 

Aussichtspunkt und Mittagspause

Nach dem Besuch des Klosters machen saarzwerg und ich eine Wanderung zu einem nahegelegenen Stausee. Den einzigen Cache, der unterwegs auf unserer Route eingezeichnet ist, können wir leider nicht finden. Kurz bevor wir wieder zurück in den Ort kommen, müssen wir einen echt steilen und langen Anstieg erklimmen. Von dort können wir jedoch diesen tollen Blick auf das Kloster bewundern.

Danach legen wir zunächst unsere Rucksäcke im Kloster ab und spazieren anschließend  zum Hauptplatz, wo wir uns in einem der gemütlichen Cafés Tapas zum Mittagessen gönnen. Von unserem Sitzplatz haben wir diesen schönen Blick auf die Hauptkirche.

Da wir nun noch einige Zeit bis zum Abendessen zu füllen haben und im Ort nicht wirklich viel los ist, bleiben wir am Hauptplatz und probieren in den Bars, welche den besten Tinto del Verano anbietet. Das Leben ist schön!

 

Abendspaziergang durch Guadalupe

Nach einem ausgiebigen Abendessen im Restaurant des Klosters drehen wir noch eine Runde durch das nun beleuchtete  Guadalupe… In den Bars am Hauptplatz ist zu meiner Überraschung nicht mehr viel los.

Der beleuchtete Brunnen vor dem Kloster wirkt am Abend natürlich besonders schön.

Auch die Statue am Eingang des Besucherzentrums ist angestrahlt.

Nachdem ich unzählige Fotos gemacht habe, gehen wir wieder zurück in unser Hotel. Damit gehen die zwei schönen Tage in Guadelupe zu Ende …

 

Die interaktive Karte von Guadalupe

Auf der folgenden interaktiven Karte könnt Ihr nochmal die Sightseeing-Spots und Geocaches in Guadalupe sehen. Die Karte ist interaktiv – mit einem Klick auf die Geocaches bekommt Ihr weitere Informationen und könnt das Listing öffnen. Unser Hotel habe ich Euch ebenfalls eingezeichnet.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Reise durch die Extremadura. Den Übersichtsbeitrag mit den Links zu den Detail-Artikeln findet Ihr unter “Geocaching & Sightseeing in der Extremadura (Spanien)“.

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Wie hat Euch mein Beitrag über unseren Besuch in Guadalupe gefallen? Wäre diese tolle Stadt auch etwas für Euch? Welche Touren in der Extremadura könnt Ihr empfehlen? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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