Wandermulti: Kirkeler Tafeltour

Als erste Tour im neuen Jahr wanderten saarzwerg und ich den Premiumwanderweg Kirkeler Tafeltour bei uns in der Nähe. Die Tour sind wir schon einige Male gelaufen.

Doch seit Kurzem gibt es vom Owner Gabunz einen Wandermulti, der über die komplette Strecke führt. Den wollten wir uns nicht entgehen lassen. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung zu tollen Felsen und einsamen Pfaden …

 

 

Die Kirkeler Tafeltour

Nicht weit entfernt von der Burg startet in Kirkel die Premiumwanderung Kirkeler Tafeltour. Sie wurde vom deutschen Wanderinstitut in Jahr 2015 mit 69 Erlebnispunkten ausgezeichnet. Allerdings ist diese Zertifizierung laut deren Webseite inzwischen abgelaufen. Zu Beginn der Wanderung macht ein großes Holzportal auf den Start aufmerksam.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist der Weg sehr gut beschildert. Eine weiße Kochmütze zeigt uns den Weg,

Die Wanderung ist mit 8,2 Kilometern Länge gelistet. Auf der Webseite der Tourismus Zentrale Saarland finde ich die Angabe, dass auf der Strecke fast genau 200 Höhenmeter überwunden werden. Auf meinem GPS hatte ich am Ende 8,2 Kilometer und 215 Höhenmeter. Für die komplette Strecke mit einer Pause und Geocaching benötigen wir ziemlich genau drei Stunden.

Auf der Strecke gibt es insgesamt fünf Geocaches: den Wandermulti Kirkeler Tafeltour und zwei Tradis und zwei Earthcaches. Beachtet bitte, dass einer der Tradis ein T5 ist, bei dem am sogenannten Unglücksfelsen abgeseilt werden muss. Da ich, bis auf den Wandermulti, schon alle Geocaches gefunden habe, können wir uns auf die Wanderung konzentrieren.

 

Der lange Aufstieg

Gleich zu Beginn der Wanderung befindet sich ein knackiger Anstieg. Über einen schmalen Pfad wandern wir den Hang hinauf bis zu einem breiten Forstweg, den wir aber nur queren. Auf der anderen Seite folgen wir weiter dem Pfad kontinuierlich nach oben. Nach kurzer Zeit tauchen hier die ersten Felsen auf.

Heute morgen ist es noch etwas neblig und recht feucht. Zum Glück regnet es nicht. Auf dem Weg nach oben werden die Felsen immer größer …

… und die Formen immer bizarrer. An einer Stelle gibt es ein größeres Dach, unter dem es trocken ist. An der Rückwand der kleinen „Höhle“ wurde eine Sitzbank aus dem Stein geschlagen. Das ist heute sicher nicht mehr möglich, da wir uns hier in der Kernzone der Biosphäre Bliesgau befinden, die besonders geschützt ist. Hier ist es sogar verboten die Wege zu verlassen.

Wir kommen zu einem alten Steinbruch. Ob hier die Steine zum Bau der nahen Burg herausgebrochen wurden?

Hinter dem Steinbruch wechseln wir die Richtung und wandern weiter den Berg hinauf zu einem kleinen Plateau.

Hier oben haben wir den langen Anstieg geschafft – ab jetzt geht es fast flach an den vielen tollen Felsen vorbei.

Rechts am Wegesrand fällt uns ein geschmückter Tannenbaum ins Auge. Eine schöne Idee, wie ich finde.

 

Über den Felsenpfad

Hier beginnt der nach meiner Ansicht schönste Teil der gesamten Wanderung, der sogenannte Felsenpfad. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede schlängelt sich ein schmaler Wanderpfad an sehr vielen tollen Felsformationen vorbei, wie hier an der Holler Kanzel, einem weit ausladenden Felsdach. Hier gibt es einen Earthcache zu loggen.

Gleich am nächsten Fels macht ein Schild darauf aufmerksam, dass hier nur an vier bestimmten Stellen das Felsklettern erlaubt ist. Diese Stellen sind mit gelben Schildern und einer Nummer markiert.

Wir wandern weiter. Wegen des nicht ganz optimalen Wetters ist heute nicht viel los. Wir sind fast alleine.

Kurze Zeit später kommt der nächste Fels mit einem großen Dach. Solche mächtigen Bundsandsteinformationen kenne ich sonst nur aus dem Pfälzerwald.

Noch ein paar Biegungen weiter gelangen wir zu einem sehr großen Felsdach mit einem großen geschützten Raum darunter.

Hier wurde eine schöne Picknickstelle im Trockenen eingerichtet. Der Tisch und die Holzbänke sind in gutem Zustand und laden zu einer Pause ein.

Wieder ein paar Biegungen weiter kommen wir zu einem großen Felsrelief. Hier haben sich die Naturfreunde Sulzbach verewigt, was sicher lange vor der Ausweisung dieser Biosphäre passiert sein muss.

Dann erreichen wir die großen Felswände rund um den Unglücksfelsen. Hier ist Klettern offiziell erlaubt.

Oben auf der Felsnase befindet sich ein Abseilring, an dem man Abseilen kann. Dabei hängt man im unteren Teil der Wand komplett frei. An diesem Felsen findet Ihr den T5-Tradi. Den zugehörigen Link findet Ihr in meiner interaktiven Karte weiter unten.

Gleich gegenüber befindet sich ein weiterer großer Felsen, vor dem sich der Wanderpfad vorbei schlängelt.

Das war der letzte auf dem Felsenpfad, dessen „Eingang“ wir nun erreichen.

Vor dem Multi sind wir die Tafeltour immer in der anderen Richtung gelaufen und haben so den Felsenpfad am Ende gesehen. Von der Dramaturgie gefiel mir das besser. Aber scheinbar wurde (warum auch immer) die Laufrichtung der Tafeltour geändert?!

 

Vorbei am Frauenbrunnen

Anschließend laufen wir ein kurzes Stück über einen breiten Forstweg bis zur Abzweigung zum geologischen Lehrpfad. Auch dort befindet sich ein Earthcache. Kurze Zeit später erreichen wir den Frauenbrunnen, an dem wir ein kleines Picknick machen. Dort gibt es zwei Holztische mit Bänken. Leider schauen wir nicht allzu genau auf unser GPS und lesen deshalb die falsche Jahreszahl für unseren Wandermulti ab. Ein typischer Anfängerfehler ;-)

 

Über schmale Pfade zurück zum Parkplatz

Vom Frauenbrunnen geht es nun überwiegend bergab über schmale und wurzelige Pfade durch einen schönen Wald. Hier gibt es kaum noch Felsen zu sehen.

Nach knapp zwei Kilometern wechselt der Pfad die Richtung und führt uns nun langsam wieder in Richtung des Parkplatzes zurück. Unterwegs wandern wir durch einen sehr moosigen Nadelwald. Eine sehr idyllische Stelle.

Dann geht es wieder abwärts. Wir erreichen eine Bank mit einem Wegweiser. Dort befindet sich die letzte Station unseres Wandermultis. Auch hier verhauen wir uns erneut, da wir zu früh nach der Information suchen. Auf der Bank rechnen wir die Finalkoordinaten aus und machen anschließend einen Abstecher zum Rehbrünnchen, was sich nicht wirklich lohnt. Der Brunnen ist recht klein und unscheinbar.

Unterwegs suchen wir die Finalbox und werden natürlich nicht fündig. Ich kontaktiere den Owner und kann ihn zum Glück recht schnell erreichen. Insgesamt zweimal haben wir etwas Falsches abgelesen. Gabunz ist sehr hilfsbereit und hilft uns, die richtigen Koordinaten doch noch zu berechnen. So können wir die Dose doch noch finden – herzlichen Dank dafür!

Wir laufen weiter über schmale Pfade. Zweimal kommt ein schon in die Jahre gekommener Steg, der uns aber noch gut trägt.

Dann tauchen wieder große Felsen auf.

An einem laufen wir recht dicht vorbei: rechts die Felswand und links geht es recht steil den Hang hinunter.

Danach kommen wir wieder auf den breiten Fahrweg, der zum Parkplatz hinunter führt.

 

Der Burgblick

Kurz vor dem Fahrweg gibt es eine Stelle, wo wir einen recht guten Blick auf die Kirkeler Burg haben, leider nicht ganz baumfrei.

Falls Ihr die Burg noch nicht kennt, so lohnt sich ein Besuch dort. Vom dem Parkplatz, den ich Euch auf der interaktiven Karte markiert habe, ist es nicht weit bis dahin. Ihr könnt die Strecke gut zu Fuß gehen und Euer Auto stehen lassen. Unmittelbar bei der Burg gibt es sowieso keine Parkplätze. Wer gerne Labcaches spielt, der kann dort auch meinen Lab „Die Geschichte der Kirkeler Burg“ spielen …

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Kirkeler Tafeltour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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