Geocaching und Sightseeing in Split und Omiš

Im dritten Teil meiner Artikelserie über unsere Balkan-Rundreise berichte ich Euch von von unserem Besuch in Altstadt von Split, die zum Teil aus dem römischen Diokletianpalast mit seiner imposanten Stadtmauer besteht.

Anschließend fahren wir nach Omiš, wo wir eine abenteuerliche Bootsfahrt zu einem Geocache unternehmen und den Abend in der kleinen Altstadt verbringen. Kommt mit auf diese virtuelle Reise nach Kroatien …

 

 

Split

Wir brechen nach dem Frühstück in Trogir auf. Bis Split ist es nur eine gute halbe Stunde Fahrt mit dem Auto. Kurz vor der Altstadt parken wir unseren Mietwagen auf einem öffentlichen Parkplatz. Der ist nicht kostenlos aber noch erschwinglich. Auf der Karte im Übersichtsartikel zu unserer Rundreise findet Ihr die genaue Position.

 

Auf dem Weg in die Altstadt

Von dort spazieren wir gemütlich Richtung Altstadt. Wir kommen zum Platz der Republik, von dem aus wir schon das Meer sehen können.

Zwischen der großen Promenade am Meer und dem Platz liegt dieser kleine Park. Trotz der Hitze – es ist wieder über 30°C und die Sonne brennt – ist hier alles grün und blühend. Ich nehme an, dass die Stadtverwaltung hier ordentlich wässert.

Wir erreichen das Meer. Die Promenade ist am Morgen schon recht voll – am Hafen sehen wir die vielen Fährschiffe, die in Split ablegen.

Auf der Promenade laufen wir nach Osten. Rechts ist das Meer und links reiht sich ein Café an das nächste. Ab etwa der Hälfte beginnt links die große Stadtmauer, die in Fenster hinein gebrochen wurden. Die Mauerreste schauen sehr alt aus.

Kurz vor der nächsten Straße befindet sich ein Eingang zu den Kellergewölben.

 

Im Diokletianpalast

Wir gehen hinunter. Dort ist es schön kühl. Wir befinden uns nun in den alten Gewölben des römischen Diokletianpalast, der um 300 n.Ch. gebaut vom damaligen Kaiser als dessen Altersresidenz gebaut wurde. Der Palast ist seit 1979 ein UNESCO-Weltkulturerbe. In den Gewölben bieten viele Händler ihre Waren an.

Wir verlassen die Gewölbe auf der gegenüberliegenden Seite und befinden uns nun mitten im Peristyl, ein rechteckiger Hof, der auf allen Seiten von durchgehenden Säulenhallen umgeben ist.

Daneben befindet sich die Kathedrale von Split …

… und ein weiteres Überbleibsel aus der „alten“ Zeit: eine 3500 Jahre alte Sphinx, die an das ägyptische Erbe von Split erinnert.

Wir entscheiden uns dafür die Kathedrale zu besichtigen. Dazu müssen wir zunächst rechts um sie herum laufen um die Eintrittsgebühr zu entrichten. Frauen in zu kurzer Kleidung erhalten ein Tuch zum Umbinden an der Kasse. Von dort steigen wie die Treppe hinauf, die uns ins Innere der Kathedrale bringt. In einem goldenen Bogen steht der Altar.

Die KKathedrale wurde in das einstige Mausoleum des römischen Kaisers Diokletian gebaut, was noch gut an dem Kuppeldach zu erkennen ist.

Nachdem wir uns alles angeschaut haben, verlassen wir die Kathedrale wieder. Vor ihrem Glockenturm machen wir noch schnell ein Beweisfoto für den Earthcache „Limestone of St Domnius“ – auch hier finden wir wieder die üblichen Fragen, deren Antworten wir inzwischen schon fast auswendig kennen.

Mit dem entrichteten Eintritt für die Kathedrale dürfen wir auch die alte Katakombe unter der Kirche besichtigen. Der Eingang ist nahe der Kasse. Nach den Stufen folgt ein kleiner enger Gang der zu einem einzigen großen Raum führt. Dort ist heute ein kleiner Altar mit einer Marienfigur aufgestellt.

Anschließend laufen wir um die Außenmauern der Kathedrale herum um den Tradi „Cathedral of Saint Domnius“ zu finden und zu loggen. Die Kunst ist hier die richtige Gasse zu finden, die zu der kleinen Dose führt.

Da wir uns nun an der Ostseite des ehemaligen Palastes befinden, werfen wir noch schnell einen Blick auf das östliche Stadttor mit dem römischen Namen „Porta Orientalis“ oder dem heutigen „Silbernes Tor“.

 

Römische Legionäre

Es geht auf Mittag zu. Pünktlich um 12 Uhr gibt es eine kleine kostenlose Aufführung im Peristyl. Wenn euch das interessiert, solltet Ihr etwas früher an dem Platz sein, da er sich sehr schnell mit zuvielen Touristen füllt. Am besten seht Ihr in der Nähe des Abganges zu den Kellergewölben. Zunächst erscheinen römische Legionäre …

… und später der Kaiser mit seiner Gemahlin, der zu den vielen anwesenden auf Latein spricht.

Naja, um ehrlich zu sein, ist da jede Laienschauspieltruppe aus dem Saarland besser als die, die wir hier in Split gesehen haben. Das Ganze dauert eine knappe Viertelstunde.

 

Vor den Toren des Palastes

Danach suchen wir uns ein kleines Café und machen erst einmal eine größere Mittagspause. Danach schauen wir uns weiter die historische Altstadt an mit den vielen Plätzen und kleinen Gassen.

Wir verlassen die Altstadt durch das Goldene Tor. Davor befindet sich ein kleiner Park und der Tradi „Diocletian’s Palace„. Obwohl er gerade disabled ist, könne wir ihn gut finden.

Das „Goldene Tor“ hieß bei den Römern „Porta Septemtrionalis“, was soviel heißt, wie nördliches Tor. Also mit den Himmelsrichtungen haben „die“ sich schon mal ausgekannt.

Von den Tor laufen wir in einem weiteren großen Bogen durch die Altstadt zurück zu unserem Parkplatz. Insgesamt verbringen wir gute fünf Stunden in Split und die vergehen wie im Fluge. Auf unserer kompletten Balkanrundreise ist dies die größte (und für mich beeindruckenste) Altstadt. Geocaching wird hier zur Nebensache!

 

Omiš

Wir fahren weiter nach Omiš – von Split ist es eine gute Stunde mit dem Mietwagen. Die Altstadt von Omiš liegt pittoresk am Eingang einer Schlucht, die der Fluss Cetina durch die Felsen gegraben hat. Wir erreichen Omiš am Nachmittag, wo wir zunächst in unser Hotel einchecken.

Danach wollen wir Boot fahren …

 

Bootsfahrt

An der Brücke über die Cetina versuchen viele Bootsführer Touristen für eine Fahrt durch die Schlucht zu begeistern.

Wir schauen uns zunächst um und finden am Ende der Anlegestelle einen Bootsverleih. tower27 fragt den Verleiher, ob wir ein Boot auch ohne Steuermann mieten könnten, was hier geht. Wir bekommen unseren Außenbordmotor noch aufgetankt und dann erklärt uns der Verleiher die beste Route durch die Schlucht und bis zum Ausflugslokal. Und wir sollen auf die Untiefen aufpassen!

Wir fahren los. Zunächst ist der Fluss breit und die Fahrt durch die Schlucht ist recht einfach.

Nach einer knappen halben Stunde teilt sich der Fluss und wird flache. Wie wir es erklärt bekommen haben, nehmen wir den rechten Arm und sehen das Flussbett immer näher kommen – aber wir schaffen und meistern diese Stelle gut. Dann wird der Fluss wieder breiter und tiefer …

Nach einer knappen Stunde erreichen wir eine Anlegestelle. Ab hier kann man nicht mehr weiterfahren, da hinter der nächsten Biegung Stromschnellen kommen, die dieses Boot nicht schafft.

Wir machen unser Boot fest und uns anschließend auf die Suche nach dem Tradi „Cetina„, der in der Nähe vom Ausflugslokal liegt. Leider ist der kürzeste Weg vom Anleger zur Dose wegen eines Steilhanges und dichter Vegitation nicht machbar und so müssen wir ein paar Hundert Meter an einer Landstraße entlang laufen um uns ins Logbuch einzutragen.

Wieder zurück im Ausflugslokal belohnen wir uns mit eine großen kühlen Radler.

Danach fahren wir wieder eine knappe Stunde nun flussabwärts nach Omiš zurück. Bei der Einfahrt in den Ort liegt dieser schon in einem warmen Abendlicht.

Der Verleiher wartet schon am Ufer auf uns – ober er sich schon sorgen um sein Boot gemacht hat?

 

Nächtlicher Spaziergang

So eine Bootsfahrt, die macht hungrig. Wir folgen der Empfehlung unserer Vermieterin gehen in einem gemütlichen Restaurant in der Nähe essen. Danach drehen wir noch eine größere Runde durch den inzwischen schön beleuchteten Ort.

Zunächst steigen wir die vielen Treppen zu einer kleinen Festung hinauf. Dort suchen wir mit unseren Handytaschenlampen den Tradi „Mirabella Fortress„, den wir nach etwas Suchen und trotz recht ungenauen Koordinaten finden können. Anschließend spazieren wir durch die Altstadt und zum Stadttor.

Dann fällt uns auf der Karte noch der Tradi „Omiš – Land‘ s End“ ins Auge – er befindet sich am Hafen am Ende der langen Uferpromenade. Der Weg dorthin ist echt weit.

An der Spitze angekommen sind wir nicht alleine. Wir suchen und finden schließlich die Dose und erklären unseren Zuschauern, was wir dort gemacht haben. Ja, von diesem „Geocaching“ hätten sie schon mal was gehört und nun hätten sie ja mal auch einen gesehen.

Da es inzwischen schon recht spät geworden ist, spaziere wir zu unserem Hotel zurück. Von der Brücke über die Cetina mache ich noch eine letztes Foto von diesem schön beleuchten Omiš.

 

Hotelemfehlung für Omiš

Omiš ist nicht groß und hat nicht viele Hotel. Als wir ein halbes Jahr vor der Tour nach Hotels gesucht hatten, war die Auswahl nicht mehr groß. Letztendlich haben wir uns für das 3-Sterne-Hotel „Inn by the River“ (Provisionslink) entschieden. Es liegt in der Altstadt in der Nähe der Brücke über die Cetina. Hier der Blick vom Hotel zum Marktplatz.

Das Hotel hat keine Rezeption – nach Ankunft rufen wir eine Telefonnummer an und die Vermieterin kommt vorbei und zeigt uns alles. Sie ist sehr nett und gibt uns Tipps für Abendessen und Frühstück, welches im Hotel nicht angeboten wird. Das WLAN funktioniert einwandfrei und auf dem großen Parkplatz vor der Brücke können wir als Gast des Hotels kostenlos parken. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet, das Bad ist ausreichend groß und zum Glück ist eine Klimaanlage vorhanden.

 

Restaurantempfehlungen

Unsere Vermieterin hat uns für das Abendessen die „Konoba Joskan“ empfohlen und wir wurden nicht enttäuscht. Hier gibt es landestypische Speisen in einer guten Qualität. Wir haben Glük – obwohl wir nicht reserviert hatten, bekommen wir den letzten freien Tisch im Innenhof. Ich gönne mir einen Octopus-Salat – der ist der Hammer! Also wenn Ihr mal nach Omiš kommt, kann ich Euch dieses Restaurant nur ans Herz legen.

Da in unserem „Hotel“ kein Frühstück angeboten wird, folgen wir der Empfehlung unserer Vermieterin und spazieren zum „Hotel Plaža“ (Provisionslink), wo auch für externe Gäste ein Frühstücksbuffet angeboten wird. Die Auswahl ist dort sehr groß und der Preis geht in Ordnung.

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Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Mietwagen-Rundreise durch drei Länder auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Den Übersichtsartikel mit den Links zu den anderen Beiträgen findet Ihr unter „Geoaching & Sightseeing auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro“ .

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Wie hat Euch unser Besuch in Split und Omiš gefallen? Seid Ihr schon dort gewesen? Welche Caches oder welche Sightseeing-Spots hätten wir noch besuchen sollen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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