Geocaching in der historischen Altstadt von Nürnberg

Heute möchte ich Euch die Altstadt von Nürnberg vorstellen und schildern, welche Geocaches dort zu heben sind. In den letzten Jahren war ich mehrmals beruflich dort und habe meine Freizeit für Geocaching genutzt.

Kommt mit auf die virtuelle Reise und Dosensuche in eine der für mich schönsten Altstädte Deutschlands …

 

 

Hotelempfehlung für Nürnberg

In den letzten Jahren habe ich mir fast immer das Hotel am Jakobsmarkt (Provisionslink) buchen können, welches sehr zentral innerhalb der historischen Altstadt an der nördlichen Stadtmauer liegt und über einen kleinen kostenlosen Parkplatz im Innenhof verfügt. Die Zimmer sind geräumig und verfügen über ein modernes Bad. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig und bietet so ziemlich für jeden Geschmack etwas.

 

Durch die Altstadt

Von meinem Hotel ist es nicht weit bis zum Virtual Straße der Menschenrechte, der sich mit den 30 Menschenrechtsartikeln der Satzung der Vereinten Nationen beschäftigt. Leider ist das Wetter heute recht wechselhaft und es regnet gerade.

Er ist nicht ganz einfach – ich muss das Kunstwerk mehrmals „durchlaufen“ , um alle notwendigen Informationen finden zu können. Dieser Virtual gefällt mir gut und ich lerne noch etwas dabei.

Zum Schluss mache ich noch schnell das geforderte Beweisfoto.

Von der Straße der Menschenrechte laufe ich nun durch eine Fußgängerzone nach Norden in Richtung des Zentrums der Altstadt. Unterwegs komme ich an einem Sportgeschäft vorbei, an dem der Tradi Travel&Cache angebracht wurde und der inzwischen schon mehr als 1300 Favoritenpunkte sammeln konnte. Und das zurecht, wie ich finde!

Eure Aufgabe ist es, das Zahlenschloss um unteren Bereich zu öffnen. Die dafür notwendige Kombination müsst Ihr Euch erarbeiten. Falls Ihr die dazu notwendigen Hilfsmittel nicht dabei habt, so könnt Ihr sie zu den Öffnungszeiten des Sportgeschäftes dort kostenlos ausleihen. Auch ich vergebe einen Favoritenpunkt für diesen toll gebastelten Geocache.

Nun schlendere ich durch die Fußgängerzone weiter in Richtung der Pegnitz.

An der Säule habe ich einen ersten Blick zur Burg.

Ich schaue auf in mein Looking4Cache und sehe, dass nicht weit von hier der Tradi Song for Adele auf mich wartet. Ich erinnere mich, dass ich bei einen vorherigen Besuch hier schon mal vergebens gesucht hatte.

Die Koordinaten des Geocaches befinden sich unmittelbar am Kunstwerk. Auch dieses Mal kann ich zunächst nichts finden. Das weckt meinen Ehrgeiz und ich schaue mir mal die Logfotos an. Dabei fällt mir etwas auf und kurz danach habe ich den Logstreifen in der Hand. Das ist eine schöne Idee für ein Versteck!

Ich spaziere weiter nach Osten zum Naturhistorischen Museum. Davor ist ein großer Steinblock ausgestellt, an dem sich der Earthcache Eine Karsthöhle mitten in Nürnberg befindet.

Nachdem ich die Fragen beantwortet habe, mache ich noch schnell ein Beweisfoto.

 

Entlang der Pegnitz

Mitten durch die historische Altstadt von Nürnberg läuft von Ost nach West der Fluß Pegnitz. Bei schönen Wetter lohnt es sich dort entlang zu laufen. Es gibt viele historische Häuser und Brücken zu sehen.

Ich erreiche die Museumsbrücke und laufe weiter nach Westen.

Dann spaziere ich über die nördliche Karlsbrücke und habe diesen Blick auf die ehemalige Dienstwohnung des Henkers von Nürnberg auf der Brücke.

Der berühmteste Vertreter dieser Zunft war Franz Schmidt, der vom 1. Mai 1578 bis Ende 1617 Scharfrichter in Nürnberg war und ein detailliertes Diensttagebuch geführt hat, welches genaue Einblicke in das Henkershandwerk von damals erlaubt. Heute befindet sich im Henkerhaus eine Ausstellung, die am Wochenende geöffnet ist und über diese Zeit berichtet.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Henkersteg, einer recht großen Holzbrücke.

Dort ist der Tradi Max am Henkersteg versteckt, den ich recht gut finden kann. Die Gegend um diesen Steg gefällt mir sehr gut und ich habe Glück, denn inzwischen ist auch die Sonne herausgekommen.

So kann ich noch ein paar schöne Fotos vom Henkerhaus und den beiden angrenzenden Türmen machen.

Danach laufe ich weiter an der Pegnitz entlang bis zur Stadtmauer auf der Westseite der Altstadt, wo sich der Kettensteg befindet. Laut Wikipedia gilt der Kettensteg als die älteste erhaltene eiserne Kettenbrücke in Kontinentaleuropa.

Diese überquere ich und laufe dann zurück in Richtung vom Hauptmarkt.

 

Rund um den Hauptmarkt

Während der Vorbereitung meiner Tour habe ich den Mystery Befrei mich! gelöst und kann ihn auf dem Weg zum Hauptmarkt „einsammeln“ . Kurze Zeit später komme ich am Hauptmarkt an. An der Ostseite steht die gotische Frauenkirche, die schon in Jahr 1358 eingeweiht wurde.

Über dem Eingang sehe ich die Kunstuhr mit den Figuren, die um den Kaiser gruppiert sind. Um zwölf Uhr mittags wird der Mechanismus in Gang gesetzt und die sieben Kurfürsten laufen huldigend drei Mal um den Kaiser herum. Daher wird diese Uhr im Volksmund als „Männleinlaufen“ bezeichnet.

Leider verpasse ich dieses Schauspiel.
Auf dem Hauptplatz steht dieser Brunnen mit dem passenden Namen „schöner Brunnen“ , der Ende des vierzehnten Jahrhunderts erbaut wurde. Um diesen Brunnen dreht sich der Virtual Der Schöne Brunnen – Nürnbergs erster Virtual – da ich aber kein Maßband dabei habe, verzichte ich darauf die Aufgaben zu lösen.

Grundsätzlich finde ich schade, wenn Virtuals an touristischen Hotspots aufwendig sind oder bestimmte Hilfsmittel erfordern. Ich würde mir wünschen, dass die Owner sensibler für die Reisenden sind, die spontan Geocaching betreiben möchten und nur wenig Zeit dafür haben.

Gegenüber vom Hauptmarkt wird mir der Tradi NAK 22. Tür: Stadtbus 36 „Dem Christkind so nah“ angezeigt. Nach einer längeren Suche nach dem Nano breche ich ab. Es wird mein erster und einziger DNF an diesem Tag.

Ich laufe weiter in Richtung der Kaiserburg. Unterwegs fällt mir dieses Hauszeichen ins Auge: eine goldene Kugel. Sie stammt wohl noch aus der Zeit, in der es noch keine Hausnummern gab und die Häuser mit Zeichen versehen wurden, um sie besser finden zu können.

Ich drehe mich um und blicke in Richtung des Hauptmarkts. An der rechten Straßenseite steht die St. Sebald-Kirche und links das alte Rathaus von Nürnberg, dessen Bau schon im vierzehnten Jahrhundert begonnen wurde.

Ich folge weiter der Straße zur Burg …

 

Hinauf zur Burg

Ich stehe vor der mächtigen Kaiserburg, die auf einem Sandsteinfelsen errichtet wurde und so über Nürnberg thront. Bei einem früheren Besuch habe ich die Burg schon einmal besichtigt – es hat saarzwerg und mir gut gefallen.

Apropos Sandsteinfelsen – unmittelbar vor der Burg befindet sich der Earthcache Bayerns schönste Geotope Nr. 11 / Lovely Geotope,den ich ebenfalls bei einem früheren Besuch loggen konnte. Auf dem Beweisfoto ist gut zu erkennen, dass damals die Sonne geschienen hat.

Ich gehe rechts den Fußweg zwischen Burg und Burgstraße hinauf. Dort ist ein Seiteneingang zur Burg.

Gerade in dem Moment, wo ich die Burg betrete, geht ein Schauer nieder. Naja, wieder mal Glück gehabt, ich stelle mich im Torbogen unter und bin so vor dem Regen geschützt. Nach einer gewissen Wartezeit setze ich meinen Weg durch die Burg fort.

Ich komme zum Sinwellturm. „Sinwell“ bedeutet im Mittelhochdeutschen in etwa „gewaltig rund“ und ist auf die Form und Höhe dieses Turm zurückzuführen. Das Tor daneben führt ins Innere der Burg und ist um diese Zeit geöffnet.

Neben dem Turm befindet sich die sogenannte Freiung, ein Aussichtspunkt mit einer tollen Aussicht auf Nürnberg. Bei schönem Wetter ist der Ausblick sicher noch besser!

Leider geht mir allmählich die Zeit aus – mein Geschäftstermin wartet. So beende ich meinen Rundgang durch die historische Altstadt von Nürnberg.

 

Die Altstadt bei Nacht

Gegen Abend habe ich nochmal die Gelegenheit für einen Spaziergang durch das nächtliche Nürnberg. Falls Ihr gerne fotografiert, so möchte ich Euch ans Herz legen auch nach Sonnenuntergang auf Motivsuche zu gehen.

Als ich an der Lorenzkirche ankomme, sind ihre Türme gerade von dem warmen Licht der untergehenden Sonnte beleuchtet.

Langsam wird es dunkel. Die Straßenbeleuchtung wird eingeschaltet. Von der Heubrücke blicke ich auf den Schuldturm.

Ich laufe weiter zum Hauptmarkt. Neben der St. Sebaldkirche finde ich diese besonders beleuchteten Bäume. Ich frage mich, ob die noch aus der Weihnachtszeit übrig geblieben sind?

Natürlich will ich auch schauen, ob und wie die mächtige Kaiserburg beleuchtet ist. Ich laufe über den Fußweg neben der Burgstraße zum Seiteneingang hinauf. Wow – der mächtige Sinwellturm ist angestrahlt und kommt so neben der Walburgiskapelle richtig schön zur Geltung.

Ich gehe in die Burg hinein bis zur Freiung, die auch nachts noch zugänglich ist. So kann ich auch einen Blick über das nächtliche Nürnberg werfen.

Jedoch komme ich nicht weiter – das Tor zum Innenraum der Burg ist um diese Zeit schon verschlossen. So kann ich nur dieses Foto durch die Gitterstäbe des mächtigen Tores machen.

Daher muss ich auf dem gleichen Weg, auf dem ich die Kaiserburg betreten habe, diese auch wieder verlassen. Am Sandsteinfelsen mache ich noch dieses Foto von der schön beleuchteten Burg.

Langsam verändert sich der Himmel von tief blau nach schwarz. Bevor ich die Burg endgültig verlasse, schieße ich noch ein letztes Foto vom beleuchteten Sinwellturm.

Anschließend laufe ich zur Pegnitz hinunter. Unterwegs komme ich am Denkmal von Albrecht Dürer vorbei.

Neben der St. Sebaldkirche finde ich noch einen weiteren beleuchteten Baum. Im Hintergrund kann ich das alte Rathaus sehen.

Dann folge ich einige Zeit der Pagnitz bis zum Henkersteg, der um diese Uhrzeit eine besondere Stimmung hat. Die Holzbrücke ist ausgeleuchtet und wirft einige Schatten … fehlt nur noch, dass gleich der Henker um die Ecke kommt!

Von der Maxbrücke kann ich diese schöne beleuchtete Ensemble aus Henkerhaus, Wasserturm und Weinstadel fotografieren.

Langsam werde ich müde – es wird Zeit ins Hotel zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin komme ich am Weissen Turm vorbei, der heute der Eingang zur Nürnberger U-Bahn ist.

Kurze Zeit später erreiche ich mein Hotel am Jakobsmarkt. Damit geht mein Besuch in Nürnberg zu Ende.

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Wie hat Euch mein virtueller Rundgang durch Nürnberg gefallen? Was sind Eure (Geocaching-) Tipps für Nürnberg? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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