Geocaching & Wandern: Die Mühlenbach-Schluchtentour

Vor einiger Zeit sind saarzwerg und ich die Traumschleife Mühlenbach-Schluchtentour gewandert. Die Tour ist sehr abwechslungsreich, hat kaum Höhenunterschiede und hat es uns ermöglicht drei Tradis und zwei Multis zu suchen.

Das Highlight der Tour ist die enge Schlucht des Mühlenbachs, durch die der Wanderweg führt. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Die Mühlenbach-Schluchtentour

Bei Saarwellingen liegt die Mühlenbach-Schluchtentour. Sie ist ein Premiumwanderweg, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 63 Punkten bewertet wurde. Der Wanderweg hat eine Länge von 11,3 Kilometern und weist kaum Höhenunterschiede auf. Auf der Wanderung können saarzwerg und ich zwei Multis und drei Tradis suchen und finden. Mit einer ausgedehnten Mittagspause und Geocaching benötigen wir für die komplette Tour etwas mehr als vier Stunden. Am Startpunkt der Wanderung gibt es einen ausgeschilderten Wanderparkplatz, auf dem wir morgens den letzten freien Platz bekommen.

Vom Parkplatz ist der Biergarten der Hoxberg-Alm schon zu sehen, der heute natürlich geschlossen ist.

Unmittelbar davor steht der Wegweiser der Mühlenbach-Schluchtentour, der uns die empfohlene Laufrichtung zeigt. Zum Glück stimmt diese Richtung mit der Reihenfolge der Stationen des Wandermultis „Traumschleife Mühlenbach-Schluchtentour“ überein, der heute neben der Wanderung unser Hauptziel darstellt.

Wir folgen dem Wegweiser und gelangen nach wenigen Metern zum offiziellen Start dieser Wanderung: einem großen Holzportal mit dem Namen des Premium-Wanderweges.

Fast übersehen hätte ich die kleine Übersichtskarte, die uns den genauen Verlauf der Wanderung zeigt. Sie ist schon etwas in die Jahre gekommen.

Nachdem wir uns die Karte angeschaut haben, starten wir nun endlich unsere Wanderung über die Mühlenbach-Schluchtentour.

 

Durch den Wald und über Felder und Wiesen

Zunächst geht es über einen breiten Forstweg leicht bergauf durch den Wald.

In einer Kurve verlassen wir den Forstweg und folgen dem kleinen Wanderpfad am Rand des Feldes.

Rechts ist ein großes Feld und links der Zaun eines großes Wetterschachtes des ehemaligen Bergwerks Ensdorf. Daneben liegt eine große Obstplantage, wo wir die Frage eins unseres Wandermultis beantworten können.

Insgesamt hat dieser Geocache sieben Stationen, an denen jeweils eine leichte Frage beantwortet werden muss. Zwei dieser Stationen sind wohl inzwischen abhanden gekommen und sein Owner WutzGrandmaster hat freundlicherweise dafür die Antworten ins Listing geschrieben. Wir folgen weiter dem kleinen Wanderpfad entlang des Feldes.

Wir erreichen einen geteerten Weg, dem wir einige Zeit folgen. Dann biegt unser Wanderweg rechts ab und ein schmaler Pfad führt uns durch eine idyllische Wiesenlandschaft entlang eines kleinen Baches.

Dort treffen wir auf das erste Informationsschild, welches uns die Wildiere dieser Region erklärt. Das ist die zweite Stations des Multis „Tierkundeweg Reisbach“ den wir einfach mal versuchen. Alle seine angegebenen Stationen liegen auf der Mühlenbach-Schluchtentour. An der ersten Station werden wir am Ende vorbeikommen. Auf den Informationsschildern müssen wir alle abgebildeten Wildtiere zählen, was stellenweise etwas mühsam ist. Zum Glück gibt es jedoch einen Hint und einen Geochecker. Damit ist der Multi für uns gut lösbar.

Nun müssen wir uns konzentrieren, um nicht den Überblick zu verlieren. Die beiden Multis laufen jetzt parallel. Zuhause habe ich mir alle Stationen aufs GPS gespielt  und so kann ich immer  die Station eines der beiden Multis auswählen, die als nächstes kommt. das funktioniert recht gut. An den beiden Bänken lesen wir die gesuchte Information für unseren Wandermulti ab. Es geht um den Nordschacht eines ehemaligen Bergwerkes.

Ein paar Meter weiter, als wir die Straße überqueren, können wir den Förderturm über dem Schacht sehen. Der Schacht war übrigens mit 1750 Metern der tiefste Schacht in Europa.

Wir wandern weiter über Wiesen und Felder.

Dann folgt ein kleines Stück über eine schmale Teerstraße.

 

Die Schlucht des Mühlenbachs

Dann kommt das Highlight der Tour – wir biegen rechts ab auf einen schmalen Wanderpfad, der zunächst am Rand einer Wiese entlang läuft, bevor er in eine kleine Schlucht hinunter führt. Dort plätschert der Mühlenbach vor sich hin.

Der Pfad läuft entlang des Baches durch die kleine Schlucht, deren Seitenwände allmählich höher werden. Der Bach hat sich hier schon ordentlich in die Landschaft eingegraben.

Wir folgen der Beschilderung und verlassen kurz die Schlucht, um an einer anderen Stelle über Treppen wieder hinab zu steigen. An einer etwas breiteren Stelle ist gerade ein junger Drohnenpilot dabei sein Fluggerät über dem Bach zu positionieren. Soweit ich weiß, ist das Fliegen in Naturschutzgebieten verboten. Aber jeder muss ja selbst wissen, was er tut … Wir folgen dem Bach und wechseln an einer kleinen Brücke die Seite.

Der Hang wird immer steiler und höher. Kurz vor einer engen Bachschleife klettert der Pfad steil über die Stufen hinauf zu einem Aussichtspunkt mit ein paar Sitzgelegenheiten.

Dahinter geht es wieder zum Bach hinunter …

… um abermals den Bach zu überqueren und auf der anderen Seite erneut zu einem weiteren Aussichtspunkt aufzusteigen. Danach verläßt unser Wanderweg die Schlucht. Diese Durchquerung hat uns sehr gut gefallen – für uns das Highlight der ganzen Tour!

 

Weiter am Waldrand entlang

Nachdem wir die Schlucht verlassen haben, geht es zunächst auf schmalen Pfaden am Waldrand entlang.

Ein letztes Mal überqueren wir den Mühlenbach, über den an dieser Stelle eine kleine Holzbrücke gebaut wurde.

Unmittelbar neben dieser Brücke finde ich diesen schön bemalten #Saarstein, den ich natürlich fotografiere.

Wir erreichen eine kleine Staße am Ortsrand von Reisbach, die wir überqueren. Genau an dieser Stelle befindet sich eine Station unseres Wandermultis. Leider lesen wir das falsche Schild ab – doch dazu später mehr.

 

Geocaching auf dem Premiumwanderweg

Inzwischen laufen wir wieder auf einem breiten Forstweg durch den Wald. Unmittelbar an der ersten Station des Tierkunde-Multis befindet sich ein Holztisch mit zwei Bänken. Als wir dort ankommen, haben wir Glück – der Tisch ist frei. Wir lassen uns nieder und berechnen die Finalkoordinaten dieses Multis. Leider sind die Zählungen nicht immer so eindeutig. Mit den Hints bekommen wir den Geochecker nach einigen Versuchen grün. Danach gönnen wir uns unser Picknick aus dem Rucksack …

Unsere berechneten Finalkoordinaten liegen in der Nähe unserer Wanderung. Das ist toll – so müssen wir noch nicht einmal einen Umweg machen. Auf dem Weg zum Final schlängt sich diese Blindschleiche über den Weg. Wir warten, bis sie im Gebüsch verschwunden ist und laufen weiter.

Das Final können wir gut finden und tragen uns ins Logbuch ein. Den ersten Geocache des Tages haben wir schon mal gefunden. Danach setzen wir unsere Wanderung fort. Es geht über einen breiten Fahrweg am Waldrand entlang. Kurze Zeit später suchen wir den nächsten Geocache: den Tradi „Hofer Blick„. Auch der liegt gleich am Weg und ist schnell gefunden.Von dort hat es eine schöne Aussicht über die Felder und Wiesen.

Neben dem Weg wird gerade ein kunstvoll gestalteter Garten angelegt. Hier gibt sich jemand ziemlich Mühe … Wenn jemand von Euch da etwas Genaues weiß, was das mal werden soll, so würde ich mich über eine kurze Info in den Kommentaren freuen.

Wir kommen zu einem Wegweiser. Auf der Traumschleife sind die einzelnen Kilometer markiert. Wir haben nun schon sieben geschafft.

Wir wandern weiter und kommen am Tradi „Das Rohr“ vorbei. Die im Listing erwähnte Wathose brauchen wir heute nicht und so tragen wir uns geschwindt ins Logbuch ein und setzen unsere Wanderung fort.

Nachdem wir nun alle Zahlen ermittelt haben, setzen wir diese in die Finalformal ein und stellen fest, dass eine der Zahlen wohl falsch ist. Dank des Geocheckers können wir alle Möglichkeiten ausprobieren. Gleich die Zweite vom saarzwerg eingegebene passt. Bis zum Final müssen wir noch etwas wandern …

Es geht wieder ein kleines Stück durch den Wald …

… bevor wir auf die Felder kommen. Von dort haben wir einen schönen Blick zum Saarpolygon. Leider habe ich nur mein iPhone dabei, welches keine guten Bilder von entfernteren Objekten liefert.

Wir nähern uns einer Kapelle. Das GPS piept. Ich sehe, dass dort der Tradi Marienkapelle „Am Rotwäldchen“ zu suchen ist. Nachdem das GPS sich etwas beruhigt hat und die richtige Stelle gefunden ist, tragen wir uns ins Logbuch ein.

Anschließend werfen wir noch einen Blick in die Kapelle.

Dann wandern wir weiter. Wir nähern uns den Finalkoordinaten und haben richtig gerechnet. Auch den Wandermulti können wir schnell finden und tragen uns ins Logbuch ein. Leider hat die Dose ein Loch. Ich informiere den Owner.

Einige Zeit später stoßen wir auf dieses Schild. Eichenprozessionsspinner? Na toll – warum war diese Warnung nicht auch am anderen Ende des Weges, über den wir gekommen sind,  aufgestellt worden?

Was soll’s – wir haben zum Glück keinen Kontakt mit den Raupen gehabt! Der letzte Teil dieses Premiumwanderwegs verläuft wieder entlang eines Baches.

Nach gut vier Stunden erreichen wir wieder den Wanderparkplatz. Eine wirklich schöne Tour! Leider scheint der Parkplatz recht beliebt zu sein. Als wir ihn verlassen, ist er komplett vollgeparkt und selbst die Zufahrt von der Hauptstraße ist voll gestellt mit Autos …

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Mühlenbach-Schluchtentour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Tolle Runde. Danke für den Bericht.

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