Mein Schatz, der liegt im Wald – Buchbesprechung

Vor einiger Zeit hat mit Heinz-Willi Lemgen angeschrieben und gefragt, ob ich nicht das Buch „Mein Schatz, der liegt im Wald“ mit seinen Geocaching-Geschichten hier im Blog vorstellen möchte. Natürlich habe ich zugesagt und das Buch saarzwerg zum Lesen gegeben.

Wir ihr das Buch gefallen hat könnt Ihr nun in dieser Buchbesprechung lesen …

 

 

Die Buchbesprechung von Saarzwerg

Saarfuchs wurde kürzlich von einem Geocacher kontaktiert, der ein Buch geschrieben hat und mit der Frage konfrontiert, ob er das Buch nicht lesen und besprechen wolle. Da Saarfuchs ja weiß, dass er mit mir eine Leseratte an der Hand hat, hat er zugesagt und ich durfte das Buch dann lesen.

Begonnen habe ich das Buch, das 140 Seiten umfasst, an einem Abend kurz vor dem Schlafengehen. Da der Anfang recht gut geschrieben ist, habe ich die Kapitel „Vorspann 1 – Ich muss verrückt sein!!!“ und „Vorspann 2 – „Geocaching“, was ist das denn?“ dann auch noch wirklich an diesem Abend begeistert gelesen und konnte mich nur aus Vernunftgründen – der nächste Tag war schließlich wieder ein Arbeitstag – von der Lektüre trennen. In den beiden Auftaktkapiteln konnte ich nämlich mich und so manch anderen Geocacher sowie die Wirkung die unsere Sprachtermini auf Muggel haben, mit Amüsement wiedererkennen.

Daher machte ich mich am Nachmittag des Folgetages voller Vorfreude daran die weiteren, eigentlichen Kapitel des Buches – 25 an der Zahl und jeweils als „Episode“ betitelt – zu lesen. Der Auftakt war nämlich stilistisch gut geschrieben und der Widmung, in der sich der Autor Heinz-Willi Lemgen bei „Martina und Michael“ bedankt, die ihn zu dem Buch animiert hätten, weil sie immer wieder sagten: „Schreib deine Erlebnisse doch mal in ein Buch, damit andere auch so viel Spaß haben wie wir“, konnte ich zu dem Zeitpunkt nur zustimmen: Ich erwartete Spass…

…doch leider wurde ich hier enttäuscht: Die Episoden reihen Erlebnisse aus dem Leben eines (Neu-)Cachers aneinander, der sich – und das macht ihn sympathisch – auch nicht scheut darüber zu schreiben, dass er bei einem Earth Cache die Dose vergeblich gesucht hat oder auch, dass er einen DNF sowie ein Needs Maintainance – Log bei einem Cache, der offensichtlich noch da war, abgesetzt hat. Das wäre soweit noch nett, zumal sich jeder Catcher beim Lesen an seine Anfangszeiten erinnern dürfte, aber: Mir fehlt der Spannungsbogen! Da werden Episoden getrennt mit der sinngemäßen Aussage, dass der Clou der Geschichte dann in der nächsten Episode folgt – nur: Für mich folgt dann kein Clou! Da wird ein Cacherpärchen beschrieben, ich zitiere: „Er war überall beliebt und pflegeleicht, sie war… erspart es mir, ihr werdet es gleich ja schon noch mitbekommen:“ (S: 91) und dann warte ich auf das Lustige, was ich mitbekommen soll und werde wieder enttäuscht, weil ich nur einen Cachetag geschildert bekomme, an dem der weibliche Part des Pärchen rumzickt, aber nicht so, wie es im Auftakt erwähnt wurde: „Immer, wenn ich diese Episode […] erzähle, […] wird herzhaft gelacht.“ (a.aO.), sondern so, dass ich denke: „Wie, und das war es jetzt?“ Ähnlich geht es mir bei der Cachesuche von Taba04, so der Cachername des Autors, nach Schneewittchen, die sich über zwei Episoden erstreckt und wo quasi alles schiefläuft, was schieflachen kann. Schließlich glaubt Taba04 dann , er hätte jetzt einen besseren Lauf, „aber irgendetwas musst ja noch folgen“ (S. 126): Daraufhin schildert er das, was gefolgt ist, so dass ich denke: „Oha, wie geht das jetzt aus?, nur um wieder enttäuscht zu werden, weil Heinz-Willi Lemgen lediglich feststellt: „Ich habe nie wieder etwas von dem Vorfall gehört.“ Aha, auch wieder nix – Spannungsbogen aufgebaut und … verpuffen lassen, schade!

Insgesamt kann man das Buch schnell runterlesen und am Ende findet sich ein Anhang, der für Muggels, die sich nicht gleich den Gründel kaufen wollen, ganz nett sein könnte, weil grundlegende Begrifflichkeiten des Geocaching erklärt werden, als Geocacher würde ich es mir aber nicht kaufen. Ob ich es einem meiner Muggelfreunde schenken würde, weiß ich auch nicht, denn: Ist es nicht gerade das Schöne, wenn man sie mit den eigenen Geocachingerlebnlssen zutexten kann?

 

Über das Buch

Mein Schatz, der liegt im Wald: 25 Episoden eines Geocachers
Heinz-Willi Lemgen
Taschenbuch: 146 Seiten
Verlag: Rediroma-Verlag (27. Juni 2019)
ISBN-13: 978-3961035960

 

Der Preis für das Buch

Das Buch gibt es bei Amazon als Paperback und als eBook für den Kindle. Aktuell kostet das Paperback 12,95€ und die Version für den Kindle 9,95€.

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Transparenzhinweis

Dieses Buch wurde mir als Paperback für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt und ich darf es anschließend behalten. Wer mich kennt, weiß, dass dies unsere Objektivität bei diesem Testbericht nicht beeinflusst. Die Besprechung beschreibt die ehrliche Meinung von saarzwerg zu dem Buch „Mein Schatz, der liegt im Wald“.

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Kennt Ihr dieses Buch schon? Wie ist Eure Meinung darüber? Wie immer freuen wir uns über Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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saarzwerg

Claudia (saarzwerg) betreibt Geocaching seit 2008. Hier im Blog ist sie als Redakteurin meist für die Rezensionen der Geocaching-Bücher zuständig.

Ein Kommentar:

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