Apr 272015
 

Im fünften Artikel meiner Irland-Serie stelle ich Euch einige interessante Stellen rund um Cashel vor. Anfangen werden wir mit einem Besuch in der Höhle von Mitchelstown. Danach besuchen wir den berühmten Rock of Cashel und die verlassenen Ruinen der Hore Abbey in der Nähe. Zum Abschluss machen wir noch eine Nachtwanderung um den Felsen und verabschieden uns von diesem ehemaligen Kloster von einem weiteren Fotospot aus.

Rock of Cashel - der Bilderbuch-Blick

Natürlich haben wir auch einige Geocaches auf dieser Tour geloggt…


 

Die Höhle von Mitchelstown

In Irland gibt es einige Höhlen, die touristisch erschlossen sind und besichtigt werden können. Bei meiner Planung dieser Irland-Tour ist mir in unserem Reiseführer aufgefallen, dass es in der Nähe von Cashel eine Höhle gibt, die soweit als möglich naturbelassen wurde: die Höhle von Mitchelstown.

Unmittelbar vor dem Eingang liegt sogar ein Tradi: der “Mitchelstown Cave Cache“, den wir gut und gerne gefunden haben.

Die Höhle von Mitchelstown - Wegweiser

Um die Höhle besichtigen zu dürfen, muss man sich einer Führung anschließen. Die Höhle hat eine eigene Webseite mit weiteren Informationen in Englisch. Der Besuch kostet uns pro Erwachsenem 9 Euro Eintritt.

Vor dem Eingang der Höhle gibt es einen kleinen Platz mit einer tollen Aussicht auf die umliegenden Hügel. Dort warten wir auf den Beginn der Führung.

Die Höhle von Mitchelstown - Blick auf die schneebedeckten Hügel

In der Höhle selbst ist das Fotografieren verboten. Ich habe jedoch Glück – wir sind eine kleine Gruppe und so erlaubt uns die Führerin auf dem Rückweg Fotos zu machen.

Hier ein paar Impressionen aus der Höhle:

Die Höhle von Mitchelstown - In der Höhle mit einem großen Stalagmiten

Die Höhle von Mitchelstown - In der Höhle

Die Höhle von Mitchelstown - Eine große Kammer in der Höhle

Die Höhle von Mitchelstown - ein enger Gang

saarzwerg und mir hat diese Höhle richtig gut gefallen. Da wir früh im Jahr hier waren, wurden wir in einer kleinen Gruppe durch die Gänge und Kammern geführt. Unsere Führung war in Englisch und wir haben viel über die Geschichte dieser Höhle erfahren dürfen.

 

Der Rock of Cashel

Dieser ehemalige Bischofssitz aus dem fünften Jahrhundert ist ein einzigartiges Monument irischer Geschichte und seine Bilder sind in so ziemlich allen Reiseführern über Irland zu finden. Daher wollen saarzwerg und ich diesen historischen Platz auf unserer Irlandreise besuchen.

Von Mitchelstown bis Cashel sind es etwa 20 Kilometer zu fahren. Am frühen Nachmittag erreichen wir das kleine Städtchen Cashel am Fuß des 65 Meter hohen Hügels. Zunächst fahren wir einmal um den Hügel mit dem verfallenen Kloster herum.

Rock of Cashel - von der Hore Abbey aus gesehen

Auf seiner Rückseite finden wir eine kleine Parkbucht bei einer Schafsherde. Die haben sehr niedlichen Nachwuchs.

Rock of Cashel - Schafe

Von der Parkbucht habe ich einen Bilderbuch-Blick auf den Rock of Cashel und ich mache ein paar Fotos…

Rock of Cashel - Blick aus der Parkbucht

Zum Übernachten in Cashel habe ich uns ein kleines gemütliches B&B am Fuße des Felsens gebucht. Dort stellen wir den Wagen ab und melden uns an. Danach spazieren wir in nur wenigen Minuten vom B&B zum Eingang des Rock of Cashel. Wir haben Glück – weil der Rock of Cashel heute nur noch eine gute Stunde offen hat, bekommen wir den Gruppeneintrittspreis.

Ohne Eile schauen wir uns in dem ehemaligen Kloster und Bischofssitz um. Hier einige Impressionen von unserer Besichtigung:

Rock of Cashel - Vor der Kathedrale

Rock of Cashel - Irisches Hochkreuz

Rock of Cashel - In der Kathedrale

Rock of Cashel - Blick auf den Roundtower

Rock of Cashel - das irische Kleeblatt

Rock of Cashel - der Friedhof hinter der Kathedrale

Rock of Cashel - irische Hochkreuze

Gegen Ende unseres Besuchs machen wir noch einen kleinen Abstecher in die Ausstellung, die im Bischofspalast untergebracht ist. In diesem Raum ist unschwer erkennbar, wo der Bischof gesessen hat! Bescheidenheit war damals noch nicht so üblich im hohen Klerus.

Rock of Cashel - Im Bischofspalast

Wir sind die Letzten, die den Rock of Cashel an diesem Tag verlassen – nach uns sperrt die Kassiererin die Eingangstür ab. Das ist aber auch ganz praktisch, da nun hier oben nicht mehr viel los ist und so können wir noch ganz muggelfrei den Tradi “This Is Near, But The One Out The Road Is Far Away” vor der Eingangstür des Klosters suchen und loggen.

Von dort geht ein kleiner Wanderweg nach hinten den Hügel hinunter. Wir folgen ihm, da ich noch einen Abstecher zu einer Ruine, die ich von oben gesehen habe, machen will. Von dort haben wir auch noch einen schönen Blick auf die Rückseite des Rock of Cashel.

Rock of Cashel - Die Kathedrale von Hinten

Auf der Weide hinter dem Felsen stehen die Ruinen eines weiteren ehemaligen Klosters: der Hore Abbey – mittlerweile ein Lost Place. Vom Rock sind es etwas 15 Minuten zu Fuß auf dem kürzesten Weg bis dorthin. Dafür müssen wir über eine kleine Mauer klettern und dem Pfad zu den Ruinen folgen.

Rock of Cashel - Hore Abbey

Es steht noch der größte der Teil der Mauern – das Dach fehlt komplett.

Rock of Cashel - Die Mauern der Hore Abbey

Eine Hinweistafel an den Ruinen der Hore Abbey erklärt die Geschichte der Abtei.

Rock of Cashel - in der Hore Abbey

Auch ein Teil des Deckengewölbes ist noch vorhanden. Es macht mir Spaß in der ehemaligen Abtei zu fotografieren.

Rock of Cashel - Hore Abbey - das Deckengewölbe

Ich suche nach einer Stelle, wo ich durch ein Fenster oder eine Öffnung den Rock of Cashel sehen kann – das gibt dann einen schönen und natürlichen Rahmen für das Foto.

Rock of Cashel - Hore Abbey - Blick zum Felsen

Ein paar Fotos später sind wir fertig mit unserem Besuch bei der Hore Abbey. Mit fällt auf, dass in der Nähe noch der gleichnamige Tradi “Hore Abbey” versteckt wurde. Von dort haben wir noch einen letzten Blick zurück auf die Abtei.

Rock of Cashel - Hore Abbey - die Mauerreste vom Kreuzgang

Es wird langsam Zeit an das Abendessen zu denken – wir laufen zurück in den Ort, wo die Schaufenster schon für den anstehenden St. Patrick’s Day geschmückt sind.

Rock of Cashel - Fenstermalerei

Der Künstler hat sich hier echt Mühe gegeben – der Rock of Cashel ist gut zu erkennen.

 

Unsere Unterkunft

Bei der Planung unserer Tour habe ich Wert darauf gelegt eine Unterkunft in Cashel zu finden. Da alle Hotels im Ort schon ausgebucht waren, habe ich mich für das B&B Wattie’s (Werbelink) entschieden. Es liegt sehr zentral im Ort Cashel. Von dort kann man direkt auf den ehemaligen Bischofssitz schauen. Zu Fuß sind es nur wenige Minuten bis zum Eingang und einen eigenen Parkplatz für den Mietwagen gibt es kostenlos dazu. In Cashel sind die öffentlichen Parkplätze alle kostenpflichtig.

Rock of Cashel - B&B

Maria, die Hausherrin, ist sehr freundlich zu uns und erklärt uns den Ort und was es dort alles zu sehen gibt. Sie gibt uns auch Tipps für ein Restaurant und ein Pub. In unserem Zimmer gibt es einen Jacuzzi und kostenloses WLAN. Am nächsten Morgen gibt es ein üppiges Frühstück. Den Aufenthalt bei Maria kann ich nur empfehlen!

 

Die Nachtwanderung

Nach dem Abendessen wollen wir noch etwas laufen. Um ein paar schöne Fotos von dem beleuchteten Felsen machen zu können, entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung rund um das ehemalige Kloster. Im Ort kann ich einige Stellen finden, wo wir einen schönen Blick auf den Felsen haben.

Rock of Cashel - Bei Nacht

Die Beleuchtung ist recht schwach und ich habe das Stativ im Kofferaum gelassen. So muss ich mit einer hohen ISO-Zahl arbeiten…

Rock of Cashel - schön angestrahlt

Am Ortsende wird unsere Rundwanderung etwas “schwierig” – es fehlt ein Bürgersteig oder befestigter Weg neben der Strasse. Zudem ist die dem Ort abgewandte Seite fast gar nicht beleuchtet. Wir sind etwas enttäuscht. Erst kurz vor dem Ort gibt es wieder eine schöne Stelle zum Fotografieren. Die Rundwanderung bei Nacht lohnt sich also nicht – zumal ich den Weg mit nur einer Taschenlampe “bewaffnet” wegen der dort schnell fahrenden Autos als recht gefährlich empfunden habe.

Rock of Cashel - von der Rückseite bei Nacht

Im Ort angekommen spazieren wir nochmal zum Eingang des Rock of Cashel und machen dort ein letztes Nachtfoto.

Rock of Cashel - Am Eingang bei Nacht

Mit diesem Ausblick lassen wir dann auch unsere Nachtwanderung zu Ende gehen und spazieren zu unserem B&B zurück, wo der Jacuzzi schon ganz laut nach saarzwerg ruft!

 

Der Fotospot

Am nächsten Morgen wollen wir noch den Tradi “The Rock Of Cache” suchen und loggen. Von dort hat man den oroginal Bilderbuch-Blick auf den Felsen, der in so vielen Reiseführern abgebildet ist.

Rock of Cashel - Der letzte Blick zum Felsen

Die Dose ist schnell gefunden und ich mache noch ein letztes Erinnerungsfoto vom Rock of Cashel!

 

Mein Fazit

Wenn man etwas Zeit in Irland verbringt und neben Geocaching auch das Land erleben will, so gehört für mich ein Besuch des Rock of Cashel dazu! Es hat uns großen Spaß gemacht den ehemaligen Bischofssitz und die Ruinen der Hore Abtei zu besichtigen. Ich möchte Euch auch empfehlen die Nacht in Cashel zu verbringen – es gibt tolle Pubs und Restaurants im Ort und der Blick auf den beleuchteten Felsen lohnt sich.

Die Geocaches hier sind nichts Besonderes. Sie markieren jedoch sehenswerte Locations.

Und wenn Ihr dann noch Zeit übrig habt, so lohnt auch ein Abstecher in die etwas 20 Kilometer entfernte Höhle von Mitchelstown.

Mehr Bilder von diesem Tour-Abschnitt findet Ihr in meinem Webalbum.

Habt Ihr auch schon den Rock of Cashel besucht? Wenn ja, wie hat es Euch dort gefallen? Habt Ihr Tipps für Geocaches oder Sightseeing-Ziele? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare!

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