Geocaching & Wandern: Der Hüttenwanderweg

Aktuell beschränken wir uns am Wochenende auf Wanderungen in der näheren Umgebung. An Karfreitag erwandern saarzwerg und ich den Premiumwanderweg „Hüttenwanderweg“ bei St. Ingbert.

Wäre nicht gerade die Corona-Krise, so hätten wir an einigen Wanderhütten einkehren können. Über die komplette Wanderung führt ein Multi und unterwegs sind noch zwei Tradis und ein weiterer Multi zu finden. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über den Hüttenwanderweg.

 

 

Der Hüttenwanderweg

Der Startpunkt des Hüttenwanderwegs ist ein Parkplatz mitten in Oberwürzbach. Die Zufahrt von der Hauptstraße ist ausgeschildert. Dieser Premiumwanderweg wurde mit 51 Punkten vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert. Seine Länge ist mit 12,5 Kilometern angegeben. Mit Pausen und Geocaching benötigen saarzwerg und ich 4:45 Stunden für die Wanderung. Am Parkplatz findet Ihr diese Übersichtskarte, die Euch den genauen Verlauf des Wanderweges, die Brunnen und Höhlen, sowie die Wanderhütten zeigt.

Wir haben heute großes Glück mit dem Wetter – als wir kurz vor 10 Uhr morgens loslaufen, ist es schon sonnig und warm. Am Parkplatz suchen wir die erste Station des Wandermultis „Hüttenwanderweg (Premiumwanderweg)„, der über den kompletten Hüttenwanderweg verläuft und notieren uns die gesuchte Information.

 

Bis zur Anglerhütte

Anschließend folgen wir der Ausschilderung durch den Ort bis zum Friedhof. Dort geht es in den Wald, oder besser an den Waldrand. Zunächst sehen wir auf der einen Seite noch blühende Obstbäume …

… und eine Pferdekoppel, auf der sich auch zwei Esel aufhalten.

Nur ein paar Meter weiter haben wir diesen tollen Ausblick auf Oberwürzbach.

Dann geht es in den Wald hinein. Zunächst wandern wir etwas bergauf, bevor es dann auf einem schmalen Pfad steil nach unten geht. Wir erreichen ein breites Tal, auf dessen einer Seite wir zunächst vorlaufen, um dann auf der anderen Seite in Richtung der Fischweiher zurückzulaufen. Unterwegs kommen wir an diesem Tümpel vorbei.

Irgendwie erinnert mich das an „Herr der Ringe“, als Frodo durch die Todessümpfe gewandert ist. Etwas weiter wird es dann schon farbenfroher. Wir entdecken den ersten Saarstein (#saarsteine) des Tages.

Der Wald ist recht idyllisch an dieser Stelle. Im Hang befindet sich eine Felswand, von der Wasser heruntertropft.

Wenige Meter weiter kommen wir an diesem kleinen Brunnen vorbei. Es ist der erste von vielen auf dieser Wanderung.

Dann lichtet sich der Wald und der erste Weiher zeigt sich. Wir folgen weiter dem Wanderpfad und erreichen die erste Hütte des Tages, die Oberwürzbacher Anglerhütte, die natürlich wegen Corona derzeit geschlossen ist.

Schade – die Bänke rund um die Hütte würden zum Verweilen einladen … aber es kommen sicher auch nochmal bessere Zeiten, wo wir diese Wanderung bei geöffneten Hütten beatimmt wiederholen werden.

 

Die Eichertfelshöhle

Wir verlassen die Angelweiher über einen gut ausgeschilderten Bergpfad. Über viele Stufen geht es hier steil nach oben. An einer der letzten Serpentinen zweigt ein kleiner Pfad zu einem Felsen ab. Wenn Ihr Euch gerne Höhlen anschaut, dann sollten Ihr den kleinen Abstecher auf jeden Fall machen. Beim Näherkommen sehen wir die großen Öffnungen im Fels.

Mit der Handytaschenlampe gehen wir in die Höhle. Es gibt einen großen Raum gleich am Eingang und einen weiteren, kleineren weiter hinten.

Bevor ich ganz nach hinten gehe, drehe ich mich im vorderen Raum um und schaue nach draußen. Diese natürlichen Stützen sind doch echt beeindruckend, oder?

Ich gehe weiter in die Höhle. An manchen Stellen muss ich mich etwas ducken, um nicht mit dem Kopf an der Decke anzustoßen. Der zweite Raum ist etwas kleiner und komplett dunkel. Am Ende liegen größere Steine.

Hier könnt Ihr nach dem Multi „Eichertsfels“ suchen. Mit Hilfe des Spoilers solltet Ihr fündig werden … Da wir den Cache schon länger haben, verlassen wir die Hühle wieder und wandern weiter.

 

Geocaching am Bunker

Unser Wanderweg geht stetig leicht bergauf. Dann öffnet sich der Wald und wir blicken auf eine große Wiese. Am Fahrweg machen wir einen weiteren Abstecher vom Wanderweg.

In gut 200 Meter Entfernung wird mir der Tradi „Regelbau 10 – WH 630“ angezeigt. Die Dose ist „large“ – der sollte doch zu finden sein. Wir folgen dem Fahrweg zu den Koordinaten. Vom Weg aus ist die Bunkerruine schon zu  sehen.

Nach kurzer Suche werde ich fündig und halte eine große schwarze Plastiktonne in den Händen. Wir tragen uns in Logbuch ein und setzen unsere Wanderung fort.

 

Weiter zur Schopphübelhütte

Vom Bunker laufen wir wieder zurück zum Wanderweg. Ab hier geht es bergabwärts. An der Abzweigung finden wir dieses Schild, welches „leicht“ verändert wurde. Doch wer ist dieser Klaus?

Unser Weg führt nun immer weiter bergab. Unterwegs zählen wir die Anzahl der Stufen für unseren Wandermulti. Scheinbar sind inzwischen welche verloren gegangen. Im Listing sind die gültigen Werte vorgegeben. Wir entscheiden uns für den nächsthöheren angegebenen Wert und fragen beim Owner nach. Unsere Vermutung ist richtig!

Dann erreichen wir die Schopphübelhütte, die in normalen Zeiten sonntags geöffnet hätte und einen Biergarten aufweist.

Leider ist die Hütte heute natürlich geschlossen! Schade!

 

Hinauf zum Christkönigsbrunnen

Der Hüttenwanderweg streift kurz den Ort, bevor er eben durch ein grünes Tal verläuft.

Wer rasten möchte, findet hier einige Bänke mit Aussicht.

Auch eine Weide mit ziemlich haarigen Rindviechern gibt es hier.

Nach dem Tal steigt der Weg wieder an. Wir kommen an einem Wanderparkplatz mit einer Infotafel vorbei, die uns zeigt, wo wir gerade sind. Mehr als die Hälfte haben wir nun schon hinter uns.

Nach einem längeren Anstieg  kommt eine Abzweigung. Der Hüttenwandwerweg teilt sich. Wer möchte, kann hier noch einen Abstecher zum Christkönigsbrunnen machen.

Da wir ein ruhiges Plätzchen für unser Picknick suchen, nehmen wir den Abzweig und folgen der Auschilderung zum Brunnen.

Am Brunnen angekommen, haben wir Glück – direkt vor dem Brunnen steht eine Sitzbank. Wir packen unser Picknick aus und machen Mittagspause. Unser Plan geht auf, während unserer Pause kommt hier niemand vorbei!

 

Weiter zum Hof Hochscheid

Vom Brunnen laufen wir zunächst wieder zum Schild zurück, da dem Weg weiter zu folgen einen ziemlichen Abstieg bedeutet hätte. Zum Glück hat die Freizeitkarte auf meinem Garmin Höhenlinien. Am Ausgangspunkt angekommen folgen wir weiter dem Wanderweg nach oben.

Nach einiger Zeit lichtet sich der Wald. Wir erreichen den Hof Hochscheid.

Dort gibt es die nächste Wanderhütte. Auch sie ist heute geschlossen. Die Einfahrt zum Hof ist mit einem Flatterband abgesperrt.

So laufen wir am Hof vorbei und es geht ab jetzt abwärts.

 

Zurück nach Oberwürzbach

Nach der nächsten Station unseres Wandermultis sehe ich links im Hang eine Bunkerruine. Er wurde derart gesprengt, dass die Deckenplatte mit dem Splitterschutz nun senkrecht steht.

Der breite Forstweg nähert sich allmählich Oberwürzbach. Bevor wir wieder den Ort erreichen, kommen wir an einem Brunnen vorbei, wo wir den Tradi „Brunnen im Saulager“ suchen und finden können.

Anschließend kommt noch ein weiterer Brunnen am Ortseingang. Gegenüber steht ein schönes altes Bauernhaus.

Bevor wir wieder zurück zum Parkplatz kommen, geht es in ein letztes Tal. Dort finden wir einen weiteren Saarstein.

Dann biegt der Wanderweg nach rechts ab den Hang hinauf zu einer Mariengrotte. An deren Brunnen lösen wir die letzte Aufgabe unseres Wandermultis und berechnen die Finalkoordinaten.

Wir wandern weiter. Noch ein letztes Mal über einen kleinen Hügel, bevor es wieder abwärts zur letzten Wanderhütte des Tages geht.

An der Hütte biegen wir links in den Wald.

 

Das glückliche Ende

Unterwegs kommen wir an den berechneten Finalkoordinaten vorbei und werden nach kurzer Suche fündig.

Wir tragen uns ins Logbuch ein und gehen noch das kurze Stück bis zu unserem Auto. Eine wirklich schöne Tour und ein großes Danke an den Owner Wutzgrandmaster für den schönen  Wandermulti!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Hüttenwanderweg sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert. In der Karte habe ich auch alle Wanderhütten markiert, die zum Einkehren einladen. Bitte vergewissert Euch vorher über deren Öffnungszeiten. Der Link zur jeweiligen Hütte versteckt sich hinter den drei Punkten in der Beschreibung des Markers.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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