Geocaching und Sightseeing im Krka-Nationalpark, in Šibenik und Trogir

Im zweiten Teil meiner Artikelserie über unsere Balkan-Rundreise berichte ich Euch heute von einem schönen Geocaching- und Sightseeingtag zunächst im Krka-Nationalpark. Am Nachmittag fahren wir nach Šibenik in die Altstadt.

Den Abend und die Nacht verbringen wir in Trogir, welches eine sehr schöne und gemütliche historische Altstadt besitzt. Kommt mit auf die virtuelle Reise durch diesen Teil von Kroatien!

 

 

Krka-Nationalpark

Von Zadar bis zum Nationalpark-Zentrum ist es mit dem Auto eine gute Stunde Fahrt. Wir verzichten auf die Autobahn und fahren über Landstraßen. So sehen wir etwas von Land und Leuten. Am Nationalparkzentrum ist ein großer Parkplatz, wo wir unseren Mietwagen abstellen. Der Nationalpark kostet bei unserem Besuch 200 Kuna, also umgerechnet knapp 30€ Eintritt pro Erwachsener. Darin enthalten ist auch die Busfahrt vom Parkplatz zu den Wasserfällen und zurück. Wir laufen jedoch über den Wanderweg nach unten. Unterwegs haben wir diesen schönen Ausblick auf den Fluss hinter den Wasserfällen.

Unten angekommen verschaffen wir uns zuerst einen Überblick auf einer Karte des Nationalparks. Praktisch, dass sich dort der Earthcache „Krka“ befindet. Wir beantworten die Fragen und fertigen schnell noch ein Beweisfoto von uns an.

Anschließend beginnen wir unsere Rundwanderung. Es ist heute wieder sehr sonnig und weit über 30°C. Zum Glück liegen die Stege, die über den weit verzweigten Fluß führen, überwiegend im Schatten.

Nach einem kurzen Spaziergang kommen wir zu einer ehemaligen Mühle, die zu einem kleinen Museum umgebaut wurde. Der Besuch ist kostet nichts extra.

Der Kellerraum wurde aus dem Fels geschlagen. In den Raum wird Wasser vom Fluss geleitet. Ich nehme an, dass dieser Raum als Brunnen genutzt wurde.

In einem anderen Raum können wir die großen Mühlsteine bewundern.

In einem weiteren Raum befindet sich eine Ausstellung, die die Geschichte der Wasserfälle darstellt. Dort erfahren wir, das Nicolas Tesla hier ein Wasserkraftwerk im Jahr 1895 gebaut hat. Es war das erste Wasserkraftwerk in Europa.

Der Rundwanderweg gefällt mir gut. Die Stege führen uns durch die Flusslandschaft. Die Vegetation ist recht dicht – wir können nicht weit schauen. Gerade das mach die Wanderung so abwechselungsreich. Wir kommen zu einer Abzweigung und verlassen die Stege in Richtung eines Aussichtspunkts. Dort suchen wir den Tradi „HE-LI-WATERFALLS„, der in unmittelbarer Nähe versteckt wurde. Wir müssen auf die vielen Muggels achten und greifen im richtigen Moment zu! Anschließend genießen wir noch etwas die tolle Aussicht die Wasserfälle, die sich hier in vielen Farben präsentieren.

Wir wandern weiter. Ab und zu hören wir Frösche. Wir schauen mal genauer hin und entdecken dieses wirklich gut getarnte Pärchen.

Etwas weiter wird es richtig laut: Ein Frosch beweist, was für eine Lautstärke in ihm steckt.

Wir kommen an den nächsten Aussichtspunkt. Hier sehen wir den größten Wasserfall mit der Brücke über den Fluss. Die wird unser Rückweg sein. Rechts davor können wir eine Badezone sehen. Da es heute wieder sehr heiß ist, sind viele Leute im Wasser. Baden ist bei den Wasserfällen nur in dieser ausgewiesenen Zone erlaubt.

Der Rundweg verläuft nun steil den Berg hinunter und kurz bevor wir den Fluss erreichen, kommen wir an diesem Wasserfall vorbei, der von einigen Besuchern zur Abkühlung genutzt wird.

Nur ein paar Schritte weiter ist die Badezone am Wasserfall. Der Badebereich ist mit einer Markierung versehen. In die Nähe der Wasserfälle dürft Ihr nicht schwimmen.

Neben der Badezone ist ein großer Biergarten mit einem Restaurant und einigen Ständen, die verschiedene Imbissgerichte verkaufen. Wir nehmen Platz und bestellen ein eiskaltes Radler – ideal bei diesem Wetter! Nach dieser Pause laufen wir über die Brücke. Ich muss etwas warten, bis die Touristen vor mir Ihre Selfies geschossen haben um die Wasserfälle ganz nah fotografieren zu können.

Von dort geht es nun an der anderen Seite des Flusses wieder den Berg hinauf zu einer großen Aussichtsterrasse. Von dort können wir noch einmal die vielen einzelnen Wasserfälle sehen.

Wir laufen wieder an der ehemaligen Mühle vorbei und kommen zu der Haltestelle, an der die Busse zum Nationalparkzentrum abfahren. Er dauert eine knappe Viertelstunde bis der Bus kommt, der uns den hinauf zu unserem Parkplatz bringt. Bergauf hätte ich diesen Weg bei dieser Hitze nicht wieder laufen mögen.

 

Šibenik

Wir fahren Richtung Šibenik und hoffen unterwegs einen schattigen Picknickplatz zu finden. Es gelingt uns jedoch nicht! In Šibenik angekommen parken wir am Hafen und suchen uns dort ein schattiges Plätzchen und einem Baum und essen unser Picknick. Vom Parkplatz ist es nicht weit bis in die Altstadt. Wir laufen durch die pralle Sonne am Ufer entlang.

In den engen Gassen der historischen Altstadt ist es zum Glück schattig und nicht mehr so heiß. Es gibt viel zu entdecken, wie zum Beispiel dieses alte Steingeländer.

Unser erstes Ziel ist die Kathedrale. Leider habe ich Pech – dort wird gerade eine riesige Tribüne aufgebaut, was den schönen Platz doch ziemlich entstellt.

Wir laufen um die Kirche herum. An der Vorderseite ist von den Aufbauarbeiten zum Glück nicht mehr viel zu sehen.

An der Kathedrale befindet sich der Earthcache „Limestone of St. Jacob„. Interessant finde ich, dass hier genau die gleichen Fragen wie an der Kathedrale in Zadar gestellt werden und auch der Owner ist der selbe!

Nun spazieren wir den Berg hinauf in Richtung der Festung. Es macht uns Spaß die historische Altstadt zu „erforschen“. Es gibt viele verwinkelte Gassen, viele Treppen und einige Torbögen.

Unterwegs kommen wir am Tradi „Gospina spilja“ vorbei, den wir dank des Spoiler-Bildes schnell finden können. Eigentlich wollten wir ja zur Festung – wir kommen jedoch an einem ehemaligen Klosterkräutergarten vorbei und dieser hat ein kleines Café im Innenhof. Dort gönnen wir uns wieder ein eiskaltes Radler. Irgendwie könnte ich ich an dieses „Zeug“ gewöhnen.

Nach einer ausgedehnten Pause im Schatten wollen wir nicht mehr bis zur Festung hinauf laufen und beschließen weiter nach Trogir zu fahren. Also machen wir uns auf den Rückweg zum Auto. In einem großen Bogen laufen wir durch die Altstadt, die wir wieder an der selben Stelle verlassen.

Dann laufen wir wieder bei den Schiffen am Hafen entlang bis zu unserem Auto und fahren nach Trogir. Schön war es in Šibenik …

 

Trogir

Von Šibenik nach Trogir ist es eine Fahrt von einer Stunde über die Landstrasse. Das letzte Stück führt über einen Hügel hinunter zum Meer mit der Stadt. Leider ist die einzige Parkbucht schon besetzt und so muss ich auf ein Foto des tollen Ausblicks auf Trogir verzichten. Vielleicht habt Ihr ja mal mehr Glück?

Wir checken im Hotel ein und sind begeistert von dem tollen Service dort. Mehr dazu in meiner Hotelempfehlung. Am frühen Abend spazieren wir vom Hotel zu Fuß in die Altstadt …

 

Am Wasser entlang zum Hafen

Vom Hotel ist es nicht weit bis in die Altstadt, die auf einer kleinen Insel liegt. Eine Fußgängerbrücke bringt uns über das Wasser. Ich nehme an, dass die Altstadtinsel künstlich ist und vom „Festland“ durch einen Kanal abgetrennt wurde. Das machte die Verteidigung einfacher. Aus dieser Zeit stammt noch ein Wachturm, der aber – als wir vorbei kommen – leider schon geschlossen ist.

Wir laufen um den westlichen Zipfel der „Altstadtinsel“. Dort befindet sich eine kleine Burg, die gegen Eintritt besichtigt werden kann.

Wir verzichten auf den Besuch und suchen stattdessen lieber den Tradi „Kamerlengo Castle„, den wir gut und schnell finden können. Anschließend laufen wir auf der Südseite der Insel an der großen Uferpromenade entlang. Dort versucht ein Straßenkünstler mit Musik ein paar Euro zu verdienen. An der Promenade haben zwei große Segler festgemacht. Diese Boote bieten als kleine „Hotelschiffe“ Rundfahrten in der Region an.

An der Promenade ist viel los – es gibt viele restaurants und Bars, die hier ihre Speisen und Getränke mit Meerblick anbieten.

Auch wir bekommen langsam Hunger und wollen uns etwas in der Altstadt suchen.

 

Hinein in die Altstadt

Diese betreten wir durch das historische Stadttor. Eigentlich ein recht kleiner Eingang – auf der anderen Seite sind die Gassen aber auch nicht breiter!

Um den Marktplatz reiht sich eine große Kirche und dieser tolle Uhrenturm. Überall gibt es kleine Restaurants mit Tischen rund um den Platz. Aber irgendwie haben wir noch kein Restaurant gefunden, welches uns zusagt.

In der Nähe gibt es noch einen Geocache: vor dem Essen wollen wir noch schnell den Tradi „Cathedral of St. Lawrence“ suchen. Er befindet sich in einem kleinen Park hinter der Kirche.

Anschließend bemühen wir Tripadvisor und werden fündig. Davon erzähle ich Euch im Restauranttipp.

 

Spaziergang durch das nächtliche Trogir

Nach dem Essen drehen wir noch eine größere Runde durch die historische Altstadt, die um diese Zeit toll beleuchtet ist und daher eine besondere Atmosphäre hat.

Die meisten Gassen sind um diese Zeit fast leer – es ist einfach ein paar Fotos ohne Touristen zu machen.

Nach der Runde durch die Altstadt werfen wir auch noch einen Blick auf die Uferpromenade. Dort ist noch mehr los.

Über der Altstadt scheint der Mond und ich kann dieses Foto machen. Mir gefällt der Kontrast aus dem warmen Licht der Gebäude und dem kalten Mondlicht.

Langsam wird es Zeit ins Hotel zurückzulaufen. Morgen steht der Besuch von Split und die Übernachtung in Omiš auf unserem Programm – aber das ist eine andere Geschichte …

 

Hotel-Tipp für Trogir

Mit unserem Hotel in Trogir hatten wir richtig Glück – es war mit Sicherheits eins der besten Hotels der ganzen Tour. Für die eine Nacht haben wir Zimmer im Hotel Bellevue Trogir (Provisionslink) gebucht. Das Hotel hat eigene kostenlose Parkplätze. Bei Ankunft bekommen wir unsere Zimmer gezeigt und den Hinweis, dass wir auch später einchecken können – wir dürften uns gerne zuerst etwas ausruhen. Von unserem Zimmer haben wir diesen Blick auf die Altstadt von Trogir.

Nach dem Einchecken bekommen wir (kostenlos!) diesen Begrüßungssnack: Tomaten, Oliven, Käse und einen klasse Schinken und ein Getränk dazu. So gestärkt macht die Erkundung der Altstadt doppelt Spaß!

Am nächsten Morgen gibt es ein wirklich tolles Frühstücksbuffet im Restaurant im obersten Stock mit Ausblick auf die Stadt. Bei Abfahrt bekommen wir ein Lunchparket in die Handgedrückt. Wie gesagt alles im Zimmerpreis einbegriffen. Ich kann das Hotel mit diesem tollen Service nur empfehlen!

 

Restaurant-Tipp für Trogir

Bei Tripadvisor fällt uns die Konoba Idro ins Auge. Eine Konoba ist ein „kleines“ kroatisches Kellerrestaurant mit „Hausmannskost“. Wir finden einen gemütlichen Platz im Innenhof.

Die Gerichte, die wir bestellt haben waren alle einwandfrei und sehr lecker. Hier wird auf hohem Niveau gekocht. Die Preise sind nicht günstig, aber dennoch fair. Uns hat es dort sehr gut gefallen.

** ** ** ** **

Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Mietwagen-Rundreise durch drei Länder auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Den Übersichtsartikel mit den Links zu den anderen Beiträgen findet Ihr unter „Geoaching & Sightseeing auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro“ .

** ** ** ** ** **

Wie hat Euch unser Besuch im Krka-Nationalpark, in Šibenik und Trogir gefallen? Wäre das auch etwas für Euch? Welche Caches oder welche Sightseeing-Spots hätten wir noch besuchen sollen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.