Dez 082016
 

Wir landen in Phnom Penh und erreichen damit das dritte Land auf unserer großen Indochina-Reise: Kambodscha. Heute berichte ich von unserem Besuch in der Hauptstadt. Dort werden wir Sightseeing betreiben und einen Geocache einsammeln.

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Anschließend fahren wir mit dem Bus über Land nach Siem Reap. Unterwegs schauen wir uns auf einem Markt um, wo Vogelspinnen frittiert zum Verkauf angeboten werden …

 

 

Der Königspalast

Wir beginnen unsere Sightseeing-Tour durch Phnom Penh mit einem Besuch des Königspalastes. Kambodscha ist eine Wahlmonarchie – seit 2004 ist König Norodom Sihamoni Staatsoberhaupt von Kambodscha.

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Da wir uns in einer geführten Gruppe befinden, dürfen wir an der Schlange am Ticketschalter vorbei gehen und gelangen schnell in den wirklich schön angelegten Park, der von hohen Mauern umschlossen ist. Der Park ist sehr gepflegt – die Pflanzen zum Teil in eine interessante Form geschnitten.

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Wir spazieren durch den Park bis zu einem großen Gebäude mit einem Turm auf dem Dach.

 

Die Thronhalle

Dieses besonders prunkvoll verzierte Gebäude ist die Thronhalle. Der König ist heute nicht anwesend. Da im Inneren das Fotografieren verboten ist, mache ich mir nicht die Mühe meine Schuhe auszuziehen. Auch von außen kann ich das Innere der Halle durch die vielen Fenster bewundern.

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Die Thronhalle wird heute noch zu offiziellen Anlässen benutzt: Amtshandlungen, diplomatischen Tagungen und königlichen Hochzeiten.

Auf der der Straße zugewandten Seite der Thronhalle befindet sich in der Mauer ein großes Eingangstor, welches verschlossen ist. Von unserem Reiseführer erfahren wir, dass dies der Königseingang ist.

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An den Treppen zur Thronhalle herrscht reger Verkehr. Das Wetter ist gut – heute sind viele Touristen unterwegs. Darunter auch einige Mönche.

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Rund um die Thronhalle gibt es im Park einige weitere kleinere Gebäude. Besonders die verschiedenen Dachformen und Verzierungen finde ich sehr gelungen.

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Vor dem einen Pavillon fällt mir eine große Pflanze auf – eine Art Palme? Ich nenne sie mal Fächerpalme. Wenn jemand von Euch eine Idee hat, wie das “Ding” richtig heißt, würde ich mich über einen kleinen Hinweis freuen!

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Egal, wie sie nun heißt, ich finde sie sehr fotogen und fotografiere sie gerne!

 

Die Silberpagode

Hinter der Palme ist ein von einer weiteren Mauer umzäunter Bereich, der an der uns zugewandten Seite einen Durchgang hat. Dahinter befindet sich eine religiös genutzte Fläche, die wieder parkähnlich hergerichtet ist. Im Mittelpunkt steht die prunkvolle Silberpagode, ein Tempel, in dem Buddha verehrt wird. Auch hier ist im Inneren das Fotografieren verboten.

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Diesem abgetrennten religiösen Bereich kann der König nutzen, um sich mit dem Mönchen zu unterhalten.

Vor der Silberpagode ist ein Modell von Angkor Wat aufgebaut. Diese Tempelanlagen werden wir am Ende unserer Reise auch noch besichtigen. Darauf freue ich mich schon sehr. Gerade, als ich diese Foto mache, scheint sich auch ein Mönch für das Modell zu interessieren.

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Ich spaziere um die Pagode herum und suche einen Platz, wo ich mit meinem Objektiv möglichst den kompletten Tempel ablichten kann. Nach einigem Suchen und Probieren finde ich so eine Stelle und habe sogar noch das Glück das Foto ohne nervige Touristen darauf machen zu können.

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Neben dem Tempel  gibt es noch einige größere und kleinere Gebäude. Eines wird als Bibliothek genutzt. Auch einige Stupas sind vorhanden.

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Zwischen den Gebäuden und der umgebenden Mauer gibt es ein paar hohe und zum Glück Schatten spendende Bäume. Mittlerweile ist es in der Sonne wieder sehr heiß geworden. Ende November haben wir Temperaturen über 30°.

 

Wat Phnom

Nachdem wir den Königspalast verlassen haben, fahren wir mit unserem Reisebus zu dem Hügel, auf dem die Stadt Phnom Penh gegründet wurde.

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Auf dem Hügel befinden sich heute ein Tempel und eine große Stupa. Eine große Treppe, die von zwei Nagas eingerahmt wird, führt nach oben zum Tempel.

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Die Naga ist eine Schlangengottheit oder ein Schlangenwesen mit mehreren (meist sieben) Köpfen. In Indochina habe ich sie oft als Einfassungen von Treppen gesehen. Oben angekommen stellen wir fest, dass auch dieser Ort von vielen Touristen besucht wird. Es ist richtig voll hier oben.

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Wir gehen in den Tempel. Hier darf ich auch das Innere fotografieren. In der Mitte des Tempels befindet sich ein goldener Buddha. Von den Einheimischen wird der Tempel zum Beten genutzt. Wir passen auf, dass wir nicht stören …

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Ich schaue mich rund um den Tempel etwas um. Ein einer Ecke entdecke ich diese kleinen Welpen. Wie alt diese putzigen Kerlchen wohl erst sind?

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Langsam geht die Sonne unter. Es wird Zeit zu unserem Reisebus zurückzugehen und ins Hotel zu fahren. Wir bekommen den Hinweis, dass wir uns in Phnom Penh nicht alleine nach Sonnenuntergang aufhalten sollen.

 

Durch die Stadt

Am nächsten Morgen fahren wir vom Hotel zum Nationalmuseum. Dabei machen wir einen Umweg durch verschiedene Teile der Stadt. So kommen wir auch an diesem modernen Regierungsgebäude vorbei.

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Etwas weiter befindet sich dieses Denkmal von zwei goldenen Hirschen.

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Ein weiteres interessantes Gebäude ist der Zentralmarkt, der von außen mit seiner großen Kuppel in der Mitte recht futuristisch ausschaut.

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Natürlich dürfen auch Bilder vom aktuellen König nicht fehlen.

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Man findet sie an einigen Stellen in der Stadt.

 

Der Morgen am Fluss

Endlich dürfen wir an diesem Morgen aus dem Reisebus aussteigen und etwas laufen. Wir werden zwischen Königspalast und dem Fluss herausgelassen. An der Pagode entdecke ich wieder ein Bild des Königs, welches reich mit Blumen verziert ist.

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Von dort spazieren wir hinüber zum Fluss. Hier vereinigt sich der Tonle Sap mit dem Mekong.

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Einmal im Jahr in Juni kehrt der Tonle Sap seine Fließrichtung um, wenn der Mekong, bedingt durch Schmelzwasser, in den Tonle Sap hineindrängt. Normalerweise findet dann ein großes Wasserfest (khmer: Bon Om Touk) statt. Im Jahr 2015 wurde es jedoch wegen der Sicherheitslage abgesagt.

Bei unserem Besuch in Phnom Penh gibt es dort den Earthcache “A River Flows Backward“, der sich mit diesem Thema beschäftigt, noch nicht.

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Wir gehen wieder zurück auf die Grünfläche vor den Königspalast und spazieren weiter zum National-Museum.

 

Das National-Museum

Den Rest des Morgens verbringen wir im Nationalmuseum – einem der touristischen Highlights in Phnom Penh.

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Für mich ebenfalls ein Highlight, da sich dort der einzige Geocache befindet, den ich in Phnom Penh – mangels Freizeit – gut erreichen kann. Der Tradi “‘ticket office’” befindet sich an einem Eingangstor zum National-Museum.

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Es ist zwar nur ein Nano – aber er ist auffindbar und unser erster Geocache in Kambodscha! Nachdem “das” erledigt ist, kann ich mich auch auf das Museum einlassen.

Das Gebäude ist einer Tempelanlage nachempfunden. Es hat einen sehr schönen Innenhof mit kleinen Teichen und einer Buddhafigur in der Mitte.

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In der Ausstellung gibt es sehr viele Figuren und Reliefe aus der Khmer-Zeit.

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Wie zum Beispiel diesen Buddha, der in einem der vielen Tempel in Angkor Wat gefunden wurde. Ich kann es kaum noch erwarten mir diese riesigen Tempelanlagen im Urwald selbst anzuschauen. Aber bis zum nächsten Tag muss ich mich noch gedulden!

 

Wie schmecken Spinnen?

Nach unserem Besuch im National-Museum geht es wieder in den Reisebus. Nun steht die 320 Kilometer lange Fahrt nach Siem Reap an. Unterwegs halten wir an einem großem Markt bei Skun.

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Die Menschen in dieser Region gelten als sehr gesund. Das mag an ihren Essgewohnheiten liegen: Sie essen Insekten und Spinnen. So wie es bei uns die Rostwurst an einer Bude zu kaufen gibt – so gibt es auf diesem Markt viele Verkaufsstände mit allerlei frittiertem Essen.

Hier ein paar Käfer …

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… oder die bekannte Spezialität dieser Region: frittierte Vogelspinne.

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Ein paar mutige aus unserer Reisegruppe probieren mal eine Spinne: Nach ihren Aussagen erinnert das am entferntesten an Hühnchen – die Beine sind “knusprig”.

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Nun ja – ich bin zwar fremden Essen nicht abgeneigt – aber ich gebe zu – hier habe ich mich nicht getraut! Wäre das was für Euch gewesen?

 

Unterwegs nach Siem Reap

Nach einer guten Stunde auf dem Markt setzen wir unsere Reise fort. Die Straße ist hier sehr staubig, was zur Folge hat, dass es die Häuser am Straßenrand auch sind.

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Hier möchte ich nicht wohnen!

Es wird wieder Zeit für eine Pause. Wir halten an einem Rastplatz an einem großen See, der am Ufer mit unzähligen Seerosen bedeckt ist.

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Am Übergang zum Schilf entdecke ich was “Buntes” – einige der Seerosen scheinen schon oder noch zu blühen. Wie schaut das wohl hier aus, wenn der ganze Teich in Blüte steht?

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Nach der Pause fahren wir weiter. Einige Zeit später halten wir an einem kleinen Dorf. Hier werden geröstete Reisflocken hergestellt. Dazu werden die Reiskörner zunächst in einer primitive Holzmaschine platt geklopft.

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Danach sieht der Reis wie Flocken aus.

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Anschließend werden sie geröstet und den Vorbeifahrenden zum Kauf angeboten.

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Und wieder geht es in den Bus. Wir fahren auf dieser staubigen Straße weiter und erreichen bald unseren letzten Stopp, etwa 60 Kilometer vor Siem Reap: eine 1000 Jahre alte Brücke, deren Geländer von zwei Nagas gebildet wird. Die Kompong Krei Brücke war früher unter ihrem Orginalnamen “Spean Preah Toeus” bekannt.

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Da unser Bus nicht über die Brücke fahren darf, dürfen wir aussteigen. Die Brücke ist aus massivem Stein stabil gebaut, 86 Meter lang und 16 Meter breit. Mit ihren 21 Pfeilern und den Bögen dazwischen überdauerte sie so die Jahrhunderte und die Kriege …

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Unser Reisebus wartet schon auf der anderen Seite zum Einsteigen. Nun geht’s auf direktem Wege zu unserem Hotel in Siem Reap, von wo aus wir die nächsten Tage das riesige Tempel-Areal von Angkor Wat besichtigen werden. Aber diese Geschichte erzähle ich Euch ein anderes Mal …

 

Mein Fazit

Kambodscha ist ein kleines Land mit einer sehr beeindruckenden Geschichte. Unser Besuch in der Hauptstadt Phnom Penh hat mir sehr gut gefallen. Laut unserem Reiseführer sollte man sich jedoch nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine draußen bewegen. Die Stadt hat touristisch sehr viel zu bieten. Am besten hat mir das Areal rund um den Königspalast mit der Thronhalle und der Silberpagode gefallen.

Leider gibt es nicht sehr viele Geocaches in der Stadt. Für Touristen gut zu erreichen ist nur der Earthcache am Fluß und der Nano am National-Museum. Mal schauen – vielleicht werden in den kommenden Jahren ja noch ein paar Dosen dazu kommen?

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Falls Ihr gerne noch ein paar mehr Bilder von unserer Tour durch Phnom Penh und der Busfahrt nach Siem Reap sehen möchtet, so werft doch einen Blick in mein Webalbum von dieser Tour.

Wie hat Euch diese Tour gefallen? Wäre ein Besuch von Kambodscha auch was für Euch? Hättet Ihr die frittierten Spinnen probiert? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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  Eine Antwort zu “Geocaching in Kambodscha: Phnom Penh und der Weg nach Siem Reap”

  1.  

    Also ich kann Kambodscha auch nur empfehlen, war zwar nur in Sieam Reap, aber habe v.a durchs Geocaching durchaus Tempel besucht, welche ich ohne Hobby nicht gesehen hätte! Für mich eine tolle Erinnerung!

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