Geocaching und Sightseeing in Dubrovnik

Im letzten Teil meiner Artikelserie über unsere Balkan-Rundreise berichte ich Euch von unserem Besuch in Dubrovnik. Wir wollen mit der Seilbahn auf den Berg, eine Bootstour um die vorgelagerte Insel machen, die Altstadt bei Tag und Nacht erkunden, Stadtmauer ablaufen und Geocaching betreiben.

Kommt mit auf die virtuelle Reise nach Dubrovnik – oder sollte ich eher „Kings Landing oder Königsmund“ sagen?

 

 

Die Anreise und die erste Enttäuschung

Wir kommen aus Montenegro und reisen auf der E65 wieder nach Kroatien in die EU ein. Leider ist diese Straße die Hauptverbindung entlang der Adria und so wird die Grenzkontrolle zur echten Geduldsprobe: eine gute Stunde stehen wir mit unserem Mietwagen in der Warteschlange. Die eigentliche Kontrolle geht dann eher schnell …

Bevor wir zu unserem Hotel in Dubrovnik fahren, wollen wir mit der Seilbahn zum Fort Imperial hinauf fahren um so einen ersten schönen Blick auf Dubrovnik von oben haben zu können. Wir finden einen sehr teuren Parkplatz vor den Toren der Altstadt und laufen zum Ticketschalter …

Leider scheint diese auf unbestimmte Zeit geschlossen zu sein. Vom Parkwächter erfahren wir, dass man nur mit Taxis auf den Gipfel fahren kann. So verzichten wir und beschließen zunächst in unser Hotel zu fahren.

 

Hotelempfehlung für Dubrovnik

In der Planung war es sehr schwierig ein vernünftiges und erschwingliches Hotel in Dubrovnik zu finden. In und um die Altstadt sind die Unterkünfte sehr teuer und es gibt kaum Möglichkeiten das Auto abzustellen. Daher entscheiden wir uns für das in drei Kilometer Entfernung zur Altstadt gelegene „Hostel Sol“ (Provisionslink) mit kostenlosem Parkplatz.

Wir werden nicht enttäuscht: die Zimmer sind modern und geräumig. In Hotelnähe fährt ein Bus zur Altstadt. Das Frühstück ist zwar nicht so üppig wie in den vorherigen Hotels aber dennoch gut. Es gibt sogar hart gekochte Eier. Das Wifi ist eines der besten auf der kompletten Tour.

Abschließend kann ich sagen, wir würden uns wieder für dieses Hostel entscheiden.

 

Einmal quer durch die Altstadt

Wir gehen zur Bushaltestelle und müssen noch keine zehn Minuten warten, bis der Bus kommt. Vor der Altstadt gibt es eine Haltestelle, die von fast allen Linien angefahren wird. Im Bus können wir beim Fahrer bezahlen. Bevor wir in die Altstadt spazieren, werfen wir einen Blick auf die Bucht davor. Dort gibt es einen großen Kayak-Verleih mit vielen Booten, der bei den Touristen sehr beliebt ist. Damit kann man um die Stadt paddeln …

Dann betreten wir über die Fußgängerbrücke die befestigte Altstadt.

Hinter dem Tor gibt es eine Treppe für die Fußgänger und eine Rampe für die Reiter – danach kommt das zweite Stadttor.

Wir betreten die Stadt von Westen her durch das Pile-Tor. Dahinter ist ein Platz mit einem großen Wasserspeicher. Die Stadt ist voll von Touristen. Ich schminke mir ab ein Foto ohne sie machen zu können.

Die Altstadt ist autofrei. Von Westen nach Osten verläuft die breite Hauptstraße, die mit großen (glatten und abgelaufenen) Steinplatten gepflastert ist.

In der Nähe vom Hafen an der östlichen Seite kommen wir zu einer Kirche. Dort gibt es den Earthcache „Limestone of St. Blaise“ mit den schon uns sehr vertrauten Standardfragen, die wir inzwischen fast auswendig kennen.

Ein paar Meter weiter ragt ein großer Uhrenturm in die Höhe. Die Uhr scheint etwas besonders zu sein.

Dort befindet sich der nächste Geocache: der Virtual „Port a Foot – Dubrovnic„, der die meisten Favoritenpunkte aller Geocaches in Dubrovnik sein eigen nennt. Wir beantworten die Frage und machen ein Selfie als Beweis.

Die Altstadt gefällt mir sehr gut. Überall gibt es etwas „altes“ zu entdecken, wie zum Beispiel diesen Brunnen …

… oder dieses Marienbild in einem Tordurchgang.

Wir biegen ab in eine der vielen kleinen Gassen in Richtung Süden.

Dort wollen wir zum Tradi „King’s Landing – PGC„. Er befindet sich außerhalb der Stadtmauer in den Klippen. Der Zugang erfolgt durch eine der vielen Strandbars dort. Von der Stelle des Caches habe ich diesen tollen Blick auf die Stadtmauer. Ich habe das Gefühl bei „Game of Thrones“ mitzuspielen.

Wie spazieren wieder zurück in Richtung des Hafens. Unterwegs kommen wir in dieser kleinen Gasse vorbei, die deutlich zeigt, dass in diesem riesigen Freilichtmuseum ganz normale Leute leben und einen innovativen Platz für Ihre Wäsche gefunden haben.

Als nächstes wollen wir uns auf einer Bootstour die Stadtmauer von außen anschauen …

 

Bootsfahrt rund um Lokrum

Am Hafen versuchen viele Bootsunternehmen Touristen für ihre Rundfahrten zu gewinnen. Die Touren starten meist zu jeder vollen Stunde. Wir buchen eine Rundfahrt von einer Stunde und zahlen dafür umgerechnet 10€ pro Person. Nach einer kurzen Wartezeit werden wir von der Verkäuferin zu einem Boot geführt. Für uns überraschend – unsere Vierergruppe hat dieses Boot für sich alleine.

Wir legen ab und verlassen den Hafen. Die Einfahrt wird von einer Festung bewacht, die ich aus der Fernsehserie „Game of Thrones“ kenne.

Anschließend fahren wir fast die komplette Seeseite der mächtigen Stadtmauer ab.

Die befestigte Altstadt von Dubrovnik liegt auf einem Felssporn, der ins Meer hinein ragt. Von der Seeseite schaut die Stadt sehr imposant aus.

Hinter uns fährt ein größeres Ausflugsboot mit vielen Touristen an Bord. Da gefällt mir unser kleines „Privatboot“ schon besser!

Wir drehen ab und fahren um die Insel Lokrum. Der Vorteil von unserem kleinen Boot ist, dass unser Kapitän auch in die kleinen Buchten der Insel fährt. So können wir die Earthcache „Lokrum Island Pigeon Cave (Otok Lokrum)“ erfolgreich loggen.

Nachdem wir die Insel umrundet haben, fahren wir wieder nach Dubrovnik zurück. Dabei kommen wir an diesem Nobelhotel vorbei. Dessen Gärten glaube ich ebenfalls in „Game of Thrones“ gesehen zu haben.

Nach einer guten Stunde erreichen wir wieder die Hafeneinfahrt mit der Festung …

… und fahren in den Hafen ein.

Es ist schon beeindruckend, wie toll der historische Kern dieser Festungsstadt restauriert wurde.

 

Dubrovnik bei Nacht

Gegen Abend suchen wir uns zunächst ein gemütliches Restaurant. Die Auswahl ist genau so riesig, wie die Preisunterschiede. Wir schauen uns die Bewertungen auf Tripadvisor an und entscheiden uns für die „Paradise Konoba Slaticarna“ – das Essen ist gut und die Preise fair.

Nach dem Essen – es ist inzwischen dunkel geworden – drehen wir eine größere Runde durch die schön beleuchtete Altstadt.

Auch ab späten Abend ist hier noch sehr viel los. Ich möchte nicht wissen, wie es in der Stadt ausschaut, wenn mehrere Kreuzfahrschiffe hier vor Anker liegen.

Wir spazieren über die breite Hauptstraße in Richtung des zentralen Busbahnhofs vor dem Pile-Tor.

Die kleinen Gassen leeren sich um diese Zeit.

Wir verlassen die Altstadt. Ein Blick zurück zeigt mir, wie toll die Stadtmauer beleuchtet ist.

Vom Stadttor aus ist der Busbahnhof schon zu sehen – und es warten schon sehr viele Touristen dort um zu ihren Hotels zurück zu fahren.

 

Die Rückfahrt mit dem ÖPNV

Leider ist es nicht einfach die Richtige Haltestelle für unsere Linie zu finden und das, obwohl es auf jeder Straßenseite nur eine gibt. Wir fragen Passanten, die uns – da sie ebenfalls Touristen sind – nicht helfen können. Letztendlich entscheiden wir uns auf der Seite zu warten, wo wir ausgestiegen sind.

Wir haben Glück – der Bus „unserer“ Linie kommt und wir drängen uns hinein und bezahlen beim Fahrer. Der Bus ist um diese Zeit voll gestopft. Auf dem Smartphone verfolge ich unsere Route: zumindest fährt er in die richtige Richtung. Allmählich leert sich der Bus. Dann erreichen wir die Haltestelle bei unserem Hotel und steigen aus.

Auf der kurzen Strecke kommen wir an einem kleinen Park vorbei, wo wir noch schnell den Tradi „Dubrovnik – Gruž“ suchen und loggen.

Damit geht ein schöner Tag in Dubrovnik zu Ende.

 

Die Rundtour über die Stadtmauer

Nach der Erfahrung mit dem ÖPNV entscheiden wir uns den Mietwagen mit zur Altstadt zu nehmen um von dort am frühen Nachmittag zum Flughafen fahren zu können. Wir finden einen Parkplatz vor den Toren der Altstadt mit saftigen Gebühren in der Hauptsaison. Da wir unseren Flug nicht verpassen wollen, ist das aber akzeptabel.

Dieses Mal betreten wir den befestigten Stadtkern durch das Tor an der Ostseite.

Zwischen zwei Stadttoren hängt an der Wand ein Plan der Altstadt. Darauf ist auch der Verlauf des Rundweges über die Stadtmauer gut zu erkennen.

Den wollen wir unbedingt machen. Ein paar Gassen weiter Richtung Hafen gibt es einen Aufgang auf die Mauer mit einem kleinen Tickethäuschen. Pro Erwachsener kostet dieses Abenteuer 200 Kuna, also knapp 30€, was ich als recht teuer empfinde. Wir bezahlen und steigen auf die Mauer. Die Laufrichtung ist vorgegeben – es geht immer gegen den Uhrzeigersinn. So beginnen wir mit den großen Wehrmauern und -türmen auf der Nordseite.

Dies ist zugleich der höchste Mauerteil der Stadt und so habe ich einen tollen Ausblick über die Dächer bis zum Hafen.

Auch an unserem letzten Tag in Kroatien ist es wieder sehr heiß und sonnig mit Temperaturen weit über 30°C. Auf der Mauer gibt es so gut wie keinen Schatten. Wir sind froh, über jeden kleinen Windhauch. Langsam nähern wir uns dem höchsten Punkt der Stadt, dem großen Rundturm, der zur Festung Minčeta gehört und als uneinnehmbar galt.

Im Inneren ist eine Rotkreuzstation aufgebaut, die bei dem aktuellen Wetter sicher viel zu tun hat. Wir steigen die Treppen des Turmes hinauf.

Ab dort geht es wieder nach unten. Am Pile-Tor schauen wir in die Hauptstraße. Rund um den Wasserbehälter ist die Hölle los.

Wir schauen zurück zum großen Rundturm. Dahinter ist der Hügel, auf den man mit der Seilbahn fahren könnte, würde sie denn fahren.

Langsam wird es voller auf der Mauer. An einigen Stellen wir Wasser und Eis verkauft. Ich glaube, die machen heute ein Bombengeschäft.

Wir erreichen die Seeseite der Altstadt. Vor dem Pile-Tor ragt auf einer Klippe eine kleine Festung in die Höhe. Sie stellt in „Game of Thrones“ den roten Bergfried da und wurde wohl am Computer etwas überarbeitet. Auch diese Festung kann besichtigt werden, die Eintrittsgebühr ist im Ticket der Stadtmauertour enthalten. Leider fehlt uns vor unserem Rückflug dazu die Zeit.

An dieser Stelle machen wir ein Beweis-Selfie für den Virtual „Dubrovnik City Walls – Virtual Reward“ – eigentlich sollen wir in Richtung der Stadt fotografieren, aber mir gefällt diese Perspektive besser!

Die Stadtmauer hat eine Länge von etwa zwei Kilometern und ist ist das besterhaltene defensive mittelalterliche Befestigungssystem in Europa. Von oben haben wir immer wieder tolle Blicke auf die Stadt und das Meer.

Kurz vor dem Hafen kommen wir zu einer großen Plattform mit Sonnenschirmen, Tischen und Stühlen. Wir nehmen Platz und gönnen uns ein eiskaltes Radler. Nach einer großzügigen Pause brechen wir auf um unseren Rundgang abzuschließen. Wie erreichen den Hafen.

Auch um diesen verläuft die Stadtmauer. Auf der anderen Seite des Hafen kann ich wieder die Festung an der Hafeneinfahrt erkennen.

Wir erreichen die Treppen, über die wir auf die Mauer gestiegen sind. Damit ist die Umrundung abgeschlossen. Für mich war das ein echt tolles Erlebnis – trotz der doch recht hohen Ticketpreise  – ich würde diese Tour erneut machen!

 

Abschied von Dubrovnik

Nach einem kleinen Mittagessen wird es Zeit zum Flughafen aufzubrechen. Vom Parkplatz ist der Weg zum Flughafen schon ausgeschildert. Dabei kommen wir an einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt vorbei. Dort loggen wir zunächst den Tradi „Dubrovnik„, bevor wir noch ein paar letzte Fotos von der tollen befestigten Altstadt schießen.

Leider ist es heute sehr diesig. Bei klarer Sicht wäre das sicher ein Hammer-Foto geworden …

Wir erreichen den Flughafen und geben unseren Mietwagen zurück, was recht unproblematisch geht. Der Flughafen ist klein und gut überschaubar. Die Sicherheitskontrolle geht fix. Mit dem Rückflug nach Frankfurt geht eine tolle Sightseeing- und Geocaching-Woche für uns zu Ende.

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Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Mietwagen-Rundreise durch drei Länder auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Den Übersichtsartikel mit den Links zu den anderen Beiträgen findet Ihr unter „Geoaching & Sightseeing auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro“ .

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Wie hat Euch unser Besuch in Dubrovnik gefallen? Seid Ihr schon dort gewesen? Welche Caches oder welche Sightseeing-Spots hätten wir noch besuchen sollen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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