Mai 092016
 

Vor einiger Zeit ist mir ein T5-Cache am Luitpoldturm im Pfälzerwald aufgefallen. Im Listing war zu lesen, dass das Abseilen vom Besitzer erlaubt wurde…

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Am letzten Wochenende war es dann endlich soweit – zusammen mit tower27 und dem saarzwerg bin ich hin zu diesem besonderen T5er!

Im Pfälzerwald auf dem Weißenberg steht der Luitpoldturm, der vom gleichnamigen Verein betrieben wird. Von den Ownern “Die Huber Buam“, die aus Nordrhein-Westfalen stammen, wurde dort im Februar 2015 der Multicache “Luitpoldturm” gelegt.

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Um die Finaldose finden zu können, müssen vier Zahlen an der Außenwand des Turmes gesucht und gefunden werden.

Doch bevor wir die Suche beginnen können, müssen tower27, saarzwerg und ich uns die vielen Stufen zur Aussichtsplattform hinauf quälen. Naja – so schlimm ist das nun auch nicht.

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Oben angekommen genießen wir zunächst die tolle Aussicht. Bei schönen Wetter – so wie heute – sieht man so richtig weit. Sogar der Funkturm von “Funkloch 2” ist von hier oben gut zu erkennen.

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Oben treffen wir auf Daniel – einen der Owner dieses Multicaches. Wir hatten im Vorfeld einen netten Mailkontakt und da er gerade in der Gegend war, hat er spontan vorgeschlagen sich mit uns zu treffen.

Übrigens, wenn Ihr schon mal hier oben seid, könnt Ihr noch die benötigten Informationen des Multis “Luitpodolski” in Erfahrung bringen, dessen Final ihr auf der Rückfahrt ebenfalls leicht heben könnt.

Daniel zeigt uns den Weg, den wir nach unten nehmen sollen!

Dazu bauen wir unser Seil am zentralen Pfeiler der Wendeltreppe ein. Da der Turm eine Höhe von knapp über 30 Metern hat, legen wir zwei Einfachseile als Doppelstrang. Damit erreichen wir ohne Probleme den Boden (meinen wir!).

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An einer Bandschlinge gesichert überklettere ich das Geländer.

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Um den Turm verläuft hier oben ein kleiner Sims, auf dem ich gut stehen kann. So kann ich bequem meinen Abseilachter ins Seil einbauen und die Hintersicherung mit dem Prusik anbringen.

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Nun geht’s los – dieses Mal muss ich langsam abseilen – ich will ja keine der Zahlen übersehen. Entlang der Turmwand werde ich vier Mal fündig. Alle Zahlen sind da und in einem sehr gut lesbaren Zustand.

Jede gefundene Zahl brülle ich nach oben zu den anderen, die schon die Finalkoordinaten des Multis ausrechnen können.

Ich seile weiter ab nach unten. Etwa fünf Meter über dem Boden verläuft ein ca. 25 cm breiter Sims um den Turm. Dort mache ich eine kleine Pause, da ich feststellen muss, dass eines der beiden Seile vom Wind um den Turm geweht wurde und nicht auf dem Boden auffliegt.

Leider kann ich das Seilende auch nicht zu mir heranziehen – es ist blockiert!

Was nun tun? Naja – zunächst mal einen Überblick verschaffen! Auf dem Sims balanciere ich langsam bis zur Ecke – von dort kann ich auf das darunterliegende Blechdach schauen: Das Seil hat sich an der Befestigung des Lawinenschutzes verfangen.

Hilft alles nichts – ich muss irgendwie m die Ecke des Turmes, um das Seilende zu lösen. An dieser Stelle habe ich schon ziemlich Seilzug … dennoch gelingt es mir gerade so auf dem Sims um die Ecke zu gehen und das Seil mit ein paar geschickten Bewegungen zu lösen.

Nachdem ich mein Seil wieder befreit habe, gehe ich über das Dach zur Vorderseite des Luitpoldturms und lasse mich wieder ins Seil rutschen… nun kann ich endlich auf den Boden abseilen.

Dann ist tower27 an der Reihe…

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Nachdem er sich ins Seil eingebaut hat, kann nun erden Abseiler voll genießen – er muss keine Zahlen mehr suchen.

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Natürlich will ich auch noch mal… also wieder die vielen Stufen des Luitpoldturms nach oben – man, das schlaucht ganz schön!

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Da ich keine Lust mehr habe, noch einmal über die Treppen hier hoch zu laufen, nehme ich nun alles an Material in meinem Rucksack mit, so dass saarzwerg nur noch die Seile nach unten werfen und die Bandschlingen und Karabiner des Haltepunktes mitbringen muss.

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Wieder baue ich in aller Ruhe mein Abseilgerät ins Seil ein…

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… und freue mich auf den Weg nach unten. Ich glaube, dieser Blick spricht Bände, oder?!

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Unten angekommen warte ich auf tower27, der auch die Abseilstrecke gewählt hat. Daniel und saarzwerg nehmen die Treppe…

Der Final ist schnell gefunden – eine richtig schön große Munitionsbox – so macht mir Geocaching Spaß!

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Zusammen mit Daniel laufen wir zurück zum Parkplatz, wo wir noch ein Foto mit ihm machen dürfen.

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Unterwegs erzählt er uns, wie es zu diesem Cache gekommen ist, wie sie von dem Vorsitzenden die Genehmigung zu diesem Cache erhalten haben und wie der Reviewer bei dem Verein nachgefragt und sich überzeugt hat, dass hier alles seine Richtigkeit hat.

Wow – selten habe ich so viel Spaß bei einem T5-Cache gehabt. Ich kann den Luitpoldturm nur jedem T5-begeisterten Geocacher empfehlen. Natürlich ist Voraussetzung die Abseiltechnik sicher zu beherrschen. Als T5-Anfänger sollte man vom Luitpoldturm die Finger lassen…

Falls Ihr dann noch eine Leiter im Kofferraum liegen habt, so empfehle ich Euch noch diesen T5-Tradi auf dem Rückweg zu machen.

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Er trägt den passenden Namen “Fels in der Brandung?“.

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Sobald ich dazu komme, werde ich noch ein kleines Video über unseren Abseilspaß veröffentlichen.

Nun seid Ihr an der Reihe: Was sind derzeit Eure T5-Nicht-Baum-Lieblingscaches? Über Eure Empfehlungen in den Kommentaren dieses Beitrags würde ich mich freuen!

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  2 Antworten zu “T5: Abseilspaß am Luitpoldturm”

  1.  

    Das sieht sehr verlockend aus. Mal auf die “möchte ich gerne noch machen”-Liste packen :-)

  2.  

    Kurzzusammenfassung auch von mir: schön war’s. Ein echt toller Cache an einer außergewöhnlichen Stelle.

    Thomas (aka tower27)

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